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Von Schulmobbing zu Cybermobbing 03:14 min

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Transkript Von Schulmobbing zu Cybermobbing

Wenn Menschen sich in Gruppen organisieren, bleiben Konflikte nicht aus. Das ist ganz normal. Wenn sich Konflikte verhärten und auf einen Einzelnen konzentrieren, ist das ganz und gar nicht normal, sondern Mobbing. Der Begriff “Mobbing” kommt aus dem Englischen und bedeutet “anpöbeln” und “fertigmachen”. An deutschen Schulen ist Mobbing die häufigste Form von Gewalt. Mobbing ist immer ein Gruppenproblem. Typisch für Mobbing ist das Kräfteungleichgewicht. Meist sind es zwei bis drei Mobber, die einen einzelnen Gemobbten schikanieren. Nicht einmalig, sondern häufig. Nicht nur heute, sondern dauerhaft. Wer das Mobbing-Opfer wird, spielt für den Mobber kaum eine Rolle. Umso wichtiger ist es dem Mobber, nach außen stark zu wirken, denn oft sind sie innerlich schwach oder unzufrieden, waren selbst einmal Opfer oder haben Angst es zu werden. Durch Mobbing erhoffen sie sich Anerkennung aus der Gruppe. Wenn sie die bekommen, verfestigt sich Mobbing. Entscheidend ist daher der Rest der Gruppe. Wie agieren Mitläufer? Wie reagieren die Zuschauer, der scheinbar unbeteiligte Rest? Und wie die Lehrer? Jeder der mitmacht, Mobbing lustig findet oder ignoriert, ist ein Möglichmacher. Die Konfliktlösung aus eigener Kraft ist für den Gemobbten oft unmöglich. Durch Handy oder Internet kann aus Mobbing Cyber-Mobbing werden. Cyber-Mobbing ist das absichtliche Beleidigen, Bloßstellen, Belästigen oder Bedrohen anderer mithilfe moderner Kommunikationsmittel. Cyber-Mobber sind häufig Bekannte. Manchmal bleiben sie aber auch anonym. Cyber-Mobbing ist besonders schlimm. Im Internet sind die Beschimpfungen, Lügen oder Bloßstellungen sichtbar für die ganze Welt. Alles verbreitet sich rasend schnell und ohne Kontrolle. Und Cyber-Mobbing-Attacken können auch zuhause passieren, rund um die Uhr. Der Gemobbte hat keine Möglichkeit, direkt auf die Attacken zu reagieren. Und Cyber-Mobbing-Attacken lassen sich einfach vor anderen verbergen. So lange, bis ein Beobachter oder der Gemobbte selbst die Geschehnisse öffentlich macht.