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Aktiv und Passiv – Überblick

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Team Digital
Aktiv und Passiv – Überblick
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Grundlagen zum Thema Aktiv und Passiv – Überblick

Nach dem Schauen dieses Videos wirst du in der Lage sein, das Aktiv vom Passiv zu unterscheiden.

Zunächst lernst du, wie man Handlungen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann. Anschließend zeigen wir dir, wie man einen Aktivsatz in einen Passivsatz umwandeln kann. Abschließend lernst du, wann das Passiv zum Einsatz kommt und welche Ersatzformen es gibt.

Lerne etwas über das Aktiv und Passiv, indem du erfährst, wie Jacques sein abenteuerliches Dasein als Piratenkapitän gegen ein neues Leben im Stadtpark ausgetauscht hat.

Das Video beinhaltet Schlüsselbegriffe, Bezeichnungen und Fachbegriffe wie Aktiv, Passiv, Genus Verbi, Handlungsträger, Vorgang, Präpositionalgruppe, Partizip II, Akkusativobjekt, Subjekt, Ersatzform.

Bevor du dieses Video schaust, solltest du bereits wissen, wie das Partizip II gebildet wird und wie man Satzglieder bestimmt.

Nach diesem Video wirst du darauf vorbereitet sein, das Passiv in allen Zeitformen kennenzulernen.

Transkript Aktiv und Passiv – Überblick

Bei einem gemütlichen Lagerfeuerabend erzählt Jacques seinen Freunden Smilla und Deri, wie er bei ihnen im Stadtpark gestrandet - äh geLANDET ist. Dabei lernen wir das „Aktiv und Passiv“ kennen. Smilla und Deri sind total gespannt, denn auf diesen Moment haben sie lange gewartet: Jacques erzählt seine Geschichte. Das ist ein Aussagesatz im Aktiv. Das Aktiv betont die Person, die etwas tut bzw. die handelt. Man kann auch sagen, dass der bzw. die Handlungsträger*in betont wird. Aber was ist, wenn man nicht die Person, sondern das Geschehen betonen möchte? Handlungen und Vorgänge lassen sich dann auch im „Passiv“ beschreiben: Die Geschichte wird erzählt. Das Passiv betont, mit wem oder was etwas geschieht. Es steht also der VOGRANG und nicht die Person, die etwas tut, im Vordergrund. Es ist dann gar nicht wichtig, WER Handlungsträgerin oder Handlungsträger der Aktion ist. Trotzdem kann man auch bei einem Passivsatz Handelnde durch eine Präpositionalgruppe ergänzen: Die Geschichte wird von Jacques erzählt. Aktiv und Passiv sind also zwei Verbformen durch die man Handlungen und Vorgänge aus unterschiedlicher Sicht darstellen kann. Man nennt diese grammatischen Kategorien auch Genus Verbi. Im Aktiv steht die Handlungsträgerin oder der Handlungsträger als Subjekt des Satzes im Fokus. Beim Passiv gibt es meist gar keine Handelnden und der Vorgang bzw. die beschriebene Handlung selbst steht im Vordergrund. Jacques lebte als junger Krebs an einem schönen Strand, doch dann passierte etwas Schreckliches... „Ich wurde entführt und auf ein Piratenschiff gebracht.“ Am Beispiel „wurde entführt“ wollen wir uns die Bildung des Passivs einmal genauer ansehen. Das Passiv besteht hier aus zwei Teilen: Aus einer Form von „werden“ und dem Partizip II des Vollverbs, auch Partizip Perfekt genannt. Passivformen kannst du in allen Zeitformen bilden. Wurde entführt ist die Präteritum-Form des Passivs, erkennbar am gebeugten Verb „wurde“. Setzen wir dieses ins Präsens, erhalten wir „wird entführt“, das Präsens des Passivs. Kannst du mit dem Verb „entführen“ das Perfekt im Passiv bilden? Ist entführt worden. Wenn du mehr über die Bildung des Passivs in allen Zeitformen lernen willst, dann schau dir unser Video „Aktiv und Passiv - alle Zeitformen“ an. Jacques erzählt weiter über die aufregende Zeit auf dem Piratenschiff. „Die Crew ernannte mich zum Kapitän.“ Sätze, in denen die Handelnden als Subjekt des Satzes erscheinen, stehen in der Verbform Aktiv. Wer oder was ernannte Jacques zum Kapitän? Die Crew. Die Crew ist also Subjekt. Bei der Umwandlung eines Aktivsatzes in einen Passivsatz wird das Akkusativobjekt des Aktivsatzes zum Subjekt des Passivsatzes.

Wen oder was ernannte die Crew zum Kapitän? „Mich“. Mich ist das Akkusativobjekt des Aktivsatzes. Dieses wird jetzt zum Subjekt des Passivsatzes und muss daher im Nominativ stehen: ich. Außerdem müssen wir das Prädikat, also die Handlung, von der Aktivform „ernannte“ in die Passivform wandeln: wurde ernannt. Ich wurde von der Crew zum Kapitän ernannt. Die Präpositionalgruppe „von der Crew“ kannst du weglassen, wenn du einfach nur die Handlung betonen möchtest. Wahnsinn! Ihr Freund Jacques der Kapitän eines Piratenschiffes? Deri und Smilla sind begeistert! „Ich fand sogar einen Goldschatz. Dieser war auf einer einsamen Insel versteckt worden.“

Wir erzählen meist im Aktiv, da es lebendiger und anschaulicher wirkt als das Passiv. Es ist aber sinnvoll das Passiv zu benutzen, wenn Handelnde z. B. unbekannt sind. Jacques weiß nicht, WER den Schatz auf der einsamen Insel versteckt hatte. Daher nutzt er das Passiv mit „war versteckt worden“. Aber nicht nur aus Informationsmangel, sondern auch um betroffene Personen zu schützen, kann man Handelnde oder Täter mithilfe des Passivs nicht namentlich nennen. Aus diesem Grund findest du das Passiv häufig in Nachrichtenerstattung, wenn es z. B. um Unfälle oder Straftaten geht. Jacques erzählt, wie ihm die Seeräuberei zu anstrengend wurde und er beschloss, an einem anderen Ort ein neues Leben zu beginnen. „Eins habe ich gelernt: Jede Krise lässt sich lösen.“ Um viele Passivformen hintereinander zu vermeiden und um Texte abwechslungsreicher zu gestalten, kannst du auch sogenannte Passiv-Ersatzformen nutzen. Die Ersatzformen haben mit dem Passiv gemein, dass der oder die Handlungsträger*in nicht genannt wird. Allerdings handelt es sich bei den Ersatzformen um aktive Verbformen. Statt das Passiv zu nutzen, könntest du im obigen Beispiel auch sagen „Man kann jede Krise lösen“, oder „Jede Krise ist lösbar.“ Bevor wir herausfinden, wie Jacques neues Leben im Stadtpark aussieht, fassen wir das Wichtigste nochmal zusammen. Aktiv und Passiv sind zwei Verbformen (Genus Verbi), durch die man Handlungen und Vorgänge aus unterschiedlicher Sicht darstellen kann. Im Aktiv steht die Handlungsträgerin oder der Handlungsträger als Subjekt des Satzes im Fokus. Beim Passiv gibt es meist gar keine Handelnden und der Vorgang bzw. die beschriebene Handlung selbst steht im Vordergrund. Passivformen kannst du in allen Zeitformen bilden. Es ist sinnvoll das Passiv zu benutzen, wenn Handelnde unbekannt sind, oder wenn man Handelnde bzw. Täter nicht namentlich nennen möchte.

Jacques hat sich seinen Traum von einem eigenen Friseursalon erfüllt.

13 Kommentare

13 Kommentare
  1. 👍🏼Hab es kapiert

    Von Mauni, vor etwa 3 Stunden
  2. Irgendwie verstehe ich das nicht ...
    :/

    Von Vici :), vor 7 Tagen
  3. Ich finde es gut. Danke !!!

    Von Constantin, vor etwa einem Monat
  4. Danke. Hat mir sehr geholfen. :)

    Von Jasmin, vor etwa einem Monat
  5. 👌

    Von Anton B., vor etwa 2 Monaten
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Aktiv und Passiv – Überblick Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Aktiv und Passiv – Überblick kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme die Aktivsätze und die Passivsätze.

    Tipps

    Das Aktiv betont die Person, die etwas tut oder die handelt.

    Das Passiv betont den Vorgang oder die Handlung.

    Die Passivform erkennst du auf einen Blick:
    → Personalform von „werden“ + Partizip II des Vollverbs

    Lösung

    Passivsätze erkennst du auf einen Blick durch ihre grammatische Struktur. Sie bestehen aus

    1. einer Personalform von „werden“ und
    $~$2. dem Partizip II eines Vollverbs.

    Ein Beispielsatz im Passiv in der Vergangenheit ist: Jacques wurde entführt.

  • Beschreibe die beiden Formen Aktiv und Passiv.

    Tipps

    Ein Beispielsatz im Aktiv ist:

    • Herr Saleh unterrichtet die Klasse 5b.
    Beim Aktiv wird die Person betont, die etwas tut. Hier ist es Herr Saleh (und nicht etwa Frau Funke).

    Ein Beispielsatz im Passivsatz ist:

    • Die Klasse 5b wird heute nicht unterrichtet.
    Beim Passiv wird die Handlung betont.

    Bei der Umwandlung eines Aktivsatzes in einen Passivsatz wird aus dem Akkusativobjekt das Subjekt:

    • Aktiv: Herr Saleh unterrichtet die Klasse 5b (Akkusativobjekt).
    • Passiv: Die Klasse 5b (jetzt das Subjekt) wird von Herrn Saleh unterrichtet.
    Lösung

    Sätze umwandeln macht Spaß! Probiere es selbst einmal aus. Nimm Aktivsätze mit Akkusativobjekt und wandle sie um. Das Subjekt des alten Aktivsatzes kannst du weglassen oder als Präpositionalgruppe einfügen.

    • Der Krake umarmt einen Clownfisch. → Ein Clownfisch wird (von dem Kraken) umarmt.
    • Deri und Smilla entdecken einen Schatz. → Ein Schatz wird (von Deri und Smilla) entdeckt.
    • Jacques genießt die Freiheit. → Die Freiheit wird (von Jacques) genossen.

  • Erschließe die Handlungsart, also das Genus Verbi.

    Tipps

    Das Passiv kommt hier in unterschiedlichen Zeitformen vor.

    Die Formen von „werden“ als Hilfsverb sind besonders, z. B.

    • ... sind ... worden.
    Lösung

    Das Vorgangspassiv wird mit „werden“ + Partizip II eines Vollverbs gebildet. Bei den verschiedenen Zeitformen wird nur das Hilfsverb „werden“ verändert. Achte auf die besondere Bildung („worden“).

    • Präsens: Das Auto wird abgeschleppt.
    • Perfekt: Das Auto ist abgeschleppt worden.
    • Präteritum: Das Auto wurde abgeschleppt.
    • Plusquamperfekt: Das Auto war abgeschleppt worden.
    • Futur I: Das Auto wird abgeschleppt werden.
    • Futur II: Das Auto wird abgeschleppt worden sein.
  • Zeige die Verwendung von Passivsätzen mithilfe von Beispielen auf.

    Tipps

    Das Präsens und das Präteritum im Passiv bestehen aus der jeweils angepassten Personalform von „werden“ und dem Partizip II eines Vollverbs.

    Lösung

    Im Deutschen wird meist das Aktiv verwendet. Es wirkt lebendiger und anschaulicher.

    Das Passiv wird eingesetzt, wenn die Handlung im Fokus steht oder wenn die Handelnden nicht genannt werden können oder sollen.

    Auch bei Gebrauchsanweisungen und Kochrezepten wird das Passiv häufig verwendet, da hier der Blick ausschließlich auf die Handlung gerichtet ist.

  • Zeige Aktiv- und Passivsätze auf.

    Tipps

    Passivsätze erkennst du an der Personalform von „werden“.

    Die Passivform kann in allen Zeitformen verwendet werden. Dabei wird die Personalform von „werden“ verändert.

    Lösung

    Das Passiv kann in allen Zeitformen eingesetzt werden. Du passt dabei die Personalform von „werden“ an die jeweilige Zeitform an und fügst das Partizip II des Vollverbs hinzu.

    • Das Geschirr wird gespült. → Präsens
    • Das Geschirr wurde gespült. → Präteritum
    • Das Geschirr ist gespült worden. → Perfekt
    • Das Geschirr wird gespült werden. → Futur I
  • Formuliere aus Passivsätzen eine Passiversatzform.

    Tipps

    Bei der Passiversatzform mit „man“ nutzt du für das Verb die 3. Person Singular, etwa:

    • Man nimmt eine Kuchenform ...

    Die Passiversatzform „sich lassen“ wird im Satz in umgekehrter Reihenfolge eingesetzt, zum Beispiel:

    • Die Tür lässt sich nicht öffnen.

    Das gesuchte Adjektiv im dritten Beispiel ist lösbar (nicht: löslich).

    Lösung

    Viele Passivsätze hintereinander hören sich eintönig an. Deshalb kannst du die hier vorgestellten Passiversatzformen nutzen, um die Sätze abwechslungsreicher zu gestalten und trotzdem die Handlung in den Fokus zu nehmen.

    Übrigens: Du kannst Passivsätze mit Modalverben kombinieren (müssen, können, sollen usw.), dann besteht die Verbgruppe im Präsens aus drei Teilen:

    1. Personalform des Modalverbs
    2. Partizip II des Vollverbs
    3. Hilfsverb „werden“ im Infinitiv
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