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Eine Reportage schreiben

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Ø 4.2 / 67 Bewertungen

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Team Digital
Eine Reportage schreiben
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Beschreibung Eine Reportage schreiben

Nach dem Schauen dieses Videos wirst du in der Lage sein, eine Reportage zu schreiben.

Zunächst lernst du, was eine Reportage von einem Zeitungsbericht unterscheidet und was du bei der Planung deiner Reportage beachten solltest. Anschließend zeigen wir dir, wie du eine Reportage in Einleitung, Hauptteil und Schluss einteilen kannst und was du inhaltlich und formal beachten solltest. Abschließend lernst du sprachliche Besonderheiten und wie du deine Reportage überarbeiten solltest.

Lerne, wie du eine Reportage schreibst, indem du den freiberuflichen Reporter Freddy Freigeist ans Tote Meer begleitest, wo er viele spannende Dinge über Wüstenzombies recherchiert.

Das Video beinhaltet Schlüsselbegriffe, Bezeichnungen und Fachbegriffe wie Reportage, Bericht, W-Fragen, Sinneseindrücke, Zitat, zitieren, wörtliche Rede, Situationsbeschreibung, Erfahrung, Recherche, ausdrucksstarke Verben, Adjektive, sprachliche Bilder, Präsens, Bewertung, Meinung, Appell, Rechtschreibung, Satzbau, Satzzeichen, Einleitung, Hauptteil, Schluss, Überarbeitung.

Bevor du dieses Video schaust, solltest du bereits wissen, was ein Bericht ist.

Nach diesem Video wirst du darauf vorbereitet sein, viele andere Formen von Berichten kennenzulernen.

Transkript Eine Reportage schreiben

Freddy Freigeist ist freiberuflicher Reporter der Geisterzeitung "Nachtprophet". Inspiriert durch einen kürzlich gelesenen Reisebericht über das Tote Meer, reist Freddy nun selbst nach Jordanien. Er will die ansässige Wüstenzombiekultur kennenlernen und eine Reportage darüber schreiben. Eine Reportage ist ein Bericht, der auf besonders anschauliche und lebendige Weise über ein Geschehen informiert. Der Text enthält sachliche Informationen, gibt aber auch die Eindrücke und persönliche Sichtweise des Verfassers oder der Verfasserin wieder. Freddy verbringt einige Tage unter den Wüstenzombies, die östlich des Toten Meeres in Jordanien leben. Dadurch kann er auf Grundlage von eigenen Erfahrungen und genauer Rechercheergebnisse berichten. Aufgepasst! Anders als im sachlichen und wenig persönlichen Zeitungsbericht wird in einer Reportage das Geschehen viel detaillierter beschrieben. Dazu gehört eine lebendige Sprache, wörtliche Rede und eine möglichst genaue Schilderung von Ereignissen. Eine Reportage muss gut geplant werden! Freddy notiert sich dafür während seiner Recherche Antworten auf folgende W-Fragen. WER ist beteiligt? Er schreibt über Wüstenzombies. WAS geschieht? Er möchte über das Essverhalten der Zombies und die kulinarischen Besonderheiten der Zombieküche berichten. WO geschieht es? In seiner Reportage geht es um die Wüstenzombiegemeinschaft, die östlich des Toten Meeres in Jordanien lebt. WANN geschieht es? Um sich ein Bild zu machen hat Freddy eine Woche lang unter den Zombies gelebt. Während dieser Zeit notiert sich Freddy knapp seine Eindrücke. Außerdem hält er fest, was er SIEHT und HÖRT: „In dieser Gegend ist Salz unser kostbarstes Gut! Das weiße Gold ist in unseren Küchen unentbehrlich!“ Freddy will den Eindruck erwecken, dass die Lesenden UNMITTELBAR am Geschehen teilnehmen. Aufgepasst! Eine Reportage lebt von bildhafter Sprache und gewinnt durch Zitate an Anschaulichkeit und Glaubwürdigkeit. Daher solltest du auch notieren, was bestimmte Personen über das Thema berichten und diese Zitate als wörtliche Rede in deinen Text einbauen. Jetzt kann Freddy mit dem Schreiben beginnen! Er hat auch schon eine treffende Überschrift formuliert: Nicht sauer, salzig macht lustig! In der Einleitung muss er darauf achten, den Leser oder die Leserin in besonderer Weise mitzureißen und Interesse zu wecken. „Da muss noch mehr Salz ran!“, ruft Kantinenchef Willy seinem Küchengehilfen zu, während er mit einem großen Holzlöffel die in einem Kessel zubereitete Fischaugensuppe kostet. In fünf Minuten wird der Pausengong 300 hungrige Schüler und Schülerinnen des Wüstenzombiegymnasiums in die Kantine locken. Die Kinder sind es gewohnt, täglich frisch gekochte Zombiegerichte serviert zu bekommen. Diese werden in der Wüste Jordaniens traditionell mit sehr viel Salz zubereitet. Neugier wecken kann Freddy z. B. mithilfe eines Zitates, oder durch die Schilderung der Situation vor Ort. Durch ausdrucksstarke Verben, Adjektive und sprachliche Bilder schafft es Freddy außerdem, die Atmosphäre und Stimmung wiederzugeben. Merke! Reportagen sind häufig im Präsens geschrieben, um Lesern und Leserinnen das Gefühl zu vermitteln, möglichst "live" am Geschehen teilzunehmen. Im Hauptteil berichtet Freddy von weiteren Erkenntnissen rund um das Essverhalten der Zombies und den kulinarischen Besonderheiten der Gegend. Dabei stellt er das Geschehen aus eigener Sicht dar. Zombiepapa Ziggy bereitet täglich sechs Mahlzeiten für seine Familie zu. Obwohl diese offen für neue Gerichte ist und eine gesunde Ernährung anzustreben scheint, darf eine Zutat in keinem Essen fehlen: Salz. Der Hobbykoch sagt: „In dieser Gegend ist Salz unser kostbarstes Gut! Das weiße Gold ist in unseren Küchen unentbehrlich!“ Wichtig sind Beschreibungen, persönliche Eindrücke und Zitate. Aufgepasst! Du kannst wörtliche Aussagen unterschiedlich wiedergeben. Freddy kann auch so schreiben: „In dieser Gegend“, beschreibt der Hobbykoch, „ist Salz unser kostbarstes Gut! Das weiße Gold ist in unseren Küchen unentbehrlich!“ Beachte dabei die Unterschiede in der Zeichensetzung! Zum Schluss kann Freddy eine zusammenfassende Bewertung abgeben. Die salzigen Gerichte der Wüstenzombies mögen ungewöhnlich erscheinen, dennoch folgen sie einer langen Tradition von jordanischen Wüstenzombierezepten, die die dort ansässige Gemeinschaft in ihrer Liebe zum Salz vereint. Außerdem schließt Freddy mit einem Appell an die Leser bzw. Leserinnen ab: Ob Zombie, Vampir, Geist oder Mumie, ein traditionell zubereitetes Wüstenzombiegericht mit Meersalz sollten alle einmal gekostet haben! Freddy ist zufrieden mit seiner Reportage. Jetzt kann er mithilfe einer Checkliste überprüfen, ob er alles beachtet hat, was bei einer Reportage wichtig ist und seinen Text im Zweifelsfall überarbeiten. Er hat die W-Fragen beantwortet und einen logischen Aufbau gewählt. Er hat seine Sinneseindrücke geschildert. Außerdem hat er im Präsens geschrieben, eine bildhafte Sprache verwendet, Zitate in Form von wörtlicher Rede eingebaut und Rechtschreibung, Satzbau und Satzzeichen geprüft. Sein neuer Salzstreuer wird Freddy immer an seine Zeit bei den Wüstenzombies erinnern.

9 Kommentare

9 Kommentare
  1. sehr gut erklärt

    Von Luki, vor 3 Monaten
  2. schreklich schön harharhar

    Von Sofa-Zombi, vor 4 Monaten
  3. gut

    Von Ruben Christiano, vor 5 Monaten
  4. Ich finde es unglücklich, dass hier eine real existierende Region (Jordanien) verwendet wird, um eine Reportage über "Wüstenzombies" zu erklären. Man könnte auch ein Fantasieland verwenden, um missglückte Vergleiche zu vermeiden.

    Von Pallasch 1, vor 6 Monaten
  5. Gut erklärt aber es wäre besser wenn das mit den Stimmen verändern besser klappen wird.

    Von Dalia 77, vor 8 Monaten
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Eine Reportage schreiben Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Eine Reportage schreiben kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme, worauf du in welchem Teil einer Reportage achten musst.

    Tipps

    Eine Recherche ist vor dem Verfassen eines Reiseberichts sinnvoll.

    In der Einleitung solltest du auf zwei Dinge achten: Du solltest hier schon die Leserschaft faszinieren und ihr Interesse wecken.

    Freddys Reportage endet mit: „Ob Zombie, Vampir, Geist oder Mumie, ein traditionell zubereitetes Wüstenzombiegericht mit Meersalz sollten alle einmal gekostet haben!“
    Worum handelt es sich hier?

    Zu jedem Oberbegriff gehören zwei Arbeitsschritte.

    Lösung

    Um eine gelungene Reportage zu verfassen, ist es sinnvoll, zunächst mit der Planung zu beginnen.

    • Finde bei deiner Recherche Antworten auf die W-Fragen (Wer?Was?/Wo?/Wann?) und
    • notiere dir deine Eindrücke.
    • Halte auch fest, was du hörst und siehst (u. a. Zitate von Personen).
    Hast du die Planung abgeschlossen, formulierst du eine passende Überschrift und widmest dich anschließend der Einleitung. Hier ist es wichtig, dass du
    • Interesse weckst und
    • die Leser*innen mitreißt.
    Im Hauptteil berichtest du
    • von weiteren Erkenntnissen und
    • stellst das Geschehen aus eigener Sicht dar.
    • Wichtig sind hier Beschreibungen, persönliche Eindrücke und Zitate.
    Im Schlussteil formulierst du dann
    • eine zusammenfassende Bewertung und
    • schließt beispielsweise mit einem Appell an die Leser*innen ab.

  • Vervollständige die fehlenden Informationen zur Reportage und deren Planung.

    Tipps

    In der Planung beantwortest du die Fragen zu wem, was, wann und wo.

    Du baust außerdem Zitate in Form von wörtlicher Rede mit ein.

    Zwei Antworten passen nicht.

    Lösung

    Bestimmt hast du schon einmal eine Reportage gelesen oder gehört. Weißt du, woran man eine Reportage erkennt?

    Eine Reportage ist ein Bericht, der sehr anschaulich und lebendig über ein Geschehen informiert. Der Text enthält sachliche Informationen sowie Eindrücke und persönliche Sichtweisen des/der Verfasser*in.

    Außerdem verfasst man sie stets im Präsens, setzt eine lebendige Sprache ein und verwendet die wörtliche Rede. Durch Zitate wird eine Reportage anschaulich und glaubwürdig. ´

  • Erläutere die Funktion.

    Tipps

    Mit interessanten Verben und Adjektiven kannst du Szenen besonders gut beschreiben.

    „Zunächst bereiten sie stundenlang das Essen vor und verwenden dabei viele Gewürze.“
    Verwendet man das Präsens, hat man mehr das Gefühl, direkt dabei zu sein.

    Zwei Funktionen, die auf der rechten Seite angegeben sind, passen hier nicht.

    Verbinde zunächst die Paare, bei denen du dir sicher bist. Wende dich erst dann den kniffeligeren Funktionen zu.

    Lösung

    Damit deine Reportage gelingt und die Leser*innen sie gerne und gebannt lesen, setzt du

    • ausdrucksstarke Verben (ruft, schreit, saust),
    • Adjektive (laut, überwältigend) und
    • sprachliche Bilder (Sie fielen wie die Heuschrecken über das Essen her.) ein.
    Diese Mittel dienen dazu, die Atmosphäre und Stimmung wiederzugeben. Mit Zitaten und einer Schilderung der Geschehnisse vor Ort weckst du die Neugier der Leser*innen. Das Präsens vermittelt den Leser*innen das Gefühl, live dabei zu sein.

  • Ermittle wichtige Elemente einer Reportage.

    Tipps

    Verben beschreiben, was jemand tut. Sie stehen in einer Reportage meist im Präsens.

    Ein wörtliches Zitat kannst du an den Anführungszeichen erkennen.

    Bei einem sprachlichen Bild entsteht dabei ein Bild in deinem Kopf.

    Adjektive beschreiben, wie etwas oder jemand ist, z. B. fies, langweilig.

    Lösung

    Für eine gelungene Reportage ist es hilfreich, wenn du darauf achtest, dass du anschauliche Verben (z. B. freuen, rufen, retten) und Adjektive (z. B. farbenfroh, waghalsig) verwendest. Häufig wird das Präsens eingesetzt, damit die Leser*innen den Eindruck erhalten, live dabei zu sein.

    Außerdem helfen dir sprachliche Bilder (z. B. Groß und Klein) dabei, die Atmosphäre und Stimmung wiederzugeben. Die Verwendung von Zitaten weckt die Neugier bei den Leser*innen.

  • Gib an, woran du eine Reportage erkennst.

    Tipps

    Zwei Merkmale sind Merkmale eines Zeitungsberichts.

    In einer Reportage wird das Geschehen viel detaillierter als im Zeitungsbericht beschrieben.

    Lösung

    Was eine Reportage ist und ein dazugehöriges Beispiel hast du bereits kennengelernt. Doch konntest du dich auch daran erinnern, woran du diese erkennst?

    Merkmale einer Reportage sind

    • die lebendige Sprache,
    • wörtliche Rede für Zitate und
    • die genaue Schilderung von Ereignissen.
    Die anderen beiden Merkmale setzt man beim Verfassen eines Zeitungsberichts ein. Diese sind
    • sachlich und
    • wenig persönlich.

  • Bestimme die fehlenden Satzzeichen.

    Tipps

    Jedes fehlende Satzzeichen hat eine eigene Lücke.

    Du kannst wörtliche Aussagen unterschiedlich wiedergeben. Beachte jedoch die Satzzeichen, die sich zum Teil dann verändern.

    Beispiel:

    • „Jeden Morgen“, klagt Sophie, „komme ich nicht aus dem Bett.“
    • „Ich komme jeden Morgen nicht aus dem Bett“, klagt Sophie.
    • Sophie klagt: „Ich komme jeden Morgen nicht aus dem Bett.“

    Nicht alle Satzzeichen verändern sich, wenn der Satz umgestellt wird. Das Satzzeichen am Schluss der wörtlichen Rede bleibt z. B. gleich.

    Lösung

    In einer Reportage verwendet man häufig Zitate, um die Anschaulichkeit zu erhöhen und die Neugier der Leser*innen zu wecken. Notiere dir also bei deiner Planung, was bestimmte Personen über das Thema berichten. Diese Zitate kannst du dann wunderbar als wörtliche Rede in deinen Text einbauen.

    Achte beim Schreiben auf die Satzzeichen. Da der Begleitsatz am Anfang, in der Mitte oder am Ende stehen kann, werden die Satzzeichen unterschiedlich gesetzt. In dieser Übung hast du alle Varianten kennen gelernt.

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