30 Tage testen: Mehr Spaß am Lernen.
30 Tage risikofrei testen

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

30 Tage risikofrei testen

Anführungszeichen 08:16 min

Textversion des Videos

Transkript Anführungszeichen

Die Anführungszeichen im Deutschen, die umgangssprachlich auch oft „Gänsefüßchen“genannt werden, gehören zu den Satzzeichen. Sie verdanken diesen Spitznamen dem Umstand, dass ihre Form an den Abdruck eines Gänsefußes erinnert.

Die„Gänsefüßchen“ spielen eine wichtige Rolle in der Schriftsprache, beispielsweise bei der Wiedergabe wörtlicher Rede oder bei der Hervorhebung von Wörtern, Wortgruppen oder Textteilen. Sie geben dem Leser also wichtige Informationen. Daher ist es wichtig zu wissen, wann und wie du Anführungszeichen richtig setzen musst. In diesem Video möchte ich dir erklären - wann Wörter oder Sätze in Anführungszeichen gesetzt werden, - wann halbe Anführungszeichen verwendet werden - und wann die Satzschlusszeichen (also Punkte, Fragezeichen und Ausrufezeichen) innerhalb der Anführungszeichen stehen und wann nicht.

Zuerst ist es wichtig, dass du einen Überblick bekommst, wann Anführungszeichen verwendet werden. Hier unterscheidet man im Prinzip vier verschiedene Verwendungen :

  1. Die Verwendung vor und hinter wörtlich wiedergegebenen Äußerungen. Das ist die sogenannte wörtliche oder direkte Rede.

  2. Die Verwendung vor und hinter wörtlich wiedergegebenen Textstellen. Das sind die sogenannten Zitate.

  3. Die Verwendung vor und hinter zitierten Überschriften sowie Titeln von Büchern, Filmen, Gedichten, Namen von Zeitungen usw.

  4. Die Verwendung zur Hervorhebung einzelner Wortteile, Wörter oder Textteile, z.B. bei Fachwörtern oder Redewendungen.

Beginnen wir mit der Verwendung vor und hinter wörtlich wiedergegebenen Äußerungen, der sogenannten wörtlichen oder direkten Rede. Immer, wenn du Äußerungen und Gedanken wörtlich wiedergibst, dann musst du diese in Anführungszeichen setzen. Hier sind auch mehrere Sätze innerhalb der wörtlichen Rede möglich. z.B. Er sagte: „Die Fenster sind geschlossen.“ Marie kam aus ihrem Zimmer und fragte: „Können wir jetzt essen? Ich habe Hunger.“ „Wenn doch nur alles vorüber wäre“, dachte Petra. „Meinst du“, wollte Julia wissen, „das schaffen wir bis morgen?“
Du siehst, alles, was tatsächlich gesprochen wird, steht in Anführungszeichen.

Die Verwendung vor und hinter wörtlich wiedergegebenen Textstellen, ähnelt der wörtlichen Rede sehr.

Wenn du Textstellen wörtlich wiedergibst, also zitierst, dann musst du vor und hinter der jeweiligen Textstelle Anführungszeichen setzen. z.B. Das Buch begann mit den Worten: „Nie werde ich meinen ersten Tag an der neuen Schule vergessen.“

Wird ein Zitat unterbrochen, so setzt man - wie bei der wörtlichen Rede - die einzelnen Teile in Anführungszeichen. z.B. „Der Beginn der Schulferien“, so heißt es in dem Zeitungsartikel, „führt wieder einmal zu zahlreichen Staus auf den Autobahnen.“ Neben der Verwendung bei der wörtlichen Rede und bei Zitaten, können Anführungszeichen auch der Hervorhebung dienen. Dann stehen sie vor und hinter Wörtern oder Textteilen, die hervorgehoben werden sollen.

Dazu gehören Wörter oder Wortgruppen, über die man eine Aussage machen will, z.B. Das Wort „väterlich” ist von „Vater” abgeleitet. Das Sprichwort „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ tröstet nicht immer.

Außerdem gehören ironische Hervorhebungen dazu, z.B. Sie hat „nur” den zweiten Platz belegt. Auch bei zitierten Überschriften, Titeln von Büchern, Gedichten, Filmen oder Musikstücken sowie Namen von Zeitungen musst du die Anführungszeichen beachten, z.B. „Das fliegende Klassenzimmer” ist ein Roman von Erich Kästner. „Eine kleine Nachtmusik” wurde von Mozart komponiert.

Es gibt noch andere Besonderheiten, die zu beachten sind. Der zu einem Titel gehörende Artikel kann mit in die Anführungszeichen gesetzt werden, wenn der volle Titel unverändert bleibt, z.B. Die Schüler mussten das Gedicht „Der Zauberlehrling” auswendig lernen. Ändert sich der Artikel, dann bleibt er außerhalb der Anführungszeichen, z.B. Er hat eine Strophe aus dem „Zauberlehrling” vorgetragen. Wenn eindeutig erkennbar ist, dass ein Titel vorliegt, werden die Anführungszeichen häufig auch weggelassen, z.B. Goethes Faust wurde in viele Sprachen übersetzt. Neben den Anführungszeichen gibt es auch die halben Anführungszeichen.

Diese werden verwendet, wenn eine Anführung innerhalb einer Anführung deutlich gemacht werden soll, z.B. Sie schreibt in ihrem Brief: „Ich kann dir nur empfehlen, ‚Die unendliche Geschichte‘ von Michael Ende zu lesen.“ „Mit wie vielen h schreibt man ‚Rhythmus‘?“, wollte er wissen.

Schließlich ist es noch wichtig, dass du die Regeln kennst, wann die Satzzeichen innerhalb der Anführungszeichen stehen und wann nicht. Treffen Frage- oder Ausrufezeichen mit Anführungszeichen zusammen, so stehen sie vor dem Schlusszeichen, wenn sie zum wörtlich wiedergegebenen Text gehören, z.B. Sie fragte besorgt: „Wie geht es dir?“

Wenn nach dem wörtlich wiedergegebenen Text der Begleitsatz folgt oder weitergeführt wird, setzt man ein Komma nach dem Schlusszeichen, z.B. „Sie fahren sofort nach Hause!“, befahl er. Er schrie: „Weshalb darf ich das nicht?“, und sah mich wütend an.

Treffen Punkt, Frage- oder Ausrufezeichen mit Anführungszeichen zusammen, so stehen sie nach dem Schlusszeichen, wenn sie zum Begleitsatz gehören, z.B. - Wer kennt das Buch „Emil und die Detektive“? Der wörtlich wiedergegebene Satz verliert seinen Schlusspunkt vor dem Komma - zwischen wörtlich wiedergegebenem Text und Begleitsatz, z.B. „Gehen wir doch ins Kino“, schlug sie vor. Ein eingeschobener Begleitsatz wird in Kommas eingeschlossen, z.B. „Wenn du willst“, meinte seine Frau, „kann ich das Auto morgen in die Werkstatt bringen.“ Folgt der wörtliche Text dem Begleitsatz, dann steht nach dem Schlusszeichen kein Punkt mehr, z.B. Er stellte fest: „Das muss jeder selbst entscheiden.“ Sie fragte: „Bist du bereit?“

Wie du siehst, gibt es zahlreiche Regeln und Besonderheiten, die du beim Setzen der Anführungszeichen beachten musst. Anführungszeichen werden in der Schriftsprache hauptsächlich verwendet, um wörtliche Rede und Zitate anzuzeigen sowie um bestimmte Wörter hervorzuheben. Mit etwas Übung wirst du diese Regeln schnell verinnerlicht haben, sodass deine „Gänsefüßchen“ immer an der richtigen Stelle stehen!

7 Kommentare
  1. Default

    Man kann etwas lernen ohne arbeiten zu müssen. Um für Arbeiten zu lernen ist es sehr praktisch. Ich empfele es weiter. Es ist nicht langweilig. Ich hatte sehr viel Spaß beim Angucken des Videos. Die Kinder fühlen sich danach schlauer als vorher. Man kann für Arbeiten,Teste und Referate lernen.

    Von Cmbrueggemeier, vor etwa 2 Monaten
  2. Default

    NICE :)

    Von M Iatroudakis, vor 4 Monaten
  3. Default

    Ich habe alles mittgeschrieben und ich habe 4 A4 Seiten gefühlt aber die haben sich gelohnt.
    Danke super Video

    Von B Lona, vor etwa einem Jahr
  4. Default

    es ist cool

    Von V Wasner, vor mehr als einem Jahr
  5. Default

    ist sehr innteresant

    Von Grundi, vor mehr als einem Jahr
  1. Default

    ist sehr innteresant

    Von Grundi, vor mehr als einem Jahr
  2. Rene redaktion

    Ein Zitat ist die wortwörtliche Wiedergabe einer Textstelle oder einer mündlichen Äußerung einer anderen Person. Es wird in der Regel in Anführungszeichen geschrieben, z.B.: Politiker X hat in seiner Rede sein Unverständnis zur derzeitigen Lage ausgedrückt. Er sprach von einer „unerhörten Begebenheit, die man nicht ignorieren kann“ .

    Von René Perfölz, vor fast 3 Jahren
Mehr Kommentare