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Wie schreibe ich eine Inhaltsangabe?

Inhaltsangaben werden benutzt, um Texte, Filme oder Hörspiele kurz zusammenzufassen. Sie sind sachlich und objektiv und vermeiden überflüssige Details. Es ist wichtig, dass Präsens verwendet wird, direkte Zitate vermieden werden und eine klare Gliederung in Einleitung, Hauptteil und gegebenenfalls Schluss erfolgt. Bist du interessiert? Das und vieles mehr findest du im folgenden Text!

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Team Digital
Wie schreibe ich eine Inhaltsangabe?
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Beschreibung zum Video Wie schreibe ich eine Inhaltsangabe?

Dracula ist verzweifelt – er hat Inhaltsangaben der letzten 300 Jahre auf dem Computer gelöscht. Jetzt muss er schnell lernen, wie man Inhaltsangaben schreibt. Begleite Dracula und lerne in diesem Video, wie du beim Schreiben der Inhaltsangabe am besten vorgehst. Mithilfe konkreter Beispiele erfährst du alles rund um den Aufbau und die Merkmale einer Inhaltsangabe. Am Ende des Videos wird dir noch einmal alles übersichtlich zusammengefasst. Außerdem weißt du danach, was hinter der geheimnisvollen TATTZ-Formel steckt.
Anschließend kannst du anhand der Übungen dein Wissen vertiefen und anwenden.

Grundlagen zum Thema Wie schreibe ich eine Inhaltsangabe?

Inhaltsangabe – Definition

Inhaltsangaben sind ein häufiges Thema im Deutschunterricht, da sie im Zusammenhang mit verschiedenen Texten und Medien zum Einsatz kommen. Generell dient eine Inhaltsangabe dazu, einen guten Überblick über ein Thema zu geben oder den Inhalt eines Textes, eines Films oder eines Hörspiels zusammenzufassen.

Merke:
Eine Inhaltsangabe stellt die kurze Zusammenfassung eines Textes, eines Films oder eines Hörspiels dar. Die Inhaltsangabe informiert sachlich über die Kernaussage eines Textes und gibt die wichtigsten Zusammenhänge wieder. Dabei beschränkt sie sich auf die wesentlichen Aspekte der Handlung und ist deshalb deutlich kürzer als der Originaltext.

Inhaltsangabe – Funktionen

Folgende Funktionen sollte eine gute Inhaltsangabe erfüllen:

  • Sie vermittelt einen allgemeinen Überblick über die wesentlichen Aspekte eines Textes.
  • Die Lesenden bzw. Hörenden sollen den Inhalt verstehen, ohne nachfragen zu müssen oder den Originaltext selbst gelesen zu haben.
  • Details einer Geschichte oder eines Sachverhaltes werden in der Regel ausgespart und nur die wesentlichen Handlungsschritte, Ereignisse oder Eigenschaften wiedergegeben.
  • Die W-Fragen, wie beispielsweise Wer?, Wann?, Wo?, Wie? und Warum?, werden beantwortet.
  • Oftmals dient die Inhaltsangabe auch als Grundlage für eine anschließende Textanalyse und -interpretation.

Inhaltsangabe – Merkmale

Hier sind die wesentlichen Merkmale einer Inhaltsangabe zusammengefasst:

  • Inhaltsangaben sind immer sachlich und neutral und orientieren sich allein an den Inhalten eines Textes.
  • Die Begebenheiten werden chronologisch wiedergegeben.
  • Als Zeitform wird für das Schreiben einer Inhaltsangabe immer das Präsens gewählt.
  • Kommt es innerhalb des Originaltextes zur direkten Rede, wird diese in der Inhaltsangabe zur indirekten Rede umgewandelt.
  • Die möglicherweise verwendete Ich-Form im Text wird in die Er/Sie-Form übertragen.
  • Die Inhalte sollten nach Möglichkeit aber immer in eigenen Worten wiedergegeben werden. Daher werden in der Inhaltsangabe auch keine Zitate verwendet.
  • Eine Inhaltsangabe folgt einem logischen Aufbau und gliedert sich in Einleitung, Hauptteil und Schluss.

Inhaltsangabe – Aufbau

Inhaltsangaben werden trotz ihrer zumeist knappen Form in mehrere Gliederungspunkte unterteilt: Sie bestehen aus einer kurzen Einleitung, einem längeren Hauptteil und einem kurzen Schlussteil. Insgesamt sollte der Umfang einer Inhaltsangabe nicht mehr als ⅓ der Vorlage umfassen.

Inhaltsangabe schreiben – Einleitung

Die Einleitung einer Inhaltsangabe beinhaltet allgemeine Angaben zum Text. Folgende Fragen solltest du in der Einleitung einer Inhaltsangabe beantworten:

  • Wer ist der Autor (Verfasser)?
  • Wie lautet der Titel?
  • Wann wurde der Text verfasst bzw. veröffentlicht (Erscheinungsjahr)?
  • Um welche Textsorte bzw. Textgattung handelt es sich (Kurzgeschichte, Roman, Novelle etc.)?
  • Wer sind die Protagonisten (Hauptfiguren) des Textes?
  • Was ist das zentrale Thema oder Problem bzw. welcher Konflikt wird thematisiert?

Beispiel für eine Einleitung: Das Märchen „Rotkäppchen“, welches im frühen 19. Jahrhundert von den Brüdern Grimm veröffentlicht wurde, handelt von einem Mädchen, das nicht auf den Rat seiner Mutter hört und dadurch sein eigenes Leben und das seiner Großmutter in Gefahr bringt.

Wusstest du schon?
Die Einleitung einer Inhaltsangabe sollte die zentralen W-Fragen (Wer?, Wann?, Was? etc.) beantworten. Diese werden durch die sogenannte TATTZ-Formel abgekürzt:

  • T wie Textart,
  • A wie Autorin oder Autor,
  • T wie Titel,
  • T wie Thema und
  • Z wie Zeit, in der der Text entstand.

Inhaltsangabe schreiben – Hauptteil

Im Hauptteil einer Inhaltsangabe werden die wesentlichen Handlungselemente vorgestellt. Dabei sollten die Schritte chronologisch erzählt werden. Die Ereignisse einer Geschichte müssen also zunächst einmal geordnet werden, weil im Text oftmals mit Rückblenden (Analepsen) und Vorwegnahmen (Prolepsen) gearbeitet wird, was in der Inhaltsangabe vermieden werden sollte. Mit dem Beschreiben der Ausgangssituation, also Handlungsort, Handlungszeit, zentralen Figuren und Grundkonflikt, sollte begonnen werden. Daran schließt sich die sachliche Wiedergabe der wichtigsten Handlungen und Ereignisse mit eigenen Worten an.

Bevor du den Hauptteil einer Inhaltsangabe verfassen kannst, solltest du den Originaltext aufmerksam lesen und ihn in Sinnabschnitte unterteilen. Zu den einzelnen Abschnitten kannst du dir Stichpunkte notieren, welche dich beim Schreiben des Hauptteils unterstützen werden.

Beispiel für Sinnabschnitte für das Märchen „Rotkäppchen“:

1 – Vorgeschichte 2 – Weg zur Großmutter 3 – Haus der Großmutter
- Großmutter ist krank
- Rotkäppchen soll Großmutter besuchen
- Mutter warnt Rotkäppchen davor, nicht vom Weg abzukommen
- Rotkäppchen begegnet Wolf
- Rotkäppchen verlässt Weg, um Blumen zu pflücken
- Wolf frisst Großmutter und verkleidet sich als diese
- Wolf frisst Rotkäppchen und schläft ein
- Jäger hört Schnarchen des Wolfes und befreit Großmutter und Rotkäppchen

Wusstest du schon?
Der Hauptteil bildet das Kernstück der Inhaltsangabe. Erst hier werden einzelne Ereignisse einer Geschichte berichtet. Dabei gliederst du die Geschichte in einzelne Abschnitte und versuchst, diese in eigenen Worten zusammenzufassen.

Inhaltsangabe schreiben – Schluss

Der Schlussteil geht auf die mögliche Absicht (Intention) des Verfassers und auf die Wirkung des Textes ein. Allerdings ist ein Schlussteil, je nach Aufgabenstellung, nicht immer notwendig. An dieser Stelle hast du die Möglichkeit, die Intention des Autors zu interpretieren. Allerdings gilt es hier, das richtige Maß zu wahren: Eine Inhaltsangabe stellt keine Analyse oder Interpretation eines Textes dar. Deshalb sollte ein Schlussteil auch nur dann eingefügt werden, wenn er ausdrücklich von deiner Lehrerin bzw. deinem Lehrer oder in der Aufgabenstellung verlangt wird.

Beispiel für einen Schlussteil: Die Brüder Grimm thematisieren in ihrem Märchen die Lehre, dass Kinder auf ihre Eltern hören und nicht ohne Vorsicht mit Fremden sprechen und diesen vertrauliche Informationen offenlegen sollen.

Wusstest du schon?
Nicht immer ist ein Schlussteil auch wirklich erforderlich. Wenn du dir unsicher bist, ob du einen Schluss formulieren sollst, frag am besten deine Lehrerin oder deinen Lehrer um Rat. Manchmal gibt auch die Aufgabenstellung Auskunft darüber, ob ein Schlussteil geschrieben werden soll oder nicht.

Inhaltsangabe schreiben

Eine gute Inhaltsangabe zu schreiben, ist möglich, wenn man Schritt für Schritt vorgeht. Die folgende Anleitung in sieben Schritten kann dich hierbei unterstützen. Lies dir zunächst alle Abschnitte gewissenhaft durch, bevor du mit deiner Inhaltsangabe beginnst.

Inhaltsangabe schreiben in 7 Schritten

Was kommt alles in eine Inhaltsangabe? Mit diesen sieben Schritten lässt sich eine Inhaltsangabe mit einem passenden Aufbau richtig schreiben.

  1. Schritt: Text in Abschnitte gliedern

Ein neuer Abschnitt beginnt zum Beispiel, wenn die Handlung eine Wendung erfährt, der Ort wechselt, ein Zeitsprung stattfindet oder eine neue Figur auftaucht. Einzelne Überschriften sorgen für eine gute Übersichtlichkeit.

$~$2. Schritt: den Inhalt der einzelnen Abschnitte in eigenen Worten zusammenfassen

Es reicht zunächst, Stichwörter oder kurze Sätze zu formulieren. So lässt sich der Inhalt des Originaltextes übersichtlich zusammenfassen.

$~$3. Schritt: Einleitung formulieren

Dabei hilft die TATTZ-Formel: T wie Textart, A wie Autor oder Autorin, T wie Titel, T wie Thema, Z wie Zeit, in der der Text entstand.

$~$4. Schritt: Hauptteil formulieren

Jetzt gilt es, den Inhalt des Textes in eigenen Worten sachlich zusammenzufassen. Wörtliche Rede wird nicht eingesetzt. Wichtige Äußerungen von Figuren lassen sich umschreiben oder in indirekter Rede wiedergeben. Die richtige Zeitform für eine Inhaltsangabe ist Präsens, doch bei Vorzeitigkeit ist das Perfekt richtig. Es ist sinnvoll, passende Satzverknüpfungen zu nutzen, um Zusammenhänge zu verdeutlichen.

$~$5. Schritt: erweiterte Inhaltsangabe

Manchmal wird zusätzlich zur Inhaltsangabe eine weitere Aufgabe gestellt. Das nennt man eine erweiterte Inhaltsangabe. Diese zusätzliche Aufgabe wird in einem zusammenhängenden Text beantwortet, indem man Aussagen über den Originaltext anhand von Zitaten belegt. Eine derartige Aufgabe kann sich zum Beispiel auf die Beziehung von Figuren oder auf die Textsorte beziehen.

$~$6. Schritt: Schluss schreiben

Ein Schluss wird nicht immer benötigt, kann aber eine Inhaltsangabe abrunden. Man kann zum Beispiel auf die Wirkung des Werkes, mögliche Absichten der Autorin bzw. des Autors oder auf sprachliche Eigenschaften der Lektüre eingehen.

$~$7. Schritt: Text mit Checkliste überarbeiten

Dabei hilft dir folgende Checkliste:

Inhaltsangabe Zusammenfassung

Inhaltsangabe schreiben – Tipps

Beim Schreiben von Inhaltsangaben solltest du folgende Punkte beachten:

  • Inhaltsangaben werden aus einer übergeordneten, neutralen und sachlichen Perspektive verfasst.
  • Vermeide wertende Formulierungen: Deine eigene Meinung sollte nicht Teil einer Inhaltsangabe sein. Bleib sachlich und objektiv.
  • Wortwahl: Gib den Inhalt des Originaltextes mit deinen eigenen Worten wieder. Du darfst auf keinen Fall Fragmente des betrachteten Textes wörtlich übernehmen.
  • Konzentriere dich auf die Fakten. Vermeide die Beschreibung von Gefühlen, persönlichen Wertungen und umfangreichen Details.
  • Beantworte die W-Fragen: Wer?, Wo?, Wann?, Wie?, Was? und Warum?
  • Zeitform: Schreibe Inhaltsangaben stets im Präsens.
  • Gib Inhalte chronologisch wieder, also entsprechend des zeitlichen Ablaufs.
  • Beachte den Aufbau einer Inhaltsangabe: Einleitung, Hauptteil, Schlussteil.
  • Perspektivwechsel: Wird eine Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, muss sie in der Inhaltsangabe in die Er-/Sie-Perspektive umgewandelt werden.
  • Aus direkter Rede wird indirekte Rede: Gibst du eine Figurenrede wieder, musst du immer die indirekte Rede verwenden.

Beispiel: Faust antwortete seinem Schüler: „Die Kunst ist lang und kurz ist unser Leben.“ → Faust antwortete seinem Schüler, dass die Kunst lang und ihr Leben kurz sei.

Merke: Achte darauf, dass bei der Wiedergabe von indirekter Rede das Verb immer im Konjunktiv I steht, dass Pronomen angepasst werden müssen und dass es keinen Doppelpunkt oder Anführungszeichen gibt.

Eine Inhaltsangabe ist keine Nacherzählung. Fass dich so kurz wie möglich, aber lass keine wichtigen Informationen aus. Orientiere dich für die Länge einer Inhaltsangabe immer an den Vorgaben deines Lehrers bzw. deiner Lehrerin. Als Faustregel gilt, dass der Umfang einer Inhaltsangabe nicht mehr als ⅓ der Vorlage umfassen sollte.

Inhaltsangabe schreiben – Beispiel

Eine Inhaltsangabe schreiben – wie geht das? Es folgt eine Übung zum Schreiben einer Inhaltsangabe:

Abfolge einer Inhaltsangabe
Erster Schritt Text in Abschnitte gliedern
Zweiter Schritt Inhalt der Abschnitte in eigenen Worten zusammenfassen
Dritter Schritt Einleitung formulieren
Vierter Schritt Hauptteil formulieren
Fünfter Schritt erweiterte Inhaltsangabe
Sechster Schritt Schluss schreiben
Siebter Schritt Text mit Checkliste überarbeiten
  1. Schritt: Text in Handlungsschritte gliedern

Wie fängt man an, eine Inhaltsangabe zu schreiben? Die Gliederung in einzelne Handlungsschritte hilft dir dabei, deine Inhaltsangabe zu schreiben. Einzelne Handlungsschritte wären zum Beispiel: Rotkäppchen trifft Wolf, List des Wolfs, Rettung durch den Jäger.

$~$2. Schritt: den Inhalt der einzelnen Abschnitte in eigenen Worten zusammenfassen

Das könnte für den ersten Abschnitt Rotkäppchen trifft Wolf so klingen: Ein kleines Mädchen namens Rotkäppchen will ihrer kranken Oma, die im Wald wohnt, Essen bringen. Ein Wolf verwickelt das Mädchen in ein Gespräch. Rotkäppchen lässt sich überreden, einen Blumenstrauß für die Oma zu pflücken.

$~$3. Schritt: Einleitung formulieren

Dabei ist es wichtig, die TATTZ-Formel zu nutzen. Das Märchen Rotkäppchen wurde von den Brüdern Grimm innerhalb der Sammlung Kinder- und Hausmärchen im frühen 19. Jahrhundert veröffentlicht. Darin wird die Geschichte eines kleinen Mädchens namens Rotkäppchen erzählt, das durch eine List vom Wolf getäuscht wird und somit sich und ihre Großmutter in Gefahr bringt. Textart, Autor(en), Titel, Thema und Zeit der Entstehung sind nun angegeben.

$~$4. Schritt: Hauptteil formulieren

So liest sich ein gelungener Hauptteil einer Inhaltsangabe: Nachdem sich Rotkäppchen mit ihrem Korb auf den Weg zu ihrer kranken Großmutter gemacht hat, wird sie im Wald von einem Wolf angesprochen. Dieser fragt sie über ihr Vorhaben aus und führt sie in eine Falle. Während Rotkäppchen dem Rat des Wolfes folgt und einen Blumenstrauß für ihre Großmutter pflückt, schleicht sich der Wolf ins Haus der Großmutter und frisst sie auf.

$~$5. Schritt: Erweiterte Inhaltsangabe

Vielleicht wird in der erweiterten Inhaltsangabe nach der Beziehung zwischen dem Rotkäppchen und dem Wolf gefragt. Eine Antwort wäre: Rotkäppchen fürchtet sich nicht vor dem Wolf, weil es nicht seine bösen Absichten erkennt. So beantwortet es unbefangen seine Fragen. Dies könnte sich dann mit Zitaten belegen lassen.

$~$6. Schritt: Schluss schreiben

Der Schluss kann so klingen: Das Märchen von Rotkäppchen und dem bösen Wolf wurde von den Brüdern Grimm als moralische Erzählung festgehalten, um Kinder auf die Gefahr, die von Fremden mit bösen Absichten ausgeht, aufmerksam zu machen.

$~$7. Schritt: Text mit Checkliste überarbeiten

Hier sind alle Punkte erfüllt!

Inhaltsangabe schreiben – Übungen

Beantworte die folgenden Fragen zum Thema Inhaltsangabe.

In welcher Zeitform wird eine Inhaltsangabe verfasst?
Aus welchen drei Teilen besteht die Inhaltsangabe?
Was ist die TATTZ-Regel und wofür braucht man sie?

Inhaltsangabe schreiben – Zusammenfassung

  • In der Schule, aber auch später im Berufsleben, werden Inhaltsangaben dazu verwendet, um Texte oder die Inhalte von Filmen oder Tondateien zusammenzufassen.
  • Der Schreibstil einer Inhaltsangabe ist knapp, übersichtlich und sachlich.
  • Auf unnötige Details wird verzichtet.
  • Der Umfang einer Inhaltsangabe beträgt etwa ⅓ der Vorlage.
  • Als Zeitform wird stets das Präsens verwendet.
  • Die Ich-Form und die direkte Rede werden in die Er-/Sie-Form und gegebenenfalls in die indirekte Rede übertragen.
  • Der Inhalt sollte möglichst in eigenen Worten wiedergegeben werden.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Inhaltsangabe schreiben

Was ist eine Inhaltsangabe?
Warum ist eine Inhaltsangabe wichtig?
Wie schreibe ich eine gute Inhaltsangabe?
Wie beginne ich eine Inhaltsangabe?
Welche Teile hat eine Inhaltsangabe?
Was gehört nicht in einer Inhaltsangabe?
Was sind Tipps, um eine gute Inhaltsangabe zu schreiben?

Transkript Wie schreibe ich eine Inhaltsangabe?

Dracula hilft heute in Freddy und Gretas Agentur aus. Blöderweise kennt er sich nicht besonders gut mit ihren Computern aus. Oh nein!! Dracula hat aus Versehen einen wichtigen Ordner mit Inhaltsangaben der letzten 300 Jahre gelöscht! Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als alle gelöschten Inhaltsangaben neu zu schreiben.

Aber was ist eigentlich eine Inhaltsangabe? Wie der Name bereits verrät, gibt eine Inhaltsangabe den Inhalt eines bestimmten Textes wieder. Dabei geht es darum, die Kernaussage des Originaltextes auf sachliche Art und Weise darzulegen. Du solltest dich dabei auf wesentliche Aspekte der Handlung beschränken und diese in deinen eigenen Worten zusammenfassen. Eine Inhaltsangabe ist nämlich immer kürzer als der Originaltext. Dracula beschließt, zuerst die Inhaltsangabe für das Märchen „Rotkäppchen“ zu schreiben. In einer Vorarbeit gliedert er dafür den Originaltext in einzelne Handlungsschritte (also in einzelne Abschnitte). Damit er sich besser zurecht findet, gibt Dracula jedem Handlungsschritt (also jedem Abschnitt) eine treffende Überschrift. Tipp: Ein Handlungsschritt beginnt z. B., wenn die Handlung eine Wendung erfährt, der Ort wechselt, ein Zeitsprung stattfindet oder eine neue Figur auftaucht. Anschließend fasst Dracula den Inhalt der jeweiligen Abschnitte in eigenen Worten zusammen. Dabei nutzt er nur Stichwörter oder kurze Sätze. Für das Märchen vom Rotkäppchen könnte das auszugsweise z. B. so aussehen: „Rotkäppchen trifft Wolf: kleines Mädchen namens Rotkäppchen will kranker Oma, die im Wald wohnt, Essen bringen; Wolf verwickelt das Mädchen in ein Gespräch; Rotkäppchen lässt sich dazu überreden, einen Blumenstrauß für ihre Oma zu pflücken“ Auf diese Weise kannst du den gesamten Originaltext übersichtlich auf einem Notizzettel zusammenfassen.

Mithilfe seiner Notizen kann Dracula mit dem Schreiben der Inhaltsangabe beginnen. Als erstes formuliert er eine Einleitung. Dabei nutzt er die TATTZ-Formel. In der Einleitung informiert er also über die Textart bzw. Textsorte, (also z. B. Kurzgeschichte, Gedicht, Märchen), nennt den Autor bzw. die Autorin, den Titel, das Thema des Textes und die Zeit, in der der Text entstand. Dracula schreibt: Das Märchen „Rotkäppchen” wurde von den Brüdern Grimm innerhalb der Sammlung „Kinder- und Hausmärchen“ im frühen 19. Jahrhundert veröffentlicht. Darin wird die Geschichte eines kleinen Mädchens namens Rotkäppchen erzählt, die durch eine List vom Wolf getäuscht wird und somit sich und ihre Großmutter in Gefahr bringt.

Im Hauptteil der Inhaltsangabe fasst Dracula dann den Inhalt des Textes zusammen. Dabei helfen ihm die Notizen, die er sich in der Vorarbeit gemacht hat. Beachte beim Schreiben unbedingt Folgendes: Formuliere in eigenen Worten und achte stets auf eine sachliche Sprache. Verwende in der Inhaltsangabe keine wörtliche Rede, sondern umschreibe wichtige Äußerungen von Figuren oder gebe sie in der indirekten Rede wieder. Schreibe im Präsens, bei Vorzeitigkeit im Perfekt. Nutze Satzverknüpfungen, um Zusammenhänge der Handlung zu verdeutlichen. Dracula beginnt zu schreiben: Nachdem sich Rotkäppchen mit einem Korb voller Essen auf den Weg zu ihrer kranken Großmutter gemacht hat, wird sie im Wald von einem Wolf angesprochen. Dieser fragt sie über ihr Vorhaben aus und führt sie in eine Falle. Während Rotkäppchen dem Rat des Wolfes folgt und einen Blumenstrauß für ihre Großmutter pflückt, schleicht sich der Wolf ins Haus der Großmutter und frisst sie auf.

Aufgepasst! Manchmal sollst du im Anschluss an eine Inhaltsangabe eine weitere Aufgabe zum Text bearbeiten. Das nennt man „Erweiterte Inhaltsangabe“. Die Aufgabe wird in einem zusammenhängenden Text bearbeitet, in dem du Aussagen, die du über den Originaltext machst, anhand von Zitaten belegst. Eine derartige Aufgabe kann sich z. B. auf die Beziehung von Figuren oder auf die Textsorte beziehen. Wenn du den gesamten Inhalt in deinen eigenen Worten zusammengefasst hast, bist du beim Schluss angelangt. Ein Schluss wird nicht immer benötigt, kann aber eine gute Inhaltsangabe abrunden. Du kannst z. B. kurz auf die Wirkung des Werkes, mögliche Absichten des Autors oder der Autorin oder sprachliche Eigenschaften der Lektüre eingehen. Achte auch beim Schluss darauf, NICHT deine eigene Meinung zu äußern. Dracula schließt mit folgenden Worten ab: Das Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf wurde von den Brüdern Grimm als moralische Erzählung festgehalten, um Kinder auf die Gefahr, die von Fremden mit bösen Absichten ausgeht, aufmerksam zu machen.

Zum Schluss überarbeitet Dracula mithilfe seiner Checkliste seinen Text. Seine Einleitung ist vollständig. Er hat die Art des Textes, den Namen der Autoren, das Thema, den Titel und die Zeit der Entstehung genannt. Im Hauptteil hat er die wichtigsten Handlungsschritte in der zeitlich richtigen Reihenfolge zusammengefasst. Zusammenhänge hat er dabei durch passende Satzverknüpfungen deutlich gemacht. Sein Text ist sachlich und in eigenen Worten formuliert. Die Zeitform ist das Präsens. Es erscheint keine wörtliche Rede. Die Rechtschreibung und Zeichensetzung sind korrekt.

Dracula scheint noch vieeeel Arbeit vor sich zu haben.

Ahhh, Freddy und Greta hatten alle Texte in ihrer Online-Cloud gespeichert. Zum Glück.

126 Kommentare
126 Kommentare
  1. Ich finde, dass das Video sehr toll gestaltet ist.
    Allerdings würde ich es toll finden wenn die Zusammenfassung länger sichtbar bleibt

    Von Hannah, vor 11 Tagen
  2. Super Video ☺⭐

    Von Layan Bayoumi, vor 15 Tagen
  3. Ehhhh hacken is nd gut alsooooooo ist mir auch egal aber ich finde das Viedeo cool😎😎😎😎 ist es gut?✅ | geht es lange MITTEL| Wie lange umgefär 7 Minuten also auch gut
    Ich Fiende es gut

    Von Louis, vor 19 Tagen
  4. Sehr gutes Video, ich schreibe übermorgen eine Ka in deutsch über Inhaltsangaben und habe es nicht gecheckt bis ich dieses Video gesehen habe :)

    Von Filip, vor etwa einem Monat
  5. Gutes Video, aber bei 5:45 habt ihr einen Rechtschreibfehler in dem Wort "Handlungschitte".

    Von Florian, vor etwa einem Monat
Mehr Kommentare

Wie schreibe ich eine Inhaltsangabe? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wie schreibe ich eine Inhaltsangabe? kannst du es wiederholen und üben.
  • Fasse die Regeln für die Inhaltsangabe zusammen.

    Tipps

    Ich tauche, nachdem ich ins Wasser gesprungen bin.
    → Präsens, dann Perfekt

    Mama sagt, dass sie wütend sei.
    → indirekte Rede

    aber, und, weil, nachdem, bevor, während, als
    → Satzverknüpfungen

    Wow, das ist ja krass! Geil!
    → unsachliche Sprache

    Lösung

    Achte bei der Inhaltsangabe auf folgende Punkte:

    • Verwende deine eigenen Worte.
    • Formuliere sachlich.
    • Benutze Satzverknüpfungen.
    • Achte auf die richtige Zeitform.
    • Vermeide die direkte Rede.

  • Gib die Merkmale einer Inhaltsangabe wieder.

    Tipps

    Erst gliederst du den Text in Handlungsschritte, dann findest du passende Überschriften für die einzelnen Handlungsschritte.

    Es geht nicht um Nebensächlichkeiten, sondern um das Wesentliche.

    Lösung

    Es war einmal ein kleines Mädchen namens Rotkäppchen. Sie wurde so genannt, weil sie gerne ein kleines, rotes Käppchen trug. Sie hatte auch eine Oma, die allein im Wald lebte. Als diese eines Tages krank wurde, packte das Mädchen Butter, Brot, Käse, Kuchen und Wein in einen Korb und machte sich auf den Weg zur Oma. Vorher warnte sie noch die Mutter: „Sei schön artig und bleibe immer auf dem Weg.“ So machte sie sich auf den Weg.
    Als sie in den dunklen Wald kam, hüpfte sie fröhlich den Pfad entlang und freute sich auf das Gesicht der Oma, wenn sie die leckeren Sachen auspacken würde. Aber sie war nicht allein. Ein großer Wolf hatte das Mädchen erblickt und verfolgte sie mit hungrigen Blicken. Ohne lange zu überlegen, rannte er ihr nach und sprach sie freundlich an: „Gutes Kind! Was machst du so allein im Wald?“

    → Den neuen Handlungsschritt erkennst du am Ortswechsel (Wald) und der neuen Figur (Wolf). Ein weiterer Hinweis könnten ein Zeitsprung oder eine Wendung in der Handlung sein.

  • Ermittle den einzigen regelkonformen Ausschnitt dieser Inhaltsangabe.

    Tipps

    In einer Inhaltsangabe darf keine wörtliche Rede verwendet werden!

    Achte auf die korrekte Zeitform: Präsens und bei Vorzeitigkeit Perfekt.

    Präsens: sie läuft; er fragt; sie reden
    Perfekt: sie hat sich auf den Weg gemacht; er hat sie angesprochen

    Lösung

    Achte auf die Umsetzung folgender Regeln:

    • Keine wörtliche Rede
    • Zeitform: Präsens und Perfekt
    • Sachliche Sprache

  • Wende die Regeln zur sachlichen Formulierung an.

    Tipps

    „Chillen“ und „abhängen“ sind sogenannte Jugendwörter. Sie sind unpassend für eine Inhaltsangabe, da sie umgangssprachlich und unsachlich sind.

    Sachliche Begriffe liest du in der Zeitung.

    Beleidigungen sind meistens unsachlich.

    Lösung

    Eine Inhaltsangabe schreibst du sachlich. In dieser Aufgabe musst du sachliche von unsachlichen Begriffen unterscheiden und zuordnen.

    • sachlich: Herr Kunze raucht eine Packung Zigaretten am Tag.
    • unsachlich: Der alte Kunze qualmt bestimmt ’ne Schachtel am Tag.
  • Lokalisiere die Elemente der TATTZ-Formel.

    Tipps

    Märchen wurden zunächst mündlich überliefert. Da die Brüder Grimm die Ersten waren, die sie aufschrieben, können sie als die Autoren gelten.

    Märchen gehören wie die Fabeln und Sagen zu den erzählenden Textsorten.

    • T: Textart
    • A: Autor*in
    • T: Titel
    • T: Thema
    • Z: Zeit der Entstehung
    Lösung

    Die Einleitung einer Inhaltsangabe gestaltest du immer gleich, nämlich nach der TATTZ-Formel. Das sind die Anfangsbuchstaben der Informationen, die in der Einleitung vorkommen müssen:

    • T: Textart
    • A: Autor*in
    • T: Titel
    • T: Thema
    • Z: Zeit der Entstehung

  • Wende die Regeln zur Umwandlung der direkten Rede an.

    Tipps

    In Umschreibungen oder der indirekten Rede kommen keine Anführungszeichen vor.

    Achte auf die Inhalte, die Wörter sind unterschiedlich.

    Merkst du, dass sich die Zeitform ändert? Die Inhaltsangabe wird im Präsens (Gegenwart) geschrieben.

    Lösung

    Wörtliche Rede darf in der Inhaltsangabe nicht verwendet werden. Deshalb musst du deren Inhalt entweder in eigenen Worten umschreiben oder die indirekte Rede benutzen.

    Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Am einfachsten ist der eingeleitete Nebensatz mit „dass“ oder der uneingeleitete Nebensatz im Konjunktiv I.