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Die Vorgangsbeschreibung 06:09 min

Textversion des Videos

Transkript Die Vorgangsbeschreibung

Hallo! Ich bin Michaela. In diesem Video möchte ich euch den Texttyp der Vorgangsbeschreibung vorstellen. Es wäre gut, wenn ihr euch meine Videos zu den Themen: "Beschreibungen anfertigen im Allgemeinen" und zu "Gegenstandsbeschreibungen" bereits angesehen habt, da ich im Folgenden auf diese Themen Bezug nehmen muss und die allgemeinen Merkmale einer Beschreibung nur am Rande noch einmal wiederholen kann. Hier soll es nun in erster Linie um die Vorgangsbeschreibung gehen. Wir werden klären, was eine Vorgangsbeschreibung ist, wie sie aufgebaut sein sollte und in welchen Fällen Vorgangsbeschreibungen verwendet werden. Anschließend werde ich euch die formalen Merkmale einer Vorgangsbeschreibung vorstellen. Zum Schluss sehen wir uns gemeinsam ein ganz konkretes Beispiel an. Nachdem ihr euch dieses Video angesehen habt, solltet ihr eine Vorgangsbeschreibung erkennen und wissen, wie ihr an eine Vorgangsbeschreibung herangehen könnt. Die Vorgangsbeschreibung ist neben der Gegenstandsbeschreibung und der Personenbeschreibung eine der 3 Beschreibungsarten. Im Allgemeinen kann man Beschreibungen als sachbetonte Darstellungsform definieren, die möglichst wirklichkeitsnah über einen Gegenstand, eine Person oder einen Vorgang informieren soll. Dabei sollte immer darauf geachtet werden, dass der Adressat - also derjenige, an den sich die Beschreibung richtet - der Beschreibung gut folgen und sich das Beschriebene vorstellen kann. Eine Vorgangsbeschreibung bezieht sich auf einen wiederholbaren Vorgang, der immer auf die gleiche Weise abläuft. Mit dieser Eigenschaft unterscheidet sich die Vorgangsbeschreibung vom Texttyp des Berichts. Der Adressat soll dabei über die wesentlichen Merkmale des Vorgangs und über Teil- und Einzelvorgänge informiert werden. Wesentliche Merkmale eines Vorgangs können Tätigkeiten, Bewegungen oder Veränderungen sein. Um einen Vorgang möglichst detailliert beschreiben zu können, muss der Gesamtvorgang in Teilvorgänge unterteilt werden. Diese müssen wiederum so angeordnet werden, dass ihre Funktion im Gesamtvorgang - zum Beispiel die Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung - für den Adressaten immer nachvollziehbar bleiben. Hier wird ein wichtiger Unterschied zur Gegenstandsbeschreibung deutlich. Bei einer Gegenstandsbeschreibung geht es darum, eine bestimmte Beschreibungsrichtung, zum Beispiel von oben nach unten oder vom Großen zum Kleinen, einzuhalten. Bei einer Vorgangsbeschreibung dagegen muss immer das zeitliche Nacheinander der Teilvorgänge erfasst werden. Vertauscht man einzelne Teilvorgänge in ihrer zeitlichen Reihenfolge, entsteht für den Adressaten ein falsches Bild des beschriebenen Vorgangs. Um dies zu verhindern, hilft es, folgende Fragen zu beantworten: Was geschieht zuerst? Was wird dann gemacht? Gibt es Teilvorgänge, die gleichzeitig ablaufen? Die Vorgangsbeschreibung ist eine der Textsorten, die uns im Alltag am häufigsten begegnen. Zum Beispiel handelt es sich bei Bedienungsanleitungen und Gebrauchsanweisungen um Vorgangsbeschreibungen. Aber auch Bastel- und Bauanleitungen, Kochrezepte und Spielanleitungen kann man als Beispiele nennen. Grundvoraussetzung, um eine Vorgangsbeschreibung zu bestimmen, bleibt, dass es sich bei dem beschriebenen Vorgang um einen wiederholbaren Vorgang handelt, der immer auf die gleiche Weise abläuft. Wenn ihr selbst eine Vorgangsbeschreibung verfasst, solltet ihr einige formale Hinweise beachten. Eine Vorgangsbeschreibung muss - wie andere Beschreibungen auch - immer in sachlicher Sprache geschrieben sein. Verwendete Gegenstände oder Teile sollten mit Fachwörtern genau bezeichnet werden. Besonders wichtig ist es, die einzelnen Schritte des Vorgangs genau zu kennzeichnen und auf ihre zeitliche Reihenfolge zu achten. Damit der Adressat gut folgen kann, sollten kurze, klar formulierte Sätze verwendet werden. Außerdem solltet ihr darauf achten, Wiederholungen am Satzanfang zu vermeiden. Statt jeden Satz mit "dann" zu beginnen, solltet ihr auch andere Satzanfänge, wie "nachdem", "im Anschluss" oder "danach" verwenden. Verben, die den Vorgang genau beschreiben, machen es dem Adressaten leichter, das Beschriebene nachzuvollziehen. Eine Vorgangsbeschreibung muss - ebenso wie alle anderen Beschreibungsarten - im Präsens verfasst werden. Zuletzt, wie versprochen, noch ein kurzes Beispiel für eine Vorgangsbeschreibung: Papiertulpen falten Zunächst wird ein quadratisches Blatt Papier diagonal zur Hälfte gefaltet. Es entsteht ein Dreieck. Nun wird die rechte Ecke des Dreiecks so nach oben geknickt, dass sie den rechten Schenkel halbiert. Anschließend wird dieser Vorgang mit der linken Ecke des Dreiecks wiederholt. Anhand dieses Beispiels können wir die wichtigsten Merkmale der Vorgangsbeschreibung noch einmal kurz zusammenfassen: Die Anleitung zum Papiertulpen falten ist eine Bastelanleitung und eindeutig ein wiederholbarer Vorgang, der immer auf die gleiche Weise abläuft. In der Beschreibung wurden die einzelnen Teilschritte - in diesem Fall jeder einzelne Faltschritt - in zeitlicher Abfolge dargestellt. Die Sätze sind kurz und es wurden Fachwörter, wie "Schenkel des Dreiecks" verwendet. Außerdem wurde auf verschiedene Satzanfänge geachtet und im Präsens geschrieben. Tschüss und bis zum nächsten Mal! Eure Michaela         

98 Kommentare
  1. Ich brauchte nicht einmal das Video anzuschauen!

    Von Milena Skibb, vor 25 Tagen
  2. 👎👎👎👎💔💔💔

    Von Abdosarah, vor etwa einem Monat
  3. Ich habe am Anfang nicht ganz verstanden wie es geht durch das Video sehr gut !!!!

    Von Neelabyildirim, vor 6 Monaten
  4. Super wir schreiben übermorgen eine Deutscharbeit und das hat mir sehr geholfen finde ich echt gut

    Von Volker H., vor 6 Monaten
  5. Gut gemacht danke denn wir schreiben morgen eine Arbeit

    Von Xypo Gaming , vor 7 Monaten
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Die Vorgangsbeschreibung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Vorgangsbeschreibung kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die Merkmale einer Vorgangsbeschreibung.

    Tipps

    Was unterscheidet die Beschreibung z. B. von einem Bericht oder von einer Erzählung?

    Eine Beschreibung muss klar und logisch geordnet sein.

    Die einzelnen Schritte einer Vorgangsbeschreibung folgen nicht örtlich, sondern zeitlich aufeinander.

    Lösung

    Die Vorgangsbeschreibung ist eine besondere Art der Beschreibung, bei der wir einen Prozess beschreiben. Das heißt, wir beobachten, wie sich durch eine bestimmte Handlungsanweisung - z. B. ein Rezept oder eine Anleitung - eine Sache verändert. Die Vorgangsbeschreibung beschreibt also Veränderungen. Diese Vorgänge sind immer auf die gleiche Weise wiederholbar. Ein Bericht oder eine Erzählung sind hingegen einmalig und meist in der Vergangenheit geschrieben.

    Da ein Vorgang meist aus einzelnen Schritten besteht, muss auch dessen Beschreibung aus einzelnen Schritten bestehen. Diese Schritte folgen zeitlich aufeinander. Daher müssen wir auf Kausalität und Zeitfolge achten, wie zum Beispiel im folgenden Satz: „Wenn wir den Käse auf den Auflauf streuen, nachdem wir ihn gebacken haben, wird es nichts mit dem Überbacken.“

  • Erkläre die verschiedenen Verwendungen einer Vorgangsbeschreibung.

    Tipps

    Wie heißt das übergeordnete Thema? Unterscheide die zwei größeren Typen unterhalb dieses Themas.

    Es gibt unterschiedliche Anleitungen: Wenn du vorhast, einen Schreibtisch aufzubauen, benötigst du eine Bauanleitung. Welche Anleitung benötigst du, wenn du ein Spiel spielen möchtest?

    Lösung

    Eine Beschreibung unterteilt sich in drei Typen: die Gegenstandsbeschreibung, die Personenbeschreibung und die Vorgangsbeschreibung. Unser Thema ist die Vorgangsbeschreibung, die einen Prozess beschreibt. Dieser Prozess passiert nicht nur einmal, sondern wir können ihn immer auf gleiche Weise wiederholen.

    Unterhalb der Vorgangsbeschreibung gibt es zwei verschiedene Typen: die Anleitung und das Rezept. Das Rezept wird zum Kochen und Backen verwendet. Die Anleitung verwenden wir für alle anderen Vorgänge: zum Bedienen und Gebrauchen von Maschinen und Werkzeug; zum Basteln und Bauen und für Spiele. Rezepte und Anleitungen geben uns dabei den Weg und seine einzelnen Schritte vor.

  • Entscheide, um welche Art von Beschreibung es sich genau handelt.

    Tipps

    Bau- und Bastelanleitungen ähneln sich sehr, denn beide vervollständigen Unfertiges.

    Für was werden Gebrauchsanleitungen, für was eher Bedienungsanleitungen verwendet? Kann man z. B. einen Kleber eher bedienen oder eher gebrauchen? Kann man eine große Maschine eher bedienen oder gebrauchen?

    Lösung

    Wir haben es hier mit einer Beschreibung zu tun. Das ist eindeutig, denn es wird eine Handlungsanweisung beschrieben, die wiederholbar, sachlich, mit Fachwörtern ausgestattet, mit präzisen Verben geschrieben, im Präsens, in kurzen und klaren Sätzen und in Schritte unterteilt ist.

    Aber welche Art von Beschreibung ist es? Wir können sehr einfach erkennen, dass die vorliegende Beschreibung keine Spielregeln darstellt. Eine Bau- oder Bastelanleitung zeichnet aus, dass sie unzusammenhängende Teile zusammenfügt, also etwas schafft, das aus mehr Teilen besteht als das Vorhergehende.

    Es muss daher eine Bedienungs- oder eine Gebrauchsanleitung sein. Diese zwei Arten von Anleitungen unterscheiden sich nur durch eine Kleinigkeit: Während wir komplexere Maschinen, die wir durch Befehle steuern müssen, bedienen, sind Gegenstände, die wir durch einfache Handgriffe nutzen, eher zum Gebrauchen. Einen Traktor, einen Mixer oder einen Computer, allgemein also ein Gerät, bedienen wir. Wir brauchen dazu also technisches Wissen. Materialien, die ohne viel technisches Wissen benutzt werden können, sind hingegen eher zum Gebrauch.

    Die obige Beschreibung ist also die Gebrauchsanleitung.

  • Ordne den Textformen die richtigen Beispiele zu.

    Tipps

    Versuche, dich an die einzelnen Einsatzgebiete von Beschreibungen zu erinnern! Was grenzt sie von Berichten und Erzählungen ab?

    Wann benutzt man einen eher sachlichen Stil, wann schreibt man in der Vergangenheit?

    Lösung

    Der einfachste Weg, eine Beschreibung von anderen Textarten abzugrenzen, ist zu schauen, ob ein wiederholbarer Vorgang oder ob ein Geschehnis in der Vergangenheit beschrieben wird. Ist der Text auf eine wiederholbare Handlung gerichtet, ist es eine Vorgangsbeschreibung. Ist es ein Bericht oder eine Erzählung, dann beschreiben diese eine einmalige Handlung in der Vergangenheit. Dabei ist der Bericht eher sachlich geschrieben und die Erzählung fiktiv und emotional.

    Zudem können wir Rezepte von Anleitungen unterscheiden: Rezepte verwenden wir für Essen oder die Einnahme von Medikamenten, Anleitungen hingegen für Vorgangsbeschreibungen zur Veränderung von Objekten.

  • Bestimme die formalen und stilistischen Merkmale einer Vorgangsbeschreibung.

    Tipps

    Eine Vorgangsbeschreibung muss klar und logisch geordnet sein, sodass ihr der Adressat oder die Adressatin folgen kann.

    Eine Vorgangsbeschreibung sollte sehr genau beschreiben, wie die Teilschritte zusammenhängen. Hierfür sind präzise Verben notwendig.

    Lösung

    Eine Vorgangsbeschreibung ist eine Textsorte, die in erster Linie informieren und nicht unterhalten will. Daher hat sie - im Unterschied zur Erzählung - andere stilistische Merkmale:

    • Weil sie möglichst verständlich sein will, verwendet sie einen einfachen Satzbau.
    • Weil sie möglichst genau beschreiben will, verwendet sie präzise Fachwörter und genaue Verben.
    • Weil sie eine Veränderung durch bestimmte Handlungen beschreibt, hat sie einzelne aufeinanderfolgende Schritte, die zeitlich und eventuell kausal geordnet sind.
    • Weil sie nicht einschläfernd wirken will, verwendet sie möglichst unterschiedliche Satzanfänge. Deshalb beginnen wir nicht immer mit dann, sondern weichen auf andere Wörter wie anschließend, nachdem, im Anschluss, danach, zuerst, zuletzt aus.
    • Weil sie wiederholbar ist, schreiben wir sie im Präsens.
  • Erschließe die korrekte Reihenfolge der Vorgangsbeschreibung.

    Tipps

    Wir haben verschiedene Möglichkeiten, um Anfang, Verlauf und Ende einer Beschreibung zu kennzeichnen.

    Überlege zuerst: Welche Ausdrücke verwenden wir, um Vorgänge zu beschreiben, die als Erstes kommen und am Anfang stehen?

    Überlege dann: Welche Wörter kennzeichnen den Fortschritt einer Handlung? Danach überlege: Welche Wörter würdest du am Schluss benutzen?

    Der Koriander wird nach dem Zitronengras und dem Ingwer geschnitten.

    Lösung

    Wir versuchen, bei einer Beschreibung eine möglichst große Vielfalt von Satzanfängen zu verwenden. Eine Vorgangsbeschreibung hat immer aufeinanderfolgende Schritte, daher sind die einzelnen Handlungsanweisungen zeitlich geordnet. Dies können wir mit verschiedenen zeitangebenden Wörtern erreichen. Dabei verwenden wir am besten die grobe Aufteilung in Anfang, Mittelteil und Ende.

    • Für den Anfang werden Wörter wie am Anfang, zuerst, anfangs, als Erstes verwendet.
    • Für den Mittelteil versuchen wir möglichst das Wort dann zu vermeiden. Alternativen sind: danach, anschließend, im Anschluss, als Nächstes oder gegebenenfalls auch nun und jetzt.
    • Den Schluss können wir einleiten mit Wörtern wie zuletzt, schließlich, am Ende, am Schluss, schlussendlich.