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Herztätigkeit – Methoden der Überprüfung 06:32 min

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Transkript Herztätigkeit – Methoden der Überprüfung

Methoden der Überprüfung der Herztätigkeit

Hallo! Dass kein Mensch ohne Herzschlag leben kann, weiß jeder. Wie kann es dann sein, dass dein Herz dennoch etwa ein Drittel deines Lebens nicht arbeitet? Wie misst man überhaupt die Tätigkeit des Herzens? In diesem Video wollen wir uns nicht nur Aufbau und Funktion des Herzens, sondern auch verschiedene Methoden zur Überprüfung der Herztätigkeit näher ansehen.

Das Herz ist ein etwa faustgroßer Hohlmuskel, der etwas links unterhalb des Brustbeins liegt. Seine Aufgabe ist es, das Blut durch den Körper zu pumpen, um die Körperzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen.

Das Herz besteht aus zwei Hälften, die durch die Herzscheidewand voneinander getrennt sind. Jede Hälfte ist nochmal in Vorhof und Herzkammer unterteilt. Im rechten Vorhof kommt das sauerstoffarme Blut an, das seinen Weg durch den Körper schon hinter sich hat.

Im linken Vorhof kommt das sauerstoffreiche Blut vom Lungenkreislauf an. Im ersten Arbeitsschritt, der Diastole, fließt das Blut über die Segelklappen in die Herzkammern. Mit einem kräftigen Druck des Herzmuskels ziehen sich anschließend die Herzkammern zusammen.

Da die Segelklappen wie Ventile den Weg zum Vorhof versperren, kann das Blut nur über die Taschenklappen ausströmen. Das sauerstoffarme Blut in der rechten Herzkammer wird Richtung Lunge gepresst, das sauerstoffreiche Blut in der linken Herzkammer wird über die Aorta in den ganzen Körper geleitet. Diesen Arbeitschritt nennt man Systole.

In der Erschlaffungsphase füllen sich die Vorkammern erneut mit Blut. Da der kräftige Herzmuskel in der Erschlaffungsphase ruht, kann man sagen, dass das Herz etwa ein Drittel deines Lebens nicht arbeitet. Nach der Erschlaffungsphase beginnt eine neue Diastole.

Dieser Vorgang wiederholt sich etwa 70 Mal pro Minute, dein ganzes Leben lang. Im rechten Vorhof sitzt der Sinusknoten, der viele Nervenfasern aus dem Gehirn bündelt. Der Sinusknoten ist der Schrittmacher, er initiiert mit seinen schwachen elektrischen Impulsen die Erregung der Herzmuskulatur.

Mit Hilfe von Elektroden können die elektrischen Impulse des Herzens wahrgenommen und deren Schwankungen in einem Diagramm angezeigt werden. Dies nennt man EKG - Elektrokardiogramm.

Die Diastole zeigt sich in einer kleinen Spitze. Die Systole wird in einem größeren Ausschlag sichtbar. Auch die kleinen Spitzen vor und während der Erschlaffungsphase können von geschulten Medizinern genau gedeutet werden. Das EKG ist eine wichtige Methode, um die Tätigkeit des Herzens zu überprüfen. Nur Fachleuchte können aus den zufällig scheinenden Strichen herauslesen, ob vielleicht eine Herzklappe nicht richtig schließt oder ein Herzmuskel zu schwach ist.

Eine Methode zur Überprüfung der Herztätigkeit, die wir alle kennen, ist das Überprüfen des Pulses. An der Halsschlagader oder etwas oberhalb des Handgelenks kann man die Pumpbewegung des Herzens ganz besonders gut fühlen. Dazu legt man dort Zeige-, Mittel- und Ringfinger an die entsprechenden Stellen. Messe nun deinen eigenen Puls. Zähle eine Minute lang die Impulse mit und notiere den Wert.

Wenn du nun ein paar Kniebeugen machst und die Messung wiederholst, wirst du feststellen, dass dein Herz nun öfter schlägt. Bei Anstregungen braucht dein Körper mehr Sauerstoff, also muss das Herz das Blut schneller durch den Körper pumpen.

Ein weiterer Parameter der Herztätigkeit ist der Blutdruck. Der Blutdruck ist jener Wert, mit dem das Blut gegen die Aterienwände drückt. Zum Messen wird das Blut am Oberarm abgedrückt. Mit einem Stetoskop kann der Arzt nun keinen Blutstrom mehr hören.

Nun wird der Druck der Manschette langsam gelöst. Jenen Wert, bei dem der Arzt die Verwirbelungen des Bluts erstmals wieder hören kann, nennt man systolischer Blutdruck. Je mehr der Druck der Manschette abnimmt, desto weniger und deshalb leiser werden die Blutverwirbelungen.

Ist nicht mehr zu hören - fließt das Blut also wieder ohne Verwirbelung durch die Aterie - wird der diastolische Wert abgelesen. 120/90 wäre etwa ein normaler Blutdruck. Die Einheiten werden in mm Hg (Millimeter Quecksilber) angegeben. Hg ist das chemische Element Quecksilber.

Ein Blutdruck von 120 entspricht dem Druck einer 120 mm hohen Quecksilbersäule. Das kommt daher, dass der Blutdruck früher mithilfe von einer Quecksilbersäule gemessen wurde. Verengte Aterien -etwa durch fette Ernährung- führen zu einem Ansteigen des Blutdrucks.

Das Herz ist ein Hohlmuskel, der durch seine Tätigkeit, Blut durch den Körper pumpt. Mittels eines EKG kann die Tätigkeit des Herzens überprüft werden. Den Puls -also die Pumpbewegung des Blutes- kann man an bestimmten Körperstellen besonders gut fühlen. Die Blutdruckwerte können Auskunft geben über die Beschaffenheit der Arterien und die Leistung des Herzens. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

14 Kommentare
  1. Hallo H Teferra,
    im Video wurde gesagt, dass das Herz etwa 70 Mal pro Minute schlägt. Mit dem Wert 120/90 wurde der optimale Blutdruck beschrieben.
    Falls du noch weitere Fragen hast, helfen dir gerne unsere Lehrerinnen und Lehrer des Hausaufgabenchats weiter. Der Chat ist von Montag bis Freitag zwischen 17-19 Uhr für dich da.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor etwa einem Monat
  2. das herz schlägt doch nicht durchschnittlich 120-90 mal pro minute wenn dann schon 50-90 mal pro minute ;_;

    Von H Teferra, vor etwa einem Monat
  3. es hat mir geholfen habe nicht alles verstanden aber wir hatten einige Sachen auch noch nicht

    Von Henrihenri, vor 2 Monaten
  4. Sehr gut

    Von Da Kiet Ho, vor 3 Monaten
  5. Hallo Schubert Eichwalde,
    zu diesem Video gibt es Arbeitsblätter. Diese findest du rechts neben der Videobeschreibung unter "Arbeitsblätter zum Ausdrucken". Du hast da die Wahl, dir die Blätter herunterzuladen oder einfach nur anzeigen zu lassen. Ich hoffe, dass ich dir damit weiterhelfen konnte. 
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 9 Monaten
  1. Es fehlt ein Arbeitsblatt zum Ausdrucken
    Gruß U.S.

    Von Schubert Eichwalde, vor 9 Monaten
  2. Ich war ein bisschen irritiert weil so viele Beschriftungen in der 1:55 min. im Bild standen.
    Aber ansonsten hat es mir auch deutlich weitergeholfen.
    Danke :)

    Von Lisi Susdorf, vor etwa einem Jahr
  3. sind links und rechts nicht andersrum

    Von Eudoraplus, vor fast 2 Jahren
  4. Hallo,
    vielen Dank für deinen Kommentar.

    Damit hast du vollkommen recht, die Erschlaffungsphase wird unter anderem auch als Saugphase bezeichnet. Weitere Synonyme wären Diastole oder Füllungsphase.

    Viel Spaß und Erfolg weiterhin beim Lernen wünscht Sofatutor.

    Von Karsten Schedemann, vor fast 2 Jahren
  5. Heißt nicht die Erschlaffungsphase auch Saugphase?

    Von Perinpanayagam R., vor etwa 2 Jahren
  6. sehr gutes video gut zum lernen

    Von Martinakoch10, vor fast 3 Jahren
  7. SEHR GUT !! ;)

    Von Christine Schreiner, vor etwa 3 Jahren
  8. hi,danke jetzt verstehe ich es endlich

    Von Peggy Kapischke, vor mehr als 4 Jahren
  9. Tolles Video :)

    Von Mandeep B., vor fast 5 Jahren
Mehr Kommentare

Herztätigkeit – Methoden der Überprüfung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Herztätigkeit – Methoden der Überprüfung kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib die Möglichkeiten zur Untersuchung der Herztätigkeit an.

    Tipps

    Welche Messungen hängen mit dem Herzschlag zusammen?

    Lösung

    Um die Herztätigkeit zu überprüfen, hat man die Möglichkeit, ein EKG, ein Elektrokardiogramm, anfertigen zu lassen. Dabei werden mithilfe von Elektroden die elektrischen Impulse des Herzens wahrgenommen und können dann in einem Diagramm aufgezeichnet werden. Auch durch die Messung des Blutdrucks und die Überprüfung des Pulses kann die Funktion des Herzens gemessen werden. Der Blutdruck ist der Wert, mit dem das Blut gegen die Arterienwände drückt.

  • Beschreibe den Aufbau und die Funktion des Herzens.

    Tipps

    Warum ist die Aufgabe des Herzens so wichtig?

    Für was ist es zuständig?

    Lösung

    Das Herz ist ein lebenswichtiges Organ. Es ist ein Hohlmuskel und funktioniert wie eine Pumpe, die das Blut durch den gesamten Körper pumpt. So können alle Körperzellen mit Sauerstoff versorgt werden. Unser Herz ist aus zwei Hälften aufgebaut. Jede Hälfte besteht aus einem Vorhof und einer Kammer.

  • Gib die Bestandteile des Herzens an.

    Tipps

    Das Blut passiert auf seinem Weg von den Vorhöfen in die Kammern die Segelklappen.

    Lösung

    Unser Herz ist aus zwei Hälften aufgebaut. Diese besitzen jeweils einen Vorhof und eine Kammer. Die Vorhöfe sind von den Kammern durch die Segelklappen getrennt. Auf seinem Weg in die Aorta passiert das Blut die Taschenklappen. Von der Aorta wird das Blut in den gesamten Körper weitergeleitet, um dort jede Zelle mit Sauerstoff zu versorgen.

  • Ordne dem EKG die unterschiedlichen Phasen der Herztätigkeit zu.

    Tipps

    Die Kurve im EKG beginnt mit einer kleineren Erregung. Danach folgt ein großer Ausschlag, eine große Erregung.

    Lösung

    Im EKG werden die elektrischen Impulse des Herzens dokumentiert. Dabei wird die Vorhoferregung durch einen kleinen Ausschlag sichtbar, der sich direkt vor einer großen Spitze befindet. Diese große Spitze zeigt eine große Erregung, die Erregungsweiterleitung in den Herzkammern. Zwischen kleinem Ausschlag und großem Ausschlag befindet sich der Bereich, der der Phase der Überleitung von den Vorhöfen auf die Kammern zuzuordnen ist. Der kleinere Ausschlag nach der Haupterregung zeigt die Erregungsrückbildung.

  • Beschreibe den Weg, den das Blut durch das Herz nimmt.

    Tipps

    Das Blut muss mit Sauerstoff angereichert werden, bevor es das Herz verlässt und die Zellen des Körpers mit Sauerstoff versorgt.

    Lösung

    Sauerstoffarmes Blut gelangt über die Hohlvene in den rechten Vorhof. Von dort gelangt es in die rechte Kammer und passiert dabei die Segelklappe. Anschließend wird das Blut in den Lungenkreislauf gepumpt. Das Blut gelangt, nachdem es in der Lunge mit Sauerstoff angereichert wurde, in den linken Vorhof und von dort weiter in die linke Kammer. Schließlich wird das Blut durch die Aorta und von dort in den gesamten Körper transportiert. So kann jede Zelle deines Körpers mit Sauerstoff versorgt werden.

  • Erkläre, wie es zu einem Herzinfarkt kommen kann.

    Tipps

    Bei einem Herzinfarkt ist die Durchblutung des Herzens gestört.

    Lösung

    Der Herzinfarkt ist eine der häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland. Jährlich erkranken über eine halbe Million Menschen daran. Zu einem Herzinfarkt kommt es, wenn die Herzkranzgefäße, die das Herz mit Blut versorgen, verstopfen und das Herz so nicht mehr arbeiten kann. Dauert diese unterbrochene Blutzufuhr länger als 20 Minuten, so sterben Teile des Herzmuskels ab und es kommt zu irreversiblen Schäden. Ursache für einen Herzinfarkt ist meist die Arteriosklerose, die Gefäßverkalkung. Begünstigt wird eine solche Gefäßverkalkung durch einen ungesunden Lebensstil. Rauchen und Übergewicht, eine falsche Ernährung, Bluthochdruck und ein erhöhter Cholesterinspiegel können zur Entstehung eines Herzinfarkts führen.