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Chromatographie als Trennverfahren 08:17 min

Textversion des Videos

Transkript Chromatographie als Trennverfahren

Hallo und ganz herzlich Willkommen. Chromatographie als Trennverfahren. Für den Start nehmen wir einen Löschblattblock. Ich reiße ein Blatt heraus und schneide mir Papierstreifen. Die Löschpapierstreifen sehen dann so aus. Ich habe ein paar mehr geschnitten. Man weiß ja nie. Sie dienen uns als stationäre Phase. Etwa einen halben Zentimeter vom unteren Rand ziehe ich eine Bleistiftlinie. In etwa gleichem Abstand zeichne ich vier Striche. Mit wasserlöslichen Filzstiften setze ich auf die markierten Stellen kleine Farbflecken. Blau, grün, rot und schwarz. Wir haben hier Substanzen aufgetragen und wie schon gehört: man spricht hier von Startflecken. Jetzt geht es ans Eluieren. Dafür benötigen wir ein Becherglas und eine Flüssigkeit. In unserem Fall ist es Wasser. Wasser ist unser Eluent. Man sagt dazu auch Laufmittel. Wasser ist unsere mobile Phase. Und was wollten wir tun? Richtig! Eluieren! Wir nehmen also unsere stationäre Phase mit den Substanzflecken und tauchen sie in das Wasser, die mobile Phase. Aber Vorsicht! Die Flecken dürfen nicht in das Wasser eintauchen. Das Wasser bewegt sich nun entlang des Löschpapiers nach oben. Wir helfen ihm, indem wir das Becherglas abdecken. Ein großer Teil des Wasserdampfs bleibt dadurch im Becherglas. Jetzt heißt es Warten. Nach etwa drei Stunden: Schauen wir doch einmal nach. Das sieht doch schon Mal hübsch aus. Nun wird das Löschpapier getrocknet. Und jetzt schauen wir uns die Ergebnisse an. Bis hier ist das Wasser gestiegen. Man spricht auch von der Laufmittelfront. Das Löschpapier in Großaufnahme sieht so aus. Erinnert euch! Blau, grün, rot und schwarz. Bei Blau kann ich nur einen großen Fleck erkennen. Bei Grün gibt es neben diesem großen Fleck einen Zweiten und zwar oben, ziemlich klein und gelb. Bei Rot hat man mindestens zwei Flecken. Am Start und oben rot. Und bei Schwarz sogar drei. Am Start einen Fleck, dann den grünen und oben den roten. Das heißt, die Farbe blau besteht aus einem Stoff, die Farbe grün aus zwei Stoffen. Rot besteht auch aus zwei Stoffen. Schwarz besteht gar aus drei Stoffen. Damit haben wir ein neues Trennverfahren kennen gelernt. Man nennt es Chromatographie. Das Wesen der Chromatographie besteht in folgendem: Verschiedene Stoffe haften verschieden stark an der stationären Phase an. Die Bindung bezeichnet man als Adsorption. Die mobile Phase löst sie daher verschieden schnell ab. Die Ablösung der Stoffe nennt man Desorption. Das Ergebnis der verschieden starken Desorptionen durch das Laufmittel führt zur Trennung des Stoffgemisches in reine Stoffe. Die von uns verwendete Art der Chromatographie nennt man Papierchromatographie. Das Verfahren der Chomatographie wurde entdeckt von Michail Semjonowitsch Zwet. Dem russischen Chemiker gelang das im Jahre 1903. Das von ihm verwendete Verfahren nennt man heute Säulenchromatographie. Bei Zwet ging das so: Eine Glassäule mit Ausfluss wird mit Inulin, das ist ein Polysaccharid und die stationäre Phase befüllt. Das Inulin wird mit Ligroin, das ist die mobile Phase, ein Leichtbenzin durchspült. Dann wird oben Chlorophyll aufgetragen und mit Ligroin eluiert. Es gelang ihm eine Trennung von Chlorophyll in Chlorophyll a und Chlorophyll b. Außerdem konnte Zwet durch Auftrennung eines Stoffgemischs Carotin und Xanthophyll erhalten. Also, es gibt Papierchromatographie und Säulenchromatographie. Das ist noch nicht alles. Es gibt viele Arten der Chromatographie. Dünnschichtchromatographie, abgekürzt „DC“. Gaschromatographie, abgekürzt „GC“. Flüssigchromatographie, abgekürzt „LC“. „L“ steht für Liquid, flüssig. Hochauflösende Flüssigkeitschromatographie. Hier verwendet man fast nur die englische Abkürzung „HPLC“. Gelpermeationschromatographie, abgekürzt „GPC“. Und Ionenaustauschchromatographie. Häufig verwendet man die englische Abkürzung „IEC“. Die Chromatographie hat eine große praktische Bedeutung. In der Synthesechemie möchte man feststellen, ob die Reaktion erfolgreich war. In der analytischen Chemie werden Stoffe auf Reinheit untersucht und Stoffgemische analysiert. Natürlich kommt auch die Chemieindustrie ohne Chromatographie nicht aus. Man benötigt die Chromatographie zur Reinigung von Stoffen. Große Bedeutung hat die Chromatographie daher, bei der Herstellung von Arzneimitteln. Übrigens: Zwet bedeutet Farbe. Chromatographie heißt „Farbschreibung“. So, hat euch das Video gefallen? Das war ein weiterer Film von Andre Otto. Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg. Tschüss!

3 Kommentare
  1. Default

    Geil

    Von Abrack, vor fast 2 Jahren
  2. 001

    Sei nie der erste, um das Neue zu erkennen,
    Gleichwohl nie letzter, um vom Alten sich zu trennen.

    Von André Otto, vor etwa 2 Jahren
  3. Default

    ja ich will der erste sein

    juhuuuuuuuu

    juhuuuuuuu

    Von Oleinma, vor etwa 2 Jahren