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Immunsystem – unspezifische Abwehr 04:44 min

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Transkript Immunsystem – unspezifische Abwehr

Hallo, ich bin Natascha und wir schauen uns heute den Aufbau des Immunsystems und seiner Bestandteile an. Im ersten Teil betrachten wir den groben Aufbau des Immunsystems und lernen die unspezifische Immunantwort kennen, mit ihren verschiedenen Zellen und Mechanismen. Unser Immunsystem hilft uns dabei, uns gegen schädliche Einflüsse zu wehren. Dazu gehören nicht nur Krankheitserreger, wie Viren und Bakterien, sondern auch abgestorbene eigene Körperzellen, Krebszellen und entartete Eiweiße. Unser Immunsystem ist sehr komplex und hat sich im Laufe der Evolution stark entwickelt. Wenn Krankheitserreger in den Körper eindringen, verläuft die Immunabwehr in verschiedenen Stufen, die nacheinander aktiviert werden. Die zwei grundsätzlichen Abwehrsysteme des Körpers sind die einfachere, unspezifische Abwehr sowie die später entwickelte spezifische Abwehr. Bei beiden Systemen gibt es die Methoden, die auf der Aktivität von Zellen basieren, das ist die zelluläre Abwehr. Und die Methoden von löslichen Substanzen, die man humorale Abwehr nennt. Wenn zum Beispiel Bakterien in den Körper eindringen wollen, müssen sie zunächst an der unspezifischen Abwehr vorbei. Dazu gehört der Säureschutzmantel der Haut, antibakterielle Enzyme des Magen-Darm-Traktes und die großen Makrophagen sowie die kleineren Granulozyten. Diese können Bakterien anhand von Protein-Kohlenhydratstrukturen auf ihrer Oberfläche erkennen und fressen sie dann auf. Dazu legen sie ihre Zellwand um das Bakterium, schnüren ihre Zellwand nach innen hin ab und verdauen den Erreger in ihrem Inneren. Doch manchmal reicht das nicht aus, weil die Bakterien sich gegen die Verdauungsenzyme wehren und sich sogar im Inneren der Makrophagen vermehren können. Dann sondern diese spezielle Substanzen ab, die andere Immunzellen zu Hilfe holen. Dabei hilft ihnen das Komplementsystem, das aus speziellen Eiweißen besteht, die im Blut schwimmen und an Erreger binden können, um sie zu markieren und andere Immunzellen auf sie aufmerksam zu machen. Oder die Membran der Bakterien zu durchlöchern, sodass sie absterben. Im Kampf gegen die Bakterien fangen die Granulozyten und Makrophagen an eine Vielzahl von Stoffen abzusondern, die giftig auf die Erreger wirken. Aber einige Fresszellen werden davon auch selber geschädigt und sterben ab. Diese Stoffe erhöhen die Durchlässigkeit der Blutgefäße, um schneller Unterstützung von anderen weißen Blutkörperchen zu bekommen. Und sie erhöhen die Körpertemperatur, sodass sich die Viren oder Bakterien nicht so schnell vermehren können. So entstehen Symptome wie Fieber oder Schmerzen von allen geschwollenen Organen. Wenn die Erreger absterben und abgebaut werden, gelangen ihre Inhaltstoffe und Trümmerstücke ihrer DNS in die Gewebsflüssigkeit, die dort normalerweise nicht zu finden sind. Diese Spuren werden von einer speziellen Art der Fresszellen, den dendritischen Zellen gefunden, und als Signal gedeutet, die nächste Stufe des Abwehrsystems einzuleiten. Das spezifische Abwehrsystem. Wir haben uns jetzt also angeschaut, wie die erste Stufe der Immunabwehr, das unspezifische Abwehrsystem, funktioniert. Und wissen, was die humorale und die zelluläre Immunabwehr sind. Wir haben gesehen, wie die Makrophagen, Granulozyten und dendritischen Zellen arbeiten, und haben kurz das Komplementsystem kennengelernt. Im 2. Teil erfahrt ihr mehr über die spezifische Abwehr. Ich hoffe, es hat euch gefallen und wir sehen uns im nächsten Video.

15 Kommentare
  1. Super Video! Ich frage mich, was alle gegen die Stimme haben...

    Von Emilia Spinner, vor etwa einem Jahr
  2. gutes Video nur die Stimme

    Von Quyenlinhdao, vor etwa einem Jahr
  3. sehr gutes video aber leider ist die stimme ein wenig einschläfernd

    Von juli01xyx r., vor mehr als einem Jahr
  4. Tolles Video, aber die Stimme ist sehr anstrengend!!

    Von Tinohannemann, vor mehr als 2 Jahren
  5. Ich finde, dass im Video alles sehr gut erklärt wurde. Nur leider finde ich die Stimme so einschläfernd! Das steckt leider dann auch die Stimmung an. Das macht es mir echt schwer, weiter zu lernen...
    Etwas mehr Elan wäre wirklich hilfreich! :)

    Von A K Seydlitz, vor mehr als 4 Jahren
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Immunsystem – unspezifische Abwehr Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Immunsystem – unspezifische Abwehr kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe den Aufbau des Immunsystems.

    Tipps

    Wir brauchen Schutz gegen alles, was krank macht. Dazu gehören nicht nur Viren und Bakterien, sondern auch körpereigene abgestorbene Zellen und Krebszellen.

    humor bedeutet auf Latein, der wissenschaftlichen Sprache des Mittelalters, Flüssigkeit. Dazu zählen im menschlichen Körper z.B. Blut oder Lymphe.

    Lösung

    Das komplexe Immunsystem hat sich im Laufe der Evolution sehr stark verändert. Das Immunsystem schützt uns gegen alles, was krank macht: Viren, Bakterien, tote körpereigene Zellen, Krebszellen und entartete Eiweiße. Die zwei grundsätzlichen Abwehrsysteme sind die schnelle unspezifische Antwort und die später entwickelte spezifische Antwort. Krankmachende Bakterien müssen erst die Schranke der unspezifischen Abwehr passieren, wie z. B. den Säureschutzmantel oder antibakterielle Enzyme. Die humorale Immunantwort wird durch die nichtzellulären Bestandteile der Körperflüssigkeiten vermittelt. Zu der zellulären Antwort der unspezifischen Abwehr gehören Fresszellen, die größeren Makrophagen und die kleineren Granulozyten.

  • Erkläre die Begriffe humorale und zelluläre Antwort.

    Tipps

    Fresszellen können die Erreger anhand der speziellen Kohlenhydratstrukturen erkennen.

    Granulozyten sind Zellen.

    Antibakterielle Enzyme sind im Magen-Darm-Trakt gelöst.

    Lösung

    Die humorale Immunantwort basiert auf der Aktivität der löslichen Substanzen, die Erreger abtöten oder deren Vermehrung stoppen. Dazu gehören Säure (Säureschutzmantel) oder antibakterielle Enzyme, die im Magen-Darm-Trakt gelöst sind. Die giftigen Flüssigkeiten können auch die Körpertemperatur erhöhen, weil Fieber ebenfalls die Vermehrung von Bakterien und Viren stoppt. Die zelluläre Immunantwort basiert auf der Aktivität der speziellen Zellen, wie z.B. der Fresszellen, Makrophagen und Granulozyten. Diese erkennen die Erreger an den speziellen Proteinkohlenhydratstrukturen, die an deren Oberfläche haften, und können sie dann fressen und verdauen.

  • Beschreibe Aufgaben und Funktion des Komplementsystems.

    Tipps

    Als Blutplasma bezeichnet man den flüssigen Anteil des Blutes ohne Blutzellen. Es besteht aus ca 90% Wasser mit darin gelösten Stoffen wie z.B. Proteinen.

    Der Begriff Phagocytose kommt aus dem Altgriechischen und wird aus phagos= fressen und cytos= Zelle zusammengesetzt.

    Opsonierung (von griechisch Würze, Zuspeise) bezeichnet den Mechanismus, durch den die Oberfläche von in den Körper eingedrungenen Fremdzellen mit Antikörpern und Faktoren des Komplementsystems bedeckt wird.

    Lösung

    Ein sehr wichtiger Bestandteil der angeborenen Immunabwehr ist das Komplementärsystem. Dieses System funktioniert als eine Kaskade aus über 20 Proteinen aus dem Blutplasma. Um eine Reaktionskaskade zu verstehen, stell Dir 20 Dominosteine auf. Stupst Du den Ersten an, setzt Du eine Reaktion in Gang: alle Steinchen fallen nacheinander um. Das Komplementsystem hilft, die Erreger für die Makrophagen besonders sichtbar zu machen. Außerdem ist die Komplementkaskade für das Auslösen der Entzündungen verantwortlich, eine typische Immunreaktion. Dieser Mechanismus hilft, Fremdkörper aus dem Blutkreislauf zu entfernen, u.a. auch Antigen-Antikörper-Komplexe.

  • Vervollständige den Text über die Phagozytose.

    Tipps

    Humorale Abwehr wird durch die nicht-zellulären Bestandteile der Körperflüssigkeiten vermittelt.

    Apoptose ist eine Form des Zelltodes.

    Lysosomen sind Zellorganellen mit saurem pH-Wert, deren Funktion darin besteht, die Polymere in Monomere zu zersetzen.

    Lösung

    Phagozytose dient dazu, Fremdkörper wie z.B. Krankheitserreger oder die abgestorbenen apoptotischen Körperzellen in den Körperflüssigkeiten abzutöten (zu fressen). Unter dem Sammelbegriff Phagozyten findet man Makrophagen und Granulozyten. Diese Zellen erkennen die Krankheitserreger an den unspezifischen Oberflächenmustern, die meist aus einfachen Kohlenhydraten bestehen. Ein Phagozyt hüllt dann einen erkannten Fremdkörper in ein Vesikel ein, das dann mit den Lysosomen verschmilzt und verdaut wird. Manche Bakterien sind jedoch resistent gegen die Phagozyte und wollen im Gegenteil in die Phagozyten eingeschleust werden, um sich dort vermehren zu können.

  • Benenne die Charakteristika der unspezifischen Immunantwort.

    Tipps

    Spezifische Immunabwehr, die maßgeschneidert gegen die Erreger agiert, wird erst im Laufe des Lebens mit jeder durchgemachten Krankheit ausgebildet

    Der Begriff Makrophagen kommt aus dem griechischen 'makros' = groß, 'phagein' = fressen.

    Lösung

    Der Mechanismus der unspezifischen Immunantwort ist angeboren. Das Komplementsystem ist ein Teil der unspezifischen humoralen Immunabwehr. Makrophagen und Granulozyten gehören zu der zellularen Abwehr. Die dendritischen Zellen reagieren auf die Trümmer der abgetöteten Bakterien und aktivieren den nächsten Schritt in der Abwehrkette.

  • Bestimme die zutreffenden Merkmale von den Makrophagen und dendritischen Zellen.

    Tipps

    Im 19. Jahrhundert beschrieb der Pathologe Paul Langerhans erstmals die dendritischen Zellen, nahm irrtümlicherweise aber an, dass dieser Zelltyp aufgrund der sternförmigen Form und der Ausläufer zu den Nervenzellen gehört.

    Der Name der dendritischen Zellen kommt aus dem lateinischen dendriticus = verzweigt.

    Die Zellen des Immunsystems müssen nicht nur die Pathogene erkennen und abwehren. Um diese Aufgabe gut zu erfüllen, müssen sie zahlreich in verschiedenen Körperstrukturen und Oberflächen präsent sein, um möglichst früh und möglichst viele Pathogene abzufangen.

    Lösung

    Viele der Makrophagen sitzen an den strategisch günstigen Stellen für die Bekämpfung von Krankheitserregern wie in Milz, Lymphknoten und anderen Geweben des lymphatischen Systems. Sie erkennen die Pathogene sowohl an den spezifischen Oberflächenstrukturen als auch an der vom Komplementsystem markierten Pathogenese. Die dendritischen Zellen patrouillieren in Geweben, die mit der Umwelt in Kontakt kommen, wie z.B. die Haut. Das ermöglicht ihnen auch die Pathogene abzufangen, bevor diese in die inneren Organe eingedrungen sind. Unreife dendritische Zellen haben die typische sternförmige Gestalt, die ihnen durch die langen Cytoplasmafortsätze (Dendriten) gegeben ist, die ausgehend vom Zellkörper in alle Raumrichtungen ausstrahlen können. Diese Ausläufer sind ständig in Bewegung, krümmen sich, werden zurückgezogen und wieder ausgefahren, um flächendeckend Pathogene zu erwischen. Während der Phagozytose schüttet die Makrophage Botenstoffe (Chemokine) aus, um weitere Makrophagen anzulocken. Zusätzlich gelangen übrige organische Stoffe des von den Makrophagen zersetzten Erregers in die Körperflüssigkeit und aktivieren die dendritischen Zellen.