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Süßwasserpolyp – Bau und Lebensweise

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Mtoto

Süßwasserpolyp – Bau und Lebensweise

lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Beschreibung Süßwasserpolyp – Bau und Lebensweise

In diesem Video lernst du die Besonderheiten des Süßwasserpolypen kennen. Das ist ein Hohltier wie auch Korallen und Quallen. Obwohl sie weder ein Skelett noch ein Gehirn besitzen, haben Süßwasserpolypen so einige unglaubliche Überlebensstrategien entwickelt. Denn natürlich nehmen sie trotzdem ihre Umwelt war. In dem Video lernst du, wie Süßwasserpolypen ihre Beute lähmen, wie sie sich fortpflanzen und fortbewegen können. Lerne mehr über diese unglaublichen Tiere und schau dir dieses Video an. Viel Spaß!

Transkript Süßwasserpolyp – Bau und Lebensweise

Hallo. In unseren Gewässern gibt es ein sehr ungewöhnliches Tier. Für das ungeübte Auge sieht es aus wie eine harmlose Wasserpflanze. Bei Gefahr kann es aber kleine giftgefüllte Harpunen ausschleudern und seine Beutetiere lähmen, innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde. Die Rede ist vom Süßwasserpolypen. Was das für Tiere sind, wie sie sich ernähren, fortpflanzen und fortbewegen, das alles erfährst du in diesem Video. Süßwasserpolypen sind Hohltiere. Das heißt, sie sind sackförmige Schläuche mit Magenhöhle, Mundöffnung und Fußscheibe. Ihre Körper umschließen Hohlräume mit Magenfunktion. Eine Wirbelsäule haben sie nicht. Den Mund umgeben Fangarme oder Tentakel. Der nur ein Zentimeter lange Körper ist aus drei Schichten aufgebaut. Die Innenschicht besteht aus Drüsen und Verdauungszellen. Die gallertartige Stützschicht beinhaltet die Nervenzellen, also das netzförmige Nervensystem. Außen bilden Hautmuskel und einfache Sinneszellen die Außenschicht. Hier liegen auch die Nesselzellen. Diese Nesselzellen spielen eine Schlüsselrolle bei der Ernährung. Beutetiere werden mit den Fangarmen umfasst und mit vielen kleinen Giftharpunen gelähmt. Aber wie funktioniert das? Berührt ein kleines Wassertier, ein Wasserfloh oder Hüpferling zum Beispiel, die Fangarme, explodieren viele dieser Nesselzellen. Ein Schlauch wird aus jeder Kapsel herausgeschleudert und das Gift aus den Poren in das Opfer gespritzt. Die gelähmte Beute kann nun problemlos in die Mundhöhle gestopft werden. Nahrungsreste verlassen durch dieselbe Öffnung den Magen-Darm-Trakt. Mit Hilfe dieser Nesselkapseln verteidigen sich Süßwasserpolypen. Bei Berührung zieht sich der kleine Körper außerdem zusammen. Der Reiz wird mit den einfachen Sinneszellen aufgenommen und über die Nervenzellen weitergeleitet. Wird der Polyp verletzt oder ein Körperteil abgetrennt, wächst dieses einfach nach. Auch aus dem kleinsten Stück des Süßwasserpolypen kann ein vollständiges Tier heranwachsen. Das nennt man Regeneration. Die Fortpflanzung funktioniert ebenfalls auf ganz besondere Weise. Je nachdem ob der Polyp gut versorgt ist, pflanzt er sich geschlechtlich oder ungeschlechtlich fort. Bei guten Nahrungsbedingungen erfolgt die seitliche Knospung. Ungeschlechtlich wachsen kleine Tochterpolypen am Mutterpolypen. Sind diese groß genug, trennen sie sich ab. Bei schlechten Bedingungen erfolgt die geschlechtliche Fortpflanzung. Unter den Tentakeln bilden sich männliche Geschlechtszellen in einem Samenbehälter. Weiter unten reift die Eizelle in einem anderen Behälter. Nach der Befruchtung hält die Eizelle Trockenheit und Kälte aus. Sie ist sehr widerstandsfähig und kann die schlechten Bedingungen überdauern, bis schließlich ein neuer Süßwasserpolyp heranwächst. Die Tiere bewegen sich oft mit der Wasserströmung fort. Dazu trennt sich die Fußscheibe einfach von dem Stein oder der Wasserpflanze, an der sie befestigt war. Eine gezielte Fortbewegung erfolgt über eine Drehung, bei der der Polyp abwechselnd mit den Tentakeln und wieder mit der Fußscheibe am Untergrund haftet. Fassen wir noch einmal zusammen: Süßwasserpolypen sind Hohltiere. Ihre Körper umschließen einen Hohlraum mit Magenfunktion. Es gibt Außen-, Stütz-, und Innenschicht mit Haut und einfachen Sinneszellen, Nervenzellen sowie Verdauungs- und Drüsenzellen. Um sich zu ernähren, halten die Polypen ihre Beute mit Fangarmen fest und lähmen sie mit Gift aus den Nesselkapseln. Werden sie verletzt, können alle Körperteile durch Regeneration nachgebildet werden. Die Fortpflanzung funktioniert ungeschlechtlich durch Knospung oder bei schlechten Lebensbedingungen durch geschlechtliche Fortpflanzung. Um sich fortzubewegen, nutzen Süßwasserpolypen die Wasserströmung oder ihre Fußscheibe und die Tentakel. Ich hoffe, du hast viel gelernt. Tschüss und bis zum nächsten Mal.

14 Kommentare

14 Kommentare
  1. super verständlich:)

    Von Monika 89, vor 19 Tagen
  2. in der Überschrift ist ein Rechtschreibfehler, Süßwasser

    Von Ulrike J., vor 2 Monaten
  3. :Danke

    Von Abboodasj, vor 4 Monaten
  4. Echt Super

    Von Ingo Braeu, vor mehr als einem Jahr
  5. Sehr nice und gut erklärt

    Von K Mg, vor fast 2 Jahren
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Süßwasserpolyp – Bau und Lebensweise Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Süßwasserpolyp – Bau und Lebensweise kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschrifte den Aufbau von Süßwasserpolypen.

    Tipps

    Die Nesselzellen besitzen u. a. einen Schlauch. Bei Gefahr öffnet sich die Kapsel und die mit Gift getränkte Spitze schießt aus der Zelle.

    Die Nervenzellen befinden sich in der Stützschicht. Die Stützschicht befindet sich zwischen der inneren und der äußeren Zellschicht.

    Verdauungszellen (auch Fresszellen genannt) sind mit zwei Geißeln ausgestattet. Damit können sie kleine Nahrungsbrocken herbeistrudeln und in sich aufnehmen. Das nennt man Phagocytose.

    In der Innenschicht befinden sich Drüsenzellen, die nach innen Verdauungssekrete abgeben. Sie enthalten viele kleine Bläschen.

    Lösung

    Der Süßwasserpolyp ist aus drei Schichten aufgebaut.

    Die Innenschicht enthält Verdauungszellen (auch Fresszellen genannt). Sie besitzen zwei Geißeln, mit denen sie kleine Nahrungsbrocken herbeistrudeln können. Außerdem finden sich in dieser Zellschicht noch Drüsenzellen. Sie enthalten viele kleine Bläschen mit Verdauungsenzymen, die sie nach innen in den Hohlraum des Polypen abgeben.

    In die Außenschicht sind Nesselzellen eingelassen. Sie enthalten ein lähmendes Gift und dienen der Abwehr von Feinden und dem Fangen von Beute. Die Hautmuskelzellen schützen den Polypen vor Krankheitserregern von außen und übernehmen außerdem Aufgaben von Muskeln.

    Zwischen der Innen- und der Außenschicht liegt die Stützschicht. Darin verlaufen die Nervenzellen, die netzförmig (diffus) über den Süßwasserpolypen angeordnet sind.

  • Fasse die Besonderheiten des Süßwasserpolypen zusammen.

    Tipps

    Die Brennnessel besitzt zwar keine Nesselzellen, das Prinzip ihrer Brennhaare ist aber vergleichbar: Sie enthalten Gift, das hier vor allem der Abwehr von Fressfeinden dienen soll.

    Der Regenwurm besitzt ein erstaunliches Regenerationsvermögen. Er kann den hinteren Teil seines Körpers vollständig neu bilden, wenn er abgetrennt wurde.

    Süßwasserpolypen können sich geschlechtlich und ungeschlechtlich vermehren.
    Die ungeschlechtliche Fortpflanzung heißt Knospung. Bei der geschlechtlichen Vermehrung wird eine Eizelle durch männliche Geschlechtszellen befruchtet.

    Lösung

    Süßwasserpolypen gehören zu den Hohltieren. Ihr Körper umschließt einen Hohlraum, der die Funktion des Magens ausübt – hier finden also Verdauungsvorgänge statt.

    Süßwasserpolypen sind auch Nesseltiere, denn sie enthalten die Nesselzellen. Darin befindet sich Gift. Das kann an einem Faden (Nesselschlauch) herausgeschleudert werden. So werden Feinde verjagt oder Beutetiere gelähmt.

    Die Beute wird mit den beweglichen Tentakeln (Fangarme) ertastet und gegriffen und so zum Mund weiter in den Hohlraum transportiert.

    Ihr Regenerationsvermögen erlaubt es ihnen, einzelne Körperteile wieder nachwachsen zu lassen.

    Durch Knospung vermehren sich Süßwasserpolypen bei guten Bedingungen. Bei dieser ungeschlechtlichen Form der Vermehrung wachsen Tochterpolypen direkt am Mutterpolypen heran und trennen sich zu einem geeigneten Zeitpunkt.

  • Bestimme das Nervensystem des Süßwasserpolypen.

    Tipps

    Das Nervensystem des Süßwasserpolypen wird auch als diffuses Nervensystem bezeichnet, weil es keine erkennbare Ordnung gibt.

    Das Nervensystem verteilt sich über den gesamten Körper des Polypen. Es sieht aus wie ein Netz.

    Lösung

    Schaue dir diese Abbildung an. Das diffuse Nervensystem (Nervennetz) ist am einfachsten aufgebaut.

    Die Nervensysteme der Tiere haben sich immer weiter entwickelt und wurden immer komplexer. Das Zentralnervensystem, wie wir Menschen es haben, ist viel komplizierter aufgebaut als das Nervennetz des Süßwasserpolypen.

  • Skizziere, wie die Ernährung bei Süßwasserpolypen stattfindet.

    Tipps

    Auch an den Tentakeln befinden sich Nesselzellen, die sich bei Berührung öffnen.

    Die Drüsenzellen sitzen in der inneren Zellschicht. Sie enthalten viele Bläschen mit Verdauungsenzymen. Verdauungszellen (Fresszellen) nehmen Nahrungsbrocken in sich auf.

    Lösung

    Berührt ein Beutetier die Tentakel des Süßwasserpolypen, wird es vom Gift der Nesselzellen gelähmt und von den Tentakeln festgehalten. Die Tentakel bewegen die Beute in Richtung Mundöffnung. Diese kann sich sehr weit öffnen, sodass auch größere Beute gefangen werden kann.

    Im Hohlraum des Süßwasserpolypen, der die Magenfunktion übernimmt, beginnt die Verdauung. Drüsenzellen geben Verdauungsenzyme in den Hohlraum ab und die Beute wird verdaut. Verdauungszellen strudeln mit ihren zwei Geißeln kleine Nahrungsbrocken herbei und nehmen diese in sich auf, um sie noch weiter zu verdauen.

    Unverdauliche Nahrungsreste werden über die Mundöffnung wieder ausgeschieden.

  • Zeige auf, dass Süßwasserpolypen Hohltiere sind.

    Tipps

    Der Körper umschließt einen Hohlraum mit Magenfunktion.

    Hohltiere besitzen eine Mundöffnung, welche von mehreren beweglichen Tentakeln (bzw. Fangarmen) umgeben ist.

    Lösung

    Hohltiere besitzen eine Magenhöhle mit einer Mundöffnung, welche von Fangarmen umgeben ist.
    Der Körper von Hohltieren besteht aus einer Außenschicht, einer gallertigen Stützschicht und einer Innenschicht. Die Zellen dieser Schichten übernehmen ganz unterschiedliche Aufgaben.

  • Arbeite heraus, wie sich Süßwasserpolypen fortbewegen.

    Tipps

    Den ersten Bewegungsvorgang kannst du dir wie bei der Spannerraupe vorstellen. Erst streckt sich die Raupe und der Kopf bewegt sich nach vorne. Dann wird der restliche Körper nachgezogen und die Raupe bildet kurz eine „Brücke“. Dann bewegt sich der vordere Teil des Körpers wieder nach vorne und so weiter.

    Oben links in der Abbildung ist die Ausgangsposition. Um sich nach rechts zu bewegen, „kippt“ der Süßwasserpolyp zur Seite, bis die Fangarme den Boden berühren. Der Rest des Körpers folgt den Tentakeln und der Süßwasserpolyp befindet sich nun ein Stück weiter rechts.

    Lösung

    Der Süßwasserpolyp bewegt sich jeden Tag zwar nur rund zwei cm vorwärts, für dieses kleine Tier ist das aber eine große Entfernung.

    Der Polyp kann sich auf zwei Arten fortbewegen:
    Wenn er sich ähnlich wie die Spannerraupe fortbewegt, dann wird der oberer Körper mit den Tentakeln zur Seite geneigt, der Rest des Körpers wird nachgezogen.
    Der Polyp kann sich auch „überschlagen“. Erst müssen die Tentakel wieder den Boden berühren. Dann löst sich die Fußscheibe vom Boden und bewegt sich von der einen zur anderen Seite. Der Süßwasserpolyp steht also für kurze Zeit „auf dem Kopf“. Danach richtet sich der Polyp wieder auf.

    Übrigens kann sich der Süßwasserpolyp auch nach oben bewegen, indem er eine Gasblase an der Fußscheibe bildet. Das sorgt für Auftrieb, da Luft leichter ist als Wasser.

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