30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Oxidation und Reduktion – Definition 10:22 min

Textversion des Videos

Transkript Oxidation und Reduktion – Definition

Guten Tag und herzlich willkommen! In diesem Film geht es um Definitionen. Es geht um die Oxidation und Reduktion aus dem gleichnamigen Abschnitt. Als Vorkenntnisse solltet ihr die Begriffe Atom, Ion und Molekül gut verstehen. Euch sind Säuren, Basen und Salze bekannt. Ihr wisst Bescheid über Elektronen und die Elektronenhülle. Mein Ziel ist es, euch zu einer grundlegenden Klärung der Begriffe im klassischen und modernen Sinne zu verhelfen. Ich möchte, dass ihr den Begriff der Redoxreduktion versteht. Gliederung: 1. Das ursprüngliche Verständnis. 2. Elektronenfluss. 3. Erweiterung des Redoxbegriffes und 4. Reaktionspartner. 1. Das ursprüngliche Verständnis: Unter Oxidation versteht man gewöhnlich eine Verbrennung. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten der Oxidation, wie zum Beispiel die Rostbildung. Somit kann man die Oxidation in Verbrennung und stille Oxidation unterteilen. Ein großer wissenschaftlicher Fortschritt war die Erkenntnis, dass es sich bei Oxidation um Sauerstoff-AUFNAHME handelt. Ein Beispiel für eine typische Oxidation: Magnesium + Sauerstoff → Magnesiumoxid (2Mg+O2→2MgO). Im Ergebnis der Reaktion wird Energie frei. Es geht aber auch umgekehrt, wie der folgende Fall beweist. Quecksilberoxid enthält schon Sauerstoff. Es nimmt keinen Sauerstoff mehr auf. Beim Erwärmen hingegen bildet sich aus Quecksilberoxid Quecksilber. Der Sauerstoff des Quecksilberoxids wird freigesetzt. In Formelschreibweise erhalten wir: 2HgO→2Hg+O2. Bei dieser Reaktion handelt es sich um eine Reduktion. Eine Reduktion bedeutet immer Sauerstoff-ABGABE. Wir haben also zu unterscheiden zwischen der Oxidation eines Metalls wie der Oxidation von Magnesium zu Magnesiumoxid und der Reduktion eines Metalls wie der Abspaltung des Sauerstoffs vom Quecksilberoxid und dann Bildung von Quecksilber. Wir resümieren: Oxidation und Reduktion stehen zueinander wie Reaktion und Umkehrreaktion. Eine Reaktion, die man von beiden Seiten lesen kann, als Oxidation und als Reduktion, bezeichnet man als Redoxreaktion. Diese Reaktionen sind mit Sauerstoff-AUFNAHME und/oder Sauerstoff-ABGABE verbunden. 2. Elektronenfluss: Betrachten wir eine allgemeine Redoxreduktion, die vom Stoff I zum Stoff II führt. Es lässt sich zeigen, dass bei Redoxreduktionen immer Elektronen von einem zum anderen Stoff übertragen werden. Der Stoff, welcher Elektronen abgibt, wird als Elektronendonator bezeichnet. Entsprechend nennt man den Stoff, der Elektronen aufnimmt - Elektronenakzeptor. Diese Überlegungen gestatten 3. die Erweiterung des Redoxbegriffes: 2 Atome Magnesium → 2 Magnesiumionen. Dabei verlieren sie 4 Elektronen. Das ist eine Oxidation. Eine Oxidation ist eine chemische Reaktion, die unter Elektronenabgabe abläuft. 1 Sauerstoffmolekül → 4 Elektronen zu 2 2-fach negativ geladenen Sauerstoffionen. Eine solche Reaktion bezeichnet man als Reduktion. Sie wird von einer Elektronenaufnahme begleitet. Bilanziert man Oxidation und Reduktion, so ergibt sich die Gesamtreaktion - die Redoxreaktion. Diese ist uns bereits bekannt: 2Mg+2O2→2MgO. Magnesium + Sauerstoff --> Magnesiumoxid. Wir stellen fest, dass Redoxreaktionen immer mit Elektronen-ABGABE und Elektronen-AUFNAHME verbunden sind. Betrachten wir ein weiteres Beispiel, zunächst die Oxidation: 2 Natriumatome → 2 Natriumionen, wobei sie 2 Außenelektronen verlieren. Es kommt zur Elektronen-ABGABE, zur Oxidation. Und nun die Reduktion: 1 Chlormolekül nimmt 2 Elektronen auf und es entstehen 2 Chloridionen. Die Reduktion ist gekennzeichnet durch die Elektronen-AUFNAHME. Bilanzierung von Oxidation und Reduktion ergibt die Redoxreaktion. Auch diese Reaktion ist eine alte Bekannte: 2Na+Cl2→2NaCl. Wir können verallgemeinern: Oxidation bedeutet Elektronen-ABGABE. Reduktion ist Elektronen-AUFNAHME. Wir haben bereits gelernt, dass Oxidation und Reduktion, wenn sie gleichzeitig ablaufen, als Redoxreaktion bezeichnet werden. Wegen der Übertragung von Elektronen nennt man die Redoxreaktion auch Elektronentransfer-Reaktion. Eine Redoxreaktion besteht somit immer aus Oxidation und Reduktion. Dabei gilt immer die Bedingung der Elektronengleichheit. Das heißt, die Summe der abgegebenen Elektronen ist gleich der Summe der aufgenommenen Elektronen. 4. Reaktionspartner: Kehren wir noch einmal zurück zur Reaktion von Natrium mit Chlor: 2Na+Cl2→2NaCl. Wir haben bereits gelernt, dass Natriumatome, Natriumione unter Verlust von Elektronen bilden. 2Na→2Na^++2 Elektronen. Es kommt zur Elektronenabgabe, das heißt, es findet eine Oxidation statt. Natrium stellt Elektronen für die Redoxreaktion zur Verfügung, das heißt es handelt sich um ein sogenanntes Reduktionsmittel. Betrachten wir die 2. Teilreaktion: Cl2 nimmt 2 Elektronen auf. Es entstehen 2 Chloridionen. Elektronen-AUFNAHME bedeutet Reduktion. Da das Chlormolekül dem Reaktionspartner Elektronen entreißt, ist es ein Oxidationsmittel. Zwischen Reduktionsmittel und Oxidationsmittel kann man bei jeder Redoxreaktion unterscheiden. Oxidationsmittel oxidieren - sie werden reduziert. Typische Oxidationsmittel sind Sauerstoff und die Halogene. Reduktionsmittel reduzieren - sie werden oxidiert. Typische Reduktionsmittel sind Alkalimetalle und Erdalkalimetalle. Aus den letztgenannten Überlegungen ergibt sich noch ein interessanter Aspekt. Betrachten wir noch einmal die Abgabe eines Elektrons vom Natriumatom unter der Bildung eines Natriumions. Dieser Prozess läuft unter Elektronenabgabe ab - es ist eine Oxidation. Betrachtet man die Reaktion von rechts nach links, so wird ein Elektron aufgenommen - wir haben es mit einer Reduktion zu tun. Natrium liefert Elektronen - es ist ein Reduktionsmittel. Das Natriumion nimmt ein Elektron auf - es ist ein Oxidationsmittel. Mir kommt es hier nur auf das Prinzip an. Die Erfahrenen unter euch werden schon festgestellt haben "Na, ganz stimmt das nicht". Das Reduktionsmittel ist hier nämlich sehr stark, während das Oxidationsmittel eigentlich nur auf dem Papier vorhanden ist, es ist schwach. Solche Stoffe, die bei Redoxreaktion sich nur um 1 oder mehrere Elektronen voneinander unterscheiden, bezeichnet man als korrespondierende Redoxpaare. Im konkreten Fall sind dass das Natriumatom und das entsprechende Natriumion. Und damit möchte ich das nicht ganz einfache Thema für heute abschließen. Ich wünsche euch alles Gute - auf Wiedersehen!

31 Kommentare
  1. Die Tatsache, dass in den Beispielen immer wieder der Faktor 2 vorkommt, liegt nur an den gewählten Beispielen. Natürlich gibt es auch andere Oxidationszahlen, z.B in der Reaktion Eisen reagiert mit Kupferoxid.

    Von Mondenkind11, vor etwa einem Monat
  2. In einer Redoxreaktion haben wir zwei Teile, eine Oxidation und eine Reduktion. Der eine Stoff agiert als Elektronendonator, der andere als Elektronenakzeptor. Die beiden Reaktionen laufen gemeinsam ab. Dieses Konzept ist nicht zu verwechseln mit "Gleichgewichtsreaktionen", bei denen sich nach gewisser Zeit ein chemisches Gleichgewicht einstellt. Dies ist ein Zustand, in dem die Gesamtreaktion ruhend erscheint, also keine Veränderungen erkennbar sind. Die beobachtbare Reaktionsgeschwindigkeit ist null. Allerdings laufen die chemischen Reaktionen (Hin-und Rückreaktion) weiterhin ab und zwar gleich schnell in beide Richtungen.

    Von Mondenkind11, vor etwa einem Monat
  3. Und mir ist nicht klar, warum es immer einen Multiplikator von 2 ist, der zur Anwendung kommt. So, als gäbe es nur diese eine Möglichkeit? Gibt es auch Oxidationen, bei der nicht die gesamte Außenschale aufgelöst wird?

    Von Itslearning Nutzer 2535 1139687, vor etwa einem Monat
  4. Hm, sollte bei einer Redoxgleichung nicht zwei Pfeile, die in zwei unterschiedliche Richtung zeigen, gezeichnet werden? Bei der Redoxgleichung zu Magnesiumoxid erkenne ich nur eine Oxidationsgleichung ...

    Von Itslearning Nutzer 2535 1139687, vor etwa einem Monat
  5. Hallo Antoni,
    ein Donator ist immer ein „Spender“ und ein Akzeptor ein „Abnehmer“. In diesem Fall gibt der Elektronen-Donator Natrium Elektronen an den Elektronen-Akzeptor Sauerstoff ab.

    Bei deiner Gleichung sollte es dann so aussehen:
    Na → Na⁺ + e⁻ | 4x
    O₂ + 4 e⁻ → 2O²⁻ |1x
    --------------------------------
    4 Na + O₂ → 4Na⁺ + 2O²⁻
    4 Na + O₂ → 2 Na₂O

    Liebe Grüße aus der Redaktion.

    Von Karsten Schedemann, vor 6 Monaten
  1. Hallo , ich bin in der 8 Klasse (Gymnasium , Bayern) und wir haben im Unterricht Donator und Akzeptor "besprochen". D. h. sie hat an der Tafel eine Formel hingeschrieben und wir sollten es einfach versthen. Es hat , aber keiner verstanden. Leider ist das Video etwas zu komplieziert ( 1. Chemie Lernjahr). Wie funktioniert es eigentlich bei Salzen.
    Die Formel lautet : Na--> Na+ + e- /*4
    O2 + 4e- --> 2O2-
    -----------------------
    4Na+02 +4e- ---> Na+ + 4e- +2o2-
    4Na+ 02 --> 4N + 2o2- = Na2o
    Kann mir es jemand erklaeren?
    Am besten bis Mittwoch , weil wir am Mittwoch Schulaufgabe schreiben .
    Danke :)

    Von Antoni Der Große, vor 6 Monaten
  2. super video
    gibt es das auch nur mit oxidation

    Von Melanie Obach, vor 7 Monaten
  3. Hallo Laura,
    die Zahlen vor einem Stoff geben an, wie oft das Molekül vorkommt. Die tiefgestellte Zahl an dem Element gibt an, wie oft das Element in dem Molekül vorkommt. Magnesium steht in der zweiten Hauptgruppe, hat daher 2 Außenelektronen. Sauerstoff steht in der 6. Hauptgruppe. Das Metall wird seine beiden Elektronen bei der Reaktion an den Sauerstoff abgeben. So erhalten beide Stoffe eine Edelgaskonfiguration. Daher entsteht aus zwei Atomen Magnesium und einem Molekül Sauerstoff zwei mal Magnesiumoxid.

    Von Karsten Schedemann, vor etwa einem Jahr
  4. Moin,
    ich habe eine Frage zur Reaktion 2Mg +O2 -> 2MgO.
    Wie kommt man von dem Ergebnis der Oxidation der 2Mg und dem Ergebnis der Reduktion des O2 auf 2MgO?
    Ist es so, dass sich die zweifach positive Ladung und die zweifach negative Ladung aufheben und man das O einfach hinter das Mg schreiben kann, weil vorne die zwei steht, die für alles zählt?
    Lg
    Laura

    Von Deleted User 620286, vor etwa einem Jahr
  5. Das Video ist wohl eher ab 8. Klasse geeignet.

    Von André Otto, vor mehr als einem Jahr
  6. sehr vieles davon haben wir noch gar nicht im unterricht behandelt (7. klasse)

    Von Telmen, vor mehr als einem Jahr
  7. sehr gute Idee

    Von Loisey M., vor mehr als einem Jahr
  8. vielen dank

    Von Jg Winkler, vor mehr als einem Jahr
  9. super erklärt, danke!

    Von Claudia Zanza, vor etwa 5 Jahren
  10. Lieber Moritz,
    der Sinn dieser Bemerkung hat sich mir nicht erschlossen. Bist du mit dem Video zufrieden?

    Zum Bierbrauen: Ein solches Video hab ich abgedreht. Die chemische Seite wurde dabei berührt, stand aber nicht im Mittelpunkt.

    Alles Gute

    Von André Otto, vor mehr als 5 Jahren
  11. Schön das wir das in der 11 machen

    Von Moritz Klug, vor mehr als 5 Jahren
  12. Einfach losdrehen geht nicht. Das Thema würde mich schon reizen. Ich werde das Anliegen weiterleiten.
    Du musst dir aber darüber im Klaren sein, dass, selbst wenn ich sofort das Video drehe, es in diesem Jahr (2013) nicht mehr online ist.
    Alles Gute

    Von André Otto, vor fast 6 Jahren
  13. Sie machen klasse Videos. Können Sie auch anhand eines Videos die herstellung von Bier erklären also das Bierbrauen erklären auf chemischer Basis.

    Von Om Info, vor fast 6 Jahren
  14. Wenn das Reduktionsmittel schwach ist, muss das Oxidationsmittel stark sein. Ist das Oxidationsmittel schwach, braucht man ein starkes Reduktionsmittel. Anderenfalls findet keine Reaktion statt.
    Das ist wie in der Schule:
    1) Einfach: Lehrer fleißig + Schüler fleißig
    2) Geht noch: Lehrer fleißig + Schüler faul
    3) Geht auch: Lehrer faul + Schüler fleißig
    4) Geht nicht: Lehrer faul + Schüler faul
    Alles Gute

    Von André Otto, vor etwa 6 Jahren
  15. Es muss heißen:

    2Mg + O2 zu 2 MgO.

    Den Rest später.

    Von André Otto, vor etwa 6 Jahren
  16. Warum wird starkes Reduktionsmittel und schwaches Oxidationsmittel hinzugefügt? Was ist die Bedeutung?

    Von Fabri, vor etwa 6 Jahren
  17. Sie sagen das Mg + 2O2 zu 2MGO reagieren aber muss man da nicht noch ausgleichen auf der rechten Seite? Links hat man ja 4 Sauerstoffatome und rechts nur 2.

    Von Fabri, vor etwa 6 Jahren
  18. Super Video, ALLES verstanden!!

    Von Skyliner88, vor mehr als 6 Jahren
  19. Hallo Huels,

    das tut mir sehr leid. Ich bin Produzent. Die sofatutor-Mitarbeiter werden sich der Sache am Dienstag sicher annehmen.
    Frohe Ostern!

    Von André Otto, vor mehr als 6 Jahren
  20. Leider brechen mir die Super hilfreichen Lektionen immer kurz vor Schluss ab. Woher kommt es, dass ich sie offensichtlich nicht vollständig Laden und auch nicht nachladen kann? Wer ist bei euch der Techniker?

    Von Huels, vor mehr als 6 Jahren
  21. Hallo,

    naja, wenn Sie es uns nicht so gut erklären würden, würden uns solche Fehler ja auch nicht auffallen - nehmen wir es doch einfach mal als einen zusätzlichen "Test" an... GRINS

    Servus
    Murks

    Von Murks, vor mehr als 7 Jahren
  22. Hallo alle zusammen,

    die letzte Gleichung von Lena ist i. O.
    Danke für die aufmerksame Arbeit.

    Viel Erfolg noch!

    André

    Von André Otto, vor mehr als 7 Jahren
  23. Hallo,

    ich kann mich nur anschließen. Die Videos von Ihnen sind wirklich toll.
    @Murks: Die gleiche Frage habe ich mir auch gestellt und gesehen, dass Du sie bereits eingestellt hast. Ich denke es soll 2Mg + 02 -> 2MgO heißen, da dies auch im Schritt vorher die Gleichung war.

    Vg
    Lena

    Von Lena Pardon, vor mehr als 7 Jahren
  24. Hallo,

    erst einmal ein großes Lob an Sie, Ihre Videos sind einfach klasse!!!!

    Nun habe ich zu diesem Video doch eine Frage:

    Unter dem Unterthema "Erweiterung des Redoxbegriffs" zeigen Sie ein Beispiel einer Redoxreaktion mit Mg und O.
    Als Redoxreaktion steht dann 2 Mg+ 2O2 reagieren zu 2MgO.
    Meiner Meinung nach müsste es doch heißen: 2Mg + O2 reagieren zu 2MgO, denn dann habe ich auf beiden Seiten zwei O-Atome und 2 Mg-Atome . Das heißt, die Gleichung wäre ausgeglichen.

    Wären es oben nicht 4 O-Atome auf der linken Seite, aber nur 2 auf der rechten Seite?

    Oder mache ich da einen großen Denkfehler??? Gerade mit Redoxreaktionen habe ich noch große Schwierigkeiten...

    Viele Grüße
    Murks

    Von Murks, vor mehr als 7 Jahren
  25. Das freut mich.

    Weiterhin noch viel Erfolg

    André

    Von André Otto, vor fast 8 Jahren
  26. Habe endlich Redox Reaktionen verstanden... So einfach erklärt. Ausgezeichnet! Danke

    Von Mirella C., vor fast 8 Jahren
Mehr Kommentare

Oxidation und Reduktion – Definition Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Oxidation und Reduktion – Definition kannst du es wiederholen und üben.

  • Definiere die Begriffe Oxidation und Reduktion.

    Tipps

    Die Verbrennung von Magnesium zu Magnesiumoxid ist eine Oxidation.

    $2Na + Cl_2 \rightleftharpoons 2NaCl$ Dies ist ebenfalls eine Redoxreaktion.

    Lösung

    Der Begriff der Redoxreaktion stammt ursprünglich von Reduktions-Oxidationsreaktionen. Nach der Aufklärung von Verbrennungsvorgängen durch A. Lavoisier wurde die Reaktion mit Sauerstoffaufnahme als Oxidation bezeichnet. Der Entzug von Sauerstoff aus einer Verbindung wurde als Reduktion bezeichnet.

    Nach der Aufklärung des Atombaus wurde erkannt, dass einer Oxidationsreaktion immer eine Abgabe von Elektronen zugrunde liegt. Die abgegebenen Elektronen werden von einem anderen Atom aufgenommen. Diese Elektronenaufnahme ist die Reduktion. Die Redoxreaktion wird deshalb auch Elektronentransferreaktion genannt.

  • Gib an, welche Reaktionen Oxidationen sind.

    Tipps

    Überlege dir die Definitionen von Oxidation. Es gibt eine ursprüngliche Sichtweise und eine Erweiterung.

    Eine Oxidation im engeren Sinne ist eine Reaktion unter Sauerstoffaufnahme. Im erweiterten Sinne ist eine Oxidation eine Reaktion unter Elektronenabgabe.

    Lösung

    Man versteht unter der Oxidation eine Sauerstoffaufnahme. Im erweiterten Sinne versteht man darunter eine Elektronenabgabe. Bei der Reaktion von Magnesium mit Sauerstoff zu Magnesiumoxid, nimmt das Magnesium Sauerstoff auf. Es ist eine Oxidation.

    Auch Kohlenstoff nimmt bei der Reaktion zu Kohlenstoffdioxid Sauerstoff auf. Auch hier handelt es sich um eine Oxidation.

    Etwas schwieriger ist der rostende Eisennagel als Oxidation zu erkennen. Das Eisen oxidiert hier bei Anwesenheit von Wasser und Sauerstoff zu Eisenoxid. Dieses Beispiel kennst du sicher aus deinem Alltag.

    Das Lösen von Zucker in Wasser spielt bei Redoxreaktionen keine Rolle. Die Zersetzung von Quecksilberoxid zu Quecksilber und Sauerstoff ist eine Reduktion. Hier handelt es sich um eine Sauerstoffabgabe des Quecksilberoxids.

  • Bestimme das Oxidations- bzw. das Reduktionsmittel.

    Tipps

    Das Oxidationsmittel wird reduziert, während das Reduktionsmittel oxidiert wird.

    Lösung

    Eine Oxidation ist eine Reaktion unter Elektronenabgabe. Die Teilchen, die Elektronen abgeben, heißen Elektronendonatoren und werden also oxidiert. Sie selbst sind Reduktionsmittel, da sie Elektronen für eine mögliche Reduktion zur Verfügung stellen. Umgekehrt kannst du es auf die Reduktionen anwenden. Reduktionen sind Reaktionen unter Elektronenaufnahme. Diese Teilchen heißen Elektronenakzeptoren und werden reduziert. Es sind Oxidationsmittel.

    1. Im ersten Beispiel gibt Natrium Elektronen ab, welche das Chlor aufnimmt. Natrium ist also ein Elektronendonator und somit das Reduktionsmittel, während Chlor ein Elektronenakzeptor und somit das Oxidationsmittel ist.
    2. Im zweiten Beispiel gehst du genauso vor. Magnesium wird oxidiert zu Magnesiumoxid und gibt dabei Elektronen ab. Es ist also ein Reduktionsmittel. Der Sauerstoff ist dabei ein Oxidationsmittel, da es die Elektronen aufnimmt und reduziert wird.
    3. Im dritten Beispiel ist Natrium wieder das Reduktionsmittel, da es Elektronen abgibt und diese für eine Reduktion des Broms zur Verfügung stellt. Es wird oxidiert zu einem Natriumion. Das Brom wird zu Bromid reduziert. Zusammen bilden die Ionen das Salz Natriumbromid. Formal wird eigentlich immer das Reduktionsmittel bei den Edukten und Produkten vorangestellt, jedoch ist dies nicht immer der Fall.

  • Stelle die Redoxgleichung von Salzsäure und Magnesium mit ihren Teilgleichungen auf.

    Tipps

    Eine Oxidation ist eine Reaktion unter Elektronenabgabe.

    Die Gleichungen sollten ausgeglichen werden. Das heißt, dass auf der linken Seite die gleiche Gesamtladung herrscht wie auf der rechten Seite.

    Lösung

    Bei der Redoxgleichung von Salzsäure mit Magnesium entstehen Magnesiumchlorid und Wasserstoff. Magnesium gibt zwei Elektronen ab und wird selbst zum zweiwertigen Magnesiumion. Dies ist die Oxidationsreaktion. Bei der Reduktion werden Elektronen aufgenommen. Zwei positiv geladene Wasserstoffionen nehmen zwei Elektronen auf. Es entsteht Wasserstoff. Chlor kannst du vernachlässigen, da die Chloridionen eine Bindung mit dem zweiwertigen Magnesiumion eingehen und dies weder eine Oxidation noch eine Reduktion ist.

    $2~HCl + Mg \rightarrow MgCl_2 + H_2$

    In dieser Redoxgleichung wird Salzsäure reduziert und ist damit ein Oxidationsmittel. Im Gegenzug dazu wird Magnesium oxidiert und stellt ein Reduktionsmittel dar.

  • Benenne die Teile der Redoxreaktion.

    Tipps

    Erinnere dich an die Definitionen von Oxidation und Reduktion.

    Elektronendonatoren sind Reduktionsmittel.

    Lösung

    Kupferoxid reagiert mit Wasserstoff zu Wasser und Kupfer. Dabei gibt Kupferoxid Sauerstoff ab, während Wasserstoff Sauerstoff aufnimmt. Anders gesagt: Das Kupferion von Kupferoxid nimmt die Elektronen auf, die Wasserstoff abgibt. Eine Oxidation ist eine Reaktion unter Elektronenabgabe. Die Reaktion von Wasserstoff zu Wasser ist also demnach eine Oxidation. Die Reaktion von Kupferoxid zu Kupfer ist hingegen eine Reduktion, da hier Elektronen vom Kupferion des Kupferoxids aufgenommen werden. Du hast in diesem Video auch gelernt, dass die Teilchen, die Elektronen abgeben, Reduktionsmittel sind und die Teilchen, die Elektronen aufnehmen, sind Oxidationsmittel.

  • Vervollständige die Redoxreaktion mit den Teilgleichungen.

    Tipps

    Erinnere dich an die Definitionen von Oxidation und Reduktion.

    Es werden so viele Elektronen aufgenommen wie abgegeben.

    Phosphid: $P^{3-}$

    Lösung

    Um Natriumphosphid herzustellen, benötigt man Natrium und Phosphor. Deshalb lautet die Redoxgleichung in Worten:

    Natrium + Phosphor $\rightarrow$ Natriumphosphid

    Bei der Oxidation werden Elektronen abgegeben, die für die Reduktion zur Verfügung gestellt werden:

    $3 Na \rightarrow 3 Na^+ + 3 e^-$

    Natrium ist dabei das Reduktionsmittel und wird oxidiert. Drei Natriumatome oxidieren zu drei positiv geladenen Natriumionen. Sie geben dabei drei Elektronen ab.

    Diese drei Elektronen werden in der Reduktionsgleichung vom Phosphor, dem Oxidationsmittel, aufgenommen:

    $P + 3 e^- \rightarrow P^{3-}$

    Es wird ein Phosphid gebildet. Es ist ein dreiwertiges negativ geladenes Phosphor-Ion.

    Nun kann man bilanzieren und kommt auf die Gesamtgleichung:

    $3 Na + P \rightarrow Na_3P$