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Salzdarstellungsverfahren 08:49 min

Textversion des Videos

Transkript Salzdarstellungsverfahren

Hallo und herzlich willkommen zu diesem Video. Es heißt Bildung von Salzen Teil 2. Du kennst bereits den ersten Teil. Nachher kannst du wichtige Methoden der Salzbildung nennen und erläutern. Im Teil 2 sprechen wir drittens ausführlich über die Salzherstellung und darüber gebe ich euch viertens eine Zusammenfassung. Kommen wir nun zu drittens, der Salzherstellung.I Methoden bis etwa zur Klassenstufe acht. 1. NaOH + HCl reagieren zu NaCl + H2O. Allgemein: Base + Säure reagieren zu Salz + Wasser. In unserem Fall reagieren Natriumhydroxid und Salzsäure zu Natriumchlorid und Wasser. Die Reaktion einer Base mit Säure bezeichnet man häufig als Neutralisation. 2. MgO + 2HCl reagieren zu MgCl2 + H2O. Metalloxid + Säure reagieren zu Salz und Wasser. In unserem Beispiel Magnesiumoxid + Salzsäure reagieren zu Magnesiumchlorid + Wasser. 3. Möglichkeit 2Al + 6HCl reagieren zu 2AlCl3 + 3H2. Metall + Säure reagieren zu Salz + Wasserstoff. In unserem Fall reagieren Aluminium und Salzsäure zu Aluminiumchlorid und Wasserstoff. 4. 2Na + Cl2 reagieren zu 2NaCl. Allgemein: Metall + Halogen, das sind Fluor, Chlor, Brom oder Jod, reagieren zu einem Salz. In unserem Fall Natrium + Chlor reagieren zu Natriumchlorid. So, wer in die siebte oder achte Klasse geht, für den ist das bald schon zu viel. Ihr könnt jetzt mit dem Schauen des Videos aufhören. II. Bis einschließlich Klassenstufe zehn. 5. Cu + S reagieren zu CuS. Allgemein: Metall + Schwefel reagieren zu einem Salz. In unserem Fall Kupfer + Schwefel reagieren zu Kupfersulfid. 6. 2NaCl + F2 reagieren zu 2NaF + Cl2. Allgemein: Halogenid1 + Halogen1 reagieren zu Halogenid2 + Halogen2. Konkret bei uns: Natriumchlorid + Fluor reagieren zu Natriumfluorid + Chlor. Man spricht hier auch von Halogenverdrängung. Fluor F2 verdrängt alle anderen Halogene. Chlor Cl2 verdrängt Brom und Jod und Brom verdrängt Jod. 7. 2NaCl + H2So4 reagieren zu Na2SO4 + 2HCl. Allgemein: Chlorid, ein Salz, plus Schwefelsäure reagieren zu Sulfat, ein anderes Salz, plus Chlorwasserstoff. Bei unserem Beispiel reagieren Natriumchlorid und Schwefelsäure zu Natriumsulfat und Chlorwasserstoff. Man spricht auch von einer Verdrängungsreaktion. Eine interessante Reaktion ist. 8. Ag+ + Cl- reagieren zu AgCl. Metallionen und Säurerest Ionen bilden ein Salz. In unserem Fall bilden Silber Ionen und Chlorid Ionen das Salz Silberchlorid. Silberchlorid ist unlöslich. Daher kann es bei der Reaktion gebildet werden. Es fällt aus. Man spricht von einer Fällungsreaktion. III. Noch zwei Reaktionen, die ihr mit Sicherheit noch bis zum Abitur besprechen werdet. 9. NH3 + HCl reagieren zu NH4Cl. Ich möchte hier nicht verallgemeinern. Ammoniak reagiert mit Chlorwasserstoff zu einem Salz, Ammoniumchlorid. Bemerkenswert ist hier das positiv geladene Ion NH4+im Salz. Es heißt Ammonium Ion. Es steht hier anstelle eines Metallions. 10. Hier eine interessante Reaktion von komplexen Ionen. [Cu(H2)4]2 reagiert mit 4NH3 zu [Cu(NH3)4]2. Außerdem wird Wasser frei. Die Reaktion findet bei Komplexen satt. Man spricht hier vom Ligandentausch. So, für alle, die es bisher durchgehalten haben, noch die Zusammenfassung. Salze kann man auf verschiedenen Wegen herstellen. Ich habe im Ganzen zehn herausgefunden. Einmal reagieren Base und Säure. Auch Metalloxid und Säure führen zum Ziel. Metall und Säure ist möglich, genauso wie Metall + Halogen. Metall und Schwefel bilden ein Salz. Ein Halogenid erhält man durch Halogenverdrängung. Ein Chlorid kann man gegen ein Sulfat mit Schwefelsäure austauschen. Bei einer Fällung entsteht ein Salz. Genauso wie bei der Reaktion von Ammoniak mit Chlorwasserstoff. Und schließlich entsteht bei der Ligandenverbrennung von Komplexen ein neues Salz. Seid ihr nach diesen beiden Filmen nun geschafft? Ich hoffe nicht. Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg. Tschüss.

4 Kommentare
  1. Hallo hallo!
    Es ist zwar vier Jahre her, aber ich muss eine Korrektur benennen. Der vorletzte Satz muss lauten:
    Die 3 davor heißt, dass 3 Wasserstoffmoleküle H2 vorliegen.
    Entschuldigung, A. O.

    Von André Otto, vor mehr als 2 Jahren
  2. nice

    Von Katrin Z., vor mehr als 2 Jahren
  3. Um chemische Bindungen zu erklären, bedient man sich verschiedener Konzepte. Eines davon ist das Modell der kovalenten Bindung. Ein Wasserstoff-Atom verfügt über ein Außenelektron. Zwei Wasserstoff-Atome bilden ein Elektronenpaar und damit eine chemische Bindung. H-H. Der Bindungsstrich symbolisiert das Elektronenpaar - die chemische Bindung. Elektronen bilden in Atomen und Molekülen immer Paare aus.
    Das Bindungselektronenpaar gehört nun zu jedem der beiden Wasserstoff-Atome. Damit erhält jedes der beiden Atome eine Edelgaskonfiguration. Die Elektronenstruktur des Helium - Atoms: zwei Außenelektronen. Also ist die Bildung des Moleküls H2 erklärt. Die niedrig gestellte 2 bedeutet, dass 2 Atome des Wasserstoffs ein Molekül bilden. Seine Zusammensetzung (zwei Atome) kann man nicht verändern.
    Die 3 davor heißt, dass 3 Wasserstoffatome H2 vorliegen. Also: 3H2.
    Alles Gute

    Von André Otto, vor fast 7 Jahren
  4. wieso 3h2? wasserstoff ist doch einwertig...hilfe :-)

    Von Gregory B., vor fast 7 Jahren

Salzdarstellungsverfahren Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Salzdarstellungsverfahren kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die Salzbildung bei der Reaktion einer Säure mit einer Base.

    Tipps

    Kationen haben eine positive Ladung.

    Lösung

    Säuren und Basen neutralisieren sich gegenseitig. Diese Reaktion kann sehr heftig ausfallen. Aus den $H^+$-Ionen und den $OH^-$-Ionen entsteht dabei in einer heftigen Reaktion Wasser, also $H_2O$.
    Im Wasser sind noch die Reste der Säure und der Base gelöst. Es handelt sich um positiv und negativ geladene Ionen. Diese können ein Salz bilden, wenn das Salz im Wasser nicht löslich ist. Ansonsten erhält man ein Salz, wenn man das Wasser verdampft. Daher entsteht bei der Neutralisation von Salzsäure mit Natronlauge nicht Wasser, sondern eine Kochsalzlösung!

  • Vervollständige die Reaktionsgleichungen.

    Tipps

    Bei der Reaktion eines Oxids mit einer Säure entsteht Wasser.

    Lösung

    Ein Salz besteht aus einem Metall-Kation und einem Anion, häufig ein Halogenid. Halogene reagieren mit vielen Metallen. Dabei gibt das Halogen Elektronen an das Metall ab, es entstehen Metall-Kationen und Halogenid-Anionen. Diese bilden ein Salz. Dies ist die einfachste Reaktion, bei der ein Salz entstehen kann. Ein Beispiel ist die Reaktion von Natrium mit Chlor zu Natriumchlorid.
    In einem Oxid liegen bereits Metall-Kationen vor, eine Säure kann Anionen und Wasserstoff-Kationen bereitstellen. Aus Metall-Kation und Anion der Säure entsteht ein Salz, außerdem entsteht Wasser. Ein Beispiel ist die Reaktion von Magnesiumoxid mit Wasser.
    Bestimmte Halogenide reagieren mit anderen Halogenen, dabei bildet sich ein neues Salz. Ein Beispiel ist die Reaktion von Natriumchlorid mit Fluor, dabei entstehen Natriumfluorid und Chlor.

  • Ermittle die Reaktionsprodukte.

    Tipps

    Wenn du Magnesium mit einer Säure reagieren lässt, kannst du eine Gasentwicklung beobachten.

    Lösung

    Sowohl Magnesiumchlorid als auch Magnesium kann mit Iodwasserstoffsäure zu Magnesiumiodid reagieren, es entstehen jedoch unterschiedliche Nebenprodukte. Reagiert ein Metall mit einer Säure, so werden Elektronen vom Metall auf die Wasserstoff-Ionen übertragen und es entsteht gasförmiger Wasserstoff. Magnesiumoxid reagiert ohne Gasbildung, da als Reaktionsprodukt Wasser entsteht.
    Ein Metall wie Calcium reagiert mit einem Halogen wie Chlor direkt zum entsprechenden Salz, in diesem Fall dem Calciumchlorid.
    Da Bromiodid oxidieren kann, reagiert Kaliumiodid mit Brom. Dabei entsteht Iod und Bromid-Ionen. Bromid-Ionen bilden mit Kalium-Ionen das Salz Kaliumiodid.
    Calciumchlorid und Silbersulfat reagieren miteinander, dabei entstehen gleich zwei neue Salze. Die Chlorid-Ionen im Calciumchlorid werden verdrängt durch Sulfat-Ionen, es entsteht Calciumsulfat. Chlorid-Ionen und Silber-Ionen bilden das schwerlösliche Silberchlorid. Es handelt sich also gleichzeitig um eine Verdrängungs- und eine Fällungsreaktion.

  • Bestimme den Reaktionstyp aller Reaktionen, die ablaufen.

    Tipps

    Die Säure $HBr$ reagiert mit der Base $KOH$, dabei entsteht eine neutrale Lösung.

    Lösung

    Die Reaktion von Bromwasserstoffsäure mit Kalilauge ist eindeutig eine Neutralisationsreaktion. Aus den $H^+$- und $OH^-$-Ionen entsteht Wasser. Übrig bleibt eine Lösung des Salzes Kaliumbromid, $KBr$.
    Dieses Salz bleibt aber nicht bestehen, wenn Chlorgas durch die Lösung geleitet wird. Es kommt zur Halogenidverdrängung: Das Bromid reagiert mit dem Chlor und es entsteht Brom und Chlorid. Am Ende bleibt eine Lösung von Kaliumchlorid, $KCl$, übrig.

  • Nenne Methoden der Salzherstellung.

    Tipps

    Bei der Knallgasreaktion reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff.

    Lösung

    Reagiert ein Metall mit einem Halogen, so bildet das Metall Metall-Ionen und das Halogen bildet Halogenid-Ionen. Beide zusammen bilden ein Salz.
    Bei einer Neutralisation entsteht außer Wasser auch immer ein Salz.
    Die Halogenverdrängung ist etwas Besonderes: Man verwendet ein Salz und lässt es mit einem Halogen reagieren. Das Ergebnis ist, dass ein neues Salz mit einem neuen Halogenid als Anion entsteht. Also entsteht ein neues Salz auch bei dieser Reaktion.

  • Erläutere die Unterschiede zwischen Halogenverdrängung und der Verdrängung von Chlorid durch Sulfat.

    Tipps

    Wird ein Stoff reduziert, so nimmt er Elektronen auf. Bei einer Oxidation werden Elektronen abgegeben.

    Lösung

    Ausgehend von einem Salz lassen sich häufig unterschiedliche andere Salze gewinnen. Dabei werden verschiedene chemische Reaktionen ausgenutzt.
    Das Anion eines Salzes lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen gegen ein anderes Anion austauschen. Das ist zum Beispiel dann möglich, wenn das neu entstandene Salz nicht so gut löslich ist wie das ursprünglich eingesetzte Salz. Ein Beispiel hierfür ist die Reaktion von Natriumchlorid mit Schwefelsäure.
    Bei der Halogenverdrängung ist die zugrunde liegende chemische Reaktion und die Triebkraft eine ganz andere. Halogene unterscheiden sich darin, dass sie unterschiedlich gut dazu geeignet sind, andere Stoffe zu oxidieren. Sie nehmen dabei Elektronen auf und werden zum entsprechenden Anion. Da Fluor das stärkste Oxidationsmittel ist, reagiert es mit den Chlorid-Ionen und entreißt diesen die Elektronen. Dabei entstehen Chlor und Fluorid-Ionen. Die Ionen bilden mit dem Kation das neue Salz.