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Berichte schreiben – Überblick 07:32 min

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Transkript Berichte schreiben – Überblick

Hallo. Ich heiße Renate. Heute befassen wir uns mit der Textsorte Bericht. Doch was ist ein Bericht eigentlich? Was macht einen Bericht aus? Mit Berichten informieren die Autoren möglichst objektiv zu einem bestimmten Ereignis, Sachverhalt o.Ä. und setzen den Leser darüber in Kenntnis. Man unterscheidet zwischen drei Arten von Berichten. 1. Dem Erfahrungsbericht (wie z.B. ein Erlebnis-, Reise- oder Praktikumsbericht) 2. Dem Ereignisbericht (wie z.B. einem Katastrophenbericht, einem Unfallbericht oder Sportbericht) 3. Und dem Untersuchungsbericht (wie z.B. einem Forschungsbericht, einem Waldschadensbericht oder einem Wetterbericht)

Zum Reisebericht (einem Erfahrungsbericht) und zum Unfallbericht (einem Ereignisbericht) kannst du dir bei Sofatutor jeweils auch ein Video anschauen. In diesem Video erkläre ich dir, welche Besonderheiten und Merkmale ein Ereignisbericht hat, und auf was du beim Verfassen eines Berichtes generell achten musst. Damit du dir eine Vorstellung davon machen kannst, was das Besondere an einem Bericht ist, möchte ich einen Ereignisbericht aus dem Sportunterricht über die Verletzung eines Schülers beim Fußballspielen mit dir besprechen. Am 14.01.2014 kam es beim Sportunterricht in der dritten Schulstunde in der Sporthalle zu einem Zusammenstoß zwischen Mark Heine und Anton Werner, bei dem sich Anton Werner schwer verletzte. Den Berichten von Mitschülern zufolge hatte es zuvor im Umkleideraum einen Streit zwischen den beiden gegeben, bei dem Mark Heine Anton Werner vorgeworfen hatte, ihn vor der Turnhalle geschubst zu haben. Anton Werner hatte das bestritten. Daraufhin hatte Mark Heine Anton Werner gedroht. Auf dem Fußballfeld kam es dann zu einem folgenschweren Foul von Mark Heine, bei dem sich Anton Werner schwer am Knie verletzte. Ein Arzt wurde aufgesucht. Die Untersuchung hat ergeben, dass Anton Werner eine Bänderzerrung und eine Platzwunde, die genäht werden musste, erlitten hat. Derzeit trägt er einen Verband und muss sein Knie schonen. Schauen wir uns das Beispiel nun ein wenig genauer an: Der Ereignisbericht bezieht sich auf einen Vorfall, der stattgefunden hat. Er ist in einer zeitlichen Reihenfolge gegliedert. Er informiert über das Ereignis. Der Bericht wurde vom Lehrer mit dem Ziel verfasst, das Geschehen in sachlicher, objektiver Art und Weise für einen bestimmten Adressaten – in diesem Fall eine Versicherung – zu schreiben. Wichtig ist in diesem Bericht vor allem das Ergebnis, nämlich, dass Anton jetzt eine Bänderzerrung und eine Platzwunde hat, denn in erster Linie interessiert ja das die Versicherung. Außerdem möchte die Versicherung noch wissen, wer für die Verletzung verantwortlich ist. Was du für das Verfassen eines Berichts noch alles wissen musst erkläre ich dir jetzt:

Damit - in diesem Fall der Versicherung - alle notwendigen Informationen gegeben werden, sollte man für einen vollständigen Bericht sieben W-Fragen (wird rot unterstrichen) beantworten. Diese sind: Wer? – Also: Wer war beteiligt? Wo? – Also: An welchem Ort ist es passiert? Wann? – Das ist die Zeitangabe. Was? – Diese Frage beschreibt die Art des Geschehens. Wie? – Wie genau ist es passiert? Warum? – Warum ist es passiert? Und mit welchen Folgen? Außerdem gliedert sich der Bericht in die Einleitung, den Hauptteil und den Schluss. Die sieben W-Fragen werden dieser Gliederung zugeordnet.

In der Einleitung des Berichts hat der Lehrer die ersten W-Fragen beantwortet: Wann ist es passiert? Wo ist es passiert? Was ist passiert? Und wer war beteiligt?

Im Hauptteil hat er die Einzelheiten des Geschehens in genauer zeitlicher Abfolge abgehandelt. Die W-Fragen sind: Warum kam es dazu? Und wie genau ist es passiert?

Im Schlussteil ging er noch auf den Ausgang oder das Ergebnis und die Folgen des Vorfalls ein. Die W-Frage lautet hier: Mit welchen Folgen? Die Zeitform dieses Ereignisberichts ist die Vergangenheitsform – das Präteritum.

Ein Beispielsatz aus unserem Bericht: Am 14.01.2014 kam es beim Sportunterricht in der dritten Schulstunde in der Sporthalle zu einem Zusammenstoß. Das, was vor dem Ereignis (also dem Foul) passiert ist, wurde im Plusquamperfekt geschrieben.

Ein Beispielsatz aus unserem Bericht: Den Berichten von Mitschülern zufolge, hatte es zuvor im Umkleideraum einen Streit zwischen den beiden gegeben.

Über die Folgen wurde im Präsens berichtet.

Ein Beispielsatz aus unserem Bericht: Derzeit trägt er einen Verband und muss sein Knie schonen. Wenn du jetzt selbst einen Bericht verfassen möchtest, dann achte auf die folgenden Punkte: Vorbereitung In der Vorbereitung schreibst du dir Stichpunkte zu dem Ereignis auf. Dann gliederst du diese Stichpunkte nach den W-Fragen. Schreibprozess Beim Schreiben wählst du eine Überschrift. Verteile die W-Fragen auf Einleitung, Hauptteil und Schluss. Achte auf die richtige Verwendung der Zeitformen. Überarbeitung Stelle dir bei der Überarbeitung noch einmal die Frage, ob der Bericht für den Adressaten geeignet ist und seinen Zweck erfüllt. Hast du alles verstanden und dir auch einiges merken können? Ja? Super! Dann kannst du dich ja jetzt gleich an die Arbeit machen und einen Bericht verfassen! Viel Spaß dabei!

Tschüss – und bis zum nächsten Mal!

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182 Kommentare
  1. Ich fand das Video sehr hilfreich, es hat mir geholfen die Unterschiede zu verstehen...

    Von Emily2152008, vor 4 Monaten
  2. das Video ist leicht zu verstehen. Aber was man verbessern könnte ist das man mehr aufgaben zur Verfügung hat . Sonst alle top

    Von Klaus Valter, vor 5 Monaten
  3. nr.1

    Von Try Leute Moinmax Hier, vor 5 Monaten
  4. Hallo Try Leute Moinmax Hier,
    wenn du mir genau sagst, bei welcher Aufgabe du Probleme hast und was genau sich bei der Eingabe ändert, dann kann ich dir versuchen zu helfen. So ist es leider etwas schwierig nachzuvollziehen, was genau bei der Bearbeitung schiefgelaufen ist.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 5 Monaten
  5. ich habe Probleme denn ich schreibe immer die selben Sachen und wenn ich es genau so mache wie es die Aufgabe will, dann verändert sich das plötzlich uns dann sind die richtigen Antworten plötzlich falsch!!!

    Von Try Leute Moinmax Hier, vor 5 Monaten
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Berichte schreiben – Überblick Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Berichte schreiben – Überblick kannst du es wiederholen und üben.

  • Definiere die W-Fragen eines Berichts.

    Tipps

    Nach der Frage Was ist passiert? kann man zum Beispiel antworten mit: Der Fahrer hatte einen Unfall.

    Nach der Frage Mit welchen Folgen? kann man zum Beispiel antworten mit: Er musste direkt ins Krankenhaus eingeliefert werden.

    Lösung

    Die sieben W-Fragen dienen der Gliederung eines Berichts.

    Den Kern des Geschehens bilden die Beteiligten, der Ort, die Zeit und die Art bzw. das Was des Ereignisses: Der Fahrer Klaus W. (Beteiligter) hatte heute morgen gegen 8 Uhr (Zeit) in der Innenstadt (Ort) einen Autounfall (Art des Geschehens).

    Diese Angaben findet man in jedem Bericht wieder. Wie genau etwas passiert ist (Art und Weise), warum (Grund) und mit welchen Folgen, kann ebenfalls Bestandteil eines Berichts sein:

    • Der Unfall passierte aus Müdigkeit. (Grund)
    • Der Fahrer musste sofort ins Krankenhaus gebracht werden. (Folgen)
    • Der Unfall passierte ohne Vorwarnung. (Art und Weise)

  • Zeige die unterschiedlichen Arten von Berichten auf.

    Tipps

    Zu jedem Berichtstyp lassen sich drei Beispiele zuordnen.

    Der Untersuchungsbericht informiert über Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten.

    Lösung
    1. Der Erfahrungsbericht informiert über ein Erlebnis, das man selbst erfahren hat. So kann zum Beispiel über eine Reise, ein Praktikum oder ein Abenteuer berichtet werden.
    2. Der Ereignisbericht informiert über allgemeine Sachverhalte, bei denen Ereignisse chronologisch berichtet werden können, wie Unfälle, Katastrophen oder Veranstaltungen.
    3. Der Untersuchungsbericht kann auch als Forschungsbericht bezeichnet werden. Er informiert über Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten und kann zum Beispiel zu den Themen Wetter oder Meerestiere verfasst sein.
  • Unterscheide den Bericht von der Beschreibung und der Erzählung.

    Tipps

    Hier ist ein weiteres Beispiel zur Gattung des ersten Satzes:

    Die Vase ist aus Glas und ist etwa 40 cm hoch und 20 cm breit, wobei die Öffnung nicht rund, sondern rechteckig ist.

    Hier ist ein weiteres Beispiel zur Gattung des zweiten Satzes:

    Ein 48-jähriger Mann wurde beim Einbruch in eine Bankfiliale am Montag von der Polizei festgenommen.

    Hier ist ein weiteres Beispiel zur Gattung des dritten Satzes:

    Geräuschlos schlich ich den Gang entlang und stieg die Treppe hinauf in den 1. Stock. Meine Hände waren bereits vor Angst ganz nass geschwitzt und ich zitterte am ganzem Körper.

    Lösung
    1. Ein Bericht informiert über ein Ereignis, das tatsächlich stattgefunden hat. Es wird dabei keine direkte Rede verwendet und er ist sachlich und knapp geschrieben. Themen für einen Bericht können zum Beispiel Unfälle, Forschungsergebnisse oder Klassenausflüge sein. Die Zeitform, in der ein Bericht geschrieben wird, ist das Präteritum (Vergangenheitsform).
    2. Beschreibungen geben die äußeren Merkmale einer Person oder eines Gegenstandes wieder. Eine Beschreibung wird im Präsens (Gegenwartsform) geschrieben und soll möglichst genau Details und Besonderheiten enthalten. Man beschreibt vor allem mithilfe von Adjektiven zuerst allgemeine, dann spezielle Merkmale.
    3. Die Erzählung stellt eine erzählte Geschichte dar. Die Geschehnisse können wahr oder ausgedacht sein. Im Hauptteil der Erzählung gibt es einen Spannungshöhepunkt. Weitere sprachliche Merkmale sind die direkte Rede, ausdrucksstarke Adjektive sowie Verben und ein Erzähler.
  • Erschließe dir die Reihenfolge des Berichts.

    Tipps

    In der Einleitung werden die W-Fragen Wer? Wann? Wo? und Was? beantwortet.

    Im Hauptteil werden die W-Fragen Wie genau? und Warum? thematisiert.

    Der Schluss beantwortet die W-Frage Welche Folgen?

    Lösung

    In einem Bericht ist es wichtig, die Ereignisse in der richtigen zeitlichen Reihenfolge wiederzugeben. Dabei werden die sieben W-Fragen in der Einleitung, dem Hauptteil und dem Schluss beantwortet. Zu Beginn eines Berichts steht immer eine passende Überschrift. Für das Erkennen der chronologischen Abfolge helfen Wörter wie zum Beispiel dabei, daraufhin, gestern, später, zuletzt usw.

  • Nenne die wichtigsten Merkmale eines Berichts.

    Tipps

    Das Adjektiv subjektiv bedeutet von persönlichen Gefühlen, Interessen oder Vorurteilen befangen.

    Lösung

    Ein Bericht soll den Leser informieren. Dies geschieht in möglichst neutraler und objektiver Sprache. Elemente einer Erzählung (wie z.B. einen Erzähler, ausdrucksstarke Verben und Adjektive) sollen vermieden werden. Der Aufbau eines Berichts erfolgt chronologisch, d.h. nach der zeitlichen Reihenfolge der Ereignisse.

  • Bestimme die Zeitformen in einem Bericht.

    Tipps

    Das Präteritum ist die Vergangenheitsform und das Präsens wird für die Gegenwart verwendet.

    Das Plusquamperfekt drückt Handlungen aus, die zeitlich vor einem bestimmten Zeitpunkt in der Vergangenheit stattgefunden haben. Es tritt daher zumeist zusammen mit einer Präteritumform im Nebensatz auf.

    Das Plusquamperfekt wird mit dem Präteritum von sein oder haben und dem Partizip II gebildet.

    Lösung

    Ein Bericht spricht stets über Ereignisse, die in der Vergangenheit passiert sind und benutzt dementsprechend zumeist das Präteritum. In der mündlichen Alltagssprache benutzt man für Ereignisse in der Vergangenheit oft auch das Perfekt.

    Das Präteritum wird gebildet, indem die Infinitivendung -en eines Verbs entfernt wird und die entsprechende Präteritumendung (abhängig von der Person) angehangen wird: (ich) -te, (du) -test, (er/sie/es) -te, (wir) -ten, (ihr) -tet, (sie) -ten.

    Viele starke Verben ändern im Präteritum den Stammvokal, z.B.:

    • nehmen - nahmen (Präteritum) - genommen (Partizip II)
    • gehen - gingen (Präteritum) - gegangen (Partizip II)
    • werden - wurden (Präteritum) - geworden (Partizip II)
    Wenn ein Ereignis 1 in der Vergangenheit vor einem anderen Ereignis 2 in der Vergangenheit passiert , dann steht das Ereignis 1 im Plusquamperfekt. Gebildet wird es mit der Präteritumform von sein/haben und dem Partizip II des Verbs.

    Wenn der Sprecher des Textes sich auf den gegenwärtigen Moment bezieht, werden die Ereignisse im Präsens formuliert.