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Ludwig van Beethoven

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Team Zeitreise

Ludwig van Beethoven

lernst du in der 8. Klasse - 9. Klasse

Beschreibung Ludwig van Beethoven

Ludwig van Beethoven wurde am 17.12.1770 in Bonn geboren. Der Vertreter der Wiener Klassik hatte ab dem Jahre 1801 immer schlimmere Hörprobleme. Ab 1815 lebte er in völliger Taubheit. Die berühmte 9. Sinfonie schrieb er also, ohne hören zu können.

Transkript Ludwig van Beethoven

Am 26. März 1827 stirbt in Wien Ludwig van Beethoven im Alter von 57 Jahren. Aus seinen privaten Notizen lässt sich entnehmen, welche Leiden der große Komponist in seinem letzten Lebensabschnitt erdulden musste. Seit 1801 hatte sich seine Hörfähigkeit ständig verschlechtert, 1815 trat völlige Taubheit ein. Schon die Kindheit Beethovens ist nicht gerade glücklich. 1770 als Sohn eines Musikers flämischer Abstammung in Bonn geboren, wächst Ludwig in ärmlichen Verhältnissen auf. Die Familie sucht lange nach einem geeigneten Lehrer für das musikalisch außerordentlich begabte Kind. Eine erste Studienreise zu Mozart nach Wien muss abgebrochen werden, weil die Mutter plötzlich stirbt. Der Vater verfällt dem Alkohol und Ludwig muss seine beiden jüngeren Brüder versorgen. 1793 zieht Beethoven endgültig nach Wien und lernt bei Haydn und dem Hofkompositör Salieri. Er hat als Pianist bald großen Erfolg und findet auch Anerkennung für seine ersten Klavierkompositionen. Viel beachtete Konzertreisen führen Beethoven unter anderem nach Dresden, Berlin und Prag. Als aber sein Gehör immer mehr nachlässt, muss er auf die öffentlichen Auftritte verzichten. Beethoven widmet sich ganz der Komposition und führt die symphonische Dichtung zu neuen Höhepunkten. Neben großen Sinfonien ensteht auch die einzige Oper. Nach zweimaliger Abänderung feiert Beethoven mit "Fidelio" Triumphe. Und auch die in Verehrung Goethes entstandene Musik zu Egmont wird begeistert aufgenommen. Ab 1815 wird es still um den Meister. Er lebt völlig zurückgezogen und von wenigen Freundschaften abgesehen, allein. Trotz seines Ruhmes ist er ständig in Geldnöten und leidet wegen seiner Krankheit, an Depressionen. Bis 1823 arbeitet er hauptsächlich an dem sakralen Werk “Missa solemnis”. Dann widmet er sich ausschließlich der Komposition seiner 9.Sinfonie. Nach fünf Monaten sind die ersten Teile vollendet und Beethoven entwirft den Schluss, eine Vertonung von Schillers “Ode an die Freude”. Im Mai 1824 erlebt die 9.Sinfonie am Wiener Kärntnertortheater ihre Uraufführung. Als die letzten Takte der Sinfonie, mit Solo- und Chorstimmen vorgetragen, verklungen sind, erhebt sich tosender Applaus. Beethoven bleibt unbewegt. Mit dem Rücken zum Publikum, verweilt er konzentriert über der Partitur und scheint das Ende gar nicht wahrgenommen zu haben. Caroline Unger, eine der Sängerinnen, nimmt den tauben Komponisten bei den Schultern und dreht ihn um, damit er an den hunderten von Taschentüchern und in die Luft geworfenen Hüten, den Erfolg seines Werkes erkennen kann. Mit dieser Aufführung nimmt Beethoven Abschied von der Öffentlichkeit. Die 9.Sinfonie ist die Krönung seines Schaffens und beweist den Triumph eines genialen Geistes über innere und äußerliche Not. Ludwig van Beethoven hat die Hindernisse, die das Schicksal für ihn bereitgehalten hat, überwunden. Seine Musik gibt auch heute beeindruckendes Zeugnis von großer Menschlichkeit.

Ludwig van Beethoven Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Ludwig van Beethoven kannst du es wiederholen und üben.
  • Benenne die verschiedenen Krankheiten und Nöte, unter denen Ludwig van Beethoven im Laufe seines Lebens gelitten hat.

    Tipps

    Unter Taubheit versteht man den völligen Verlust der Hörfähigkeit.

    Bei Depressionen handelt es sich um eine seelische Krankheit, die unter anderem nach schweren Schicksalsschlägen auftreten kann. Diese hat auch Beethoven im Laufe seines Lebens erlebt.

    Asthma bronchiale ist eine Erkrankung der Atemwege, die zum Beispiel von Atemnot begleitet wird.

    Lösung

    Ludwig van Beethoven musste im Laufe seines Lebens mit einigen Schicksalsschlägen kämpfen.

    Besonders schwerwiegend war hierbei die mit 31 Jahren beginnende Verschlechterung seiner Hörfähigkeit bis hin zur völligen Taubheit. Als Folge seiner Erkankung entwickelte Beethoven Depressionen und war darüber hinaus ständig in Geldnöten.

    All dies ist jedoch für die Biografie eines weltberühmten Musikers nicht sehr ungewöhnlich, denn viele bekannte Komponist*innen hatten mit schweren Krankheiten und Sorgen zu kämpfen und ließen sich davon nicht in die Knie zwingen.

    Auch heute gibt es noch taube Musiker*innen: Evelyn Glennie ist eine weltweit bekannte, nahezu taube Solo-Schlagzeugerin und Komponistin.

  • Beschreibe die Stationen in Ludwig van Beethovens Leben.

    Tipps

    Mit 23 Jahren ging Beethoven nach Wien.

    Auch nach dem vollständigen Hörverlust konnte Beethoven noch Werke komponieren.

    Lösung

    Damit du auch für die folgenden Übungen den Überblick behältst, sind hier die Stationen von Ludwig van Beethovens Leben in der richtigen Reihenfolge gelistet:

    • 1. Ludwig van Beethoven wird am 17. Dezember 1770 in Bonn geboren.
    • 2. Nachdem er in Bonn gelebt hatte, zog er 1793 nach Wien um.
    • 3. In seiner Wiener Zeit setzten sich leider die Schicksalsschläge fort, die schon seine Kindheit geprägt hatten.
    • 4. Nachdem er einige Zeit in Wien gelebt und gelernt hatte, begann seine Hörfähigkeit sich ab 1801 stetig zu verschlechtern.
    • 5. 1815 trat der völlige Hörverlust ein.
    • 6. Von da an zog Beethoven sich immer mehr zurück und arbeitete unter anderem bis 1823 an seinem sakralen Werk, der „Missa solemnis“. Im Gegensatz zu manchen anderen Komponist*innen, schrieb Ludwig van Beethoven aber nur wenige kirchenmusikalische Werke. Die „Missa solemnis“ ist eine von zwei von ihm komponierten Messen für Sinfonie-Orchester, Chor und Gesangssolisten.
    • 7. 1824 wurde seine berühmte „9. Sinfonie“, die mit der Vertonung von Schillers Gedicht „Ode an die Freude“ endet, uraufgeführt. Es war früher, wie auch heute, sehr üblich die Gedichte von Schriftstellern wie Friedrich Schiller, zu vertonen. Schiller schrieb sein berühmtestes Gedicht 1785, also einige Jahre bevor Beethoven begann, es zu vertonen.
    • 8. Am 26. März 1827 starb Ludwig van Beethoven im Alter von nur 57 Jahren in Wien.
  • Erschließe dir den Verlauf und die Lebensbedingungen von Beethovens Werdegang.

    Tipps

    Achtung! Es gibt mehr Antwortmöglichkeiten als Lücken.

    Zu Beethovens Lebenszeit war es relativ normal, dass musikalisch begabte Kinder oder junge Erwachsene Studienreisen zu damals berühmten und bekannten Musikern machten. Daher versuchte Ludwig van Beethoven Wolfgang Amadeus Mozart in Wien zu besuchen, als dieser dort für seine Kompositionen berühmt wurde. Mozart stirbt jedoch 1791, sodass Beethoven ihn bei seinem Umzug nach Wien 1793 nicht mehr kennenlernen konnte.

    Joseph Haydn (1732-1809) war ein österreichischer Komponist der Wiener Klassik. Er schuf, ähnlich wie Beethoven, ein umfassendes musikalisches Werk, bestehend aus Sinfonien, Oratorien, Messen, Opern, und vielem mehr. Ludwig van Beethoven ist einer seiner bekanntesten Schüler.

    Lösung

    Diese Übung hat noch einmal viele Informationen im Detail zusammengefasst, die du auch schon im Video hören konntest.

    Hier ist der Text mit den korrekten Lücken:

    • Ludwig van Beethoven wird 1770 in Bonn als Sohn eines Musikers geboren. Seine Familie lebt in eher ärmlichen Verhältnissen. Dennoch wird Beethoven umfassend musikalisch gefördert, da seine große Begabung früh erkannt wird.
    • Die Familie erleidet verschiedene Schicksalsschläge. Beethovens Mutter stirbt, während Beethoven sich auf den Weg zu Mozart nach Wien machen möchte. Er muss seine Studienreise abbrechen. Sein Vater beginnt daraufhin, zu viel Alkohol zu trinken, sodass Beethoven immer mehr Verantwortung für seine Brüder übernehmen muss.
    • Mit 23 Jahren zieht er schließlich von Bonn nach Wien und bildet sich bei Joseph Haydn und Anton Salieri musikalisch weiter. Sein Erfolg als Konzertpianist nimmt mit jedem Jahr zu. Konzertreisen führen ihn nach Dresden, Berlin und Prag. Als 1801 sein Hörfähigkeit nach und nach abnimmt, ist er gezwungen, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen.
    • Er konzentriert sich von nun an ganz auf das Komponieren. So entstehen nach und nach seine viel beachteten Klavier- und Orchesterwerke, seine einzige Oper Fidelio, schließlich auch die berühmte 9. Sinfonie, die mit Schillers „Ode An die Freude“ endet. Die 9. Sinfonie gilt als Krönung seines Schaffens. Er verstirbt kurze Zeit später im Alter von 57 Jahren.

    Vielleicht hat diese sehr kurze Zusammenfassung der Biografie von Ludwig van Beethoven Dein Interesse geweckt, sich noch einmal näher mit dem Leben des berühmten Komponisten auseinanderzusetzen. Im Jahr 2020 wäre Beethoven 250 Jahre alt geworden.

  • Ordne Ludwig van Beethovens Werke ihrer entsprechenden musikalischen Form zu.

    Tipps

    Unter einer Sinfonie versteht man seit dem 18. Jahrhundert in der Regel ein aus mehreren, meistens drei, Sätzen („Abschnitten“) bestehendes Werk für Orchester ohne Solisten. Beethoven fügte dem Sinfonie-Begriff ein neues Element hinzu, indem in seiner 9. Sinfonie im letzten Satz ein vierstimmiger Chor zum Einsatz kommt. Das Orchester bleibt jedoch im Vordergrund.

    Beethoven schrieb verschiedene Bühnenmusiken: Dies sind Stücke, die ein bereits geschriebenes Theaterstück musikalisch begleiten, unterstützen oder untermalen.

    Ein Oratorium ist ein kirchenmusikalisches Werk, das in der Regel einen geistlichen oder biblischen Text vertont und die Handlung auf dramatische Weise erzählt. Traditionellerweise wird ein Oratorium von einem Orchester zusammen mit einem Chor und Gesangssolisten aufgeführt.

    Vielleicht kommt Dir das Stück „Für Elise a-moll“ bekannter vor, wenn Du die folgende Melodie hörst.

    Lösung

    Ludwig van Beethoven ist es bis heute gelungen, mit über 200 Musikstücken ein so umfangreiches musikalisches Werk zu hinterlassen, dass seine Berühmtheit ungebrochen ist.

    Die in dieser Übung genannten, recht bekannten 6 Werke stellen daher nur einen kleinen Ausschnitt aus seinem Schaffen da.

    Hier sind sie für Dich nochmal in der richtigen Reihenfolge:

    • „Christus am Ölberge“, op. 85: Dieses Oratorium ist das einzige von Beethoven und stammt aus den Jahre 1803.
    • „Egmont-Ouvertüre und Schauspielmusik“, op. 84: Hier schuf Beethoven 1810 eine Bühnenmusik zu Johann Wolfgang von Goethes Drama „Egmont“.
    • „Für Elise a-Moll“, WoO 59: Beethoven schrieb sein bekanntes Klavierstück „Für Elise“ ebenfalls 1810. Der Ohrwurm-Charakter ist bis heute erhalten geblieben.
    • „Fidelio“, op. 72: „Fidelio“ ist die einzige Oper von Beethoven und wurde nach zweimaliger Bearbeitung 1814 in Wien uraufgeführt.
    • „Missa solemnis D-Dur“, op. 123: Beethoven schrieb seine bekannte „Missa solemnis“ zwischen 1819 und 1823, er arbeitete also intensiv daran.
    • „9. Sinfonie d-Moll mit Schluss-Chor über Schillers ‚Ode an die Freude‘“, op. 125: „Beethovens Neunte“ wurde auch aufgrund des bekannten Schlusschores weltberühmt. Bis zu diesem Zeitpunkt war es nicht üblich, im Rahmen einer Orchestersinfonie einen Chor auftreten zu lassen. Mit dieser Erweiterung zur sogenannten „Sinfoniekantate“ prägte Beethoven viele Komponist*innen nach ihm. Seine Vertonung des Gedichts „Ode an die Freude“ von Friedrich Schiller wurde von der Europäischen Gemeinschaft zur offiziellen Europahymne gewählt.
    Grundsätzlich kannst du dir für den Sinfonie-Begriff folgendes merken:
    Unter einer Sinfonie versteht man seit dem 18. Jahrhundert in der Regel ein aus mehreren, meistens drei, Sätzen („Abschnitten“) bestehendes Werk für Orchester ohne Solisten. Wie schon erwähnt, fügte Beethoven dem Sinfonie-Begriff ein neues Element hinzu, indem in seiner 9. Sinfonie im letzten Satz ein vierstimmiger Chor zum Einsatz kommt. Das Orchester bleibt jedoch im Vordergrund.

    Zusätzliche Infos:
    Du wunderst Dich vielleicht über die Abkürzungen „op.“ und „WoO“ hinter den Titeln im Lösungsweg?

    Diese Abkürzungen werden in der Musik verwendet, um die Werke einzelner Komponist*innen zu sortieren und zu zählen.

    Die Abkürzung „op.“ bedeutet Opus und steht für die in der Klassik und Romantik übliche Zählweise musikalischer Werke. Beethovens erste Werke sind die Klaviertrios Op. 1, Nr. 1, 2, 3, die im Jahr 1795 entstanden sind.

    Mit der Abkürzung „WoO“ sind Werke ohne Opuszahlen gemeint. Manche Werke von Beethoven wurden teilweise erst nach seinem Tod von Verlegern erfasst und haben daher keine Opuszahl, sodass sie in eine Liste mit Werken ohne Opuszahlen aufgenommen wurden.

  • Benenne die richtigen Aussagen im Zusammenhang mit Beethovens 9. Sinfonie.

    Tipps

    Eine Sinfonie besteht seit dem 18. Jahrhundert aus mehreren, meistens drei, Sätzen („Abschnitten“).

    Viele Komponist*innen vertonten zur Zeit Beethovens die Gedichte bekannter Dichter.

    Lösung

    Ludwig van Beethoven schuf mit seiner 9. Sinfonie ein beachtliches Werk, das bis heute weltbekannt ist. Normalerweise hatten Sinfonien im 18. Jahrhundert drei Sätze. Beethoven komponierte seine Sinfonie jedoch mit vier Sätzen und fügte dem letzten, berühmten Satz durch den Einsatz von Solisten und Chor ein neues Charakteristikum hinzu.

    Seine Vertonung von Friedrich Schillers Gedicht „Ode An die Freude“ ist die bekannteste.

  • Erschließe dir die Interpretation des Ausschnitts aus „Ode An die Freude“.

    Tipps

    In der griechischen Mythologie ist das Elysium eine abgelegene Insel, auch „Insel der Seligen“ genannt, zu der nur solche Zutritt erhalten haben, die von den Göttern geliebt wurden und denen Unsterblichkeit versprochen wurde.

    Friedrich Schiller arbeitet in seinem Gedicht mit Allegorien und Metaphern. Das heißt, seine Worte sind nicht wortwörtlich zu lesen, sondern eher im übertragenen Sinne. „Götterfunken“ könnten zum Beispiel ein Bild für das Gefühl der Freude sein, die andere ansteckt.

    Lösung

    Friedrich Schillers Gedicht stammt aus dem Jahre 1785 und ist deshalb in einer Sprache geschrieben, die uns heute eher fremd vorkommt.

    Richtig ist, dass er die Brüderlichkeit aller Menschen in den Vordergrund stellt, sie als ein hohes Gut ansieht. Freude sieht er als von Gott gegeben oder göttlich an. Freude zwischen Menschen kann auch zerbrochene Beziehungen wieder herstellen („deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt“).

    Wie schon in der Übung angedeutet, beschreibt Schiller in seinem Gedicht eine idealisierte, gleichberechtigte und friedliche Gesellschaft, in der alle Menschen auf Augenhöhe miteinander verbunden sind.

    Nicht nur Ludwig van Beethoven vertonte Schillers Gedicht, auch noch einige weitere Komponist*innen. Seine Vertonung im Schlusssatz der 9. Sinfonie ist jedoch wohl die bekannteste.

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