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Leber und Galle 08:59 min

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Transkript Leber und Galle

Willkommen! Ich hoffe, dir ist heute nichts über die Leber gelaufen. Jeder kennt sie, die Redewendung, die uns darauf aufmerksam macht, wie wichtig sie für das Wohlbefinden ist: Unsere Leber. Und schon kennst du das Thema: Leber und Galle. Solltest du das Video „Die Bauchspeicheldrüse“ gesehen haben, hast du hinreichend Vorwissen und es kann losgehen. Ich werde dir heute vor allem den Bau und die Funktion von Leber und Galle erklären. Die Leber liegt unter dem kuppelartigen Zwerchfell im rechten Oberbauch und sie ist teilweise mit diesem verwachsen. Oberseits ist sie gewölbt, unterseits sitzt sie auf der rechten Niere auf dem quer liegenden Dickdarmabschnitt und auf den Magen. Die Leber ist die größte Drüse des menschlichen Körpers. Mit einem Gewicht von 1200 bis 2000 Gramm und einer Breite von 20 bis 25 Zentimetern nimmt sie recht viel Raum im Bauch ein. Das Sichelband gliedert die Leber äußerlich in zwei Leberlappen. Der rechte Leberlappen ist größer als der Linke. Im Inneren besteht die Leber aus den ein bis zwei Millimeter großen Leberläppchen, die von feinen Blutgefäßen und Gallengängen durchzogen sind. Das Organ wird von drei größeren Gefäßen versorgt. Die Pfortader sammelt das mit Nährstoffen angereicherte Blut vom Darm und bringt es zur Leber hin. Die resorbierten Nährstoffbausteine von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen werden in der Leber zu körpereigenen Stoffen um und zu zelleigenen Substanzen aufgebaut. Die Leberarterie ist rot skizziert, sie sichert die Versorgung mit Sauerstoff ab und die drei Lebervenen leiten mit dem Blut Stoffe, die die Leber herstellte oder abbaute, in die untere Hohlvene und damit in den Blutkreislauf. So gelangen die molekularen Baustoffe zu allen Körperzellen und die Stoffwechselendprodukte zu den Organen mit Ausscheidungsfunktion den Nieren, dem Darm und der Haut. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man im Lebergewebe winzige kleine Gänge, die sich zu größeren Gallengängen erweitern. Die Lebergänge beider Leberlappen vereinen sich zum großen Lebergang, von dem der Gallenblasengang abzweigt. Er führt die Gallenflüssigkeit in die Gallenblase. Die Leber hat viele Aufgaben: Sie stellt täglich ungefähr 600 Milliliter Lebergalle her und sie ist ein Filter für alle Stoffe, die über den Darm aufgenommen werden und über die Pfortader in sie gelangen. Man schätzt, dass in den Leberzellen über 500 verschiedene biochemische Vorgänge ablaufen, um den stofflichen Auf-, Um- und Abbau sowie die Regelungs- und Steuerungsleistungen der Leber zu gewährleisten. Dazu einige Beispiele für den Aufbau von Stoffen: Die Leber stellt Bluteiweiße, dazu gehören Plasmaproteine und Gerinnungseiweiße, her und sie synthetisiert Cholesterin, Gallensäure und sie baut auch Glykogen auf. Glykogen ist die Speicherform der Glucose, also des Blutzuckers. Weiterhin speichert sie Blut, Fette, Kohlenhydrate und Vitamine. Wichtig ist auch ihre Entgiftungs- und Abbaufunktion, denn sie baut Alkohol, Nikotin, Medikamente und absterbende rote Blutzellen ab. Beim Abbau von Aminosäuren erzeugt sie den Harnstoff. Von der hergestellten Galle fließt ungefähr die Hälfte direkt in den Zwölffingerdarm ab. Die weitere Galle wird in der Gallenblase gespeichert, die aber nur 50 bis 60 Milliliter fasst. Die Gallenblase wird zwischen den Mahlzeiten gefüllt. Sehen wir uns den Bauch des Organs Gallenblase anhand der Zeichnung mit den umliegenden Gängen an: Nach fettem Essen gibt sie nach Bedarf Blasengalle ab. Leber- und Blasengalle unterscheiden sich voneinander. Blasengalle ist meistens giftgrün und hat höhere Anteile an Mineralien, Gallensäuren, Lecithin und Farbstoffen und sie hat einen PH-Wert von ungefähr 6,5. Stark konzentriert ist die Blasengalle sogar bräunlich. Lebergalle hingegen ist schwach alkalisch, wässriger und stets heller. Galle ist kein Organ. Es ist eine Flüssigkeit mit vielen Inhaltsstoffen. Sie ist, wie man sagt, gallebitter. Der Begriff kommt wohl unter anderem daher, dass Fleisch, das mit Galle in Berührung kam, eigentlich ungenießbar bitter geworden ist. Die grüne Farbe der Galle entsteht, wenn das Hämoglobin, das ist der rote Blutfarbstoff der Erythrozyten, zu Bilirubin abgebaut wird. Das Bilirubin färbt den Kot braun und es verursacht die Gelbfärbung der Haut und des Bindegewebes bei Leber- und Gallenerkrankung wie zum Beispiel bei Gelbsucht. Wichtigste Bestandteile der Galle sind die Gallensäuren. Ohne sie würde die Oberflächenspannung des Wassers nicht aufgehoben und die Fettemulgierung würde ausbleiben. Sie halten auch das wasserunlösliche, aber unentbehrliche Cholesterin in Lösung, indem sie erst wie Seifenteilchen umschließen. Wenn die Galle in den Zwölffingerdarm gelangt, wird Fett emulgiert. Das will ich hier kurz zeigen: Um die Fettpartikel herum lagern sich die Gallensäuren. Sie sind grün symbolisiert. Sie tauchen teilweise ins Fett oder Öl ein. Die grünblauen Enden stehen in Anziehung mit dem Wasser. Durch Darmbewegung wird die Emulsion wie bei einem Waschvorgang hin und her bewegt und das Zerteilen beginnt. Das Fettbröckchen bricht auseinander und die Gallensäuren halten die Partikel in der Schwebe. Die entstandenen Gebilde heißen Mizellen. Sie bilden mit dem wässrigen Darmbrei eine Emulsion. Das ist ein Stoffgemisch, bei dem Fette und Öle in wässriger Lösung gehalten werden, weil sie fein verteilt sind. Die Mizellen schweben lang in Lösung, mindestens so lange bis die fettspaltenden Enzyme, die Lipasen, genügend Zeit hatten mithilfe des Wassers die Fettmoleküle in Glycerin und Fettsäuren zu zerlegen. So wird also die hydrolytische Fettverdauung vollzogen. Nun die Aufgaben der Galle lassen sich einfach zusammenfassen: Zum ersten die Galle ist bei der Fettverdauung unentbehrlich, denn sie emulgiert zuvor die Fette. Und sie ist an der Regulation des Cholesterinhaushaltes mit beteiligt. Und als letztes Mal wollen wir noch sagen: Sie nimmt die Abbauprodukte der Leber auf und sie führt sie zur Ausscheidung dem Darm zu. So das war's für heute. Ich danke für eure Aufmerksamkeit und sage wie immer: Tschüss! Bis bald, euer Octavus.

6 Kommentare
  1. Ah ja😒👎🏻😴

    Von Ch Starhill, vor 9 Tagen
  2. Sie Erklären ziemlich gut

    Von Jarne T., vor 9 Monaten
  3. Einschläfernd erklärt, keine Begeisterung für das Thema zu spüren.

    Von Anabelle A., vor etwa einem Jahr
  4. gut erklärt aber manchmal murmeln sie leider

    Von Berk D., vor fast 2 Jahren
  5. Sehr gut erklärt 

    Von Mandeep B., vor fast 4 Jahren
  1. Hmmmm

    Von Elfiefee, vor mehr als 4 Jahren
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