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Briefroman

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Deutsch-Team
Briefroman
lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse

Briefroman Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Briefroman kannst du es wiederholen und üben.
  • Nenne wichtige Merkmale eines Briefromans.

    Tipps

    Briefe sind in der Ich-Perspektive verfasst.

    Fiktive Briefe richten sich an einen fiktiven Adressaten.

    Nicht der Autor oder die Autorin drückt in literarischen Werken ihre Gefühle aus, sondern eine literarische Figur.

    Die Empfindsamkeit rückt das fühlende Individuum wieder stärker in den Mittelpunkt des kulturellen Dialogs.

    Lösung

    Briefromane sind Sammlungen fiktiver Briefe. In diesen ist die Stimme einer literarischen Figur zu lesen, die Nachrichten an einen fiktiven Adressaten verfasst. Dabei teilt sie häufig ihre subjektiven Wahrnehmungen und Empfindungen (z. B. Gefühle, Gedanken, Erfahrungen) aus. Das fühlende Ich steht im Mittelpunkt des Briefromans im 18. Jahrhundert. Um die Innenwelt eines empfindsamen Subjekts wählten z. B. die Autorinnen und Autoren der Strömung der Empfindsamkeit die Darstellungsform des Briefromans.

  • Gib bedeutende Werke der Gattung Briefroman an.

    Tipps

    Der erste deutschsprachige Briefroman stammt von einer Frau.

    Goethe schrieb einen Briefroman, der mit dem Selbstmord des unglücklich verliebten Protagonisten endet.

    Eichendorff hat in der Romantik gewirkt. Der Briefroman war vor allem ein Phänomen der Strömung der Empfindsamkeit während der Epoche der Aufklärung.

    Lösung

    Der Briefroman entstand in der Epoche der Aufklärung. In Deutschland haben vor allem Anhänger der Empfindsamkeit, einer literarischen Strömung, die das fühlende Subjekt in den Mittelpunkt stellte, Briefromane verfasst.

    Der erste deutschsprachige Briefroman mit dem Titel „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ (1771) stammt von Sophie von la Roche. Sie veröffentlichte ihn zunächst anonym mit Hilfe Christoph Martin Wielands, der die Herausgeberschaft übernahm.

    Besonders berühmt ist der Briefroman Johann Wolfgang von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ (1774). Er endet mit dem Selbstmord des unglücklich verliebten Protagonisten. Nach Erscheinen des Romans sollen sich junge Männer aus Liebeskummer tatsächlich das Leben genommen haben. Man spricht deshalb vom „Werther-Effekt“.

    Der lyrische Briefroman „Hyperion“ (1797/99) von Friedrich Hölderlin thematisiert die Erfüllung, die das Subjekt in der Natur finden kann.

    Der Roman Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ und die Novelle Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“ sind keine Briefromane.

  • Vergleiche die Textsorten Chat und Briefroman miteinander.

    Tipps

    Briefromane bestehen aus fiktionalen Briefen, wollen also Realität nur vortäuschen.

    Briefromane sind für ein lesendes Publikum verfasst und richten sich deshalb nach ästhetischen Ansprüchen ihrer Zeit.

    Lösung

    Auf den ersten Blick unterscheiden sich ein Briefroman und ein Chat, z. B. mit der besten Freundin, stark. Es gibt neben Unterschieden aber auch einige Gemeinsamkeiten.

    Gemeinsamkeiten, die auf beide Textsorten zutreffen:

    • Beide Textsorten sind dialogisch angelegt. Der Schreibende richtet seine Nachricht (in Form eines Briefes oder einer Chat-Nachricht) immer an einen Adressaten oder eine Adressatin. In der Regel erwartet er auch eine Antwort.
    • In beiden Fällen verfasst der Schreibende seine Nachrichten in der Ich-Perspektive.
    • In beiden Textsorten kann es um private Themen gehen. Der Briefroman ist häufig Gefühlsausdruck. Auch im Chat mit einem guten Freund oder einer guten Freundin können persönliche Erfahrungen, Erlebnisse oder Gefühle thematisiert werden.
    Nur auf einen Briefroman zutreffend:

    • In Briefromanen sind die Nachrichten in Form von Briefen fiktiv. Die Briefe sind nicht echt, sondern thematisieren Gefühle und Erfahrungen einer literarischen Figur, die in den Briefen als Ich in Erscheinung tritt.
    • Die Realität wird in den Briefen eines Briefromans also nur vorgetäuscht. Die Briefe sollen auf den Leser oder die Leserin realistisch und authentisch wirken. Sie entspringen aber der Fantasie des Autors bzw. der Autorin.
    • Oft sind Briefromane ästhetisch besonders ansprechend gestaltet. Da sie ein Lesepublikum unterhalten möchten, erfüllen sie dessen Ansprüche an sprachliche und literarische Schönheit. Umgangssprache wird man in Briefromanen daher eher nicht finden.
    • Die Textgattung Brief ist in der Regel etwas länger als Nachrichten in einem Chat. Ein Brief ist oft wie eine kleine Rede mit Einleitung, Hauptteil und Schluss komponiert.
    Nur auf einen Chat zutreffend:

    • Chats in sozialen Netzwerken oder per Handy sind nicht fiktiv, sondern real. Reale Schreibende thematisieren reale Gegenstände (z. B. ihre eigenen realen Erfahrungen oder Gefühle).
    • Oft sind Chats der mündlichen Kommunikation angepasst. Deshalb beinhalten sie oft Umgangssprache, Jugendslang oder Abkürzungen.
    • Auch wenn das nicht immer der Fall sein muss, sind die Nachrichten in Chats eher kurz. Auch in diesem Punkt passen sie sich stärker an die mündliche Alltagskommunikation an als z. B. ein Brief.
  • Analysiere den Textausschnitt hinsichtlich der Merkmale eines Briefromans.

    Tipps

    Explizite Informationen müssen nicht erschlossen werden. Sie werden direkt gegeben.

    Die Gattung des Briefromans war in der Empfindsamkeit beliebt. Das Subjekt, das sich in Briefen ausdrückt, gewann an Bedeutung.

    Lösung

    In Briefromanen muss der Leser sich Informationen häufig implizit erschließen. Allerdings werden Eckdaten wie Absender, Adressat oder Handlungsort oft explizit gegeben. Hier erfahren wir, dass Frau von Sternheim einen Brief an ihre Mutter schreibt.

    Typisch für den Briefroman des 18. Jahrhunderts, der v.a. in der Strömung der Empfindsamkeit beliebt war, ist der Ausdruck des Inneren (Gefühle, Erfahrungen, Erlebnisse). Das schreibende Ich versteht den Brief dabei als Möglichkeit, sich ästhetisch und kunstvoll mitzuteilen. Umgangssprache wird man daher in einem Briefroman nicht finden.

    Im Ausschnitt teilt Frau von Sternheim mit, dass sie sich aus einem inneren Gefühl heraus zwar nicht mit ihrer Mutter treffen kann, aber sehr gerne schriftlich mit ihr kommunizieren möchte. Dem Briefeschreiben misst sie also eine hohe Bedeutung zu.

    Der Brief ist natürlich nur aus der Perspektive der Tochter verfasst, die an die Mutter schreibt. Die Perspektive der Mutter kommt hier nicht vor. Der Brief ist also monoperspektivisch verfasst.

    Quelle: la Roche, Sophie von: Geschichte des Fräuleins von Sternheim. Stuttgart 1771, S. 42.

  • Bestimme, welche Aussagen über Briefromane korrekt sind.

    Tipps

    Zwei Antworten sind korrekt.

    Briefromane zählen zur fiktiven Literatur – es wird also nicht die reale Wirklichkeit wiedergegeben, sondern eine erfundene, rein literarische Wirklichkeit.

    Da in Briefen ein Ich spricht, sind sie subjektiv. Die Erzählhaltung ist gerade in der Empfindsamkeit stark von den Gefühlen und Gedanken des Ich-Erzählers geprägt.

    Briefromane waren gerade im 18. Jahrhundert in Hochsprache verfasst.

    In Briefromanen werden Informationen über die Figuren und die Handlung häufig nur implizit genannt. Die Lesenden müssen sie sich also erschließen.

    Lösung

    Briefromane sind Sammlungen fiktiver Briefe. Sie sind zwar realen Briefen nachempfunden und besonders authentisch gestaltet, allerdings wird Realität nur vorgetäuscht. Figuren und Handlungen gehören einer erfundenen, eben fiktiven Wirklichkeit an.

    Die literarischen Figuren, die als Sprecher und Akteure zugleich fungieren, geben häufig ihre Gefühle und Gedanken wieder. Die Erzählhaltung ist also sehr subjektiv gefärbt. Gerade für die Strömung der Empfindsamkeit war ein subjektiver Gefühlsausdruck in der Literatur maßgeblich.

    Die Sprache in Briefromanen kann als Hochsprache bezeichnet werden. Umgangssprachliche Wendungen sind selten zu finden. Die Autorinnen und Autoren des 18. Jahrhunderts waren um eine ästhetisch anspruchsvolle und zugleich authentische Sprache bemüht.

    Häufig werden in Briefen nicht alle Hintergründe und Informationen über Handlung und Figuren explizit benannt, sondern nur implizit. Die Lesenden müssen sie sich also aus dem Zusammenhang erschließen.

  • Interpretiere den Auszug aus Johann Wolfgang von Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“.

    Tipps

    Da die Gegenwart des fiktiven Briefeschreibenden oft nach den eigentlichen Geschehnissen liegt, berichtet er sie immer im Rückblick.

    Briefromane der Empfindsamkeit rücken das fühlende Subjekt in den Mittelpunkt. Dabei werden Gefühle ästhetisch zum Ausdruck gebracht.

    Lösung

    Der vorliegende Textauszug aus Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ kann exemplarisch für den subjektiven Gefühlsausdruck in der Literatur der Empfindsamkeit stehen. Als Gegenbewegung zur Epoche der Aufklärung rückt diese literarische Strömung das fühlende Subjekt ins Zentrum seiner Texte. Goethe stellt Werthers Liebe zu Lotte hier auch mithilfe von sehr konkreten Naturschilderungen dar. Diese sind allerdings nicht neutral und sachlich, sondern dienen dem Ausdruck des Gefühls zwischen den beiden Figuren. Da Lotte bereits verheiratet ist, kündigt das Frühlingsgewitter neben der aufkeimenden Liebe das drohende Unheil an.

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