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Literarische Strömungen der DDR

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Die Autor*innen
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Deutsch-Team
Literarische Strömungen der DDR
lernst du in der 10. Klasse - 11. Klasse - 12. Klasse - 13. Klasse

Literarische Strömungen der DDR Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Literarische Strömungen der DDR kannst du es wiederholen und üben.
  • Benenne die Merkmale der Aufbauliteratur.

    Tipps

    Welches wichtige historische Ereignis ging dem Entstehen der Aufbauliteratur unmittelbar voraus?

    Beim Aufkommen der Aufbauliteratur stand die DDR noch ganz am Anfang. Die Menschen in der neu gegründeten DDR sollten sich mit ihrem Land identifizieren.

    Lösung

    Die Funktion der Aufbauliteratur, die im Anschluss an die Gründung der DDR entstand, war es, eine optimistische und positive Perspektive zu vermitteln und die Menschen dazu anzuregen, sich mit dem neuen Staat zu identifizieren und seinen Aufbau voranzutreiben. Dadurch kann man die Literatur dieser Phase auch als didaktische Literatur bezeichnen, sie hatte einen erzieherischen Charakter.

    Doch bereits in den 1950er Jahren begannen Autoren mit der Kritik des Systems der DDR. Viele Autoren waren nicht einverstanden mit der Einmischung der Partei in die Kulturproduktion. Der Zwang, die ideologischen und politischen Vorgaben umzusetzen, stand für viele im Widerspruch zur künstlerischen Freiheit. Viele Autoren wie beispielsweise Stefan Heym oder Uwe Johnson konnten ihre Werke zu jener Zeit nicht publizieren, da sie sich zu systemkritisch geäußert hatten. Andere Autoren wie beispielsweise Peter Hacks wurden von der SED zur Umarbeitung ihrer Werke gezwungen.

  • Bestimme die Merkmale der Ankunftsliteratur.

    Tipps

    Nach dem Bau der Mauer 1961 richtete sich der Fokus der Autoren verstärkt auf das eigene Land.

    Lösung

    In den 1960er Jahren begann die Generation zu schreiben, die in der Zeit des Aufbaus aufgewachsen war. Nun ging es verstärkt darum, im Alltag anzukommen. Die Aufmerksamkeit der Autorinnen und Autoren richtete sich nun verstärkt auf die Verhältnisse in der DDR. Brigitte Reimanns Roman „Ankunft im Alltag“ von 1961 war namensgebend für die Literatur dieser Phase, der Ankunftsliteratur.

    Bekannte Autor*innen und Werke jener Phase der Literatur waren:

    • Christa Wolf mit „Der geteilte Himmel“ (1963)
    • Erwin Strittmatters mit „Ole Bienkopp“ (1963)
    • Erik Neutschs mit „Spur der Steine“ (1964).

  • Ordne die Werke in eine der vier Phasen der DDR-Literatur ein.

    Tipps

    Achte auf das Veröffentlichungsjahr des jeweiligen Werks.

    Lösung

    Die Literatur der DDR lässt sich in vier Phasen teilen:

    • Die Aufbauliteratur, die in den 50er Jahren den Aufbau der DDR zum Thema hat. Zu dieser Phase gibt es in der Aufgabe kein Beispiel. Zu nennen wäre hier beispielsweise Eduard Claudius mit „Menschen an unserer Seite“.
    • Die Ankunftsliteratur, die nach dem Aufbau das Ankommen in der sozialistischen Realität zum Thema hat. Zu der Ankunftsliteratur zählen Christa Wolfs „Der geteilte Himmel“, Brigitte Reimanns „Ankunft im Alltag“ und Jurek Beckers „Jakob der Lügner“.
    • Die Liberalisierung in den 1970er Jahren. Viele Werke aus dieser Zeit sind stark geprägt von einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Sozialismus. Zu der Phase der Liberalisierung zählen Wolf Biermanns „Ermutigungen“ und Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“
    • Die Literatur der 80er Jahre, die eine Rückkehr zur Innerlichkeit aufweist und wenig politische Themen behandelt. Einige herausragende Werke der späten 80er Jahre sind Christa Wolfs „Kassandra“, Christoph Heins „Die Ritter der Tafelrunde“ sowie Volker Brauns „Hinze-Kunze-Roman“.
  • Analysiere, zu welcher Phase der DDR-Literatur Wolf Biermanns Lied „Warte nicht auf beßre Zeiten“ zuzuordnen ist.

    Tipps

    Interpretiere das Gedicht. Welche Aussage hat es?

    Überlege, welche Merkmale die jeweiligen Phasen der DDR-Literatur haben.

    Lösung

    Wolf Biermann (* 15. November 1936 in Hamburg) ist ein vielfach ausgezeichneter Lyriker und Liedermacher, der ab den 1960er Jahren erste Gedichte und Lieder in der DDR veröffentlichte. Er kritisierte das DDR-Regime in seinen Texten, was dazu führte, dass er ab 1965 ein totales Publikations- und Auftrittsverbot erhielt. Nach einer genehmigten Konzerttour wurde ihm 1976 die Einreise in die DDR verweigert und er wurde aus der DDR ausgebürgert. Dies führte zu zahlreichen Protesten in der BRD und der DDR.

    1971 übernahm Honecker von Ulbricht das Amt des Ersten Sekretärs des Zentralkomitees. Mit diesem politischen Wechsel ging auch die Kulturpolitik in eine neue Phase über. Honecker beschloss ein Liberalisierungsprogramm für die Kultur. Dies bedeutete anfangs mehr Freiheiten für die Autoren, solange sie in ihren Texten nicht gegen das System der DDR schrieben. In der Kultur entstand eine immer größere Kritik am Sozialismus und dem System der DDR. Mit der Ausbürgerung Biermanns 1976 und der Emigration zahlreicher Autoren wie Sarah Kirsch, Günter Kunert und Reiner Kunze endetet die Phase der Liberalisierung.

    Wolf Biermann steht in seinen Texten schon lange vor seiner Ausbürgerung dem System der DDR kritisch gegenüber. Er erinnert in seinen Texten an den Unterschied zwischen den Idealen des Sozialismus und dem real gelebten Sozialismus in der DDR. So heißt es beispielsweise in dem Lied „Warte nicht auf beßre Zeiten“: (...) Und das beste Mittel gegen / Sozialismus (sag ich laut) / ist, daß ihr den Sozialismus / AUFBAUT!!! Aufbaut! (aufbaut).

    Quelle: Wolf Biermann: Warte nicht auf beßre Zeiten. URL: http://www.songtexte.com/songtext/wolf-biermann/warte-nicht-auf-bessre-zeiten-73fa2631.html [Zugriff am: 18.12.2015].

  • Ordne der jeweiligen Literaturströmung den richtigen Zeitraum zu.

    Tipps

    Beziehe die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse der jeweiligen Phase mit in deine Überlegungen ein.

    Lösung

    Die Literatur der DDR lässt sich in vier Phasen teilen:

    • In den 1950er Jahren dominiert die Aufbauliteratur. Ein Beispiel für diese Literaturphase ist Eduard Claudius mit dem Werk „Menschen an unserer Seite“.
    • In den 1960er Jahren wird vor allem Ankunftsliteratur geschrieben, u.a. Christa Wolfs „Der geteilte Himmel“, Brigitte Reimanns „Ankunft im Alltag“ und Jurek Beckers „Jakob der Lügner“.
    • Die Liberalisierung liegt in den 1970er Jahren. Beispiele für die Literatur der Liberalisierung sind Wolf Biermanns „Ermutigungen“ und Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“
    • Die Untergrundliteratur fand überwiegend in den 1980er Jahren statt. Insbesondere im Ostberliner Stadtteil Prenzlauer Berg bildete sich eine junge Literaturszene heraus, die in kleinen Verlagen publizierte und Lesungen in privaten Wohnungen veranstaltete, um die Restriktionen des DDR-Systems zu umgehen.
  • Erläutere die Ziele der ersten Bitterfelder Konferenz mit Hilfe ihres Mottos.

    Tipps

    In welche Zeit fiel die erste Bitterfelder Konferenz? Überlege, in welcher Phase sich die Literatur in der DDR befand.

    Welche Ziele hatte der Sozialismus in der DDR?

    Lösung

    Die erste Bitterfelder Konferenz am 24.04.1959 stand unter dem Motto Greif zur Feder, Kumpel, die sozialistische deutsche Nationalliteratur braucht dich!

    Schon 1958 auf dem V. Parteitag hatte Staats- und Parteichef Walter Ulbricht eine stärkere Verbindung zwischen Arbeitern und Kulturbetrieb gefordert. Und auch die Arbeiterklasse forderte, wie beispielsweise 1955 in dem „Nachterstädter Brief“, von den Schriftstellern eine Literatur, die sich stärker mit den großen Veränderungen und der Aufbauarbeit innerhalb der DDR auseinandersetzt.

    Dies führte zu der Forderung der ersten Bitterfelder Konferenz, die literarische Produktion durch Laien anzuregen. Arbeiter sollten über ihre Lebens- und Arbeitsthemen schreiben. Im Gegenzug sollten Schriftsteller in den Betrieben und Produktionsstätten Praktika machen, um authentisch über die dortigen Verhältnisse berichten zu können.

    Die erste Bitterfelder Konferenz führte zum sogenannten Bitterfelder Weg, einer neuen sozialistischen Kulturprogrammatik, die die Forderungen der Konferenz von 1959 aufgriff und umsetzte. Im Zuge dessen entstanden beispielsweise zahlreiche Arbeitertheater und Zirkel schreibender Arbeiter. Autorinnen wie Christa Wolf und Brigitte Reimann übernahmen zeitweise klassische Jobs in Fabriken.

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