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Einen Brief schreiben 07:37 min

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Transkript Einen Brief schreiben

Wie schreibt man eigentlich einen Brief? Was muss man beachten, wenn man einen Privatbrief oder einen Geschäftsbrief schreibt? Hey, ich bin Gregor, und ich werde Dir heute erklären, auf was man beim Briefe schreiben alles achten muss. Du solltest daher schon wissen, was ein Brief für eine Textsorte ist. Ich werde Dir zuerst zeigen, wie man einen Privatbrief, zum Beispiel an einen Freund oder an eine Freundin, schreibt. Und Dir dann erklären, wie man einen Geschäftsbrief an jemanden Offizielles, zum Beispiel eine Behörde oder einen Schuldirektor, schreibt. Am Ende fasse ich die Ergebnisse noch einmal zusammen. Was sind Briefe eigentlich genau? Briefe sind Mittel schriftlicher Verständigung zwischen räumlich getrennten Personen. Dabei werden zwei wesentliche Formen unterschieden. Es gibt zum einen Privatbriefe, also Briefe von einer Privatperson an eine andere. Wenn Du einen Brief an Deine Mama schreibst, schreibst Du also einen Privatbrief. Und dann gibt es Geschäftsbriefe, also Briefe an einen Betrieb oder eine Behörde, zum Beispiel wenn Du einer Jugendherberge eine Anfrage stellst. Oder etwas von der Stadtverwaltung wissen möchtest. Private Briefe dienen dazu, seine Gedanken ausführlich darzulegen, über meist familiäre Ereignisse zu berichten, Glückwünsche zu übermitteln, sich zu bedanken beziehungsweise sich zu entschuldigen, oder Rat zu suchen. Du kannst so Deiner Freundin von Deinem Urlaub erzählen oder Deiner Cousine für ihre Geburtstagskarte danken. Inhalt und Stil des privaten Briefes werden von der persönlichen Beziehung zwischen Absender und Empfänger bestimmt. Einem Freund schreibst Du so zum Beispiel persönliche und emotionale Dinge. Du verwendest Anreden wie: Hallo, Liebe oder Lieber, und kannst auch Umgangssprache verwenden. Du erzählst darin etwas von Deinem Privatleben. Überlege Dir doch etwas Kreatives und Schönes, was Du dem Brief hinzufügst. Zeichne zum Beispiel oder male etwas. Generell gibt es keine Regeln, man kann schreiben, was man denkt. Manchmal lassen sich Dinge sogar einfacher per Brief als in echt sagen. Bevor man jemanden wütend anschreit ist es vielleicht besser, sich in Ruhe hinzusetzen und ihm einen Brief zu schreiben. Oder das Gegenteil, es gibt ja auch Liebesbriefe. Es gibt auch sehr bekannte historische Privatbriefe, wie zum Beispiel den Briefwechsel zwischen Goethe und Schiller oder Engels und Marx. Privatbriefe sind daher auch wichtige Dokumente einer bestimmten Entwicklung. Über eine historische Epoche kann man mit Hilfe von Briefen viel erfahren, beispielsweise über Widerstandskämpfer. Der Geschäftsbrief dagegen ist ein informierender Text und richtet sich an Personen oder Institutionen, die Du oft nicht kennst. Anfragen, Anträge, Beschwerden, offizielle Einladungen, Entschuldigungen und so weiter zählen zu den Geschäftsbriefen. Ein Geschäftsbrief richtet sich an zum Beispiel die Stadtverwaltung, eine Jugendherberge oder ein Unternehmen. Sie sollten daher nachvollziehbar und leicht verständlich sein. Wichtig ist deshalb, dass Du den Brief kurz und informativ hältst und Deine eigene Meinung nicht zu sehr im Vordergrund steht, der Brief also sachlich ist. Bei Geschäftsbriefen müssen einige formale Festlegungen beachtet werden. Wichtig ist eine klare Gliederung, die kurz und übersichtlich ist. Am Anfang des Briefes steht links der Briefkopf. Dorthin schreibe ich die Angabe des Absenders. In diesem Fall zum Beispiel meine Anschrift. Dann kommt vier Leerzeilen darunter die des Adressaten. In diesem Fall zum Beispiel die Stadtverwaltung Neukölln. In den Briefkopf müssen rechts dann noch der Ort und das Datum. Die sogenannte Betreffzeile wird vom Briefkopf mit vier weiteren Leerzeilen abgesetzt und fett gedruckt. Das Wort Betreff verwendet man nicht mehr. In die Betreffzeile kommt der Anlass, aus dem Du schreibst, zum Beispiel die Beantragung eines Personalausweises. Danach folgt die offizielle Anredeformel. Manche Personen haben einen verliehenen Titel, zum Beispiel Professor oder Doktor. Den dürfen wir nicht vergessen. Gruß- und Anredeform sind übliche Wendungen, die man beachten muss, um nicht unhöflich zu wirken. Wenn ich die Person kenne, schreibe ich zum Beispiel: Sehr geehrter Herr Doktor Müller. Wenn ich die Person nicht kenne, wie zum Beispiel bei einem großen Unternehmen, beginne ich mit: Sehr geehrte Damen und Herren. Nach der Anrede steht im Deutschen immer ein Komma. Der Haupttext beginnt eine Leerzeile nach der Anrede. Diesen muss ich dann nach Gedanken gliedern und in Absätze untergliedern. So bleibt alles übersichtlich und leicht verständlich. Generell nicht vergessen, immer sachlich zu schreiben und klare Sätze zu verwenden. Der Geschäftsbrief endet dann eine Zeile unter dem Text mit einer höflichen Grußformel, wie zum Beispiel: Mit freundlichen Grüßen. Achtung, danach setzt man kein Komma! Dann Deine Unterschrift nicht vergessen. Sind Anlagen beigefügt, werden diese drei Leerzeilen nach der Unterschrift genannt. Am besten verwendet man gut leserliche Schriftarten wie Times oder Arial und Schriftgröße zehn bis zwölf. So schreibt man also einen Geschäftsbrief. Wenn Du jemandem eine Email schreibst musst Du prinzipiell auf die gleichen Dinge achten. Nur, dass Du den Betreff eben in die Betreffzeile der Mail schreibst und statt der echten Adresse die Mailadresse verwendest. An der offiziellen Form ändert sich aber nichts. Kurz zusammengefasst heißt das: Es gibt zwei verschiedene Formen von Briefen. Entweder schreibt man einen Privatbrief mit persönlichem Inhalt an Bekannte oder Familie. In diesem Fall hast Du die Freiheit, ihn auch kreativ zu gestalten. Oder man schreibt einen Geschäftsbrief mit offiziellem Inhalt an Unternehmen oder Behörden. Bei Letzteren muss man auf gewisse formale Dinge achten und sich an sprachliche Regeln halten. Auch wenn heute viele Emails geschrieben werden, Briefe schreiben macht Spaß und ich wette Du freust Dich, wenn Du den Briefkasten aufmachst und eine Freundin Dir geschrieben hat. Also schreib doch auch mal jemandem einen Brief. Viel Spaß dabei und bis zum nächsten Mal wünscht Dir Dein Sofatutor Gregor.

56 Kommentare
  1. mein Kind hat dann eine 1geschrieben

    Von Max A., vor 13 Tagen
  2. Ganz okay

    Von Erdem M, vor 2 Monaten
  3. Danke Herr Schuster

    Von Viktor & Valerie G., vor 3 Monaten
  4. Sehr hilfreiches Vidio

    Von Viktor & Valerie G., vor 3 Monaten
  5. Aber das Video ist gut

    Von Hanane S., vor 5 Monaten
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Einen Brief schreiben Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Einen Brief schreiben kannst du es wiederholen und üben.

  • Ergänze die Merkmale der beiden Briefsorten.

    Tipps

    In welcher Situation schreibst du jemandem einen Brief?

    In Geschäftsbriefen schreibst du meist Personen, die du nicht kennst. Was heißt das für die Inhalte und den Stil deines Briefes?

    Lösung

    Briefe sind schriftliche Medien, die du zumeist dann zur Kommunikation wählst, wenn du jemandem eigene Gedanken oder Gefühle ausführlich mitteilen willst. In diesem Fall schreibst du zumeist sehr persönlich und emotional. Zwar ließe sich dafür prinzipiell auch eine E-Mail benutzen, der Brief gewinnt aber gerade dadurch, dass er immer seltener geschrieben wird, an Besonderheit für seinen Adressaten (Empfänger).

    Briefe werden oftmals zur Verständigung zwischen räumlich getrennten Personen geschrieben, manchmal werden sie aber auch gewählt, weil du manche Gedanken schriftlich besser formulieren kannst als im direkten Gespräch.

    Bei Briefen unterscheidest du zwischen Informationen, die an vertraute Personen (Privatbrief) oder unbekannte Personen wie z. B. Behörden (Geschäftsbrief) gerichtet sind. Geschäftsbriefe werden für Anträge benutzt (z. B. BAföG-Anträge), für Anfragen (z. B. ob noch Platz in einer Jugendherberge für deine Schulklasse ist) oder für Anschreiben (z. B. Bewerbungsanschreiben). Sie sollen in der Regel wichtige Informationen in kurzen, sachlichen und prägnanten Sätzen ausdrücken. Es geht nicht darum, geschmückte Sprache zu benutzen, sondern zu informieren oder zu überzeugen.

  • Stelle die typische Struktur eines Geschäftsbriefs dar.

    Tipps

    Am Anfang eines Geschäftsbriefs finden sich Angaben, von wem der Brief kommt und an wen er gerichtet ist.

    Mit einer Unterschrift bestätigst du die Richtigkeit der Angaben in dem Brief und dass der Brief wirklich von dir geschickt wurde.

    Lösung

    Jeder Geschäftsbrief ist im Grunde aus den gleichen Bestandteilen aufgebaut:

    1. Du beginnst mit dem Briefkopf, in dem deine eigene Adresse steht, damit der Empfänger dir auch antworten kann. Diese befindet sich in der Regel auf der oberen linken Seite. Auf der rechten Seite hältst du den Ort und das Datum fest, damit dein Empfänger später darauf eingehen kann, z. B.: In Ihrem Brief vom 25.06.2015 schreiben Sie....
    2. Als Nächstes lässt du einige Zeilen frei und schreibst die Adresse des Empfängers (Adressat) auf, damit dein Brief auch sein Ziel findet.
    3. Nach weiteren Leerzeilen folgt der Betreff deines Briefs. Hier hältst du das Thema oder den Anlass deines Briefs fest. Worum geht es dir? Warum schreibst du deinem Empfänger? Der Betreff wird in der Regel ohne Prädikat geschrieben und sollte den folgenden Inhalt gut zusammenfassen, z. B. : Bewerbung um eine Praktikumsstelle.
    4. Danach folgt die Anrede deines Empfängers. Dafür gibt es üblicherweise eine bestimmte Auswahl an festen Anreden. Wenn du den Namen der Person kennst, schreibst du: Sehr geehrte Frau Meier oder Sehr geehrter Herr Schmidt. Wenn du den Namen nicht weißt, kannst du Sehr geehrte Damen und Herren schreiben. Von Anreden wie Liebe Frau Schulz oder Hallo Herr Mustermann solltest du die Finger lassen. Diese Anfänge gehören eher in Privatbriefe. Nach der Anrede folgt immer ein Komma.
    5. Darauf folgt der eigentliche Inhalt deines Briefs, der je nach Anlass und Zweck unterschiedlich aufgebaut sein kann. Meistens fängst du mit einem zusammenfassenden Satz an, der dein Anliegen zum Ausdruck bringt, z. B. hiermit möchte ich mich um die Praktikumsstelle bewerben. Achtung: Der Satzanfang ist klein, weil du nach dem Komma hinter der Anrede weiterschreibst.
    6. Am Ende formulierst du eine Grußformel: Mit freundlichen Grüßen, und unterschreibst den Brief.
  • Gib die richtige Struktur des Antrags wieder.

    Tipps

    Zwischen Absender und Empfänger werden in der Regel drei bis vier Leerzeilen gesetzt, die in dieser Aufgabe weggelassen wurden. Ebenso die Leerzeilen zwischen Empfänger und Betreff.

    Datum und Ort fehlen in der Aufgabe. Sie stehen zu Beginn auf der rechten Seite des Briefes.

    Lösung

    Jeder Geschäftsbrief ist im Grunde aus den gleichen Bestandteilen aufgebaut:

    1. Du beginnst mit der Adresse des Absenders, in diesem Falls mit der Adresse von Elena. Diese befindet sich in der Regel auf der oberen linken Seite.
    2. Als Nächstes folgt die Adresse des Empfängers, damit der Brief auch sein Ziel findet: das Amt für Ausbildung.
    3. Nach weiteren Leerzeilen folgt der Betreff des Briefs. Hier wird das Thema oder den Anlass des Briefs festgehalten. Der Betreff wird in der Regel ohne Prädikat geschrieben und sollte den folgenden Inhalt gut zusammenfassen: Antrag auf Förderung.
    4. Danach folgt die Anrede des Empfängers. Weil Elena den Namen nicht weißt, schreibt sie Sehr geehrte Damen und Herren.
    5. Darauf folgt der eigentliche Inhalt des Briefs, der je nach Anlass und Zweck unterschiedlich aufgebaut sein kann. Meistens fängt er mit einem zusammenfassenden Satz an, der das Anliegen des Briefs zum Ausdruck bringt.
    6. Am Ende steht eine Grußformel: Mit freundlichen Grüßen und die Unterschrift.

  • Entscheide, ob es sich um einen Privatbrief oder einen Geschäftsbrief handelt.

    Tipps

    In Geschäftsbriefen ist der Stil zumeist sachlich und nüchtern.

    In Geschäftsbriefen benutzt man zumeist das höfliche Sie.

    Lösung

    Privatbriefe sind zumeist an bekannte Personen gerichtet. Daher sprichst du den Empfänger in der 2. Person Singular bzw. Plural an: Ich lade euch herzlich zu meiner Geburtstagsfeier am 25.01. ein. Ihr könnt gerne Freundinnen und Freunde mitbringen.

    In Geschäftsbriefen ist der Stil zumeist sachlich und nüchtern. Du versuchst dich auf das Wesentliche zu beschränken und nimmst keine Wertungen vor oder sprichst von Gefühlen und Gedanken. Deswegen ist der folgende Beispielsatz aus einem Privatbrief: Ich habe jetzt den neuen Job angefangen und er gefällt mir richtig gut. Die Kollegen sind nett und die Arbeit ist interessant.

    Geschäftsbriefe sind formaler und sind oft von bestimmten Phrasen und Höflichkeitsfloskeln gekennzeichnet:

    • In verschiedenen Praktika konnte ich meine Fertigkeiten bereits unter Beweis stellen. (typisch für eine Bewerbung)
    • Vielen Dank im Voraus für ihre Rückmeldung. (typisch für das Ende eines Geschäftsbriefs)

  • Nenne Inhalte oder Anlässe für den Privat- und den Geschäftsbrief.

    Tipps

    Geschäftsbriefe schreibst du oft an Personen, die du nicht kennst oder an Behörden, z. B. Ämter oder staatliche Einrichtungen.

    Geschäftsbriefe sollen informativ und sachlich sein. Sie verfolgen oftmals den Zweck, Unterstützung zu erhalten, professionelle Probleme zu klären oder jemanden über eigene berufliche Erfahrungen zu informieren.

    Lösung

    In Privatbriefen kommunizierst du eigene Gedanken und Gefühle in ausführlicher Weise. Sie werden oftmals für besondere Anlässe geschrieben, denn normalerweise schreibt man sonst eher eine E-Mail oder eine SMS. Besondere Anlässe können zum Beispiel Hochzeiten sein, zu der man Einladungen verschickt. Ebenso können es Geburtstage sein, zu denen man jemandem Glückwünsche sendet. Auch wenn jemand etwas Besonderes für einen getan hat, schreibt man hin und wieder eine Danksagung per Brief.

    Geschäftsbriefe sind formaler und sachlicher als Privatbriefe. Sie verfolgen oftmals den Zweck, Unterstützung zu erhalten (Anträge), professionelle Probleme zu klären (Anfragen) oder jemanden über eigene berufliche Erfahrungen zu informieren (Bewerbungen).

  • Bestimme, um welche Briefsorte es sich bei den jeweiligen Textausschnitten handelt.

    Tipps

    Beschwerde, Anfrage und Bewerbung sind Geschäftsbriefe und zeichnen sich durch einen sachlichen und nüchternen Stil aus.

    Lösung
    • Die von Ihnen beschriebenen Anforderungen an die Stelle passen auf meine Fähigkeiten und Erfahrungen.
    Der erste Satz ist typisch für eine Bewerbung, in der man seine bisher gemachten Erfahrungen zusammenfasst und bezüglich der Anforderungen der Stelle formuliert. Du zeigst auf, warum du die passende Person für die ausgeschriebene Stelle bist.
    • Ich lade euch herzlich zu meiner Geburtstagsfeier ein. Ihr könnt gerne Freunde mitbringen.
    Die Geburtstagsfeier deutet bereits darauf hin, dass es sich hierbei um eine Einladung handelt. Du sprichst deine Gäste in der 2. Person Singular/Plural an: euch, ihr.
    • Ich habe jetzt den neuen Job angefangen und er gefällt mir. Die Arbeit ist sehr interessant.
    Obwohl hier von dem Job gesprochen wird, handelt es sich um private Gedanken, also einen Privatbrief. Das siehst du daran, dass Wertungen vorgenommen wurden, die in einem Geschäftsbrief in der Regel nicht auftauchen.
    • Bitte schreiben Sie mir, ob der Raum verfügbar ist. Vielen Dank im Voraus für ihre Rückmeldung.
    Dieser Beispielsatz ist typisch für eine Anfrage. Du möchtest wissen, ob du einen Raum, ein Haus oder eine Wohnung mieten kannst. Da du eine Antwort erwartest und die Empfänger nicht nur informieren willst, schreibst du am Ende, dass du dich über eine Rückmeldung freuen würdest.
    • Die Wohneinheit wird regelmäßig und nach Vorgabe gelüftet, trotzdem hat sich Schimmel gebildet.
    Im letzten Satz fällt die abstrakte Wortwahl für Wohnung auf: Wohneinheit. Dieser Begriff wird oftmals in der Kommunikation mit den Vermietern gewählt. Im Zusammenhang mit dem Thema Schimmel kommt man darauf, dass es sich hier um eine Beschwerde handelt.