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„Aus dem Leben eines Taugenichts“ – Inhaltsangabe (Eichendorff) 08:09 min

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Transkript „Aus dem Leben eines Taugenichts“ – Inhaltsangabe (Eichendorff)

Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts - Inhaltsangabe Ein junger Müllersbursche schaut verschlafen in den Frühlingsmorgen. Sein Vater arbeitet schon seit Stunden und schimpft den Sohn einen “Taugenichts”. Er solle in die Welt hinaus gehen und sich sein Brot selbst verdienen! Erfreut schnappt sich der Taugenichts seine Geige und wandert ohne Ziel aus dem Dorf hinaus. Dabei singt er frohgemut sein Lied: “Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt, dem will er seine Wunder weisen in Berg und Tal und Strom und Feld.” Schon bald hält ein Reisewagen neben ihm. Zwei schöne, vornehme Damen bieten dem Wandersmann an, ihn ein Stück mitzunehmen. Noch ahnt der Taugenichts nicht, dass diese Bekanntschaft über seinen weiteren Lebensweg entscheiden wird. Er findet sich schließlich in der Einfahrt eines schönen Schlosses wieder, wo ihm eine Stelle als Gärtnerbursche angeboten wird. Der Taugenichts nimmt an, denn er hat sich in die “schöne gnädige Frau” aus dem Reisewagen verliebt. Da er sie für adlig und unerreichbar hält, singt er ihr aus der Ferne Lieder, stets in der Hoffnung sie zu sehen. Die Angebetete vermeidet aber jeden Blickkontakt. Der Taugenichts interpretiert dies als Ablehnung und empfindet tiefen Liebeskummer. Als der Zolleinnehmer des Landguts stirbt, wird der Taugenichts dessen Nachfolger. Nebenher legt er einen Blumengarten an und bindet jeden Tag einen Strauß für die Verehrte. Umso größer ist die Freude des Taugenichts, als er für “die gnädige Frau” anlässlich eines Maskenballs Blumen bereitstellen soll. Er weiß allerdings nicht, dass damit die Gräfin und nicht die verehrte “liebe schöne Frau” gemeint ist. Seine Angebetete sieht er dabei mit dem Schlossherrn auf dem Balkon, weiß aber nicht, dass sie lediglich Geburtstag hat. Stattdessen deutet er die Feier als Verlobung. Enttäuscht zieht der Taugenichts mit seiner Geige Richtung Italien. Er ist zwar traurig, aber auch fröhlich, wieder frei zu sein und singt aus vollem Halse. Während der Reise wird er in einem Dorf von zwei Reitern entführt, die sich als Maler namens Herr Guido und Herr Leonhard ausgeben. Sie halten ihn für ortskundig, er soll ihnen den “Weg nach B” zeigen. Bald erkennen sie den Taugenichts vom Schloss in ihm, während der nicht mal bemerkt, dass er in eine Entführungsgeschichte im Auftrag seiner Herrschaft verwickelt und einer der Reiter eigentlich eine Frau ist. Im Dorf B. steht ein prächtiger Wagen mit vier Postpferden bereit. Der Taugenichts soll seine Kleidung durch vornehme Montur ersetzen. Dann geht es los nach Italien. Nach einer Übernachtung in einem Rathaus muss der Taugenichts morgens feststellen, dass die beiden “Maler” verschwunden sind. Sie haben ihm aber einen vollen Geldbeutel und den Postwagen zurückgelassen. Der Taugenichts setzt seine Fahrt fort, deren Weg offensichtlich festgelegt ist. Er erreicht schließlich ein “großes altes Schloss” und wird herrschaftlich empfangen. Er merkt nicht, dass alle eine als Mann verkleidete junge Dame erwartet haben, für die sie ihn jetzt halten. Das angenehme Leben im Schloss “eines reichen Grafen” unterbricht ein Brief, unterzeichnet mit “Aurelie”. Der Taugenichts ist sich sicher, dass er von der “schönen jungen Frau” ist und will sich überglücklich auf den Weg zu ihr machen. Der Brief ist aber eigentlich für die gräfliche Tochter Flora gedacht, die sich als Maler verkleidet im Schloss aufhalten soll und für die der Taugenichts fälschlicherweise gehalten wird. Der muss sich nun aus den verschlossenen Zimmer und der versperrten Schlossanlage nach draußen retten. Bald passiert der Taugenichts das Stadttor von Rom. Als er aus einem Garten das Lied vernimmt, das die “schöne gnädige Frau” zu singen pflegte, übersteigt er die Gartenmauer. Die Sängerin flieht unerkannt. Beim Warten auf ihre Wiederkehr schläft der Taugenichts ein. Am nächsten Morgen bestätigt ihm ein Landsmann, ein Maler, dass eine Gräfin aus Deutschland sich nach zwei Malern und einem jungen Musikanten mit Geige erkundigt habe. Der Taugenichts identifiziert sich sofort und glaubt seine Angebetete in der Nähe. Orientierungslos läuft der Taugenichts durch Rom. Zufällig trifft er auf ein streitenden Paar. Der weibliche Teil stellt sich zur Überraschung des Taugenichts als Kammerjungfer seiner Herrschaft heraus. Sie steckt ihm einen Zettel zu, wo und wann die “schöne junge Gräfin” ihn erwarte. Doch entpuppt sich diese als eine korpulente, mächtige Dame, die an einem Liebesabenteuer interessiert ist. Der Taugenichts erfährt, dass die von ihm Gesuchten längst wieder in Deutschland seien. Er beschließt, das “falsche Italien” zu verlassen. An der Grenze zu Österreich trifft er mit Prager Studenten zusammen. Die sind ebenfalls auf dem Weg zum Schloss bei Wien, wo ihnen der Portier des Schlosses eine Unterkunft besorgen soll. Auf der gemeinsamen Schiffsfahrt die Donau hinunter erzählt ein Geistlicher, dass es auf dem Schloss bald eine Hochzeit geben werde. Der Taugenichts glaubt sofort an sich als Bräutigam. Doch ein ebenfalls anwesendes Mädchen, das auf dem Schloss eine Stelle antreten wird, hat die Hochzeits-Information nicht. Freudig spaziert der Taugenichts nach der Ankunft an seinem Zollhaus vorbei, da hört er eine Stimme ein wohlbekanntes Lied singen: “Maler Herr Guido” sitzt nun in seiner eigentlichen Gestalt als Flora, der Tochter des Grafen am Teich, neben der “schönen gnädigen Frau”. Der auch anwesende “Maler Herr Leonhard” ist in Wirklichkeit ein reicher Graf aus der Nachbarschaft, der Flora wegen eines aufdringlichen Verehrers aus der Pensionsanstalt nach Italien entführte, sich dann mit Floras Mutter, der Gräfin, versöhnte und Flora jetzt heiraten möchte. Die “schöne gnädige Frau” ist in Wirklichkeit die verwaiste Nichte des Portiers namens Aurelie und damit keine Adlige. Einer Heirat steht somit nichts mehr im Weg. Der Taugenichts hat also alles richtig gemacht: Sich unbekümmert treiben lassen und in Gott vertraut, dass alles gut wird. So lautet die letzte Zeile seines Liedes:

“Den lieben Gott lass ich nur walten, der Bächlein, Lerchen, Wald und Feld und Erd und Himmel will erhalten, hat auch mein Sach aufs Best bestellt.”