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Konzertflügel – Bau und Aussehen 02:54 min

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Transkript Konzertflügel – Bau und Aussehen

Der Konzertflügel, das beste Stück unter den Klavieren. Seinen Namen erhielt er, weil seine geschwungene Form an die Flügel eines Vogels erinnert. Typisch für das spezielle Klavier ist auch der Deckel, der aufgeklappt werden kann. Dadurch tritt der Schall besser aus, der Flügel wird klangstärker. Bis aus einem Stück Holz das edle Instrument gefertigt ist, dauert es rund drei Jahre. Fast zwei Jahre lang muss allein das Holz trocknen, ehe mit dem Bau begonnen werden kann. Er dauert ein ganzes Jahr, denn rund 12000 Einzelteile werden in Handarbeit zusammengesetzt. Der Korpus besteht aus bis zu 19 verleimten Holzschichten, die am Stück in Form gebogen werden. Die Einrichtung dafür erinnert an ein mittelalterliches Folterinstrument. Wenn die Flügelform fertig ist, muss das Gehäuse erst einmal trocknen, denn das Holz ist durch den Leim feucht geworden. Danach beginnt allmählich der Klangkörper zu wachsen. Resonanzboden, Rippen und Stangen werden eingebaut. Ein Stück Metall kommt hinzu, die Gussplatte. Sie ist das Hauptskelett des Flügels und muss richtig was aushalten. Die Zugkräfte der rund 230 Saiten können bis zu 20 Tonnen stark sein. Die einzelnen Saiten werden maschinell eingebracht. Sie sind aus Stahl und erzeugen später durch Schwingung den Ton. Die Basssaiten werden von Hand gewickelt. Wenn ich unruhig bin, dann ist meine Saite auch unruhig. Also wenn ich einen schlechten Tag hatte, dann klingen die nicht. Und andere Tage, da klappt das. Ab und zu ist mal eine dabei, die klingt nicht, obwohl sie genauso gemacht wurde wie die anderen. Und diese paar Prozent, die da so bei sind, das ist einfach schwarze Kunst. Da können sie nichts anders machen. Obwohl diese Saiten stimmen, klingt es noch nicht nach Musik. Eine Maschine testet den Flügel auf Herz und Nieren. Für die Endprüfung ist dann ein Mensch zuständig. Von den Kollegen wird er nur respektvoll “Das Ohr” genannt. Er entscheidet, wie der Flügel klingt und gibt dem Instrument eine Seele. Zum Schluss wird der Flügel hübsch gemacht, meist schwarz und glänzend. Jeder Pianist weiß, Klaviere werden gleich gebaut und trotzdem klingt jedes anders. Musik ist eben doch Magie.