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„Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“ (Bechstein) 06:56 min

Textversion des Videos

Transkript „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“ (Bechstein)

Hallo! Ich bin Martina und in diesem Video dreht sich alles um die Fabel. Wir sehen uns zusammen die Fabel vom Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel an. Ich zeige dir zuerst die Handlung und du überlegst dir schon mal was das Besondere, also was die Merkmale einer Fabel sind. Anschließend sehen wir uns die beiden Hauptakteure, nämlich den Hasen und den Igel an und versuchen ihren Charakter zu beschreiben und überlegen welche Eigenschaften man den beiden Tieren in der Fabel zuschreibt. Du brauchst auch keine Vorkenntnisse, denn alles was du wissen musst, lernst du in diesem Video. Bist du bereit? Dann geht's los mit dem Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel.

Es war an einem wunderschönen Sonntagmorgen in der Herbstzeit, als der Igel vor seiner Tür stand und in den Morgenwind ein Liedchen trällerte. Plötzlich fiel ihm ein, dass er ja ein bisschen auf dem Feld spazieren gehen könnte. Er war noch nicht weit von seinem Haus weg, als er plötzlich dem Hasen begegnete, der ebenfalls einen Sonntagsspaziergang machte. Als der Igel den Hasen erblickte, grüßte er ihn mit einem freundlichen “Guten Morgen!”. Der Hase war zwar auf seine Weisheit ein vornehmer Herr, aber er war auch voller Hochmut und erwiderte den Gruß des Igels nicht, sondern sagte nur hochmütig zu ihm: „Wie kommt es denn, dass du so früh am Morgen hier auf dem Feld herumläufst?” „Ich gehe spazieren“, sagte der Igel. „Spazieren“, lachte der Hase. „Ich denke, du könntest die Beine auch zu besseren Dingen gebrauchen“. Diese Antwort ärgerte den Igel natürlich sehr, denn alles kann er vertragen, aber auf seine Beine lässt er nichts kommen, eben weil sie von Natur so schief sind. „Du bildest dir wohl ein“, entgegnete der Igel, „dass du mit deinen Beinen besseres ausrichten könntest“. „Ja, das denke ich“, antwortete der Hase. „Das kommt auf einen Versuch an“, meinte der Igel. „Ich behaupte, wenn wir wettlaufen, laufe ich an dir vorbei“. „Das ist zum Lachen, du mit deinen krummen Beinen“, rief der Hase. „Aber von mir aus mag es sein. Wenn du so übergroße Lust hast. Was gilt die Wette?” “Einen Euro und eine Flasche Limonade“. „Angenommen“, sagte der Hase. „Schlag ein, dann kann es gleich losgehen. “So eilig ist es nicht”, entgegnete der Igel. “In einer halben Stunde bin ich wieder hier“. Der Igel drehte sich um und lief nach Hause. Unterwegs überlege er sich, dass der Hase sich zwar auf seine langen Beine verlässt, aber er würde es ihm schon zeigen. Er denkt zwar er ist schlau, aber er ist doch nur ein dummer Kerl. Als er zu Hause ankam, sagte er zu seiner Frau: „Komm, zieh dich schnell an, wir überlisten den Hasen.” “Worum geht es denn?”, fragte Frau Igel. Und ihr Mann erzählte ihr von der Wette mit dem Hasen und wie er ihn überlisten will. Als sie am Acker ankamen, ging der Igel allein zu der Stelle, an der er mit dem Hasen verabredet war. „Kann’s losgehen?“, fragte der Hase. „Jawohl“, antwortete der Igel. Und damit stellte sich jeder in seine Furche und der Hase zählte. „Eins, zwei, drei“ und los lief er, wie der Blitz den Acker hinunter. Der Igel aber machte ungefähr nur drei Schritte und dann duckte er sich in der Furche und blieb ruhig sitzen. Als der Hase nun in vollem Lauf unten ankam, rief ihm Frau Igel lauthals entgegen: „Ich bin schon da!“ Der Hase stutzte, denn Frau Igel sieht genauso aus wie ihr Mann und deshalb dachte der Hase, Herr Igel stünde vor ihm. “Das geht nicht mit rechten Dingen zu”, rief er, “es wird noch einmal gelaufen.” Und so lief er wieder wie der Blitz, dass ihm die Ohren nur so flatterten. Aber als er diesmal oben am Feld ankam, rief der Igel ihm entgegen: „Ich bin schon da!“ Der Hase war schon außer sich vor Eifer und rief: „Es wird noch einmal gelaufen.“ „Von mir aus“, antwortete der Igel, „so oft du Lust hast.” So lief der Hase 73 Mal und jedes Mal, wenn er unten oder oben am Feld ankam, riefen der Igel oder seine Frau: „Ich bin schon da!” Beim 74. Mal stürzte der Hase zu Boden und blieb tot auf dem Acker liegen. Der Igel und seine Frau aber nahmen den Euro und die Flasche Limonade und gingen zusammen nach Hause. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Das war der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel. Hat dir die Fabel gefallen? Was ist denn das Besondere an einer Fabel? Genau, im Mittelpunkt der Handlung stehen Tiere, die wie Menschen handeln und denken und sogar sprechen. In dieser Fabel waren es der Hase und der Igel. Und wie in jeder Fabel werden auch hier den Tieren bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, die dem menschlichen Charakter gleich sind. Zum Beispiel sagt man vom Hasen, das er vorlaut, aber auch etwas ängstlich ist. Vorlaut trifft auf den Hasen auf jeden Fall zu, besonders ängstlich scheint aber nicht. Aber er ist hochmütig und er bildet sich sehr viel auf seine langen Beine ein. Vom Igel sagt man, dass er zurückhaltend und schüchtern ist. Unser Igel ist nicht besonders schüchtern, aber auch nicht so vorlaut wie der Hase. Er ist auf jeden Fall schlau und weiß, wie er den Hasen überlisten kann. Und was ist die Moral am Ende der Geschichte? Das keiner und wenn er sich auch noch so vornehm schätzt, sich über ein geringeres Wesen lustig machen sollte, auch wenn es nur ein Igel ist. Und damit sind wir am Ende des Videos angekommen. Ich hoffe es hat dir gefallen, bis zum nächsten Mal.

25 Kommentare
  1. DANKE;D
    XD
    Liebe deine videos sind die besten ich verstehe alles ist alles super erklärt bitte mach weiter so!

    Von Yiren Y., vor 8 Monaten
  2. Hallo Donata72,
    vielen Dank für deine Frage. „Der Hase und der Igel“ ist ein volkstümlich überliefertes Märchen, das die Gebrüder Grimm 1843 in ihrem Buch „Kinder und Hausmärchen“ aufgeschrieben haben. Es gibt allerdings auch noch die Fabel von Äsop, die „Die Schildkröte und der Hase“ heißt, das stimmt. In diesem Video wird die Fabel ganz frei umformuliert und interpretiert und nicht 1:1 nacherzählt, daher wurden ein Igel und ein Hase als Figuren gewählt. Die Moral ist jedoch am Ende die gleiche.
    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 9 Monaten
  3. liebe deine videos sind die besten ich verstehe alles ist alles super erklärt bitte mach weiter so! :')

    Von M Sanuri, vor 9 Monaten
  4. heisst es nicht "der Hase und die Schildkröte"?

    Von Donata72, vor 9 Monaten
  5. ALLES KLAR

    Von Malermeister Brink, vor 10 Monaten
  1. Hallo Happy Cat,
    das stimmt, die Redewendung „...und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ benutzt man eigentlich in Märchen und nicht in Fabeln. In unserem Video wurde die Geschichte vom Hasen und Igel aber sowieso ein wenig abgeändert und modernisiert und so ist auch dieser lustige Schlusssatz entstanden.
    Viel Spaß weiterhin beim Schauen unserer Videos.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 12 Monaten
  2. Bei einer fabel sagt man nicht "...und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie noch heute "

    Von Happy Cat, vor 12 Monaten
  3. Gut erzählt und lebendig. Danke

    Von Hc0, vor etwa einem Jahr
  4. Hallo Monschterle,
    vielen Dank für deine Frage. Es ist tatsächlich so, dass der Hase in der originalen Fabel am Ende zu Boden stürzt und tot auf dem Platz liegen bleibt.
    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor mehr als einem Jahr
  5. Es ist alles sehr gut erklärt aber warum stirbt der Hase am schluss der hat doch dann einfach nur aufgegeben dachte ich?

    Von Monschterle, vor mehr als einem Jahr
  6. war ziemlich gut

    Von Ute Gansel, vor fast 2 Jahren
  7. war sehr gut habs endlich verstande:)

    Von Im Jaeger, vor fast 2 Jahren
  8. ich finde es war sehr gut erklärt ❤🤣👍👍👍👍👍👍👍👍👍💕🙌

    Von Flicka44, vor fast 2 Jahren
  9. sehr sehr gut

    Von Michael 48, vor etwa 2 Jahren
  10. Sehr gut.😀👍

    Von Sabine Hakenes, vor etwa 2 Jahren
  11. Ich fande es sehr gut :)

    Von Emily S., vor etwa 2 Jahren
  12. Ich habe es kaum verstanden

    Von Jessyca B., vor etwa 2 Jahren
  13. Dieses Video ist sooooo toll :) ! Ich habe mich richtig in diese Geschichte vertieft

    Von natalia k., vor mehr als 2 Jahren
  14. waaaarum musste der hase sterben );

    Von Max The Best, vor mehr als 2 Jahren
  15. schön

    Von Mecklen, vor etwa 3 Jahren
  16. Ich finde es hat sehr geholfen :D
    Also ich habe alles verstanden und ihr ?

    grüße Ben

    Von Elfiefee, vor mehr als 3 Jahren
  17. danke

    Von Roman Ionkin, vor fast 4 Jahren
  18. Vielen Dank für eure Kommentare. Wir freuen uns, dass euch das Video gefällt.

    Beste Grüße
    Eure Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor mehr als 4 Jahren
  19. schön erzählt

    Von Hartmutrethfeld, vor mehr als 4 Jahren
  20. liebe Martina,
    ich fand dein Video gut man hat es verstanden und es hat mir weiter geholfen.Die Eigenschaften der Tiere zu verstehen und sie dem Tier zuzuordnen.DANKE
    grüße Cevin

    Von R Coester, vor fast 5 Jahren
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„Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“ (Bechstein) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“ (Bechstein) kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die wahren Angaben aus der Fabel „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel”.

    Tipps

    Die Tiere der Fabel haben ganz bestimmte Charaktereigenschaften. So kannst du als Leser bereits zu Beginn wissen, wie sich die Tiere verhalten werden.

    • Der Hase ist vorlaut.
    • Der Igel ist klug.
    Lösung

    „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel” (Bechstein)

    In der Fabel geht ein Igel spazieren und trifft einen Hasen. Weil der Hase sich über die Beine des Igels lustig macht, fordert der Igel diesen zu einem Wettlauf heraus. Der Igel plant zusammen mit seiner Frau, dem Hasen eine Lehre zu erteilen. Aufgrund einer List gelingt es dem Igelpaar, immer als erstes im Ziel zu sein. Der Hase kann sich seine Niederlage nicht eingestehen und will wieder und wieder gegen den Igel laufen. Beim 74. Mal fällt der Hase tot um. Der Igel und seine Frau gehen mit dem gewonnenen Euro und der Flasche Limonade nach Hause. Die Moral von der Fabel ist, dass keiner, und wenn er sich auch noch so vornehm schätzt, sich über einen geringen Mann lustig machen soll, und wäre es auch nur ein Igel.

  • Gib die Handlung der Fabel „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“ wieder.

    Tipps

    Fabeln haben einen dreigeteilten Aufbau. Nach der Anfangssituation folgt eine Konfliktsituation. Am Ende der Fabel steht die Lösung. Den meisten Fabeln wird als viertes Glied eine Moral bzw. Lehre hinzugefügt.

    Die Konfliktsituation umfasst eine Aktion und Reaktion bzw. eine Rede und Gegenrede.

    Lösung

    In der Fabel „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“ treffen ein Igel und ein Hase aufeinander. Die Ausgangssituation beschreibt den Spaziergang des Igels und das Treffen mit dem Hasen. Die Konfliktsituation entsteht dadurch, dass sich der Hase über den Igel lächerlich macht, indem er den Igel wegen seiner Beine verspottet. Daraufhin fordert der Igel den Hasen heraus. Der Igel hat bereits einen Plan, um dem Hasen eine Lehre zu erteilen. Der Igel und seine Frau positionieren sich jeweils am Anfang und am Ende der Wettlaufstrecke und rufen dem Hasen bei jedem Lauf entgegen, dass sie schon da seien. Dies geht genau 73 mal so, beim 74. Mal fällt der Hase tot um. Der Igel und seine Frau haben die Wette gewonnen und gehen vergnügt nach Hause. Am Schluss steht die Moral.

  • Benenne die Merkmale einer Fabel.

    Tipps

    Ein Merkmal der Fabel bezieht sich auf die Protagonisten einer Fabel.

    Der Leser soll aus der Fabel lernen, wie man sich richtig verhält.

    Lösung

    Fabeln gehören zur Gattung der Epik. In Fabeln sind die Protagonisten meist Tiere, die wie Menschen handeln, denken und fühlen. Die Tiere sind mit ganz bestimmten Charaktereigenschaften ausgestattet, so kann der Leser gleich zu Beginn einer Fabel voraussehen, wie sich die Tiere verhalten werden. In der Fabel „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“ kommen nur zwei Tierarten vor. Dem Igel werden die Eigenschaften der Zurückhaltung und Klugheit zugesprochen. Dadurch weiß er, wie er dem Hasen eine Lehre erteilen kann.

    Fabeln sind kurze Erzählungen, ohne Angabe von Zeit oder Ort der Handlung. Beim Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel wird lediglich von einem Sonntagmorgen im Herbst gesprochen, Näheres wird nicht benannt.

    Fabeln handeln von grundlegenden Themen wie Gier, Neid oder Eitelkeit, um den Menschen aufzuzeigen, wie man sich richtig verhält. Um dies dem Leser zu verdeutlichen, ist der Fabel „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“ eine belehrende Moral angehängt. Diese sagt, dass man sich über kein Wesen, und sei es noch so gering, lustig machen sollte.

    Fabeln besitzen wie Märchen einen typischen Aufbau. Nach der Anfangssituation folgt die Konfliktsituation mit Aktion und Reaktion. Am Schluss steht die Lösung und meist eine belehrende Moral. Diesen typischen Aufbau kannst du auch gut in der Fabel „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“ erkennen. Die Anfangssituation umfasst die Beschreibung des Spaziergangs des Igels. Daraufhin folgt die Konfliktsituation mit einer Aktion und Reaktion. Der Hase macht sich über den Igel lustig, der Igel fordert ihn daraufhin zum Wettlauf heraus. Die Lösung liegt im Plan und der Durchführung des Igels zusammen mit seiner Frau.

  • Analysiere die Fabeln und benenne die Moral.

    Tipps

    Die Moral beinhaltet eine Lebensweisheit, die unmittelbar aus der Fabel gezogen werden kann.

    Lösung

    • Die Moral aus der Fabel „Zwei Frösche“ soll dem Leser aufzeigen, nicht vorschnell zu handeln. Es ist immer besser erst nachzudenken, da es sich das Handeln im Nachhinein als Falsch herausstellen kann.
    • Die Fabel „Der Löwe, der Fuchs und der Esel" lehrt, aus dem Handeln der Mitmenschen zu lernen, um eigene Fehler zu vermeiden und auf böse Überraschungen vorbereitet zu sein.
    • Die Moral aus der Fabel „Die Ziege und der Ziegenhirt" besagt, dass es nichts bringt, eine schlechte Tat zu leugnen, da die Wahrheit durch die Tat selbst ans Tageslicht kommt.
    Quelle der Textbeispiele:

    Quelle 1: Aesop (1979): Zwei Frösche. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/aesop-fabeln-1928/14. [Abgerufen am 16.05.17] Quelle 2: Aesop: Die Ziege und der Ziegenhirt. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/aesop-fabeln-1928/16. [Abgerufen am 26.05.17] Quelle 3: Aesop: Der Löwe, der Fuchs und der Esel. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/aesop-fabeln-1928/43. [Abgerufen am 25.05.17]

  • Gib an, bei welchen Sätzen es sich um eine Moral handelt.

    Tipps

    Das Wort Moral kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt „die Sitten betreffend”. In Fabeln steht die Moral in Form eines Satzes am Ende. Der Leser soll dadurch lernen, wie man sich richtig verhält.

    Eine Redewendung ist dagegen ein Sinnbild ohne einen vollständigen Satz zu ergeben. Oftmals kennen wir gar nicht die eigentliche Bedeutung der Redewendung.

    Beispiele für Redewendungen:

    • auf die Folter spannen
    • sich etwas abschminken
    • das passt wie die Faust auf's Auge
    Lösung

    Eine Redewendung ist eine feste Verbindung mehrerer Wörter. Sie erzeugt dabei ein Sinnbild, ohne dass wir oftmals die eigentliche Bedeutung der Redewendung kennen. Redewendungen besitzen zwar feste Bestandteile, sie ergeben aber keinen vollständigen Satz.

    Die Sätze, die eine Moral enthalten, lauten:

    • Niemand sollte sich über ein geringeres Wesen lustig machen.
    Diese Moral ist aus der Fabel „Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel“ abgeleitet und bedeutet, dass man sich über niemanden lustig machen sollte, weil es leicht passieren kann, dass man am Schluss dafür bestraft werden kann. Im Falle des Hasen aus der Fabel mit dem Tod.
    • Was dir heute nutzt, das kann dir morgen schaden, darum denke nach, bevor du handelst.
    Diese Moral aus der Fabel „Zwei Frösche“ nach Aesop soll einem raten, nicht ohne nachzudenken zu handeln. Denn wer handelt ohne zu denken, kann sich schnell in eine schwierige Situation bringen.
    • Auch der Starke braucht manchmal Hilfe vom Schwachen.
    Diese Moral bezieht sich auf die Fabel „Der Löwe und die Maus“ von Aesop. Dabei geht es darum, dass selbst jemand wie ein starker, mächtiger Löwe in Situationen geraten kann, in denen einem nur ein vermeintlich Schwächerer heraus helfen kann. So zeigt sich, dass jeder Stärken und Schwächen besitzt.
    • Was du nicht willst, das man dir tut, das füg' auch keinem anderen zu.
    Diese Moral stammt aus der Fabel „Der Fuchs und der Storch“ von Aesop. Allerdings findet man diese Moral auch bei vielen anderen Fabeln. Daneben gilt diese Moral auch als alter Grundsatz des ethischen Verhaltens.
    • Wer reich ist, hat viele Sorgen.
    Diese Moral stammt aus der Fabel „Von der Stadtmaus und der Feldmaus“ von Martin Luther. Die reiche Stadtmaus hat viele Feinde und muss ständig um ihr Leben fürchten. Die Feldmaus lebt hingegen sicher und ruhig in ihrem Feldloch. Auf den Menschen übertragen, könnte dies bedeuten, dass Menschen mit viel Besitz auch viele Neider haben, die den Besitz wegnehmen wollen und man sich als reicher Mensch nie sicher fühlen kann.
  • Ordne die Fabelelemente richtig zu.

    Tipps

    Aktion und Reaktion werden auch als Rede und Gegenrede bezeichnet.

    Lösung

    Der Rabe und der Fuchs (Aesop)

    • Ausgangssituation : Ein Rabe hatte einen Käse gestohlen, flog damit auf einen Baum und wollte dort seine Beute in Ruhe verzehren. Da es aber der Raben Art ist, beim Essen nicht schweigen zu können, hörte ein vorbeikommender Fuchs den Raben über dem Käse krächzen.
    • Aktion: Er lief eilig hinzu und begann den Raben zu loben: „O Rabe, was bist du für ein wunderbarer Vogel! Wenn dein Gesang ebenso schön ist wie dein Gefieder, dann sollte man dich zum König aller Vögel krönen!”
    • Reaktion: Dem Raben taten diese Schmeicheleien so wohl, dass er seinen Schnabel weit aufsperrte, um dem Fuchs etwas vorzusingen. Dabei entfiel ihm der Käse.
    • Lösung: Den nahm der Fuchs behänd, fraß ihn und lachte über den törichten Raben.

    Der Wolf und der Kranich (Aesop)

    • Ausgangssituation: Ein Wolf hatte ein Schaf erbeutet und verschlang es so gierig, daß ihm ein Knochen im Rachen steckenblieb. In seiner Not setzte er demjenigen eine große Belohnung aus, der ihn von dieser Beschwerde befreien würde.
    • Aktion: Der Kranich kam als Helfer herbei; glücklich gelang ihm die Kur, und er forderte nun die wohlverdiente Belohnung.
    • Reaktion: „Wie?” höhnte der Wolf, „du Unverschämter! Ist es dir nicht Belohnung genug, daß du deinen Kopf aus dem Rachen eines Wolfes wieder herausbrachtest?
    • Lösung: Gehe heim, und verdanke es meiner Milde, daß du noch lebest!”

    Zwei Frösche (Aesop)

    • Ausgangssituation: In einem außerordentlich heißen Sommer war ein tiefer Sumpf ausgetrocknet und die Frösche, die bisherigen Bewohner desselben, mussten sich nach einem anderen Wohnort umsehen. Zwei derselben kamen auf ihrer Wanderschaft zu einem tiefen Brunnen, worin es noch Wasser gab.
    • Aktion: „Ei! Sieh da!” rief der eine. „Warum wollen wir weitergehen? Lass uns hier hinunterhüpfen!”
    • Reaktion: „Halt!", antwortete der andere,
    • Lösung: „das Hinunterkommen ist zwar ganz leicht, aber wenn auch der Brunnen eintrocknet, wie willst du dann wieder herauskommen?"
    Quelle 1: Aesop (1965): Rabe und Fuchs. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/aesop-fabeln-1928/9. [Abgerufen am 16.05.17] Quelle 2: Quelle: Aesop (1979): Der Wolf und der Kranich. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/aesop-fabeln-1928/12. [Abgerufen am 16.05.17] Quelle 3: Aesop (1979): Zwei Frösche. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/aesop-fabeln-1928/14. [Abgerufen am 16.05.17]