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Nitrate: Lebensmittelkonservierung

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Team Realfilm
Nitrate: Lebensmittelkonservierung
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Grundlagen zum Thema Nitrate: Lebensmittelkonservierung

Hinter der Nummer E252 bei Inhaltsangaben auf Lebensmitteln versteckt sich Kaliumnitrat. Während wir E-Nummern oft mit ungesunden Essen verbinden, handelt es sich bei dieser chemischen Verbindung aus Kalium, Stickstoff und Sauerstoff jedoch um ein wichtiges Konservierungsmittel. Es ist sogar eine natürliche Verbindung, die sich auf Gestein und in geschützten Bereichen wie Höhlen bildet.

Die Hauptaufgabe von Konservierungsmitteln ist es, zu verhindern, dass sich gefährliche Bakterien auf Lebensmitteln ansiedeln und ausbreiten. Im Falle von Kaliumnitrat ist es vor allem das Bakterium Clostridium botulinum, das das tödlichste der Menschheit bekannte Gift absondert. Eine geringe Menge dieses Giftes würde ausreichen, um 150 Millionen Menschen mit der tödlichen Krankheit Botulismus zu infizieren.

Obwohl sich das Bakterium Clostridium botulinum seinen Weg durch die Nahrungskette vom Boden, durch den Verdauungstrakt von Fischen und anderen Landsäugern wie Schweinen und Hühnern bis auf unsere Nahrung sucht, kommt es nur in seltenen Fällen zu einer Vergiftung. Dies verdanken wir Konservierungsmitteln wie Kaliumnitrat. Sie verhindern, dass Bakteriensporen keimen und sich entwickeln.

Aufgrund der großen Nachfrage werden Nitratsalze heutzutage in industrieller Massenproduktion hergestellt. Nachdem mit dem Haber-Bosch-Verfahren durch die Reaktion von Stickstoff und Wasserstoff Ammoniak (N_2(g) + 3H_2(g) → 2NH_3(g)) gewonnen wurde, bildet sich nach der Oxidierung und in Reaktion mit Wasser Salpetersäure. Diese wird dann für die Erstellung von Konservierungsmitteln genutzt.

Die entstandene Salpetersäure kann aber auch für die Herstellung von Nitratdünger oder Sprengstoff verwendet werden. Die Verwendung als Sprengstoff ist jedoch heutzutage nicht mehr sehr populär, aber vor allem die Briten erinnern sich noch an Guy Fawkes, der 1605 das britische Parlament mit Kaliumnitrat in die Luft sprengen wollte. Aber seht selbst, wie Guy Fawkes Versuch abgelaufen ist.

Transkript Nitrate: Lebensmittelkonservierung

Im Jahr 1605 wollte Guy Fawkes das britische Parlament in die Luft sprengen. Dafür verwendete er einen Stoff, der heutzutage dafür genutzt wird, Fleisch frisch zu halten. Der Name dieses Stoffes ist Kaliumnitrat. Dabei handelt es sich um eine chemische Verbindung aus Kalium, Stickstoff und Sauerstoff. Kaliumnitrat bildet sich natürlich auf Gestein und in geschützten Bereichen wie Höhlen, und vor allem in Böden, die reich an organischem Material sind. Es ist ein natürliches Konservierungsmittel, das gefährliche Bakterien davon abhält, sich auf Lebensmitteln auszubreiten. Und außerdem ist es auch der Hauptbestandteil von Schießpulver. Wir verbinden Lebensmittelzusatzstoffe, die sogenannten E-Nummern, oft mit ungesundem Essen. Aber Kaliumnitrat, auch bekannt als E 252, tötet ein Bakterium, das so mächtig ist, dass es das tödlichste Gift absondert, das der Menschheit bekannt ist. Ein Esslöffel dieses Giftes würde reichen, um 150 Millionen Menschen durch eine Krankheit namens Botulismus zu töten. Das Bakterium, das dieses tödliche Gift produziert, trägt den Namen Clostridium botulinum. Es bahnt sich seinen Weg durch die Nahrungskette vom Boden, durch den Verdauungstrakt von Fischen und verschiedenen Landsäugern wie Schweinen und Hühnern bis in unsere Nahrung. Vergiftungen durch Clostridium botulinum sind sehr selten, was nicht zuletzt Konservierungsmitteln wie Kaliumnitrat zu verdanken ist. Diese Chemikalien sorgen für die Sicherheit unserer Nahrung, indem sie verhindern, dass Bakteriensporen keimen. Heutzutage werden Nitratsalze in industrieller Massenproduktion hergestellt. Zuerst wird mit dem Haber-Bosch-Verfahren Ammoniak hergestellt. Bei diesem Verfahren entsteht durch die Reaktion von Stickstoff und Wasserstoff an einem eisenhaltigen Katalysator Ammoniak. Wenn das Ammoniak oxidiert wird und mit Wasser reagiert, bildet sich Salpetersäure, die für die Herstellung von Nitratdünger, Konservierungsmitteln wie Kaliumnitrat und Sprengstoffen verwendet wird. Als Sprengstoff ist es allerdings mehr als veraltet – abgesehen vom Abend des Guy Fawkes Days, der in Großbritannien gefeiert wird. Als Konservierungsmittel wird es als sehr sicher eingeschätzt. Kaliumnitrat hat sich zu einem unerlässlichen Werkzeug bei der sicheren Herstellung und Konservierung unserer Nahrung entwickelt.

1 Kommentar

1 Kommentar
  1. ich viende dieses Vidio ein kleines bisschen übertrieben

    Von Carmen v., vor etwa einem Jahr
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