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Prokrastination – wie man das Aufschieben vermeidet 03:07 min

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Transkript Prokrastination – wie man das Aufschieben vermeidet

Kennst du das? Es ist Sonntagabend 19:00 Uhr und du musst schon wieder die ganzen Hausaufgaben für morgen machen. Oder einen Tag vor der lang angekündigten Matheklausur fängst du erst an zu lernen. Weißt du schon worum es geht? Es geht um das Thema Prokrastination - schwieriges Wort. Anders ausgedrückt: Es geht um das Thema aufschieben. Warum macht man das überhaupt? Wenn du eine Aufgabe machen sollst, zu der du eigentlich überhaupt gar keine Lust hast, dann werden in deinem Gehirn Schmerzzentren aktiviert. Das findet dein Gehirn natürlich gar nicht gut und versucht dieses ungute Gefühl zu vermeiden. Was machst du dann? Du machst etwas anderes stattdessen. Mit dem Ergebnis, dass du dich, zumindest vorerst, etwas besser fühlst. Die Aufgabe vom Anfang ist damit aber immer noch unerledigt. Wissenschaftler haben aber herausgefunden, dass, wenn du tatsächlich mit dieser Aufgabe erstmal beginnst, dass dann der anfängliche Widerstand und das ungute Gefühl in deinem Gehirn tatsächlich verschwindet. Jetzt will ich euch eine hilfreiche Technik zeigen, mit der ihr es schafft, endlich anzufangen. Sie heißt Pomodoro-Technik. Alles was ihr dazu braucht, ist lediglich ein Timer. Ihr stellt den Timer auf 25 Minuten und stellt alles aus, was euch nerven könnte - das heißt Smartphone, Tablet, Mütter oder Geschwister zum Beispiel. Fast jeder kann sich 25 Minuten konzentrieren. Ganz wichtig ist: Nach den 25 Minuten gönnt ihr euch 5 Minuten Pause. Ihr könnt euch das als ein intensives Krafttraining für euer Gehirn vorstellen. 25 Minuten Power und 5 Minuten Pause. Ihr könnt zum Beispiel aus dem Fenster gucken oder einfach aufstehen, rumlaufen, ganz egal. Macht etwas, wo ihr euch 5 Minuten wohl fühlt. Wir haben gelernt, wenn du also erstmal mit einer Aufgabe anfängst, dass dein Gehirn schnell sagt: „Hey, ist doch gar nicht so schlimm!” Und dadurch, dass wir nur 25 Minuten an dieser Aufgabe arbeiten, ist die Hemmschwelle viel geringer, als wenn du am Anfang sagen würdest:„  Ich mache jetzt die ganzen Mathehausaufgaben.” Es ist also wichtig, diesen ersten Widerstand zu überwinden und erstmal mit der Aufgabe überhaupt anzufangen. Dieser letzte Gedanke, führt mich zu meinem nächsten Tipp: Konzentriere dich auf die Arbeitszeit und nicht das Endergebnis. Denke mal kurz darüber nach, wie es sich anfühlt, wenn du sagst: „Ich mache die ganzen Mathehausaufgaben und das dauert bestimmt ewig.” Oder wenn du sagst: „Ich mache 25 Minuten, gucke wie weit ich komme und dann checke ich Facebook oder WhatsApp.” Ihr merkt also, die Pomodoro-Technik ist besonders gut dafür geeignet, euch zu helfen, dieses ungute Gefühl zu überwinden und das Prokrastinieren bzw. das Aufschieben zu verhindern. Probiert die Pomodoro-Technik doch einfach mal aus. Ihr werdet merken, am Anfang lasst ihr euch bestimmt noch etwas mehr ablenken. Aber mit der Zeit, wenn ihr es immer wieder übt, dann wird das bestimmt besser werden. Das heißt, wenn mal das Smartphone brummt und auch eine Message kommt, lasst es bitte links liegen. Ihr habt ja die 5-Minuten-Pause. Dort könnt ihr das checken und dann seid ihr auch wieder bereit für die nächste Arbeitsphase. Ich wünsche euch viel Spaß mit der Pomodoro-Technik und natürlich auch viel Spaß beim Lernen. Und anfangen, nicht aufschieben!