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Wie lernt mein Gehirn? 03:21 min

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Transkript Wie lernt mein Gehirn?

Wie lernt mein Gehirn? Wenn wir lernen, lernen wir meist falsch. Wir lernen zu viel, zu den falschen Zeiten und in den falschen Abständen. Wir lernen, bis wir schwitzen und vergessen trotzdem wieder alles. Dabei müssen wir nur fragen was unser Gehirn eigentlich will und was es nicht will. Das Gehirn merkt sich am liebsten, was wir erleben. Den ersten Kuss vergessen wir genauso wenig wie einen sportlichen Erfolg oder eine coole Party. Im Prinzip behält unser Gehirn am besten alles, womit es Sinneseindrücke und Emotionen kann. Abstrakte Zahlenwerte, Daten oder Begriffe hingegen findet unser Gehirn eher blass und langweilig. Wieso ist das so? Schauen wir uns dazu den Aufbau unseres Gehirns an. Auf den ersten Blick fällt auf: Unser Gehirn besteht aus zwei Hälften, der linken und der rechten Gehirnhälfte. Die Gehirnhälften haben unterschiedliche Fähigkeiten. Die linke Gehirnhälfte ist verantwortlich für Sprache, Zeitempfinden, Logik. Die rechte Gehirnhälfte für Bilder, Emotionen, Kreativität. Sehr vereinfacht lässt sich sagen: die linke Gehirnhälfte macht uns vernünftig und die rechte macht uns fühlend. Ein dicker Nervenstrang verbindet die beiden Gehirnhälften miteinander. Er wird „Balken“, oder auf lateinisch „Corpus Callosum“ genannt. Über den Balken stehen die beiden Gehirnhälften miteinander in Verbindung. Was bedeutet das für uns und für richtiges Lernen? Wir müssen beide Gehirnhälften einsetzen, um effektiv zu lernen. Die Gehirnhälften werden zur Verarbeitung von Daten miteinander verknüpft. So wird die Fähigkeit gesteigert sich Dinge zu merken, die wir ansonsten vielleicht nicht behalten würden. Ein Beispiel: Der Name des Mädchens, den Dirk bei einem Klassenfest am 14. Januar 2007 zum ersten Mal geküsst hat, lautet Erika Anneliese Hopfenstein, Spitzname Hopfie. Wahrscheinlich wird sich Dirk auch noch in zehn Jahren an diesen ersten Kuss erinnern und wahrscheinlich auch noch an Ort und Datum des Ereignisses und den Namen des Mädchens. Das Ereignis „Erster Kuss“ mit all seinen Emotionen und Bildern wurde im Gehirn mit den Daten Name, Ort und Zeitpunkt verknüpft. Beides ist nun fest im Gedächtnis miteinander verbunden. Wäre der 14. Januar 2007 aber ein ganz gewöhnlicher Tag gewesen und hätte sich Dirk den Namen des Mädchens einfach so merken müssen, ganz ohne Kuss, dann hätte er die Daten wahrscheinlich schon am nächsten Tag vergessen. Um richtig zu lernen sollten wir also immer versuchen möglichst viele Fähigkeiten der beiden Gehirnhälften gleichzeitig anzusprechen. Also nicht nur Sprache und Logik, sondern auch Bilder, Emotionen und Kreativität.