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Holzblasinstrumente

Zu der Gruppe der Holzblasinstrumente gehören die Flöte, die Klarinette, das Saxophon, die Oboe und das Fagott.

Klangerzeugung

Holzblasinstrumente gehören zusammen mit den Blechblasinstrumenten zur übergeordneten Instrumentengruppe der Blasinstrumente. Blasinstrumente werden mit der Atemluft angeblasen. Die Tonhöhe hängt von der Länge der Luftsäule ab, die im Instrument entsteht. Kleine Instrumente klingen somit höher als große. Durch das Öffnen und Schließen von Tonlöchern - entweder mit den Fingern oder mit Hilfe von Klappen - kann die schwingende Luftsäule verlängert oder verkürzt werden, wodurch tiefere oder höhere Töne entstehen. Der Begriff Holzblasinstrument erscheint dir vielleicht ganz logisch: Aus Holz bestehende Instrumente werden durch einen geblasenen Luftstrom zum Klingen gebracht. Aber Moment - ein Saxophon ist doch aus Blech, warum wird es trotzdem den Holzbläsern zugeordnet? Und auch die Querflöte glänzt silbern metallisch! Viele der heute angefertigten Holzblasinstrumente bestehen aus Kunststoff oder Metall. Trotzdem gehören sie zu den Holzblasinstrumenten. Denn entscheidend ist die Art der Klangerzeugung. Betrachtet man die Mundstücke verschiedener Holzbläser, kann man drei Untergruppen erkennen: Flöten, Rohrblattinstrumente und Doppelrohrblattinstrumente.

Blockflöte und Querflöte

Bei den Flöten trifft der Luftstrom auf eine Anblaskante, gerät dort ins Schwingen und erzeugt somit den Klang. Die Blockflöte ist eine Längsflöte und besteht in der Regel komplett aus Holz. Die Europäische Blockflöte erlebte eine Blüte in Renaissance und Barock. Durch ihre leichte Zugänglichkeit, die physisch einfache Tonerzeugung und kompakte Bauweise, die auch mit kleinen Händen spielbar ist, wird die Blockflöte bis heute gern für pädagogische Zwecke genutzt.

Die Querflöte wird nicht längs, sondern quer vor dem Mund gehalten. Sie ist fester Bestandteil des Sinfonieorchesters. Bis ins 19. Jahrhundert wurde sie aus Holz gefertigt, heute besteht sie größtenteils aus Metall. Die Piccoloflöte ist eine besonders kleine Bauweise der Querflöte. Sie ist eine Oktave höher gestimmt und somit das höchste klassische Holzblasinstrument.

Querflöte

Klarinette und Saxophon

Bei Klarinette und Saxophon ist das Mundstück mit einem einfachen Rohrblatt versehen, das der Musizierende durch seine Atemluft zum Schwingen bringt. Die Klarinette ist in der klassischen Musik sehr verbreitet und gehört zur Standardbesetzung im Sinfonieorchester. Sie ist auch vielfältig in Big Band und der Folksmusik, insbesondere im Klezmer, der jüdischen Volksmusik, eingesetzt. Das Saxophon verbindet man in erster Linie mit Jazz und Big Band, obwohl es ursprünglich entwickelt wurde, um die klangliche Lücke zwischen Holz- und Blechbläsern im Sinfonieorchestern zu überbrücken. Durch die Klangerzeugung mit dem Rohrblatt ist das Saxophon mit der Klarinette verwandt, während der besonders obertonreiche Klang auch den Blechblasinstrumenten nahekommt.

Doppelrohrblattinstrumente: Oboe und Fagott

Oboe und Fagott

Bei Oboe und Fagott besteht das Mundstück aus einem Doppelrohrblatt, das zwischen die nach innen gewölbten Lippen genommen wird. Der Ton entsteht dadurch, dass man mit hohem Druck durch dieses Doppelrohrblatt bläst. Die Oboe deckt den hohen Tonraum ab, während das Fagott, das deutlich größer ist, in der Tenor- und Basslage spielt. Das Oboeninstrument, das die Mittellage zwischen Oboe und Fagott abdeckt, nennt man Englischhorn. Auch Doppelrohrblattinstrumente sind fester Teil des Sinfonieorchesters.