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Schnecke – Lebensweise und Verhalten 06:02 min

Textversion des Videos

Transkript Schnecke – Lebensweise und Verhalten

Schnecken können über spitze Steine und sogar über Rasierklingen kriechen, ohne sich dabei zu verletzen. Ziemlich faszinierend, aber warum ist das eigentlich so? In diesem Video möchte ich dir das erklären. Außerdem werde ich dir die Ernährung einer Schnecke sowie die Paarung zeigen, denn auch dort gibt es einige sehr interessante Aspekte! Nach diesem Video bist du bestens über die Lebensweise der Schnecke informiert.

Ernährung

Weißt du eigentlich was Schnecken fressen? Vielleicht hast du schon einmal in einem Garten zerfressene Salat- oder Pflanzenblätter gesehen, bei denen oftmals nur die Blattrippen übrig geblieben sind. Dort waren wahrscheinlich Schnecken am Werk und das zum Ärgernis jeden Gärtners.

Aber Schnecken fressen nicht nur Blätter, sie mögen auch Früchte, Flechten und Pilze. Um diese pflanzlichen Materialien zerkleinern und abtrennen zu können, besitzen Schnecken ein speziell ausgebildetes Mundwerkzeug, die so genannte Radula. Dabei handelt es sich um eine Raspelzunge, die du dir wie eine bandförmige Platte mit vielen kleinen Zähnchen vorstellen kannst. Mit der Radula kann eine Schnecke z.B. kleine Stückchen eines Blattes abtrennen und auch zerkleinern.

Fortbewegung

Hast du dich schon einmal gefragt, warum eine Schnecke über spitze Steine und ähnliches kriechen kann, ohne sich dabei zu verletzen? Sie kann sogar über eine scharfe Rasierklinge kriechen und ihr Körper nimmt dabei keinen Schaden. Eine Schnecke bewegt sich durch Muskelkontraktionen im Fuß wellenförmig fort. Das siehst du, wenn du eine Schnecke auf eine Glaspaltte setzt und sie von der Unterseite beobachtest.

Der Fuß zieht sich von hinten nach vorn wellenförmig zusammen. Dabei sondert die Schnecke Schleim ab, der ihren Körper vor Verletzungen bei scharfkantigen Hindernissen schützt. Aber der Schleim hat auch noch eine weitere Funktion: Er hilft nämlich dabei, dass eine Schnecke am Untergrund festgehalten wird, wenn sie glatte oder auch steile Flächen hoch kriecht.

Wichtig ist der Schnecke nur eine feuchte Umgebung. Da sie diese bei Regen oder nachts vorfindet kannst du dann auch die meisten Schnecken beobachten. Das liegt an der weichen Haut der Weichtiere, die nicht vor Verdunstung schützt. Ohne feuchte Bedingungen würde eine Schnecke also schlichtweg austrocknen.

Schnecken mit Kalkschale können sich bei Trockenheit darin zurückziehen und die Öffnung zum Schutz vor dem Austrocknen verschließen. Mach dich doch beim nächsten Regenschauer einfach mal auf die Suche und beobachte die Fortbewegung der Schnecke. Der Begriff Schneckentempo trifft bei der Fortbewegungsgeschwindigkeit einer Schnecke übrigens wirklich zu: Eine Schnecke schafft in einer Stunde je nach Art nur ein bis vier Meter pro Stunde.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung der Schnecke ist ebenfalls sehr interessant. Schnecken paaren sich, obwohl sie Zwitter sind und damit sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane besitzen. Im Frühsommer, wenn sich zwei paarungsbereite Schnecken begegnen, pressen sie ihre Körper gegeneinander. Dabei reiben sie ihre Köpfe aneinander, tasten sich mit ihren Tentakeln ab und bewegen ihre Körper hin und her. Das kann einige Stunden dauern.

Vor der eigentlichen Paarung, stoßen sie sich die meisten Schneckenarten gegenseitig einen so genannten Liebespfeil in den Fuß. Dies ist ein Kalkpfeil und dient nicht etwa der Befestigung am Paarungspartner. Der Liebespfeil hat eine stimulierende Wirkung und zeigt dem Partner die Bereitschaft zur Paarung.

Danach tritt an der rechten Kopfseite das Bildungsorgan der Spermien aus, wird in die Geschlechtsöffnung des Partners eingeführt und ein kleines Spermienpaket wird übergeben. Es findet eine innere Befruchtung statt, die die an Land lebenden Schnecken unabhängig vom Wasser vollziehen.

Einige Tage nach der Paarung werden die reifen Eier abgelegt. Dazu gräbt die Schnecke ein Loch und gibt aus der Geschlechtsöffnung 30 bis 60 Eier hinein. Bei einer Weinbergschnecke können diese Eier 5 mm groß sein. In den nächsten zwei Wochen entwickeln sich die Jungtiere und schlüpfen dann mit einem fertigen Haus aus dem Ei. Das Schneckenhaus ist zu diesem Zeitpunkt allerdings noch glasig.

Zusammenfassung

In diesem Video hast du die Lebensweise von Schnecken kennen gelernt. Du weißt jetzt, dass Schnecken mit einer Schleimschicht ihren Körper vor Verletzungen schützen und daher problemlos über spitze Gegenstände kriechen können. Außerdem hast du etwas über die Radula, die Raspelzunge der Schnecke erfahren und weißt dass Schnecken sich mit einem Partner zwittrig fortpflanzen. Vielleicht erinnerst du dich daran, wenn dir das nächste Mal eine Schnecke begegnet. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

6 Kommentare
  1. Default

    Sehr gutes Video

    Von Kwortmann, vor mehr als einem Jahr
  2. Default

    Sehr gutes Video

    Von Biau, vor mehr als einem Jahr
  3. Default

    danke.Alles gut verstanden.Sehr schön erklärt

    Von Alenka H., vor mehr als einem Jahr
  4. Default

    Habe alles verstanden DANKE!!!!!

    sehr schön gemacht! :) ;)

    Von Remoundclaudia, vor etwa 3 Jahren
  5. Default

    wg

    Von M Walch, vor mehr als 3 Jahren
  1. Default

    LOlolololololooolollpllololollolololololololololololololololololollolopllo

    Von Jessica N., vor mehr als 4 Jahren
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Schnecke – Lebensweise und Verhalten Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Schnecke – Lebensweise und Verhalten kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, warum man die meisten Schnecken nachts sehen kann.

    Tipps

    Schnecken mit Kalkschale ziehen sich bei Trockenheit in ihr Haus zurück.

    Lösung

    Für Schnecken ist insbesondere eine feuchte Umgebung wichtig. Da eine Schnecke die weiche Haut der Weichtiere trägt, ist sie nicht gut vor Verdunstung geschützt. Deshalb bevorzugt die Schnecke die Nacht oder auch die Zeit nach einem Regenschauer. Das ist der Grund, warum du in dieser Zeit besonders viele Schnecken auf deinem Weg entdecken kannst.

  • Beschreibe die Fortpflanzung der Schnecken.

    Tipps

    Das Bildungsorgan der Spermien befindet sich am Kopf der Schnecken. Die Ausbildung dieses Organs ist die Voraussetzung für die Befruchtung.

    Lösung

    Schnecken, die wir in unserem täglichen Leben wahrnehmen, gehören meist zu den Lungenlandschnecken. Sie sind zwittrige Tiere. Das heißt, sie können sowohl den männlichen Samen als auch die weiblichen Eizellen herstellen. Selbstbefruchtung, also die Befruchtung der eigenen Eizellen durch den eigenen Samen, kommt bei Schnecken nur selten vor. Die Landlungenschnecken tauschen nach mehrstündigem Liebesspiel ihren Samen aus, der in einer Befruchtungstasche gespeichert wird und letztendlich die Eizellen der Schnecke befruchtet. Landlungenschnecken legen Eier, aus denen dann schließlich kleine Schnecken schlüpfen.

  • Beschreibe die Entstehung von Schneckennachkommen.

    Tipps

    Die jungen Schnecken tragen bereits eine fertige Kalkschale. Diese ist zu Beginn jedoch noch durchscheinend.

    Lösung

    Nach der Paarung werden die reifen Eier von der Schnecke in ein Loch abgelegt, das von ihr zu diesem Zweck gegraben wurde. Abgegeben werden die Eier aus der Geschlechtsöffnung der Schnecke. Nach der Ablage wird das Loch wieder verschlossen. In den sich anschließenden zwei Wochen entwickeln sich die jungen Schnecken und schlüpfen schließlich mit fertiger Kalkschale. Dieses Schneckenhaus ist jedoch zu Beginn noch durchsichtig.

  • Beschreibe den inneren Aufbau der Weinbergschnecke.

    Tipps

    Als Eingeweide bezeichnet man die inneren Organe eines Lebewesens.

    Lösung

    Der Körper der Schnecke lässt sich in vier Bereiche gliedern. Am Kopf der Schnecke befinden sich die Sinnesorgane, wie die Augen und die Zunge, die die Schnecke zum Raspeln von Blättern oder anderem pflanzlichen Material gebraucht. Der Fuß der Schnecke dient ihr zur Fortbewegung. Der Mantel wird von der Kalkschale gebildet, der auch als Schneckenhaus bezeichnet wird. Der Eingeweidesack enthält die inneren Organe der Schnecke.

  • Beschreibe die Organe der Schnecke.

    Tipps

    Die Tentakel sind sehr empfindlich, sie werden von der Schnecke bei kleinsten Berührungen zurückgezogen.

    Lösung

    Die Schnecke trägt im oberen Bereich ihres Kopfes die Augententakel, an deren Enden sich die Augen befinden. Am unteren Bereich des Kopfes befinden sich die Sinnestentakel, die es der Schnecke ermöglichen zu tasten, zu riechen und sich gut zu orientieren. Die Radula wird auch als Raspelzunge bezeichnet. Mit ihr kann die Schnecke pflanzliches Material zerkleinern. Die Speicheldrüsen der Schnecke münden in den Schlund und ermöglichen es, dass die Verdauung der Schnecke bereits beginnen kann, bevor die Nahrung im Magen ankommt.

  • Erkläre Atmung und Aufbau der inneren Organe bei einer Lungenschnecke.

    Tipps

    In der Lunge wird das Blut mit Sauerstoff angereichert.

    Lösung

    Die Weinbergschnecke gehört zu den Lungenschnecken. Das bedeutet, dass diese Schnecke über eine Lunge verfügt. Außerdem besitzt sie ein Atemloch, das sich öffnet und schließt. So kann Luft in die Lunge gelangen, wo sauerstoffarmes Blut mit dem Sauerstoff der Luft angereichert wird. Mithilfe des Herzens wird dieses sauerstoffreiche Blut dann in den gesamten Körper transportiert. Zudem kann die Schnecke auch über ihre Haut atmen, das nennen wir Hautatmung. Hierdurch ist es der Schnecke möglich, Sauerstoff über die Haut aufzunehmen.