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Warum das Lernen Bewegung braucht 03:39 min

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Transkript Warum das Lernen Bewegung braucht

Warum das Lernen die Bewegung braucht. Lernen und Bewegung gehören zusammen, denn Geist und Körper bilden ein System, das nur gemeinsam funktioniert. Von Anfang an durchlaufen Geist und Körper einen gemeinsamen Reifungsprozess. Vielleicht kennt ihr den Satz: Kinde begreifen die Welt. Dieser Satz ist wörtlich zu verstehen. Kinder erkrabbeln, ertasten, erschließen sich die Welt, indem sie sich in ihr bewegen. Sie handeln und lernen daraus. Diese Bewegungserfahrungen sind besonders wichtig für die Entwicklung unseres Gehirns, denn das Gehirn ist nicht einfach fertig, wenn wir geboren werden. Das Netz der Gehirnzellen, man nennt es auch neuronales Netz, muss sich erst bilden und dabei hilft die Bewegung. Der Reifungsprozess des Gehirns kann bis in das 20. Lebensjahr dauern. Einen besonderen Einfluss auf die Vernetzung unseres Gehirns spielen die Botenstoffe Dopamin und Serotonin. Botenstoffe übertragen Signale zwischen den Nervenzellen. Dopamin und Serotonin helfen bei der Entwicklung unseres neuronalen Netzes und später auch beim Lernen. Aber das Zusammenspiel von Dopamin und Serotonin kommt durcheinander, wenn wir uns in der Phase des Reifungsprozesses zu wenig bewegen. Das hat Auswirkungen auf unser neuronales Netz, und zwar auf die Leistung und Lernfähigkeit. Das bedeutet, wenn wir uns zu dieser Zeit zu wenig bewegen, verringern wir für den Rest unseres Lebens die Lern-und Leistungsfähigkeit unseres Gehirns. Auch nach Abschluss des Leistungsprozesses sollten wir Lernen und Bewegung miteinander verbinden. Dafür gibt es einen einfachen Grund. Wir lernen einfach besser, wenn wir uns dabei bewegen. Dafür verantwortlich ist ein Effekt, der in der Fachsprache „Paired Associative Stimulation“ genannt wird, kurz „PAS“. PAS bedeutet, dass auf eine Nervenzelle gleichzeitig zwei Reize einwirken. Einmal der Reiz von einem Denksignal, und zum anderen der Reiz von einem Bewegungssignal. Bei jeder Übertragung eines solchen Signals werden die neuronalen Verbindungen beansprucht und dadurch gestärkt. Das heißt wir verändern jedes Mal, wenn wir etwas lernen, die Strukturen unseres neuronalen Netzes. Man kann es sich ungefähr wie bei einem Muskel vorstellen. Benutzen wir häufig den selben Muskel, wächst er. Treffen Denk- und Bewegungssignale gleichzeitig auf die Nervenzellen, dann werden sie schneller und nachhaltiger gestärkt. Es ist so, als würden wir sie doppelt trainieren. Bewegung und Lernen zusammen sind ein doppeltes Training für unsere Nervenzellen. Wir lernen schneller, und das gelernte bleibt uns länger im Gedächtnis. Also, denkt daran: Lernen und Bewegung sind ein super Paar.