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Schnecke – innerer und äußerer Bau 06:08 min

Textversion des Videos

Transkript Schnecke – innerer und äußerer Bau

Hallo! Wenn es geregnet hat oder wenn du unter Steine schaust, kannst du sie überall beobachten: Schnecken. Sie gehören zu den Weichtieren, einem sehr artenreichen Stamm im Tierreich. Welche Tiere noch zu den Weichtieren gehören und welche gemeinsamen Merkmale sie haben, erfährst du in diesem Video. Danach wollen wir uns den Bau der bei uns heimischen Weinbergschnecke genauer anschauen.

Weichtiere - allgemeine Merkmale

Die Weichtiere bilden einen artenreichen Stamm mit über 100.000 Arten. Neben den Schnecken gehören auch die Muscheln und Kopffüßer oder Tintenfische zu diesem Stamm. Der Körper der Weichtiere ist nur wenig gegliedert und meist symetrisch aufgebaut. Sie besitzen keine Gliedmaßen wie etwa die Gliedertiere oder Wirbeltiere. Ihr Körper wird oft von einer Kalkschale geschützt. Diese hast du bestimmt schon einmal am Strand gesammelt oder als Schneckenhaus im Garten gefunden, oder?

Bei den Tintenfischen ist diese Kalkschale zurückgebildet oder gar nicht vorhanden. Weichtiere besitzen zudem ein offenes Blutsystem, bei welchem ein Herz das Blut in Bewegung setzt. Die Atmung der Weichtiere erfolgt durch Kiemen in der Mantelhöhle oder durch Lungen. Die Nervenstränge des Nervensystems verbinden die Ganglien. Die Fortpflanzung erfolgt über Eier, die schließlich zu voll entwickelten kleinen Schnecken hervorbringen.

Kopf, Fuß, Mantel und Eingeweidesack

Am Beispiel der bei uns heimischen Weinbergschnecke wollen wir uns den Körperbau der Weichtiere jetzt einmal genauer ansehen. Den Körper der Weichtiere kann man allgemein in den Kopf, Fuß, Mantel und Eingeweidesack unterteilen.

Bei der Weinbergschnecke kannst du diese Körperteile gut erkennen: Am Kopf findest du die Sinnesorgane wie z.B. die Augen und die raspelartige Zunge. Der muskulöse Fuß dient der Fortbewegung. Der Mantel bildet die Kalkschale, also das Schneckenhaus. Im Inneren des Schneckenhauses befindet sich der Eingeweidesack mit den inneren Organen. Der Hohlraum zwischen Körper und Mantel heißt Mantel- oder Atemhöhle.

Sinnesorgane und Verdauung

Die Weinbergschnecke besitzt an ihrem Kopf vier Tentakel. Die oberen, längeren zwei Tentakel heißen Augententakel und beherbergen die beiden Augen. Die unteren beiden sind Sinnestentakel mit Geruchs- und Tastsinn und dienen der Orientierung. Diese Sinnesorgane sind sehr empfindlich. Bei der kleinsten Berührung zieht die Schnecke ihre Tentakel ein oder verkriecht sich ganz in ihr Schneckenhaus. Das kannst du auch selbst einmal ausprobieren, wenn du z.B. vorsichtig einen Grashalm oder ein Blatt auf die Tentakel der Schnecke zu bewegst, zieht sie diese sofort ein.

Im unteren Bereich des Kopfes befindet sich der Mund mit einer besonderen Raspelzunge, die auch als Radula bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um ein plattenartiges Organ, das mit ganz kleinen Zähnchen besetzt ist. Mit der Radula kann die Schnecke ihre Nahrung sowohl abraspeln als auch zerkleinern. Bei einem solchen Mundwerkzeug kann man sich gut vorstellen, wie eine Schnecke ein leckeres Salatblatt abraspelt, oder?

Aber nicht nur Blätter werden gefressen, sondern auch Früchte, Pilze oder Flechten. Speicheldrüsen münden in den Schlund und sorgen dafür, dass die Nahrung schon verdaut ist, bevor sie in den Magen gelangt.

Atmung und innere Organe

Da die Weinbergschnecke zu den Lungenschnecken gehört, besitzt sie eine Lunge zum atmen. Diese befindet sich in der Mantelhöhle. Am Rand liegt eine Öffnung, das Atemloch, welches sich im Wechsel öffnet und schließt. In der Lunge wird sauerstoffarmes Blut mit Sauerstoff angereichert und mit Hilfe des Herzes über Aterien in die Leibeshöhle gepumpt.

Die Schnecke kann zusätzlich noch über ihre Haut atmen, was man als Hautatmung bezeichnet. In die Atemhöhle münden zudem noch die Ausgänge der Verdauungsorgane, durch die die Exkremente ausgeschieden werden. Jede Schnecke ist zudem ein Zwitter, d.h. sie besitzt sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane im Eingeweidesack. Die Ausgänge der Geschlechtsorgane befinden sich seitlich des Kopfes.

Zusammenfassung

Schau dir beim nächsten Regen mal genauer eine Schnecke an. Wie du in diesem Video gesehen hast, kannst du bei der Weinbergschnecke leicht die vier charakteristischen Körperteile der Weichtiere finden: Der Kopf mit den Sinnesorganen und der Raspelzunge dient der Orientierung und Zerkleinerung der Nahrung.

Der muskulöse Fuß ist für die Fortbewegung der Schnecke zuständig. Der Mantel bildet die stabile Kalkschale, also das Schneckenhaus. Im Eingeweidesack befinden sich die inneren Organe wie das Herz, der Verdauungsapperat , die Lunge und die Geschlechtsorgane. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

5 Kommentare
  1. Die Videos generell sind cool

    Von Tanjakaw, vor 8 Monaten
  2. cool gemacht! :p

    Von Flan Chan, vor 12 Monaten
  3. Gutes Video

    Von Alenka H., vor fast 2 Jahren
  4. Super

    Von Dunja Folkens, vor mehr als 3 Jahren
  5. Danke hat mir geholfen

    Von Nassershayesteh1965, vor fast 5 Jahren

Schnecke – innerer und äußerer Bau Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Schnecke – innerer und äußerer Bau kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die Anatomie der Weinbergschnecke.

    Tipps

    Als Eingeweide bezeichnet man die inneren Organe eines Lebewesens.

    Lösung

    Der Körper der Schnecke lässt sich in vier Bereiche gliedern. Am Kopf der Schnecke befinden sich die Sinnesorgane, wie die Augen und die Zunge, die die Schnecke zum Raspeln von Blättern oder anderem pflanzlichen Material gebraucht.

    Der Fuß der Schnecke dient ihr zur Fortbewegung.

    Der Mantel wird von der Kalkschale gebildet, die auch als Schneckenhaus bezeichnet wird.

    Der Eingeweidesack enthält die inneren Organe der Schnecke.

  • Erkläre Atmung und Aufbau der inneren Organe bei einer Lungenschnecke.

    Tipps

    In der Lunge wird das Blut mit Sauerstoff angereichert.

    Lösung

    Die Weinbergschnecke gehört zu den Lungenschnecken. Das bedeutet, dass diese Schnecke über eine Lunge verfügt. Außerdem besitzt sie ein Atemloch, das sich öffnet und schließt. So kann Luft in die Lunge gelangen, wo sauerstoffarmes Blut mit dem Sauerstoff der Luft angereichert wird. Mithilfe des Herzens wird dieses sauerstoffreiche Blut dann in den gesamten Körper transportiert. Zudem kann die Schnecke auch über ihre Haut atmen, das nennen wir Hautatmung. Hierdurch ist es der Schnecke möglich, Sauerstoff über die Haut aufzunehmen.

  • Beschreibe die Organe der Schnecke.

    Tipps

    Die Tentakel sind sehr empfindlich. Sie werden von der Schnecke bei kleinsten Berührungen zurückgezogen.

    Lösung

    Die Schnecke trägt im oberen Bereich ihres Kopfes die Augententakel, an deren Enden sich die Augen befinden. Am unteren Bereich des Kopfes befinden sich die Sinnestentakel, die es der Schnecke ermöglichen, zu tasten, zu riechen und sich gut zu orientieren. Die Radula wird auch als Raspelzunge bezeichnet. Mit ihr kann die Schnecke pflanzliches Material zerkleinern. Die Speicheldrüsen der Schnecke münden in den Schlund und ermöglichen, dass die Verdauung der Schnecke bereits beginnen kann, bevor die Nahrung im Magen ankommt.

  • Beschreibe, warum es einer Schnecke möglich ist, über eine scharfe Klinge zu kriechen, ohne sich zu verletzen.

    Tipps

    Der Tastsinn, der Unterdruck, den die Schnecke mit ihrem Fuß erzeugen kann, und die Produktion des Schleims spielen beim Rasiermesserversuch eine große Rolle.

    Lösung

    Die Schnecke kann sich durch ihren Fuß sicher fortbewegen. Sie kann mit diesem Fuß einen Unterdruck erzeugen, der es ihr ermöglicht, in jeder denkbaren Position zu kriechen. Dies ist auch bei der Überquerung eines Rasiermessers von Vorteil, denn so kann die Schnecke sich gut festhalten. Verletzen wird sich die Schnecke bei diesem Versuch nicht, denn sie produziert sehr viel Schleim, der die Reibung zwischen Fuß und Oberfläche reduziert, also einen Schutzfilm zwischen der Schnecke und dem Messer bildet.

  • Bestimme die Klassen der Weichtiere.

    Tipps

    Eine Abbildung zeigt eine Napfschnecke. Napfschnecken besitzen einen sehr starken, hufeisenförmigen Muskel, mit dem sie sich auf Felsen festsetzen können. Dieser Muskel ist so stark, dass Napfschnecken oft nur mithilfe eines Messers von Steinen und Felsen entfernt werden können.

    Das Seeohr wird meist mit den Muscheln verwechselt.

    Lösung

    Du lernst in diesem Bild mehrere Vertreter der Weichtiere (lat.: Mollusca) kennen. Als Vertreter der Schnecken (lat.: Gastropoda) siehst du hier die Turbanschnecke, die leicht anhand ihrer Marmorierung zu erkennen ist, die Napfschnecke, die meist gut getarnt auf Felsen oder Steinen sitzt, und das Seeohr. Das Seeohr ist leicht mit den Muscheln zu verwechseln, gehört aber zu den Schnecken.

    Als Vertreter der Muscheln hast du hier die Herzmuschel und die Miesmuschel kennengelernt. Diese Muscheln sind oft als Strandfund zu entdecken.

    Auch die Tintenfische und Kraken gehören zum Stamm der Weichtiere. Hier ist die gewöhnliche Krake dargestellt. Kraken ernähren sich hauptsächlich von kleinen Krebsen, teilweise aber auch von kleinen Schnecken oder Muscheln.

  • Erkläre die Fortpflanzung der Schnecken.

    Tipps

    Bei der Begattung wird der Samen zwischen zwei Schnecken ausgetauscht.

    Lösung

    Schnecken, die wir in unserem täglichen Leben wahrnehmen, gehören meist zu den Landlungenschnecken. Sie sind zwittrige Wesen. Das heißt, sie können sowohl den männlichen Samen als auch die weiblichen Eizellen herstellen. Selbstbefruchtung, also die Befruchtung der eigenen Eizellen durch den eigenen Samen, kommt bei Schnecken nur selten vor.

    Die Landlungenschecken tauschen nach mehrstündigem Liebesspiel ihren Samen aus, der in einer Befruchtungstasche gespeichert wird und letztendlich die Eizellen der Schnecke befruchtet. Landlungenschnecken legen Eier, aus denen dann schließlich kleine Schnecken schlüpfen.