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Reiniger im Badezimmer 06:22 min

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Transkript Reiniger im Badezimmer

Haare im Abfluss, Kalkflecken auf Duschschlauch, Fliesen und Armatur, Urinstein im WC, Kalk im Abfluss, Schimmel in den Fugen - dieses Bad hat eine gründliche Reinigung nötig, aber nicht mit diesem alten Putzlappen. Unter dem Mikroskop wird der Dreck noch deutlicher. Auf einem Quadratzentimeter dreckigem Putzlappen finden sich etwa einhundert Millionen Bakterien. Nach zwei Anwendungen sollte der alte Lappen weg. Zum Glück gibt es ja für jeden Dreck ein anderes Mittel: Kraftreiniger, Fettlöser, Kalkreiniger, Scheuermilch, Abflussreiniger, Schimmelentferner. Aber braucht man die wirklich alle, damit das Bad sauber wird? Für die perfekte Badhygiene reichen einige wenige Grundzutaten, die vielleicht auch schon die Oma im Schrank hatte. Erste Hürde: Wir wird man solche Fettflecken los? Wasser allein hilft hier jedenfalls nicht, das Fett verteilt sich beim Wischen nur auf der Spiegeloberfläche. Kein Wunder, Fett und Wasser verbinden sich nicht miteinander. Abhilfe schaffen bereits drei Spritzer Spülmittel in einem Liter Wasser. Viele Putzmittel schaden auf Dauer der Haut, Gummihandschuhe sind daher Pflicht. Mit einer Sprühflasche lässt sich die Mixtur am besten verteilen. Die Tenside im Spülmittel verbinden Fettmoleküle mit Wassermolekülen und lösen das Fett so vom Untergrund, jetzt lässt sich der fettige Schmutz einfach wegwischen, so geht’s richtig. Spülmittel verbindet also Fett und Wasser. Kalkflecken auf den Armaturen, verschwinden die auch mit Spülmittel? Da hilft auch kein Schrubben, ganz im Gegenteil, das Pad des Schwammes zerkratzt nur die Oberfläche der Armatur. Kein Wunder, besteht die raue Seite des Schwammes doch aus feinen Stahlfäden. Besser gegen Kalk hilft Zitronensäure, die bekommt man in der Drogerie. Zwei Esslöffel ins Putzwasser und den Kalkfleck mit einer weichen Zahnbürste bearbeiten. Die Säure zersetzt den Kalk in wasserlösliches Calciumcitrat, CO2 und Wasser. Der selbstgemachte Universalreiniger macht fast das ganze Bad sauber. Für ganz hartnäckigen Schmutz gibt es noch einen besonderen Trick, statt Scheuermilch hilft etwas Salz. Die Salzkristalle raspeln verkrustete Kalkränder schnell ab. Das alte Problem bei der WC-Reinigung: Den Urinstein unter dem Rand erreicht die Bürste kaum. Die einfache Lösung: Etwas Toilettenpapier mit dem Putzmittel tränken und unter den Rand klemmen. Der clevere Putzer lässt die Zeit für sich arbeiten, eine halbe Stunde reicht völlig. Bei verstopftem Abfluss Vorsicht mit chemischen Rohrreinigern! In Verbindung mit Wasser entsteht eine stark ätzende Lauge. Diese chemische Reaktion erzeugt extreme Temperaturen, die eine Thermokamera messen kann. Die Spezialkamera beweist: Im Abflussrohr entsteht eine Hitze von neunzig Grad Celsius. Bei solchen Temperaturen können Kunststoffrohre schmelzen. Zudem entsteht giftiges Ammoniak, leicht zu erkennen am beißenden Geruch. Besser: Einige Löffel Waschsoda aus der Apotheke in den Aufguss und warten. Diese Methode dauert zwar etwas länger, dafür gibt es keine Nebenwirkungen. Mit einer Saugglocke lässt sich die Verstopfung dann meist leicht lösen. Schimmel fühlt sich in Silikonfugen besonders wohl, in der fünfzigfachen Vergrößerung sieht er immer noch unappetitlich aus. Bei dreitausendfacher Vergrößerung jedoch wirkt Schimmel wie ein abstraktes Kunstwerk. Doch der Schimmel kann sich im Bad verbreiten, indem seine Fäden das Fugensilikon durchdringen. Allergische Reaktionen und Lungenschäden können die Folge sein. Gegen Schimmel auf der Oberfläche hilft wieder Soda, als starke Lauge tötet es den Mikroorganismus ab. Wer klug ist, beugt vor; immer trocken wischen und das Badezimmer gut lüften. Also, eigentlich ganz einfach; mit Spülmittel, Zitronensäure, Salz und Soda lässt sich das Bad gut putzen - und wer dies regelmäßig tut, hat auf Dauer weniger Arbeit. Übrigens, in Zukunft hilft uns womöglich das Bad selbst beim Putzen, Dank sei der Nanotechnologie. Fliesen mit einer schmutz- und wasserabweisenden Schicht lassen den Dreck erst gar nicht anhaften, die Wassermoleküle verbinden sich nicht mit der Fliese, sondern mit sich selbst zum Tropfen, der den Schmutz einschließt. Aber vorerst hilft gegen Überarbeitung beim Putzen Teamwork.

1 Kommentar
  1. supa

    Von Elias G., vor 11 Monaten