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„Emilia Galotti“ – Entstehungsgeschichte (Lessing)

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Deutsch-Team
„Emilia Galotti“ – Entstehungsgeschichte (Lessing)
lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse - 13. Klasse

„Emilia Galotti“ – Entstehungsgeschichte (Lessing) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video „Emilia Galotti“ – Entstehungsgeschichte (Lessing) kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe die Situation Deutschlands 1772.

    Tipps

    Eine geregelte Gesetzgebung gab es nicht. Wovor musste sich also kein Fürst rechtfertigen?

    Lösung
    1. Prinz v. Guastalla ist Lessings Beispiel für einen Fürsten, der sich eher in einem aufgeklärten Kulturgehabe als in aufgeklärtem Handeln versteht. So verhielten sich zu dieser Zeit viele in den Fürstentümern herrschende Männer.
    2. Louis XIV., auch genannt der Sonnenkönig, war das Vorbild vieler Fürsten. Er herrschte nach den Prinzip „L'état, c'est moi.” („Der Staat, das bin ich.“)
    3. Da es keine geregelte Gesetzgebung gab, mussten sich die Fürsten auch vor keiner Verfassung rechtfertigen.
    4. Sichtbar waren noch Verwüstungen aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs, der Deutschland auch politisch aus der Ordnung brachte.
    5. Im Zeitalter der Aufklärung emanzipierten sich die Bürger zunehmend und forderten ihre Rechte gegenüber dem Adel ein.
  • Arbeite die Entstehungsgeschichte von „Emilia Galotti” im Kontext von Lessings Lebenslauf heraus.

    Tipps

    Bei dem Dramenwettbewerb wurde „Emilia Galotti” nicht in endgültiger Fassung aufgeführt.

    Lösung
    1. Lessing studierte größtenteils in Leipzig Theologie und Medizin, wollte aber nicht wie sein Vater Pastor werden. Schon während der Studienzeit schreib Lessing erste kleinere Werke. Er schloss sein Studium mit einem Magister in Philosophie in Wittenberg ab.
    2. Lessing entwarf „Emilia Galotti” zunächst für einen Dramenwettbewerb, stellt das Stück aber erst anlässlich des Geburtstags der Herzogin Mutter, Philippine Charlotte, fertig. Die Uraufführung fand am 13. März 1772 statt.
    3. Eine Italienreise gehörte bei vielen Stürmern und Drängern, wie zum Beispiel Goethe, zum Pflichtprogramm. So reiste auch Lessing nach Italien, obwohl er nicht eindeutig dem Sturm und Drang, sondern eher der Aufklärung zuzuordnen ist.
    4. Lessing war weder bei der Uraufführung noch bei irgendeiner anderen Aufführung des Stücks anwesend. Trotzdem erregte das Stück aufgrund der behandelten Themen, insbesondere aufgrund des Konflikts zwischen Bürgertum und Adel, großes Aufsehen. Dies hielt einige Jahre an.
  • Ermittle die Zusammenhänge zwischen dem Virginia-Stoff und „Emilia Galotti”.

    Tipps

    Die Plebejer waren das einfache Volk in der römischen Republik, das nicht dem Adel (Patrizier) angehörte.

    Lösung

    Lessing stützte sich auf den Virginia-Stoff, als er „Emilia Galotti” entwarf. Es gibt sogar einen expliziten Verweis darauf, der am Ende des Stücks zu finden ist. Der Virginia-Stoff, der im 5. Jahrhundert vor Christus spielt, beinhaltet einen grundlegenden Konflikt zwischen Patriziern und Plebejern, ähnlich wie der zwischen Adel und Bürgertum. Ordoardo Galotti, dem Bürgertum angehörig, verachtet den Adel und sieht in dem Prinzen den Feind. Der Prinz will Emilia gewaltsam für sich gewinnen, wie auch Appius schon Virginia. Beide Handlungen enden in der Katastrophe, dem Tod der begehrten Frau. Anders als bei „Emilia Galotti” löste der Tod im Virginia-Stoff eine Revolte aus. Davon hat Lessing sein Stück befreit.

  • Ermittle Parallelen zwischen dem Zeitgeschehen und der Handlung von „Emilia Galotti”.

    Tipps

    Überlege noch einmal, was Prinz von Guastalla mit seinem Kulturgehabe intendiert.

    Lösung

    Während der Entstehungszeit von „Emilia Galotti” herrschten die Fürsten der einzelnen Fürstentümern absolutistisch und mussten sich, genau wie Louis XIV., vor keiner Verfassung rechtfertigen. Diese Herrschaft verkörpert Prinz von Guastalla in „Emilia Galotti”. Die Diskrepanz von aufgeklärtem Kulturgehabe und aufgeklärtem Handeln wird bei ihm sehr deutlich. Es scheint, als läge ihm aufgeklärtes Handeln fern. Auch Odoardo ist von einem aufgeklärten Handeln noch weit entfernt, da er sich trotz anfänglicher Rationalität für die Rettung der Familienehre entscheidet, als er Emilia umbringt. Das Bürgertum hatte wie die Galottis noch keine politischen Mitbestimmungsrechte.

  • Bestimme, nach welchem Prinzip Louis XIV. herrschte.

    Tipps

    Der Absolutismus war zur Entstehungszeit des Stücks die vorherrschende Staatsform in Europa. War das in Frankreich ebenso der Fall?

    Lösung

    Der Sonnenkönig Louis XIV. herrschte nach dem absolutistische Herrschaftsprinzip, welches sich unter dem Leitspruch „L'état, c'est moi” („Der Staat, das bin ich.”) zusammenfassen lässt. Das heißt, dass er legislative, judikative und exekutive Macht in einer Person verkörperte. Er hatte sich nach keiner Verfassung zu richten, ebenso wie die deutschen Fürsten und Prinz von Guastalla in dem Drama.

  • Erkläre das Zitat von Immanuel Kant im Kontext von „Emilia Galotti“.

    Tipps

    Versuche Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen und Emilia miteinander in Verbindung zu bringen. Was ist der Zusammenhang?

    Lösung

    1. Immanuel Kant war einer der bedeutendste deutschen Philosophen. Mit seinem Essay „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ lieferte er eine bis heute beliebte Definition der Aufklärung. Er geht dabei auf den Gesamtgedanken der Epoche ein.
    2. In Lessings Stück sind eindeutig Ideen aus Kants Aufsatz zu erkennen.
    3. Emilia wird zum Spielball ihrer Eltern und des Prinzen. Es ist unklar, was sie eigentlich wirklich will, da sie nicht aus ihrer Unmündigkeit heraustritt.
    4. Selbst ihren Tod lässt sie von ihrem Vater ausführen. Auf symbolischer Ebene bringen ihre strengen bürgerlichen Moralvorstellungen sie um.
    5. Zeitlich gesehen entstand erst „Emilia Galotti“ und danach Kants Essay. Möglicherweise war Lessings Stück eine Inspiration oder aber auch einfach eine ähnliche Idee, die von allen Vertretern der Aufklärung unterstützt wurde.
    6. Kant definierte Unmündigkeit in seinem Essay nicht so, dass Menschen nicht genug Verstand besäßen, sondern Angst hätten, sich dieses zu bedienen. Das ist auch bei Emilia der Fall, da sie aus Angst keine eigenen Entscheidungen trifft.
    Quelle: Kant, Immanuel (1784): „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung.“ URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/-3505/1 [abgerufen am 30.06.2015]

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