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Gedichte auswendig lernen 05:17 min

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Transkript Gedichte auswendig lernen

“Walle walle manche Strecke, dass zum Zwecke Wasser fließe.” Das ist sicher nicht der richtige Spruch, mit dem du deinen Wasserhahn aufforderst, Wasser fließen zu lassen, oder? Mmh, ein Werbeslogan ist es auch nicht. Trotzdem kennt den Spruch jeder!

Dieser berühmte Satz ist aus der Ballade ”Der Zauberlehrling” von Johann Wolfgang von Goethe. Obwohl sie im Jahre 1797 entstanden ist, lernen Menschen heute noch diese Ballade auswendig, um sie vorzutragen. Da sich der Zauberlehrling besonders spannend und aufregend aufsagen lässt, lernst du heute an diesem Beispiel, wie man ein langes Gedicht oder eine Ballade auswendig lernen kann.

Die richtige Vortragsweise

Gedichte und Balladen können spannend, lustig, romantisch, tragisch oder traurig sein. Ihren atmosphärischen Charakter kannst du mit deiner Vortragsweise unterstützen. Im Zauberlehrling geht es um einen unerfahrenen Zauberlehrling, der in Abwesenheit seines Meisters seinen Besen zu seinem Knecht machen möchte. Der Zauberlehrling beschreibt seine Gedanken, Wünsche und Ängste in der Ich-Form. Diese Besonderheit gibt dir beim Lernen und Aufsagen der Ballade viel Spielraum.

Überhaupt ist das Aufsagen eines Gedichts eine recht persönliche Angelegenheit. Einer kann nicht stillstehen, der andere spricht leise und unverständlich, wieder ein anderer gibt nach den ersten drei Strophen auf. Auch du wirst ein Gedicht wahrscheinlich ganz anders vortragen als dein Sitznachbar. Das Wichtigste ist: Lass dich nicht von dem vielen Lernstoff einschüchtern. Stell es dir so vor:

Du und die Ballade “Der Zauberlehrling”

  • Du bist vielleicht zwischen zehn und vierzehn Jahre alt.
  • Die Ballade ist mehr als zwei Jahrhunderte alt.

  • Du verstehst kaum die altmodische Sprache.

  • Die Ballade will aber vorgetragen werden. Sie wurde einst dafür geschrieben.

  • Du hast Angst, dass du dir so viel Text nicht merken kannst.

  • Die Ballade hat einfache und kurze Sätze, die man mit ein paar Tricks auswendig lernen kann. Das haben schon andere geschafft.

Ihr müsst also ein Team werden!

Die richtige Strategie wählen

Wie? Pass mal auf! Das sind eure Teamstrategien: Schau dir den Titel und die Form des Gedichts genau an. Zauberlehrling. Das hört sich nach Magie an. 14 Strophen, mal acht mal sechs Verse, und Reime. Lies das Gedicht mehrere Male laut vor. So oft es nur geht. Achte dabei auf Rhythmus, Reime und Klang des Textes.

Der Rhythmus des Gedichts

In welchem Rhythmus du das Gedicht vorträgst, ist dir überlassen. Finde den Rhythmus, in dem du das Gedicht vortragen möchtest. Zu Hause kannst du ihn auch übertrieben vorlesen oder aufnehmen, sodass du dich selbst hören kannst.

Entwickle Bilder im Kopf

Versuche dir jede Zeile in Bildern vorzustellen. Den Zauberlehrling, den Hexenmeister, einen herumhüpfenden Besen. Du verbindest deine Bilder mit dem Inhalt der Ballade. Fällt dir eine Strophe nicht ein, hilft dir eine Bilderabfolge im Kopf, die du dir vorher machen solltest.

Kläre Wörter, die du nicht verstehst! Zum Beispiel: Walle Walle. Nicht gerade unser täglicher Umgangston. Aber man findet eine geeignete Erklärung im Duden oder im Internet. Damit ist die brodelnde Bewegung von Wasser gemeint. So brodelnd kann dann später beim Vortragen auch deine Betonung sein.

Dein Auftreten

Verstehe, was das Gedicht eigentlich soll. Eine lässige Haltung, die demonstriert, dass dir der Text gleichgültig ist, das gibt Minuspunkte. Und geht es im Zauberlehrling nicht auch um einen rebellischen jungen Mann, der etwas Riskantes und Unüberlegtes wagt und dann mit den Folgen leben muss? Werde diese Person beim Vortragen selbst. Mal übermütig, mal unsicher, mal ängstlich.

Die Stimmung des Gedichts

Eine Einteilung der Handlung in verschiedene Stimmungen hilft dir ebenso, dich im Gedicht zurecht zu finden: aufgeregte Stimmung, besorgte Stimmung, Katastrophenstimmung, Erleichterung. Denk trotzdem daran, dass du es hier mit Poesie zu tun hast. Eine schöne und ausdrucksstarke Vortragsweise macht das Vergessen einer Zeile oder eines Wortes meist wieder gut.

Resümee

Heute hast du einen guten Leitfaden bekommen, wie man Gedichte auswendig lernt. Du weißt nun, dass dich der lange Text einer Ballade nicht abschrecken muss. Ein häufiges Lesen und Vorsprechen des Gedichts führt dazu, dass du dir den Text schnell einprägst. Vor allem aber ist dir nun klar, dass so ein alter Klassiker wie der Zauberlehrling auch heute noch prima zu erlernen ist.

Seine Form und Ausdrucksweise erleichtern dir die Einteilung in sinnvolle Abschnitte. Wenn du es geschafft hast, eines der berühmtesten Gedichte der Welt auswendig zu können, kannst du sehr stolz sein. Bis bald und tschüss.

42 Kommentare
  1. Danke für's Video

    Von Sonne 2008, vor 7 Tagen
  2. :Danke

    Von Abboodasj, vor 12 Tagen
  3. sher gut erklärt

    Von Louis n., vor 16 Tagen
  4. Hallo Drainb4,
    was genau hast du denn nicht verstanden? Wenn du mir genau sagst, wo du noch offenen Fragen hast, kann ich gern versuchen, dir zu helfen! Ansonsten ist der Hausaufgabenchat immer montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr für dich da.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 4 Monaten
  5. Wann startet Hausaufgaben-chat?

    Von Drainb4, vor 4 Monaten
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Gedichte auswendig lernen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Gedichte auswendig lernen kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme, wie du das Aufsagen eines Gedichtes am besten übst.

    Tipps

    Fülle zuerst die Lücken aus, die du sicher weißt. Lies dann den Text noch einmal und ergänze die restlichen Informationen.

    Auch Bewegung kann beim Lernen helfen.

    Eine Antwort passt nicht.

    Lösung

    Es gibt viele Möglichkeiten, das Aufsagen eines Gedichtes zu üben. Manchmal brauchst du dafür die Hilfe von deiner Familie oder deinen Freunden. Je öfter du das Gedicht hörst oder selbst aufsagst, desto besser gelingt dir später dein großer Auftritt vor der Klasse!

  • Bestimme, was zu einer guten Lernatmosphäre beiträgt.

    Tipps

    Alle Dinge, die dich ablenken könnten, solltest du beim Auswendiglernen nicht in deiner Nähe haben.

    Ruhe ist wichtig, damit du dich konzentrieren kannst.

    Drei Antworten sind richtig.

    Lösung

    Die richtige Lernatmosphäre ist eine gute Grundlage für das Auswendiglernen von Gedichten. Du solltest an einem Ort lernen, wo es gemütlich ist, wo es leise ist und wo dich niemand stört oder ablenkt. Wenn du dich leicht ablenken lässt, solltest du dein Smartphone oder deine Spielsachen nicht in deiner Nähe haben. Druck hilft beim Auswendiglernen nicht! Fang deshalb lieber früher als zu spät an.

  • Bestimme die Schritte, die dir beim Auswendiglernen eines Gedichts helfen können.

    Tipps

    Lies dir zunächst alle Schritte gründlich durch und achte auf die Schlüsselwörter. Diese helfen dir dabei, die einzelnen Schritte zu benennen.

    Lösung

    Bevor du ein Gedicht auswendig lernen kannst, helfen dir einige wichtige Schritte und Strategien. So kann es unter anderem helfen, den Titel in Zusammenhang mit dem Gedicht zusetzen oder dir unbekannte Wörter nachzuschlagen. So kannst du seine Bedeutung und die des Gedichts besser verstehen. Wenn du dir die Form des Gedichts genau angeschaut hast und verstehst, wie es aufgebaut ist, hast du eine Struktur im Kopf, die dir beim Lernen hilft und beim Vortragen Sicherheit gibt.

    Als Gedankenstütze und auch zur besseren eigenen Vorstellung kann es dir helfen, dir ganz konkret verschiedene Bilder zum Gedicht auszumalen und wie einen inneren Film im Kopf darunter zu legen.

  • Vervollständige den Text zur Vortragsweise von Gedichten.

    Tipps

    Lies zuerst den gesamte Lückentext. Dieser Überblick hilft dir dabei, die einzelnen Lücken auszufüllen.

    Jede/r ist einzigartig, also individuell. Und das ist auch gut so. Deshalb trägt jede/r Gedichte auf eine ganz eigene Art und Weise vor.

    Lösung

    Etwas vorzutragen ist immer auch eine persönliche Angelegenheit. Mache dir klar, wie stark eine Vortragsweise von der vortragenden Person abhängt und überlege dir, welche Voraussetzungen du ganz konkret mitbringst. So kannst du mit deinen Schwächen besser umgehen und deine Stärken gezielter einsetzen.

  • Entscheide, welche Fragen dir beim Auswendiglernen helfen.

    Tipps

    Zwei Antwortmöglichkeiten sind richtig.

    Was die anderen über dich denken, ist nicht wichtig. Jede/r ist einzigartig und jede/r hat einen ganz eigenen Stil, ein Gedicht vorzutragen.

    Lösung

    Beim Auswendiglernen geht es, wie immer beim Lernen, erst einmal darum, dass du dich mit etwas beschäftigst. Bleibe also beim Lernen bei der Sache und bei dir. Mache dir klar, was dein Hintergrund ist und wie du dich mit deiner Aufgabe fühlst und ebenso, was das überhaupt für ein Gedicht ist und wie es im Detail aussieht. Danach kannst du dir immer noch über deine Vortragsweise und deine Außenwirkung Gedanken machen.

  • Ordne die Handlungsstrategien zu.

    Tipps

    Im Vorfeld beschäftigst du dich intensiv mit der Form und dem Inhalt des Gedichts.

    Um das Gedicht später gut und ausdrucksstark vorzutragen, musst du dich intensiv mit der Stimmung befassen, die es ausstrahlt. Dazu zählt auch die Auseinandersetzung mit dem lyrischen Ich.

    Lösung

    Wenn du dich mit Titel, Form, Rhythmus und Klang des Gedichts auseinandergesetzt hast und dir dazu Bilder vorstellst, hast du schon viel geleistet. Daraus kannst du gut ableiten, was das Gedicht überhaupt soll und welche Haltung dahinter steht. Überlege nun ganz für dich, wie du selbst die Stimmungen annehmen und ausdrücken kannst.