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Modi des Verbs – Indikativ, Imperativ, Konjunktiv 10:55 min

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Transkript Modi des Verbs – Indikativ, Imperativ, Konjunktiv

Hallo, ich bin es, Luise. Heute geht es um die verschiedenen Modi. Es gibt 3 verschiedene Formen und ich werde euch heute erklären, worum es bei diesen Begriffen geht. "Modi" ist der Plural von "Modus" und das bedeutet so viel wie: die Aussageweise. Ganz einfach - es geht um die Absicht, die man mit einer Aussage hat. Man kann z. B. etwas Reales sagen oder etwas Gesehenes oder Gehörtes oder man kann seine Wünsche äußern oder etwas befehlen. Deutlich wird dies durch den Modus des Verbs. Es gibt 3 verschiedene Formen von Modi: einmal den Indikativ, den Imperativ und die Konjunktive. Das Besondere dabei ist, dass es einen Konjunktiv I und einen Konjunktiv II gibt. Der Indikativ ist die Wirklichkeitsform, mit dem man sagt, was ist, was geschehen ist und was noch geschehen wird. Am Beispiel: Peter ist krank. Er ist wirklich krank, es ist real. Ich habe gesehen, dass er im Bett gelegen hat, weil er krank ist. Genauso kann ich das in andere Zeitformen setzen. "Peter war krank" oder "Peter wird krank sein". Klar ist, was der Indikativ ist. Was ist aber jetzt der Imperativ? Noch einmal zur Wiederholung: Er ist die Befehlsform. Wir benutzen ihn für Befehle, Aufforderungen oder um Rat zu geben. Der Imperativ steht immer an der ersten Stelle des Satzes - es sei denn, wir schieben ein "Bitte" davor. Als Satzzeichen ist sich ganz einfach ein Ausrufezeichen zu merken. Die Bildung des Imperativs: Es gibt nur 3 Formen des Imperativs. Und zwar: 1.) In der 2. Person Singular. 2.) In der 2. Person Plural. 3.) In der Höflichkeitsform. Dazu ein paar Beispiele: In der 2. Person Singular: Ganz klar, wenn ich jemanden sagen möchte, dass er herkommen soll, sage ich zu ihm: "Komm her!" Wenn ich es zu vielen sagen möchte, also in der 2. Person Plural, sage ich: "Kommt her! Und in der Höflichkeitsform: "Kommen Sie her!" Also noch einmal genauer: Wie bilde ich jetzt den Imperativ in der 2. Person Singular? Ganz einfach: Wir nehmen den Präsensstamm und hängen ein "-e" hinten dran. Allerdings ist das "-e" fast aus der Umgangssprache verschwunden. Wir sagen z. B. nicht "Laufe!", sondern wir sagen "Lauf!". Aber wenn der Stamm mit einem "-eln" oder "-ern" endet, dann hängen wir auf jeden Fall das "-e" hinten dran, wie bei dem Beispiel "Wandere!". Eine Besonderheit bei der Bildung sind die Stammvokaländerungen. Bei vielen Verben mit "e" im Präsensstamm wird der Vokal "e" zu einem "i". An dem Beispiel "helfen" kann man das sehr gut sehen: "helfen" wird zu "hilf!". Die Bildung des Imperativs in der 2. Person Plural: Ganz einfach - wir nehmen die 2. Person Plural Präsens ohne das Pronomen. An dem Beispiel: "Ihr macht eure Hausaufgaben", daraus machen wir "Macht eure Hausaufgaben!". Wir lassen einfach das "ihr", das Pronomen, weg. Oder "Ihr kommt" wird zu "Kommt!". Die Bildung des Imperativs in der Höflichkeitsform: Das Verb steht in der 3. Person Plural des Konjunktivs im Präsens und dem Verb wird ein "Sie" nachgestellt. "Kommen Sie bitte schnell ins Büro." Okay, der Indikativ und der Imperativ sind klar. Was aber sind die Konjunktive? Es gibt 2 Konjunktive und beide haben eine spezielle Funktion. 1. Konjunktiv I: Der Konjunktiv I ist typisch für die indirekte Rede und manchmal findet man den Konjunktiv I auch in Gebrauchsanweisungen oder um Wünsche und Empfehlungen auszudrücken. An 2 Beispielen: "Peter sagt, dass er Grippe habe." Das ist indirekte Rede. Oder in einer Gebrauchsanweisung z. B.: "Man nehme täglich 3 Tropfen." Der Konjunktiv I wird hauptsächlich in schriftlichen Texten verwendet. Man hört auch, wenn man es sagt, dass es ein wenig ungewöhnlich klingt. In der Umgangssprache bevorzugen wir den Konjunktiv II oder "würde+Infinitiv". Der Konjunktiv I kommt am Häufigsten in der indirekten Rede vor. Die indirekte Rede, das ist immer dann, wenn eine Äußerung eines anderen wiedergegeben wird. Das heißt, wenn ich erzähle, was ein anderer erzählt hat. Ganz einfach zu erklären: Die indirekte Rede besteht aus dem einleitenden Hauptsatz - um erst einmal zu sagen, um wessen Aussage es sich handelt - und einem Nebensatz, der im Konjunktiv I steht und dieser wird manchmal durch die Konjunktion "dass" eingeleitet. Am Besten erkläre ich das an einem Beispiel: Der Hauptsatz ist "Peter sagte", damit wir wissen, wer etwas gesagt hat: Peter. ", dass ...", also die Konjunktion "dass", " ... er krank sei." ", dass er krank sei" ist der Nebensatz und "sei" ist dabei im Konjunktiv I. Oder: Man kann das Ganze auch ohne die Konjunktion "dass" sagen: "Peter sagte, er sei krank." Die Bildung des Konjunktivs I: Konjunktiv I Präsens wird vom Infinitiv des Verbs abgeleitet. Es ist aber oft sehr schwierig, die Form des Konjunktivs vom Indikativ Präsens zu unterscheiden. Ich zeige euch das am Besten an ein paar Beispielen: der Indikativ Präsens: Ich habe das Verb "schreiben" ausgewählt. Ganz klar, ganz einfach. Im Indikativ Präsens: ich schreibe, du schreibst, er/sie/es schreibt, wir schreiben, ihr schreibt, sie schreiben. Ich kreise euch jetzt die Endung ein, um zu sehen, was der Unterschied zum Konjunktiv I ist. Der Konjunktiv I von "schreiben": ich schreibe, du schreibest, er/sie/es schreibe, wir schreiben, ihr schreibet, sie schreiben. An den Endungen kann man erkennen, dass es typisch für den Konjunktiv I ist, dass man ein "-e" einschiebt bei der 2. Person Singular und Plural. Also statt "du schreibst" im Indikativ Präsens, "du schreibest" im Konjunktiv I. Man kann sehen, dass in vielen Formen, die der Konjunktiv I, gleich der Indikativ Präsens sind. In diesem Fall wird der Konjunktiv I durch den Konjunktiv II ersetzt. Wichtig beim Konjunktiv I ist: Er wird zwar selten in der Umgangssprache genutzt, aber er ist wichtig, um in Texten die Absicht des Autors zu erkennen, wie z. B. in der indirekten Rede. Okay, klar ist, was der Konjunktiv I ist. Aber was bedeutet Konjunktiv II? Mit dem Konjunktiv II drücken wir Irreales, Gedachtes oder Vermutungen und Wünsche aus. Zum Beispiel wenn wir den Satz im Indikativ haben: "Peter ist gesund." Dann ist es ganz klar: Peter ist gesund in dem Moment, es ist real. Der Konjunktiv II, mit dem möchten wir sagen: Peter hat einen Wunsch. "Peter wäre gern gesund." Und wir wissen, er ist es nicht wirklich, aber er wäre es gern. Okay und noch ein anderes Beispiel: Im Indikativ: "Ich fliege nach Italien, wenn ich Zeit habe." Und im Konjunktiv II: "Wenn ich Zeit hätte, würde ich nach Italien fliegen." Der Konjunktiv II bei unregelmäßigen Verben: Das Beispiel "haben": ich hätte, du hättest, er/sie/es hätte, wir hätten, ihr hättet, sie hätten. Und beim Beispiel "sein": ich wäre, du wärst, er/sie/es wäre, wir wären, ihr wärt, sie wären. Du kannst sehen, dass es Varianten gibt und zwar bei der 2. Form Singular und auch Plural. Man kann entweder sagen "du wärst" oder "du wärest" oder "ihr wärt" oder "ihr wäret". Einige Formen des Konjunktivs II sind die gleichen, wie der Indikativ Präteritum. Dann benutzt man die Ersatzform mit "würde" in der jeweiligen Personalform plus den Infinitiv des Verbs. Den Konjunktiv II benutzt man oft, um Wünsche oder Träume auszudrücken. Es gibt einen schönen Spruch dazu: "Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, wär mein Vater Millionär, meine Mutter Königin und ich säß mittendrin." Noch einmal zur Wiederholung: Den Konjunktiv I benutzt man vor allem in schriftlichen Texten - ansonsten wird er nicht so oft gebraucht. Der Konjunktiv II ist sehr wichtig bei Wünschen oder Bedingungen. Ich hoffe, der Indikativ, der Imperativ und die Konjunktive sind jetzt klar. Ich mache noch zum Abschluss einen Beispielsatz an allen verschiedenen Formen. Im Indikativ: "Er läuft die Straße entlang." Die Handlung findet genau jetzt statt. Im Imperativ - ich befehle jemanden, die Straße entlang zu laufen - also: "Lauf die Straße entlang!" Im Konjunktiv I: "Ich dachte, er laufe die Straße entlang." Und im Konjunktiv II: "Ich dachte, er liefe die Straße entlang." Also macht es gut und bis zum nächsten Mal, eure Luise.

63 Kommentare
  1. Hallo Berndunwohl,
    es tut uns leid, dass dir dieses Video und die Übung nicht weiterhelfen konnten. Bei offenen Fragen zu einem Thema kannst du auch jederzeit unseren Hausaufgaben-Chat besuchen. Dort beantworten dir unsere Lehrerinnen und Lehrer immer montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr deine Fragen.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor etwa einem Monat
  2. das verstehe ich nicht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Berndunwohl, vor etwa einem Monat
  3. blöde übung !!!!

    Von Berndunwohl, vor etwa einem Monat
  4. Das Video war gut

    Von Philipp H., vor etwa 2 Monaten
  5. Hallo Colleen,
    vielen Dank für deine Frage! Bei fast allen Verben wird das -e im Imperativ heute als leicht veraltet wahrgenommen. Wir sagen z. B. viel häufiger „Lauf!“ anstelle von „Laufe!“. Beide Formen sind aber korrekt – du kannst sie also auch beide verwenden.
    Bei Verben mit den Endungen -ern und -eln ist das -e im Imperativ aber Pflicht! Du musst z. B. immer „Wandere!“ verwenden. „Wander!“ ist falsch.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Till S., vor 10 Monaten
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Modi des Verbs – Indikativ, Imperativ, Konjunktiv Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Modi des Verbs – Indikativ, Imperativ, Konjunktiv kannst du es wiederholen und üben.

  • Was ist unter dem Begriff Modus zu verstehen? Definiere.

    Tipps

    Befehle stehen im Imperativ.

    Wenn du auf etwas hoffst, das aber noch nicht wirklich eingetreten ist, benutzt du den Konjunktiv: Möge der Weihnachtsmann doch endlich kommen!

    Lösung

    Verben können nach ihrem Modus verändert werden, sodass sie ausdrücken, ob es sich um eine Tatsache, einen Wunsch oder eine Aufforderung handelt. Es gibt insgesamt drei Modi: den Indikativ, den Konjunktiv und den Imperativ.

    • Der Indikativ drückt die Wirklichkeit aus, also tatsächliche Begebenheiten. Er kann aber auch Ausgedachtes, Mögliches und Allgemeingültiges ausdrücken.
    • Der Konjunktiv drückt Wünsche oder Möglichkeiten aus. Es gibt zwei Formen: den Konjunktiv I und den Konjunktiv II. Der Konjunktiv I wird für die indirekte Rede und beispielsweise für Anleitungen gebraucht. Der Konjunktiv II drückt Unmögliches aus und dient oft als Ersatz für den Konjunktiv I.
    • Der Imperativ ist die Befehlsform. Mit ihm drückst du Bitten, Aufforderungen, Befehle, Ratschläge oder eine Einladung aus.
  • Stelle die Funktionen der Modi dar.

    Tipps

    Der Begriff Indikativ kommt aus dem Spätlateinischen und bedeutet: zur Aussage geeigneter Modus.

    Folgender Satz steht im Imperativ: Geh einkaufen!

    Lösung

    Der Modus bezeichnet die Art der Verbaussage. Anhand des Modus kann man einschätzen, wie der Satz gemeint ist. Dabei gibt es drei Modi: den Indikativ, den Imperativ und den Konjunktiv.

    Der Indikativ wird auch Wirklichkeitsform genannt und drückt ein Geschehen aus, das wirklich stattfindet, stattfand oder stattfinden wird. Er ist die gebräuchliche Aussageweise.

    • Wir gehen nach Hause.
    Mit dem Imperativ wird ein Befehl, eine Aufforderung oder ein Verbot ausgedrückt. Den Imperativ gibt es nur in der 2. Person Singular oder Plural oder in der Höflichkeitsform.
    • Geh! wird verwendet, wenn du jemanden ansprichst, den du gut kennst, also jemand, den du duzt.
    • Gehen Sie! ist die Höflichkeitsform und wird verwendet, wenn du jemanden siezt. Hier kann man gut erkennen, dass die Grundform des Verbs (gehen) und die Höflichkeitsform Sie gemeinsam verwendet wird, um die Befehlsform auszudrücken.
    Der Konjunktiv ist der Modus des Wunsches oder der Möglichkeit. Beim Konjunktiv unterscheidet man zwischen Konjunktiv I und Konjunktiv II:
    • Dabei kann man mit dem Konjunktiv I einen Wunsch oder eine Möglichkeit ausdrücken. Der Konjunktiv I wird häufig auch in der indirekten Rede verwendet. Häufig schreibt man mit dem Konjunktiv I auch Anleitungen oder Anweisungen, zum Beispiel Kochrezepte (Man nehme...).
    • Der Konjunktiv II wird für die Äußerung von Vermutungen, Irrealem, Wünschen oder Gedachtem verwendet, z. B. Ich dachte, sie bekäme die Blumen rechtzeitig.

  • Bestimme den Modus der konjugierten Verben.

    Tipps

    Der Indikativ wird verwendet, um wirkliche oder als wirklich angenommene Begebenheiten in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft darzustellen.

    Der Konjunktiv I wird oft in der indirekten Rede verwendet. Du kannst die Formen leicht bestimmen, wenn du einen Beispielsatz in der indirekten Rede bildest, z. B. Sie sagte, er müsse früh nach Hause kommen.

    Mit dem Konjunktiv II kannst du Irreales und Unmöglichkeit ausdrücken. Die Konjunktivendungen werden hier an den Präteritumstamm angehangen. Starke Verben erhalten dabei einen Umlaut.

    Schwache Verben unterscheiden sich im Indikativ Präteritum nicht vom Konjunktiv II, z. B. ich spielte (1. Ps. Sg. Präteritum Indikativ), ich spielte (1. Ps. Sg. Präsens Konjunktiv II). Deshalb werden diese Verben mit würde gebildet: ich würde spielen.

    Lösung

    Im Deutschen gibt es drei Modi: Indikativ, Konjunktiv und Imperativ. Bei dieser Aufgabe solltest du die konjugierten Verben dem Indikativ Präsens, dem Konjunktiv I oder dem Konjunktiv II zuordnen.

    Der Indikativ wird verwendet, um wirkliche oder als wirklich angenommene Begebenheiten in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft darzustellen.:

    • Ich warte auf den Bus (Wirklicher Zustand).
    • Ihr wandert über den Wolken (Ausgedachtes/Fiktives).
    • Wenn sie schnell laufen, kommen sie bald an (Möglichkeit).
    Mit dem Konjunktiv I kannst du einen Wunsch, eine Möglichkeit oder eine Aufforderung angeben:
    • Er sagt, dass der Bus wahrscheinlich in 15 Minuten komme (Möglichkeit).
    • Ich hoffte, du sagest die Wahrheit (Wunsch).
    • Man wandere bitte nicht über diesen Weg (Aufforderung).
    Mit dem Konjunktiv II kannst du Irreales und Unmöglichkeit ausdrücken. Die Konjunktivendungen werden an den Präteritumstamm der Verben angehangen. Starke Verben erhalten dabei einen Umlaut.
    • Ich hätte es wissen sollen (Irreal).
    • Der Nachbar sagte, ihr wäret zum Hügel gewandert (Irreal).
    Beide Konjunktivformen können sich auf die Gegenwart, die Vergangenheit oder die Zukunft beziehen.

  • Bestimme den Imperativ der Verben.

    Tipps

    Plural bedeutet Mehrzahl.

    Achte auf die Groß- und Kleinschreibung.

    Achte genau auf die Personenangabe. Die Personalpronomen lauten:

    1. Pers. Sg. - ich
    2. Pers. Sg. - du
    3. Pers. Sg. - er/sie/es
    1. Pers. Pl. - wir
    2. Pers. Pl. - ihr/Sie (Höflichkeitsform)
    3. Pers. Pl. sie
    Lösung

    Der Imperativ ist der Modus mit dem du Befehle oder Aufforderungen deutlich machst. Es kann sich dabei auch um eine Bitte, einen Ratschlag oder eine Einladung handeln.

    Die Formen des Imperativs werden aus dem Präsensstamm gebildet. Dabei wendet man sich im Singular und im Plural an die zweite Person (du, ihr). Üblicherweise wird das Personalpronomen in der 2. Person Singular und Plural weggelassen.

    • Komm rein! (2. Person Singular)
    • Kommt rein! (2. Person Plural)
    In der Höflichkeitsform, also in der 3. Person Plural, wird das Personalpronomen beibehalten.
    • Kommen Sie rein! (3. Person Plural/Höflichkeitsform)

  • Benenne die Konjunktivendungen.

    Tipps

    Einige Konjunktiv-I-Formen stimmen mit den Indikativformen überein.

    Den Konjunktiv I verwendet man für Wünsche, Möglichkeiten oder Aufforderungen.

    Nutze den nachstehenden Satz als Hilfe, indem du das Verb in der Person einsetzt, wie z. B.:

    • Max sagte, ich schreibe zu viel.
    Lösung

    Der Konjunktiv I kann einen Wunsch oder eine Möglichkeit ausdrücken. Häufig wird der Konjunktiv I in der indirekten Rede verwendet. Man kann ihn aber auch bei einer Anleitung oder einer Anweisung verwenden. Der Konjunktiv I leitet seine Formen vom Indikativ des Präsens ab und unterscheidet sich in der 2. und 3. Person Singular, sowie in der 2. Person Plural vom Indikativ. Das Bildungsmuster der Endungen sieht wie folgt aus: -e, -st, -e, -n, -t, -n:

    • ich nehme
    • du nehmest
    • er/sie/es nehme
    • wir nehmen
    • ihr nehmet
    • sie nehmen.
  • Untersuche den folgenden Dialog auf die Modi der Verben.

    Tipps

    Die Befehlsform kannst du am Ausrufezeichen am Satzende erkennen.

    Überlege dir, mit welchem Modus Irreales, Vermutungen und Wünsche ausgedrückt werden.

    Lösung

    Der Indikativ wird verwendet, wenn ein Geschehen wirklich stattfindet, stattfand oder stattfinden wird. Mit ihm drückt man auch allgemeine Aussagen aus. Befehle, Aufforderungen und Verbote werden mit dem Imperativ ausgedrückt. Der Konjunktiv lässt sich in Konjunktiv I und Konjunktiv II unterscheiden. Mit dem Konjunktiv I drückt man Wünsche, Aufforderungen und Ausrufe aus. Außerdem wird er für die indirekte Rede gebraucht.

    • Anna sagt: „Viele meiner Freundinnen kommen zu meinem Geburtstag“ (Indikativ Präsens, wörtliche Rede).
    • Anna sagt, dass viele ihrer Freundinnen zu ihrem Geburtstag kommen (Konjunktiv I, indirekte Rede, identisch mit dem Indikativ Präsens).
    • Anna sagt, dass viele ihrer Freundinnen zu ihrem Geburtstag kämen (Konjunktiv II anstelle von Konjunktiv I; man zweifelt den Inhalt der Aussage an).
    Der Konjunktiv II wird verwendet, wenn man etwas nicht wirklich Geschehenes oder Irreales ausdrückt:
    • „Hätte ich gestern mal den Wetterbericht geschaut.“
    Außerdem wird der Konjunktiv II für höfliche Aufforderungen verwendet:
    • „Könntest du mir bitte das Salz rüberreichen?“
    Auch unerfüllbare Wünsche kann man mit ihm ausdrücken:
    • „Wäre ich doch Millionär!“
    Manchmal unterscheidet sich der Konjunktiv II nicht vom Indikativ Präteritum. In diesem Fall gebraucht man die Ersatzform mit würde.

    • Peter sagt: „Wenn ich mitkommen darf, mache ich den Abwasch“ (Indikativ, wörtliche Rede).
    • Wenn er mitkommen dürfte, machte er den Abwasch (Konjunktiv II, indirekte Rede: identisch mit dem Indikativ Präteritum).
    • Wenn er mitkommen dürfte, würde er den Abwasch machen (Ersatzform mit würde).