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Tierische Zellen und Gewebe 06:03 min

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Transkript Tierische Zellen und Gewebe

Trotz der ungeheuren Vielfalt tierischer Lebewesen auf der Erde und ihrer unterschiedlichen Lebensräume, haben sie alle eines gemeinsam: Sie sind aus Zellen aufgebaut, die im Grundaufbau gleich sind. Schleimhautzellen aus unserem Mundbereich zeigen unter dem Mikroskop den typischen Aufbau einer tierischen Zelle. Übertragen wir den Abstrich auf den Objektträger, geben ein Deckglas darüber und legen die unter ein Mikroskop. Bei hundertfacher Vergrößerung sehen wir zwei dieser Zellen. Deutlich erkennt man, dass sie von einer Hülle umschlossen sind und sich im Inneren verschieden große Partikel befinden. Die Hülle wird Zellmembran genannt und bei dem bohnenförmigen großen Partikel im Inneren der Zelle handelt es sich um den Zellkern. Er ist das Steuer- und Kontrollzentrum jeder Zelle und enthält die Erbsubstanz, kurz DNA bezeichnet. Der Zellkern wird von einer flüssigen gelartigen Substanz umgeben, die wir Cytoplasma nennen. Man unterscheidet den flüssigen Anteil, das Cytosol von den darin befindlichen Zellorganellen, zum Beispiel Plastiden und Mitochondien. Während im Cytosol zahlreiche Stoffwechselreaktionen ablaufen, liefern die Mitochondrien die dafür notwendige Energie. Im Mikroskop wirken die beiden Zellen wie flache Gebilde, in Wirklichkeit sind sie natürlich dreidimensional. Schauen wir uns Bestandteile einer tierischen Zelle genau an: Die Zelle ist umschlossen von einer Plasmamembran. Der Zellkern mit der DNA ist durch eine eigene Kernhülle begrenzt. Das endoplasmatische Retikulum und Ribosomen ist ein System von Membranröhren, das an Stoffwechselvorgängen mitwirkt. Die Ribosomen spielen eine wichtige Rolle bei der Produktion von Proteinen. Im Mitochondrium findet die Zellatmung statt. Sie ist das Kraftwerk der Zelle. Das Lysosom ist ein Verdauungsorganell. Beim Golgi-Apparat handelt es sich um ein Organell, das bei der Synthese sowie Ausscheidung von Zellprodukten beteiligt ist. So sehr sich die tierischen Zellen im Aufbau gleichen, so unterschiedlich sind sie im Aussehen. Das hängt mit den unterschiedlichen Funktionen zusammen, welche die Zellen zu erfüllen haben. Sehen wir uns beispielsweise die roten Blutkörperchen an. Ein Tropfen Blut aus der Fingerkuppe wird auf den Objektträger gebracht. Im Mikroskop erkennen wir die runde Form der Zelle. In dieser Vergrößerung wird eine deutliche Einbuchtung in der runden Scheibe sichtbar. Diese besondere Form dient der Vergrößerung der Oberfläche, um die Aufnahme von Sauerstoff zu optimieren. Der Transport des Sauerstoffes zu allen Körperzellen ist die Aufgabe der roten Blutkörperchen. Nervenzellen leiten elektrische Impulse vom Gehirn in den Körper und umgekehrt. Ihre langgestreckte Form erinnert uns an elektrische Leitungen oder Kabel. Spermienzellen wiederum müssen beweglich sein. Zum Anschub dient ihnen eine Geißel, auch Flagellum genannt. Den Zusammenschluss vieler Zellen zur Erledigung spezifischer Aufgaben im Körper nennt man Gewebe. Hier handelt es sich um Muskelgewebe. In der Vergrößerung erkennen wir, wie sich die einzelnen Zellen zu langen Strängen verbinden. So wird eine Kontraktion des Muskelgewebes erreicht. Dies ist ein Blick auf das Gewebe im Dickdarm. Wir erkennen unterschiedlich große und verschieden geformte Ausstülpungen des Darms. Sie werden als Zotten bezeichnet. Ein Querschnitt durch die Zotten verdeutlicht auch hier das Prinzip der Oberflächenvergrößerung. Die Kapillaren im Inneren der Darmzotten nehmen die Nährstoffe auf und verteilen sie durch das Blut im Körper. Viele Millionen solcher Zotten erreichen bei einer Darmlänge zwischen acht bis neun Meter eine Fläche von bis zu 400 Quadratmeter. Bei dem deutlich anders strukturierten Gewebe, an der Unterseite der Aufnahme, handelt es sich um Muskelgewebe. Es sorgt für die Weiterbeförderung der Nahrung durch den Darm. Die große Oberfläche der Darmzotten dient der Aufnahme der Nahrung, welche vorher durch Enzyme so aufbereitet werden muss, dass sie in den Blutkreislauf aufgenommen werden kann. So wie in den gezeigten Beispielen, gibt es viele verschiedene Gewebe, die unseren Körper am Leben halten und alle sind aus einzelnen Zellen aufgebaut.