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Tierzelle – Aufbau und Struktur (Expertenwissen) 09:27 min

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Transkript Tierzelle – Aufbau und Struktur (Expertenwissen)

Hallo! Mein Name ist Sabine und in diesem Video möchte ich dir den Aufbau der tierischen Zelle sowie die Funktion der einzelnen Zellorganellen erklären. Als Erstes müssen wir natürlich wissen, was eine Zelle und was Zellorganellen sind. Eine Zelle ist ein winziger Raum, der von einer Membran umgrenzt ist. Zellorganellen liegen in dieser Zelle und das sind dann Strukturen, die eine besondere Funktion erfüllen. In den Tests meiner Biolehrerin zum Thema "Zelle" muss man in einer Aufgabe immer die Unterabteilungen und Aufgaben, die es in einer Fabrik gibt, den Zellorganellen zuordnen. Deswegen habe ich mir gedacht, ich nehme diese Aufgabe als Eselsbrücke. Also, ich werde in diesem Video ständig die Zelle mit den Unterabteilungen einer Fabrik vergleichen. Der erste Zellbestandteil ist die Zellmembran. Die muss man sich vorstellen wie die Mauer eines Fabrikgebäudes. Sie gibt der Zelle eine Form, spendet Schutz und dient der Kommunikation mit anderen Zellen und dem Stofftransport. Denn die Zellmembran hat Poren, quasi Türen, durch die Produkte, die die Zelle produziert, herauskönnen und Rohstoffe und neues Werkzeug wieder hereinkommen können. Das Zellinnere ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, die sich Cytosol nennt. Das Cytosol besteht hauptsächlich aus Wasser. Außerdem sind sehr viele Proteine darin enthalten; dadurch ist diese Flüssigkeit ziemlich zähflüssig. In der Fabrik würde das Cytosol der Luft entsprechen, die die Arbeiter atmen. Als Cytoplasma, den Begriff hast du vielleicht schon eher gehört, bezeichnet man den kompletten Zellinhalt ohne den Zellkern. Weiter geht's: Der Zellkern ist meist das größte Zellorganell innerhalb der Zelle. In einer Firma würde er der Chefetage entsprechen, denn er kann das Wachstum der Zelle steuern, die allgemeine Entwicklung der Zelle und den Stoffwechsel. Warum kann der Zellkern das? In seinem Innern befindet sich die DNA. Die DNA beinhaltet den Grundbauplan des ganzen Organismus. Das heißt, damit lassen sich alle Produktionsabläufe steuern, denn die sind darin aufgeschrieben und codiert. Zum Aufbau des Zellkerns musst du noch Folgendes wissen: Der Zellkern wird von zwei Membranen umgrenzt. Diese sind mit Kernporen durchbrochen, damit eben Cytoplasma und Zellkern miteinander verbunden sind und Stoffe rein- und rauskönnen. Dann befinden sich noch im Innern des Zellkerns Nucleoli, die Kernkörperchen. Diese bestehen hauptsächlich aus rRNA und diese produzieren die Ribosomen. Ribosomen sind im Zellplasma und haben eine sehr wichtige Aufgabe, denn sie sorgen dafür, dass aus Aminosäuren Ketten gebaut werden, aus denen dann die Proteine entstehen. Das ist der Prozess der Proteinbiosynthese. Proteine übernehmen alle wichtigen Aufgaben in der Zelle; das heißt, sie sind sehr, sehr wichtig. Das ist so, als wären die Ribosomen in einer Fabrik die Arbeiter und Wissenschaftler, die aus der Chefetage eine Anweisung erhalten, wie sie wichtige Maschinen und Grundprodukte zusammenzubauen haben. Nun kommen wir zum endoplasmatischen Retikulum. Boah, ähh, ziemlich langes, kompliziertes Wort, ist aber nicht so schlimm. "Endo" bedeutet so viel wie "innen"; das heißt, dieses Zellorganell befindet sich im Plasma. "Retikulum" ist lateinisch für "Netzchen". Das heißt, das endoplasmatische Retikulum ist ein Membransystem aus winzig kleinen Kanälen und Säckchen. Das ER, wie es meistens genannt wird, kann rau oder glatt sein. Rau ist es, wenn Ribosomen darauf sitzen. Das endoplasmatische Retikulum bildet oft Lipide, also Fette, und Proteine, und diese werden dann in die Membran eingebaut. Diese Membran kann sich dann langsam einschnüren und Vesikel bilden. Das sind Membranbläschen, wo dann eben der zu transportierende Stoff drin ist. Das heißt, das endoplasmatische Retikulum ist ein innerzelluläres Transportsystem. Also Stoffe können aus dem ER zu den verschiedenen Zellorganellen gebracht werden. In einer Fabrik wäre das endoplasmatische Retikulum das Fließband, das das Produkt von einer Maschine zur anderen fährt. Wenn ein Vesikel vom endoplasmatischen Retikulum losgeschickt wird, kann es sein, dass es direkt ein Dictyosom ansteuert. Ein Dictyosom ist ein Membranstapel und in einer Fabrik wäre es die Post-Produktion, denn hier werden Stoffe umgewandelt, veredelt und verpackt. Alle Dictyosomen einer Zelle werden als Golgi-Apparat bezeichnet, denn dieses Zellorganell wurde von einem gewissen Herrn Golgi entdeckt. Stoffe, die im Dictyosom behandelt wurden, werden auch wieder in Vesikel gepackt und entweder aus der Zelle rausgeschickt oder zu einem anderen Zellorganell. Nun kommen wir zur Zellmüllhalde, zu den Zellmülltonnen, zum Zellkompost: den Lysosomen. Lysosomen werden vom Golgi-Apparat gebildet, das heißt, sie sind wieder kleine Membranbläschen. Und darin sind jetzt Enzyme enthalten, die wie ein Magen alte Proteine, Zellorganellen oder Mikroorganismen verdauen können. Eine ähnliche Aufgabe wie die Lysosomen erfüllen die Microbodies. Die Microbodies sind eine Art Recyclingstation. Hier werden Stoffe abgebaut, die nicht mehr gebraucht werden. Dabei entsteht manchmal das giftige Wasserstoffperoxid, H2O2. Die Microbodies werden mit diesem bösen Gift fertig, weil sie Katalase enthalten. Katalase ist ein Enzym, das speziell dafür gemacht ist, Wasserstoffperoxid abzubauen. Weitere wichtige Zellorganellen sind die Mitochondrien, Einzahl: Mitochondrium. Sie sind die Kraftwerke und liefern unserer Zelle Energie. Sie haben eine Doppelmembran - wichtig zu wissen - und sie sind für einen Prozess verantwortlich, der Zellatmung genannt wird. Dabei wird der Nahrung, die du täglich aufnimmst, Energie entzogen. Dann gibt es im Cytoplasma natürlich noch Reservestoffe; eine gute Fabrik hat schließlich ein Materiallager. Das können Fetttröpfchen sein, Stärkekörner, Aminosäuren und was man sonst so für die Produktion von Eiweißen oder anderen Stoffen braucht. Nun sind die Centriolen dran. Centriolen treten meist paarweise in der Zelle auf. Sie sind Zylinder, die aus Mikrotubuli bestehen. "Mikrotubuli" bedeutet soviel wie "kleines Röhrchen" und das sind Proteine, die sich wie eine Radioantenne auseinanderfahren lassen. Centriolen brauchen wir bei der Zellteilung, der Mitose. Dabei werden aus einer Zelle zwei Zellen. Dabei löst sich die Zellmembran auf, und wenn es das Centriol mit seinem Spindelapparat nicht geben würde, dann würden die ganzen Zellbestandteile wahllos in der Gegend herumfliegen. Das geht ja nicht. Wenn dich dieses Thema brennend interessiert, solltest du das Video "Mitose" gucken. Zu guter Letzt betrachten wir das Cytoskelett. Dieses besteht aus Proteinen, also in diesem Fall aus kleinen Röhrchen und Fäden, die der Zelle zusätzlich eine Form geben und die Zelle stabil machen. Nehmen wir mal an, hier dieser kleine Knetklumpen sei eine Zelle, und wenn ich da draufdrücke, würde der einfach in Stücke zerbrechen. Das Cytoskelett verhindert das, also die Zelle erhält eine gewisse Festigkeit. Außerdem ist es möglich, dass sich durch dieses Cytoskelett die Zelle bewegen kann und Signale innerhalb der Zelle schnell übertragen werden können. Häh, eine Zelle kann sich bewegen? Ja! Und zwar in diesem Cytoskelett sind Motorproteine drin, also so eine Art Mikrotubuli. Wenn du dir die Amöbe anguckst, das ist ja ein Einzeller. Die kann ja in verschiedene Richtung fließen, das nennt man Scheinfüßchen, und das geht durch diese Motorproteine, die im Cytoskelett sind. Und so kann die Amöbe von A nach B wandern. Ich hoffe, dieser Vergleich zwischen Fabrik und Zelle hat dir gut gefallen und du musst jetzt nicht mehr stur die Funktion der Zellorganellen einfach auswendig lernen. Ich bedanke mich für's Zusehen und hoffentlich bis bald, Sabine.

39 Kommentare
  1. Hallo Mittmannjonas,
    der Bau einer Zelle ist komplex. Da kann man schnell durcheinander kommen. Ich helfe dir gern weiter:
    Im Video ist es richtig - es geht um den Aufbau und die Struktur der Tierzelle. Jene ist von einer Biomembran (der Zellmembran) umgeben. Im Zellinneren befindet sich der Zellkern und das Cytoplasma, dass du vielleicht auch als Zytoplasma kennst. Das Wort stammt aus dem griechischen kytos (Zelle) und plasma (das Gebildete).
    Der gesamte Inhalt der Zelle, bis auf den Zellkern, wird Cytoplasma genannt. Das Cytoplasma besteht also aus dem Cytosol, allen Zellorganellen (außer dem Zellkern) und dem Cytoskelett.
    Das Cytosol (die Zellflüssigkeit) ist die zähflüssige Grundsubstanz des Cytoplasmas. Im Cytosol sind die Zellorganellen eingebettet.

    Falls du noch weitere Fragen hast, helfen dir gerne unsere LehrerInnen des Hausaufgabenchats weiter. Der Chat ist von Montag bis Freitag zwischen 17-19 Uhr für dich da.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Johannes Jagemann, vor 7 Monaten
  2. Im Inneren der Zelle ist Cytoplasma, nicht cytosol. Das Cytoplasma ist außerdem nicht "alles was innerhalb der Zelle ist außer der Zellkern" das würde heissen, alle Zellorganellen gehören auch zum Cytoplasma.
    Würde ich das nicht schon wissen hätte mich dieses Video verwirrt.

    Von Mittmannjonas, vor 7 Monaten
  3. Danke

    Von Milan David R., vor mehr als einem Jahr
  4. bei uns war extrem anders erklärt und unser Schulbuch ist von 2017

    Von Aimeecharlotte, vor etwa 2 Jahren
  5. bei uns wird es im Schulbuch total anders erklärt .
    LG

    Von Wolfram M., vor mehr als 2 Jahren
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Tierzelle – Aufbau und Struktur (Expertenwissen) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Tierzelle – Aufbau und Struktur (Expertenwissen) kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die Funktionen der Zellorganellen.

    Tipps

    Der Begriff „endoplasmatisches Retikulum“ stammt aus dem Lateinischen. Endo steht für innen und Retikulum bedeutet Netzchen.

    Lösung

    Die tierische Zelle besteht aus zahlreichen Zellorganellen:

    • Die Zellmembran grenzt die Zelle nach außen hin ab und besitzt Poren für den Stofftransport.
    • Der Zellkern besitzt die DNA und ist Träger der Erbinformationen. Zudem ist er das wichtigste Element bei der Steuerung und Regelung des Zellstoffwechsels.
    • Die Ribosomen haften entweder am ER an oder befinden sich frei im Zytoplasma. Sie katalysieren die Proteinbiosynthese.
    • Das endoplasmatische Retikulum, kurz ER, ist ein ausgedehntes Membransystem, das neben der Synthese und Verarbeitung verschiedener Stoffe vor allem dem interzellulären Stofftransport dient.
    • Die Dictyosomen findet man vermehrt in Drüsenzellen. In ihnen werden die Syntheseprodukte des ER umgewandelt, gespeichert, in Golgi-Vesikel verpackt und weitertransportiert.
  • Beschrifte eine Tierzelle.

    Tipps

    Mitochondrien haben eine deutlich erkennbare Innenstruktur.

    Lösung

    Die Tierzelle besitzt viele unterschiedliche Zellorganellen.

    Die Zellmembran grenzt die Zelle nach außen hin ab, sie besteht aus feinen Härchen. Im Inneren, relativ zentral gelegen, ist der Zellkern zu finden. Er ist meistens dunkler als die anderen Organellen und stärker granuliert.

    Röhrenartige Bestandteile, die das gesamte Plasma mehr oder weniger dicht durchziehen, bilden das endoplasmatische Reticulum, kurz ER.

    Die Mitochondrien hingegen sind an ihrer deutlichen Innenstruktur und dem ovalen bis länglichen Körper gut zu erkennen.

    Die gesamten Dictyosomen werden als Golgi-Apparat bezeichnet, sie bestehen aus drei oder mehr aufeinanderliegenden Scheibchen.

  • Erkläre den Unterschied zwischen Tier- und Pflanzenzellen.

    Tipps

    Die Zellsaftvakuole (hier grün) enthält eine wässrige Lösung mit verschiedenen Stoffen.

    Lösung

    Die Zellen von Pflanzen, Tieren und Pilzen gehören zu den Eukaryoten. Sie sehen oft sehr unterschiedlich aus und sind komplex aufgebaut. In einigen Punkten unterscheiden sich pflanzliche und tierische Zellen sehr stark voneinander. Hier zu sehen ist eine Pflanzenzelle.

    Die Zellwand gibt der Pflanzenzelle ihre unveränderbare Form und Stabilität, sie fehlt bei Tierzellen vollkommen. Diese besitzen als Abgrenzung nur die Zellmembran.

    In der Pflanzenzelle findest du zudem Plastiden, die bekanntesten Vertreter sind die Chloroplasten. Sie sind Hauptort der Fotosynthese.

    Eine weitere Besonderheit der Pflanzenzelle ist die Zellsaftvakuole. Sie enthält eine wässrige Lösung mit verschiedenen anorganischen und organischen Stoffen. Sie ist wichtig für den Zelldruck und spielt somit eine wichtige Rolle für die Stabilität der Zelle.

  • Benenne die Unterschiede zwischen Eukaryoten und Prokaryoten.

    Tipps

    Der Begriff Prokaryot kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: pro = vorher und karyon = kern.

    Lösung

    Die Tierzelle ist eine Eucyte, so wie auch die Zellen der Pflanzen und Pilze. Die Organismen, die aus Eucyten aufgebaut sind, bezeichnet man als Eukaryoten. Sie sind vor allem dadurch gekennzeichnet, dass sie einen echten Zellkern, getrennte Reaktionsräume und zahlreiche Organellen besitzen.

    Die Prokaryoten besitzen keinen echten Zellkern, ihre Zellen sind auch nicht durch Kompartimente und Organellen strukturiert. Bakterien gehören zu den Prokaryoten. Sie besiedeln nahezu alle Lebensbereiche auf der Erde, oft auch Bereiche, die für Eukaryoten tödlich wären.

  • Vergleiche die Aufgaben der Zellorganellen mit Einheiten einer Fabrik.

    Tipps

    Aufgaben der Dictyosomen ist es u.a., Stoffe umzuwandeln.

    Lösung

    Die Zellorganellen übernehmen verschiedene Aufgaben.

    Die Zellmembran grenzt die Zellen nach außen hin ab, ähnlich wie die Mauern einer Fabrik. Das Cytosol besteht zum Großteil aus Wasser und ist vergleichbar mit der Umgebungsluft in einer Fabrik. Die Mitarbeiter bilden die Ribosomen, sie sind für die Produktion zuständig. Das endoplasmatische Retikulum ist mit seinen vielen Röhren und Kanälchen mit einem Fließ- und Transportband vergleichbar. In den Dictyosomen findet eine Stoffumwandlung und Veredlung statt, also ähnlich wie in einer Poststation.

  • Erkläre die chemische Zusammensetzung der Zellen.

    Tipps

    Kohlenhydrate enthalten Einfachzucker.

    Lösung

    Chemisch betrachtet bestehen die Zellen der Eukaryoten aus Wasser, Proteinen, Nucleinsäuren und Kohlenhydraten.

    • Wasser nimmt dabei den größten Anteil ein, es dient u.a. auch als Transportmittel.
    • Die Kohlenhydrate enthalten als kleinste Einheit die Monosaccharide. Verbindungen mehrere Monosaccharide sind möglich. Stärke und Cellulose sind bekannte Polysaccharide.
    • Die Proteine besitzen viele Aufgaben und bestehen aus Amminosäure.
    • Die Nucleinsäure unterscheidet man in DNA (Desoxyribonucleinacid) und RNA (Ribonucleinacid).