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Seestern, Seeigel und Seegurke 06:14 min

Textversion des Videos

Transkript Seestern, Seeigel und Seegurke

Hallo. Hast du gewusst, dass im Meer Tiere leben, die ihren Magen ausstülpen können? Der Seestern zum Beispiel verdaut so Beute, die nicht in seinen Mund passt. Und Seegurken entledigen sich ihres Verdauungssystems, um von Räubern verschont zu werden. Es wächst später nach. In diesem Video geht es um die faszinierenden Stachelhäuter. Du wirst besondere Merkmale, Lebensräume und die Lebensweise von Seesternen, Seeigeln und Seegurken kennenlernen und die ökologische Bedeutung, die diese Tiere haben. Stachelhäuter sind fünfstrahlig-symmetrische, wirbellose Tiere. Sie besitzen keine Wirbelsäule, sondern ein Kalkskelett. Das heißt, in der Haut sind Kalkplatten eingelagert. Da auf diesem Skelett teilweise Stacheln sitzen, heißen sie Stachelhäuter. Ein besonderes Merkmal ist das Wassergefäßsystem. Über Siebplatten dringt Wasser durch Kanäle bis zu den Saugfüßchen. Dadurch werden diese quasi zu Saugnäpfen. Stachelhäuter können sich so nicht nur fortbewegen, sonder sogar senkrechte Strukturen erklimmen. Vielleicht hast du im Urlaub schon einmal Bekanntschaft mit einem Seeigel gemacht oder einer ganzen Gruppe auf einem Felsen am Meeresboden. Diese halbkugeligen Tiere haben bewegliche Stacheln und ihren Mund auf der Unterseite. Hier siehst du den Darm, den After, das Nervensystem und die Kiemen. Zwischen den Stacheln sitzen die Saugfüßchen, in denen die Kanäle der Siebplatten enden. Die schützende Schale der Seeigel besteht aus verwachsenen Kalkplatten. Fünf dieser Platten bilden rund um den Mund einen Kiefer, der Algen abgrast. Die Mundseite ist immer dem Untergrund zugewandt, sodass die Stacheln nach außen alle Fressfeinde abwehren. Zu diesen zählen vor allem Krebse, Fische und Seevögel. Weniger gefährlich muten die Seesterne an. Viele Arten haben fünf Arme, manche aber auch über 40. Die Kalkplatten in der Haut sind nicht miteinander verwachsen. Somit sind sie beweglicher als Seeigel. Schauen wir uns einmal den Querschnitt durch einen Arm an. Auch Seesterne haben Saugfüßchen, die über Kanäle zu den Siebplatten führen und der Fortbewegung dienen. Allerdings nutzen sie manche räuberische Arten auch dazu, um Muscheln zu öffnen. Einige jagen sogar andere Seesterne. Bei Verletzung wachsen die Arme nach, die alle gleich aufgebaut sind. Hier siehst du die Magenhöhle, den Darm, das Nervensystem, die dem Meeresboden zugewandte Mundöffnung und den nach oben gerichteten After. Unser letzter Vertreter aus dem Reich der Stachelhäuter ist die weniger bekannte Seegurke. Sie hat tatsächlich die zylindrische Form einer Gurke. Innerlich sind sie wie die anderen Stachelhäutervertreter fünfstrahlig. Ihre Organe sind fünffach vorhanden. Ihre Haut ist jedoch ledrig und hat nur stark zurückgebildete Kalkplatten ohne Stacheln. Die Saugfüßchen sind in fünf Reihen rund um den Mund angeordnet und dienen als fingerförmige Tentakeln der Nahrungsaufnahme. Um Feinde abzuwehren, stoßen sie klebrige weiße Fäden aus ihrem After. Alle diese Tiere nehmen eine bedeutende ökologische Rolle im Meer ein. Sie sind die Abfallbeseitiger und Verwerter von Pflanzenteilen und organischem Material. Außerdem sorgen sie als Räuber dafür, dass kleine Tiere nicht zu zahlreich werden. Da viele Arten den Boden durchgraben, wird dieser aufgelockert. Seegurken verändern ähnlich wie Regenwürmer an Land den Meeresboden, indem sie große Mengen schlucken und reinigen. Außerdem ist ihr Körper Lebensraum für andere Tiere wie zum Beispiel kleine Würmer. Korallenriffe werden indirekt durch Seesterne geschützt, indem diese sie von Algen befreien. Fassen wir noch einmal zusammen: Stachelhäuter haben einen fünfstrahlig-symmetrischen Aufbau. Sie haben ein Kalkskelett und Saugfüßchen, die über Kanäle und Siebplatten mit Wasser versorgt werden und der Fortbewegung dienen. Unterscheiden kannst du die halbkugelförmigen Seeigel, die meist fünfstrahligen Seesterne und die zylindrischen Seegurken. Bei den Seeigeln sind die Kalkplatten zu einem Skelett verwachsen, während sie bei den Seesternen getrennt und bei Seegurken zurückgebildet sind. Alle Tiere leben auf dem Meeresboden oder graben sich in diesen ein. Stachelhäuter übernehmen ökologisch die Rolle der Abfallbeseitiger und Bodenaufbereiter, indem sie organisches Material wie Pflanzenreste entfernen und den Boden durchgraben. Ich hoffe, du hast viel Neues gelernt über die faszinierende Welt der so verschiedenen Stachelhäuter. Übrigens, manche Seesterne und Seegurken werden bis zu einem Meter lang. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

2 Kommentare
  1. Motto ist super

    Von Romy Saks, vor fast 4 Jahren
  2. also, ich finde, so gut wie dieser Tutor ist, sollte er Lehrer werden

    Von Romy Saks, vor fast 4 Jahren

Seestern, Seeigel und Seegurke Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Seestern, Seeigel und Seegurke kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, ob Stachelhäuter fünfstrahlig sind.

    Tipps

    Fünfstrahligkeit bedeutet, dass man ein Tier auf fünf verschiedenen Achsen halbieren könnte. Beide Hälften würden immer gleich aussehen.

    Auch wenn man es beim Seestern am besten sehen kann, sind nicht nur sie fünfstrahlig aufgebaut.

    Lösung

    Die Fünfstrahligkeit ist im Tierreich einzigartig und nur bei den Stachelhäutern zu finden.
    Auch bei Seeigeln und Seegurken ist die fünfstrahlige Symmetrie vorhanden, aber nicht so offensichtlich wie bei den Seesternen. Trotzdem sind nicht nur Seesterne fünfstrahlig!

  • Beschreibe die Merkmale von Stachelhäutern.

    Tipps

    Stachelhäuter haben weder Dornen noch Widerhaken.

    Stachelhäuter sind symmetrisch. Das kannst du beim Buchstaben „M“ gut erkennen. Wenn du den Buchstaben an der schwarzen Linie knicken und falten würdest, dann würden die beiden Hälften genau übereinanderliegen. Bei Stachelhäutern geht das genauso.

    Lösung

    Stachelhäuter sind z.B. Seesterne, Seeigel oder Seegurken. Sie alle verbinden folgende Eigenschaften:

    • fünfstrahlig: Auch wenn man es nur beim Seestern mit fünf Armen besonders gut erkennen kann, sind alle Stachelhäuter fünfstrahlig.
    • symmetrisch: Man kann Stachelhäuter in der Mitte teilen und hat zwei gleiche Hälften. Menschen sind also auch symmetrisch.
    • wirbellos: Stachelhäuter haben keine Wirbelsäule.
    • Kalkskelett: Der Körper von Stachelhäutern besteht vor allem aus Kalk.
    • Stacheln: Nicht alle Stachelhäuter besitzen Stacheln. Bei Seeigeln sind diese aber sehr ausgeprägt.
    • Saugfüßchen: Diese dienen der Fortbewegung und bei Seesternen auch der Jagd.

  • Stelle die ökologische Rolle der Stachelhäuter dar.

    Tipps

    Die Seegurke ist der Regenwurm des Meeres, denn beide reinigen und lockern den Boden auf.

    Lösung

    Stachelhäuter spielen eine entscheidende ökologische Rolle und sind wichtiger, als man denken mag.

    Sie befreien den Meeresboden von organischem Abfall. Außerdem reinigen und lockern sie den Boden auf.

    Kleine Tiere und Algen werden gefressen und so das Wachstum kontrolliert. Vor allem Seesterne befreien so Korallenriffe vor übermäßigem Algenwuchs. Allerdings kann sich ein Überangebot an Seesternen negativ auswirken, da diese auch Korallen fressen und so ganze Riffe zum Absterben bringen können.

    Vor allem Seegurken leben mit kleineren Tieren zusammen und bieten so Würmern, Krabben oder Schnecken einen geschützten Lebensraum.

  • Weise nach, dass es Seesterne schon seit über 500 Millionen Jahren gibt.

    Tipps

    Menschen gibt es erst seit vier Millionen Jahren. Höhlenmalereien können also nicht älter sein.

    Tiere und Pflanzen sind nicht ewig haltbar. Nach ihrem Tod werden sie von kleinen Bakterien und anderen Organismen aufgefressen. Übrig bleiben höchstens Knochen. Stachelhäuter besitzen aber keine Knochen, sondern nur ein Kalkskelett.

    Stachelhäuter leben nicht an Land, sondern im Wasser.

    Lösung

    Erste Funde von Stachelhäutern belegen, dass sie schon vor über 540 Millionen Jahren existiert haben.
    Zum Vergleich: Erste Funde über die Entwicklung des Menschen haben gezeigt, dass es den Menschen seit ungefähr vier Millionen Jahren gibt.
    Diese Funde sind Überreste vergangener Zeit und werden als Fossilien bezeichnet. Mit ihrer Hilfe können Forscher herausfinden, wie das Leben vor vielen Millionen Jahren gewesen sein muss. Bestimmt kennst du Bernsteine. Auch sie sind Fossilien. Darin können Insekten eingeschlossen werden, die so viel länger haltbar sind.

    Das Problem ist, dass Tiere und Pflanzen verwesen und deshalb nicht ewig haltbar sind. Um nach so langer Zeit noch gefunden werden zu können, müssen sie deshalb Abdrücke hinterlassen haben oder in einem festen Material eingeschlossen werden.

    Auch die Abbildung zeigt ein solches Fossil. Hier ist ein Seestern versteinert.

  • Untersuche den abgebildeten Lebensraum auf Stachelhäuter.

    Tipps

    Die Stachelhäuter, die du hier findest, sind die Seeigel (rechts abgebildet), die Seesterne und Seegurken.

    Von den Seegurken (rechts abgebildet) und den Seeigeln solltest du jeweils drei Exemplare gefunden haben. Seesterne findest du noch einige mehr.

    Lösung

    Puh, gar nicht so einfach, so ein Wimmelbild. Wenn du jetzt das nächste Mal im Meer schnorcheln gehst und du auch so ein Durcheinander erlebst, dann findest du Seesterne, Seeigel oder Seegurken bestimmt viel schneller. Jetzt hast du ja Übung!

  • Charakterisiere ausgewählte Stachelhäuter.

    Tipps

    Seegurken können ihre inneren Organe zum Teil aus dem Körper schießen. Dies dient der Abwehr von Feinden. Diese werden davon natürlich irritiert und die Seegurke hat Zeit, um zu flüchten.

    Lösung

    Stachelhäuter sind fünfstrahlig, symmetrisch, wirbellos und besitzen ein Kalkskelett, z. T. Stacheln und Saugfüßchen.

    Seeigel sind häufig an Korallenriffen zu finden. Sie fressen Algen und besitzen meistens Stacheln. Ihr Mund befindet sich immer auf der Unterseite.

    Seesterne und Schlangensterne besitzen meistens fünf Arme, welche nachwachsen können. Mit den Füßchen an den Armen können sie sich fortbewegen. Zur Ernährung stülpen Seesterne den Magen nach außen und fressen so z.B. Muscheln. Sie sind so kräftig, dass sie die Muschelschalen auseinanderhalten können.

    Seegurken (Seewalzen) sehen meist gurkenförmig, also zylindrisch, aus. Sie können einen Teil ihrer inneren Organe nach außen abstoßen und so ihre Feinde verwirren. Die Organe wachsen meistens nach. Außerdem produzieren sie klebrige Fäden, die ebenfalls der Abwehr von Feinden dienen.