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Aufbau einer Zeitung 07:23 min

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Transkript Aufbau einer Zeitung

Hallo, ich bin Ronald und werde euch heute den Aufbau einer Zeitung erklären. Dies ist die Einführung zum Thema. Weißt du welche inhaltlichen Bereiche zu einer Zeitung gehören? Das heißt, welche Themen sie abdeckt? Die fünf sogenannten klassischen Ressorts, so werden die Bereiche genannt, sind: die Politik, die Wirtschaft, der Sport, die Kultur und das Lokale. Die Beiträge der Ressorts setzen sich aus unterschiedlichen journalistischen Darstellungsformen zusammen. Diese unterscheiden sich zwischen Information und Meinung. Die einzelnen Themen wählen die jeweiligen Ressortleiter aus, sie entscheiden, welches Thema den höchsten Nachrichtenwert hat. Bei den informierenden Darstellungsformen dominiert das Kriterium der Objektivität, das heißt der Autor lässt seine eigene Meinung außen vor. Bei den einzelnen Formen handelt es sich um die Kurzmeldung, die Nachricht und den Bericht. Bei der Kurzmeldung dominiert eine äußerst kompakte Information, die häufig von Nachrichtendiensten kommt, das heißt nicht von der Zeitung verfasst wurde. Manchmal bereitet die Redaktion aber auch die Kurzmeldung textlich auf. Das gleiche gilt für die Nachricht, die ebenfalls eine sehr kompakte Darstellungsform enthält, aber etwas ausführlicher daherkommt. Noch ausführlicher kommt der Bericht. Das ist die längere Darstellung eines Ereignisses. Allen drei Formen gemein ist, dass das Wichtigste zuerst kommt, Hintergrundinformationen schließen sich an. Der Tempus ist das Präteritum. Es gibt noch weitere Textformen. Die wichtigsten sind die Reportage, das Feature und das Interview. Die Reportage ist eine lebendige Darstellung dessen, was ein Reporter erlebt hat. Meist im Präsens verfasst, der Leser hat hierbei das Gefühl, direkt am Geschehen beteiligt zu sein. Auch das Feature benutzt Reportage-Elemente, meist jedoch nur als Einstieg, um dann ein allgemeines Thema zu behandeln, das nicht an die Tagesaktualität gekoppelt ist. Das Interview, auch eine sehr populäre Form, stellt ein Gespräch dar, gibt das Gesagte also im originalen Wortlaut wieder. Dieser Wortlaut wird häufig vom Interviewten autorisiert. Das heißt, er gibt sein Statement frei. Auch bei den meinungsäußernden Darstellungsformen existieren unterschiedliche Textformate. Die wichtigsten sind die folgenden: der Leitartikel, der Kommentar, die Glosse, die Kolumne und die Kritik. Der Leitartikel hängt nicht am tagesaktuellen Geschehen, sondern behandelt Trends und Entwicklung. Der Leitartikel gibt im Regelfall die Meinung der gesamten Redaktion wieder. Der Kommentar hingegen gibt die Meinung eines einzelnen Autors zu einem tagesaktuellen Geschehen wieder. Auch die Glosse ist subjektiv verfasst, allerdings sprachlich pointierter, das heißt witziger, manchmal auch scharfzüngiger. Entsprechendes Stilmittel sind Wortspiele, Ironie und Metaphern. Ebenfalls verwandt ist die Kolumne, die meist ein bekannter Autor verfasst. Dessen Meinung muss nicht unbedingt der der Redaktion entsprechen. Es kann sich hierbei um eine Kontroverse und zugespitzte Argumentation handeln. Die Kritik oder Rezension bezieht häufig auf Bücher, CDs, Filme, Konzerte oder Theater- oder Opernaufführungen. Diese werden vom Autor eingeschätzt, geprüft sozusagen. Kritik kommt von der Prüfung. Somit haben eine CD-Kritik oder eine Buchbesprechung für den Leser einen direkten Nutzwert, denn bei einer guten Kritik spricht einiges dafür, sich das jeweilige Erzeugnis zu kaufen. Die informativen und meinungsbildenden Darstellungsformen bilden den redaktionellen Teil. Neben diesem gibt es noch die Anzeigen, die Fremdfirmen gestalten. Der Auftraggeber, meist mittelständische oder große Firmen, bezahlen für das Erscheinen der Anzeigen, die sie selbst oder ein Produkt bewerben. Hast du schon mal den Begriff Boulevard-Zeitung oder Yellow Press, wie es im Englischen heißt, gehört? Der Name entstand im 19. Jahrhundert und zwar durch die Tatsache, dass diese Zeitungen früher nur auf der Straße, dem Boulevard, verkauft wurden und nicht im Abonnement erhältlich waren. Als erste Boulevard-Zeitung der Welt gilt der “Examiner”, der 1865 in San Francisco in den Vereinigten Staaten erschienen. Als deutsches Äquivalent wiederum gilt die “BZ”, die “Berliner Zeitung”. Sie erscheint seit 1904. Boulevard-Zeitungen gelten als weniger seriös, weil sie die unterschiedlichen journalistischen Darstellungsformen gern miteinander mischen. Das heißt meinungsäußernde Darstellungsformen und Informationen nicht trennscharf behandeln. Ebenso fallen große und meist auch sehr reißerische Überschriften auf. Dazu arbeiten Boulevard-Zeitungen mit großflächigen Fotos und wenig Text, der meist keine Hintergrundinfos enthält. Der angeschlagene Ton ist selten objektiv, im Regelfall emotional, richtet sich direkt an den Leser. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen hat es beispielsweise die Bild-Zeitung zur auflagenstärksten Zeitung Europas geschafft. Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Video. Ronald

7 Kommentare
  1. sehr gut

    Von Cedric C., vor 8 Monaten
  2. moin

    Von Alpha N., vor etwa einem Jahr
  3. Hallo Carl,
    in der Regel findest du die Arbeitsblätter auf dieser Seite unterhalb der Übung. Allerdings ist dieses Video noch nicht mit einer interaktiven Übung bestückt, sondern nur mit einer einzelnen Frage. Sobald es die Übung gibt, findest du dann auch die Arbeitsblätter dazu. Daran arbeiten wir stetig.
    Hier ein Beispiel eines Videos, das solch eine interaktive Übung mit Arbeitsblättern bereits hat: http://www.sofatutor.com/deutsch/videos/sachtexte-analysieren-ueberblick?topic=658&back_button=1
    Viele Grüße

    Von Vreni Striggow, vor mehr als 2 Jahren
  4. Wi finde ich die übungsbletter

    Von Carl G., vor mehr als 2 Jahren
  5. Danke:)

    Von Deleted User 405612, vor mehr als 3 Jahren
  1. Danke für deine Hilfe ist sehr hilreich

    Von Cameliazz, vor mehr als 3 Jahren
  2. danke hat mir geholfen

    Von Sarah 11, vor mehr als 4 Jahren
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Aufbau einer Zeitung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Aufbau einer Zeitung kannst du es wiederholen und üben.

  • Definiere die journalistischen Darstellungsformen.

    Tipps

    Schaue Dir die einzelnen Darstellungsformen in einer Tageszeitung an.

    Lösung

    Die journalistischen Darstellungsformen unterteilen sich in 2 Bereiche:

    • Information: Kurzmeldung, Nachricht, Bericht, Reportage, Feature, Interview
    • Meinung: Leitartikel, Kommentar, Kolumne, Kritik
    Die Darstellungsformen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Lesenden zu informieren, sind in der Regel objektiv, das bedeutet sachlich, geschrieben. Im Gegensatz dazu stehen meinungsäußernde Darstellungsformen, in denen ein Autor oder auch die Redaktion ihre Meinung zu einem bestimmten Thema äußert. Somit ist der Text subjektiv. Häufig sind Wortspiele, Metaphern oder Ironie Teile dieser Darstellungsformen.

  • Entscheide, welche der Überschriften einer Boulevardzeitung zuzuordnen sind.

    Tipps

    Achte darauf, welche Themen in den Aussagen angesprochen werden. Sind es eher seriöse oder provokative Überschriften?

    Lösung

    Bevor du dich entscheiden kannst, ob es sich um die Überschrift einer Boulevardzeitung handelt, musst du dir vergegenwärtigen, was eine Boulevardzeitung ausmacht:

    • reißerische und provokative Überschriften
    • Emotionalität
    • wenig Hintergrundinformationen
    Die Überschriften in der Aufgabe sind so gestaltet, dass sie provokant, widersprüchlich und emotional ansprechend sind. Die Schlagzeilen sollen die Neugierde wecken und Emotionen wachrufen.

  • Zeige auf, welche Textsorten informativ und welche meinungsäußernd sind.

    Tipps

    Überlege, welche Darstellungsformen dir bekannt sind und ob diese eher informativ oder meinungsäußernd sind.

    Die informative Darstellungsform unterscheidet sich von der meinungsäußernden besonders darin, dass sie objektiv, also sachlich, ist.

    Lösung

    Um die einzelnen Textsorten der richtigen journalistischen Darstellungsform zuzuordnen, ist es wichtig sich vor Augen zu führen, was charakteristisch für jede einzelne Form ist.

    • Information
    Wie der Name schon sagt, hat der Autor des jeweiligen Textes die Intention, einen informativen Text zu verfassen. Das bedeutet, er sollte objektiv sein und über ein aktuelles Thema berichten, das den Leser interessiert. Ein Beispiel dafür wäre die Kurzmeldung, die den Leser knapp, aber informativ über ein aktuelles Ereignis unterrichtet.
    • Meinung
    Meinungsäußernde Texte geben die subjektive Meinung eines Autors wieder und können, müssen aber nicht, an tagesaktuelle Themen geknüpft sein. Die Kritik beispielsweise wird verfasst, um den Leser von einem Produkt zu überzeugen oder ihm davon abzuraten. Der Leser soll also beeinflusst werden.
  • Analysiere den Text hinsichtlich seiner Aussage.

    Tipps

    Versuche, dir die häufigsten journalistischen Darstellungsformen ins Gedächtnis zu rufen.

    Achte darauf, ob der Text Wortspiele und Metaphern enthält und versuche ihn, den informativen oder meinungsäußernden journalistischen Texten zuzuordnen.

    Lösung

    Schon während Du den Text liest, ist es wichtig darauf zu achten, ob dieser eher eine subjektive oder objektive Färbung hat.

    • Informative journalistische Texte, wie der Bericht oder die Kurzmeldung, sind sehr kurz und enthalten lediglich die wichtigsten Informationen.
    • Meinungsäußernde Texte werden vom jeweiligen Autor meist ausgeschmückt und enthalten neben vielen Informationen auch die subjektive Meinung des Autors.
    Dieser Text gehört zu den meinungsäußernden journalistischen Darstellungsformen (Kommentar) und will den Leser davon überzeugen, wie hilfreich die Handynutzung in der Schule sein kann.

    Quelle: Spiegel Online: Handys an Schulen - verbieten oder nutzen? (2015). URL: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/handys-an-schulen-verbieten-oder-nutzen-a-1052554.html [Abgerufen am 06.05.2017].

  • Beschreibe die Merkmale einer Boulevardzeitung.

    Tipps

    Versuche Dir zu überlegen, weshalb Boulevardzeitungen so beliebt sind und was sie von einer Tageszeitung unterscheidet.

    Lösung

    Um die Aufgabe zu meistern, ist es wichtig sich vor Augen zu führen, welchen Unterschied es zwischen den seriösen Tageszeitungen und der Boulevardpresse gibt. Tageszeitungen bemühen sich um Objektivität, sie geben Hintergrundinformationen und bestehen deshalb zum größten Teil aus Text.

    Boulevardzeitungen hingegen sind meist bewusst subjektiv und ziehen ihre Leser besonders durch große Foto; wenig Text und provokante Überschriften an. Es wird bevorzugt über Themen berichtet, die die Emotionen der Leserschaft wecken sollen: Sport, Prominenz, Polizeiberichterstattung.

  • Ordne die Sätze dem passenden Zeitungsressort zu.

    Tipps

    Recherchiere selbstständig im Internet, welche unterschiedlichen Arten von Ressorts es gibt.

    Beachte, viele Zeitungen haben ähnliche Ressorts, andere wiederum haben sehr unterschiedliche Bezeichnungen.

    Lösung

    Die klassischen Ressorts sind meist in jeder Zeitung vorhanden, sowohl in Tageszeitungen, als auch in Boulevardzeitungen. Deshalb findet man dort meist auch die selben Begriffe:

    • Wirtschaft
    • Politik
    • Sport
    • Kultur
    • Lokale (News, Aktuelles)
    • Reise
    • Auto
    • Digital
    In einschlägigen Boulevardzeitungen findet man auch Abteilungen wie:
    • Lifestyle
    • Ratgeber
    • Unterhaltung
    • Geld
    In seriösen Tageszeitungen gibt es auch Ressorts wie:
    • Reise
    • Wissen
    • Literatur