30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Arten von Ökosystemen - Mittelstufe

Hier erfährst du, was ein Ökosystem ist und lernst Beispiele für Ökosysteme kennen.

Arten von Ökosystemen

Was ist ein Ökosystem

In einem Ökosystem leben Pflanzen und Tiere in einem gemeinsamen Lebensraum. Diese Pflanzen und Tiere stehen auf vielerlei Arten in Beziehung zueinander. Das können z.B. Nahrungsbeziehungen sein. Biologen sprechen hier z.B. von einer Nahrungskette oder einem Nahrungsnetz. Betrachtet man den Energiefluss im Ökosystem z.B. in Form einer Energiepyramide, so stellt man fest, dass auf jeder Stufe der Nahrungskette die Energie abnimmt.

Energiepyramide.jpg

Die Lebewesen eines Ökosystems lassen sich in Gruppen einteilen: Grüne Pflanzen erzeugen durch Photosynthese Biomasse. Sie werden als Produzenten bezeichnet. Die Konsumenten ernähren sich von dieser Biomasse bzw. von lebenden Organismen. Die Destruenten schließlich zersetzen Abfälle wie z.B. Kot oder abgestorbene Pflanzen und Tiere. Auch Einflüsse des Lebensraum wirken sich auf die Lebensgemeinschaft aus: So genannte abiotische Faktoren, das heißt Faktoren der unbelebten Umwelt, wie z.B. Einflüsse durch Wind, Niederschläge, Bodenbeschaffenheit oder Sonneneinstrahlung haben zur Folge, dass nur die Pflanzen- und Tierarten in einem bestimmten Lebensraum heimisch sind, die mit diesem Umweltbedingungen zurecht kommen.

Nährstoffkreislauf.jpg

Ökosystem Wald

Der Wald spielt in Mitteleuropa eine zentrale Rolle. Ohne Eingriffe des Menschen wäre der Wald als Ökosystem bei uns überall weit verbreitet. Der Wald hat in jeder Jahreszeit ein typisches Erscheinungsbild: Kahle Äste im Winter, Frühblüher im Frühling, das Blätterdach im Sommer oder das bunte Laub im Herbst. Diese Veränderungen des Aussehens eines Ökosystems wird Aspektfolge genannt. Typisch für das Ökosystem Wald ist der Stockwerkbau. Damit ist gemeint, dass es im Wald verschiedene Bereiche des Pflanzenwachstums gibt, die wie Stockwerke angeordnet sind. Ganz oben befindet sich das Blätterdach der Baumschicht, darunter folgt die Strauchschicht, gefolgt von der Krautschicht. Im Boden befinden sich die Wurzeln und die Pilzschicht. Wie es für Ökosysteme typisch ist, gibt es auch im Wald Stoffkreisläufe. Ein Beispiel hierfür ist der Kohlenstoffkreislauf. Durch die Atmung von Pflanzen und Tieren sowie bei Zersetzungsvorgängen wird Sauerstoff verbraucht und es gelangt Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre. Eine grüne Pflanze, zum Beispiel ein Laubbaum, kann dieses Kohlenstoffdioxid bei der Fotosynthese wieder zu Sauerstoff umwandeln.

Kreislauf_Atmung_und_Fotosynthese.jpg

Ökosystem See

Obwohl die Wasserfläche eines Sees im Jahresverlauf auf den ersten Blick recht ähnlich aussieht, gibt es abhängig von den Jahreszeiten doch große Unterschiede bezüglich der Nährstoff- und Temperaturverteilung. Dies liegt zum einen an einer speziellen Eigenschaft des Wassers, nämlich dass die Dichte bei etwa 4° Celsius am höchsten ist, andererseits an der physikalischen Gesetzmäßigkeit, dass kaltes Wasser nach unten sinkt und warmes Wasser nach oben steigt. So entstehen verschiedene Wasserschichten, deren Sauerstoff- und Nährstoffgehalt unterschiedlich ist. Im Verlauf der Jahreszeiten findet zeitweise eine Durchmischung dieser Schichten statt.

Wasserschichten.jpg

Die Nahrungsbeziehungen und der Stoffkreislauf in einem See werden außerdem maßgeblich vom Faktor Licht beeinflusst: So leben die Produzenten, dies sind vor allem Grünpflanzen und Algen, in den Schichten des Sees, die von den Sonnenstrahlen erreicht werden. Konsumenten und Destruenten, wie z.B. Fische und Bakterien, können auch tiefere Schichten des Sees besiedeln. Eine besondere Situation stellt sich ein, wenn sich eine Eisschicht auf dem See bildet. Wie überleben dann die Fische unter dem Eis? In diesem Fall ziehen sich die Fische in die eisfreien tieferen Zonen des Sees zurück: hier herrscht eine weitgehend konstante Temperatur von 4°C. Auch geht die Aktivität der Fische stark zurück, denn so können sie Sauerstoff einsparen. Nicht die Kälte, sondern der mögliche Sauerstoffmangel ist das Problem der Fische.

Weitere Ökosysteme

Auf der Erde gibt es noch viele weitere Ökosysteme: Zu den Ökosystemen der Küsten und Meere gehören z.B. das Ökosystem Wattenmeer, die Ostsee oder die Tiefsee, zu den Süßwasserökosystemen gehören neben den stehenden Gewässern wie Seen oder Tümpel auch fließende Gewässer, wie Bäche oder Flüsse. Ein Moor steht an der Grenze zum Landökosystem. Hierzu gehören Ökosysteme wie Wiesen oder Hecken.