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Die Figurenrede in epischen Texten 04:53 min

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Transkript Die Figurenrede in epischen Texten

Hallo, ich bin Sarah! Ich wünsche dir viel Spaß beim Schauen des Videos. Heute erkläre ich dir die Figurenrede in epischen Texten. Ich werde dabei näher auf die Begriffe direkte und indirekte Rede, innerer Monolog, sowie erlebte Rede eingehen und Unterschiede herausstellen. Du benötigst kein spezielles Vorwissen für das Verständnis dieses Videos. Epische Texte sind erzählende Texte, wie zum Beispiel Romane, Kurzgeschichten oder Novellen. Wahrscheinlich hast du schon einmal etwas davon gelesen. Diese Texte werden von Autoren geschrieben, die sich die Handlung und die Figurenkonstellation überlegen. Autoren setzen ein Mittel ein, um die Handlung zu vermitteln: den Erzähler. Wie der Name schon sagt, erzählt er die Geschichte. Dabei kann er eine Figur sein oder auch außerhalb der Geschichte stehen. Die Geschichte kann in Form eines Erzählberichts oder in Figurenrede verfasst sein oder auch beides kombinieren. Bei der Figurenrede gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die ich dir nun vorstelle: So gibt es oft direkte Rede in epischen Texten. Dabei kommen die Figuren in einem Text zu Wort und können in Dialog treten. Wenn nur eine Person spricht, nennt man dies Monolog. Direkte Rede steht im Text in Anführungszeichen. An dem folgenden Beispiel aus Theordor Fontanes “Effi Briest” soll die direkte Rede deutlich werden: “Eben hatte sich Effi wieder erhoben, um abwechselnd nach links und rechts ihre turnerischen Drehungen zu machen, als die von ihrer Stickerei gerade wieder aufblickende Mama ihr zurief: ‘Effi, eigentlich hättest du doch wohl Kunstreiterin werden müssen. Immer am Trapez, immer Tochter der Luft. Ich glaube beinah, dass du so was möchtest.’ In diesem Auszug ist eine Passage des Erzählers gefolgt von direkter Rede der Mutter. Diese lässt Erzähltexte lebendiger und dynamischer wirken.

Bei indirekter Rede in epischen Texten wird Gesagtes, Gefragtes oder Gedachtes im Konjunktiv oder durch redeeinleitende Sätze wiedergegeben. Hier kann der Erzähler wieder etwas stärker in den Vordergrund treten. An dem folgenden Beispiel aus Mirjam Presslers “Malka Mai” soll die indirekte Rede deutlich werden: “... außerdem war sie selbst vor Angst so gereizt, dass sie Minna anfuhr, sie solle sich gefälligst zusammenreißen.” Mit dem Satzteil “dass sie Minna anfuhr” wird die indirekte Rede eingeleitet. Das Wort “solle” steht dann im Konjunktiv. Indirekte Rede ist eine umständlichere Methode, Gesagtes und Gefragtes in einen Erzähltext einzubauen als mit direkter Rede. Der Text lässt sich mit indirekter Rede jedoch fließender lesen.

Eine weitere Form der Figurenrede ist der innere Monolog einer Figur. Dabei werden die Gedanken und Gefühle einer Figur in der Ich-Form, auch genannt 1. Person sichtbar. So auch in dem folgenden Beispiel aus “Malka Mai”: “‘Auch sie hatte falsche Schuhe an’, dachte Hanna, ‘sie und ich. Nur Minnas Schuhe sind einigermaßen vernünftig. Wie sollen wir das nur schaffen.’” An dem Einschub “dachte Hanna” kannst du sehen, dass der Erzähler meist nicht ganz verschwindet. Ein innerer Monolog soll beim Leser Einfühlung und ein besseres Verständnis der Handlung hervorrufen. Besonders Handlungen einer bestimmten Figur können so klarer werden. Im Gegensatz dazu werden bei der erlebten Rede Gedanken und Gefühle einer Figur in der 3. Person Präteritum, also in der Er-/Sie-Form wiedergegeben, wie an dem folgenden Beispiel aus Myron Levoys “Der gelbe Vogel” erkennbar ist: “Er winkte dem Mädchen, aber es verharrte unbeweglich. Ob es ihn gesehen hatte?”

Auch hier soll sich der Leser besser in die Figur hineinversetzen können und Hintergrundwissen zur Handlung bekommen.

Die verschiedenen Formen der Figurenrede in epischen Texten sind dir nun deutlich geworden. In einer abwechslungsreichen Erzählung kommen alle erklärten Formen, also direkte, indirekte Rede, der innere Monolog und erlebte Rede vor. Du kannst diese Formen nun bestimmt leicht erkennen und benennen und auch ihre Wirkung im Text verstehen.

Ich hoffe, das Video hat dir geholfen. Viel Spaß beim Analysieren der Figurenrede! Tschüss.

2 Kommentare
  1. Ich finde das Video sehr toll, weil es mir in der Schule hilft

    Von Romana K., vor 8 Monaten
  2. alles klar;)

    Von Dennyschubert, vor mehr als 2 Jahren

Die Figurenrede in epischen Texten Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Figurenrede in epischen Texten kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne Beispiele für epische Texte.

    Tipps

    Epische Texte sind im Fließtext-Format geschrieben.

    Lösung

    Beispiele für epische Texte sind: Roman, Kurzgeschichte und Novelle. Balladen hingegen lassen sich der Gattung Lyrik zuordnen. Epische Texte sind in Form eines Fließtextes verfasst und werden auch erzählende Texte genannt. Von der Länge her können sie variieren, so ist ein Roman zum Beispiel viel länger als eine Kurzgeschichte.

    • Ein Beispiel für einen Roman wäre „Die Leiden des jungen Werther” von Johann Wolfgang von Goethe oder „Tschick” von Wolfgang Herrndorf.
    • Eine Kurzgeschichte ist zum Beispiel „An diesem Dienstag” von Wolfgang Borchert.
    • Eine Novelle ist zum Beispiel „Der Sandmann” von E.T.A. Hoffmann.
  • Benenne die wichtigsten Formen der Figurenrede in epischen Texten.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wie entweder die Figuren oder der Erzähler in einem epischen Text sprechen können.

    Lösung

    Die wichtigsten Formen der Figurenrede in epischen Texten sind:

    • direkte Rede zwischen zwei oder mehr Figuren,
    • indirekte Rede, die den Erzähler in den Vordergrund treten lässt,
    • innerer Monolog, der die Gedanken und Gefühle einer Figur in der Ich-Form wiedergibt, und
    • erlebte Rede, die die Gedanken und Gefühle einer Figur in Er-/Sie-Form wiedergibt.
    Dialoge und Monolage herrschen auch der Dramatik vor. Hier gibt es statt eines Erzählers Regieanweisungen. In Gedichten hingegen spricht in der Regel ein lyrisches Ich - Figurenrede gibt es dort in dem Sinne nicht.

  • Fasse die Unterschiede zwischen direkter und indirekter Rede zusammen.

    Tipps

    Welche Aufgabe hat der Erzähler bei der direkten Rede?

    Indirekte Rede benötigt keine Anführungszeichen.

    Lösung
    1. In einem Text kommen die Figuren zu Wort und treten in Dialog. Spricht allerdings nur eine Person, wird das Monolog genannt. Der Unterschied zum inneren Monolog ist, dass er ausgesprochen, bzw. vorgetragen wird.
    2. Ein wichtiges Merkmal der direkten Rede ist, dass sie im Text in Anführungszeichen steht. Das kann dann zum Beispiel so aussehen Lisa sagte: „Oh nein, jetzt ist mir der Teller runtergefallen.”
    3. Gesagtes, Gefragtes oder Gedachtes wird durch indirekte Rede mit redeeinleitenden Sätzen oder dem Konjunktiv wiedergegeben. Ein Beispiel wäre Lisa sagte, dass ihr der Teller runtergefallen sei.
    4. Der Erzähler tritt bei indirekter Rede stärker in den Vordergrund als bei direkter Rede. Er schiebt sozusagen die redeeinleitenden Sätze ein oder ist derjenige, der den Konjunktiv verwendet, um die Aussagen wiederzugeben.
  • Bestimme die Form des Monologs.

    Tipps

    Überlege noch einmal, welche Erzählform für welche Figurenrede verwendet wird.

    Lösung

    1. In diesem Beispiel aus Arthur Schnitzlers „Fräulein Else” siehst du ein Beispiel des inneren Monologs. Der ganze Text ist in dieser Form verfasst.
    2. Auch in diesem Beispiel aus Arthur Schnitzlers „Leutnant Gustl” ist ein innerer Monolog zu erkennen.
    3. Thomas Mann verwendet in diesem Ausschnitt aus seinem „Buddenbrooks” die Form der erlebten Rede.
    4. Auch Gustave Flaubert hat in diesem Ausschnitt aus „Frau Bovary” die erlebte Rede eingesetzt.
    Grundlegend kannst du dir merken, dass der innere Monolog in der Ich-Form geschrieben ist. Die erlebte Rede hingegen wird in der Er-/Sie-Form verfasst. Beide Formen drücken die Gedanken und Gefühle einer Figur aus und sollen Einfühlung hervorrufen.

    Quellen:

    • Schnitzler, Arthur (1928): Fräulein Else. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/-5344/1
    • Schnitzler, Arthur (1901): Leutnant Gustl. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/leutnant-gustl-5342/1
    • Mann, Thomas (1901): Buddenbrooks. Fischer 2008.
    • Flaubert, Gustave (1856): Frau Bovary. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/frau-bovary-2404/1

  • Bestimme, ob es sich um direkte oder indirekte Rede handelt.

    Tipps

    Der Konjunktiv ist ein Hinweis auf indirekte Rede.

    Lösung
    1. Hier ist am redeeinleitenden Teil dass Emily ihr gesagt hatte und am Konjunktiv solle erkennbar, dass es sich um indirekte Rede handelt.
    2. Der Teil in Anführungszeichen Das kann doch jetzt wohl nicht dein Ernst sein! kann nur direkte Rede sein. Es ist seine explizite Aussage.
    3. Auch hier ist an den Anführungszeichen bei Es ist kaum erkennbar, dass du deine Haare abgeschnitten hast. zu sehen, dass es sich um direkte Rede handelt.
    4. In diesem Abschnitt ist am redeeinleitenden Teil dass seine Mutter gesagt hatte und am Konjunktiv sei zu erkennen, dass es sich um indirekte Rede handelt.
    5. Hier ist ob die redeeinleitende Konjunktion und auch der Konjunktiv hätte verdeutlicht, dass die indirekte Rede vorliegt.
  • Zeige das redeeinleitende Wort und den Konjunktiv in den Beispielsätzen auf.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wie man Fragen indirekt wiedergibt.

    Lösung
    1. Im ersten Satz sind das Wort ob, das indirekt eine Frage wiedergibt, und das Wort hätte im Konjunktiv, die Indikatoren.
    2. Die Konjunktion dass leitet im zweiten Satz die indirekte Rede ein und der Konjunktiv erwarte (vom Verb erwarten) steht dann im zweiten Teil des Satzes.
    3. Im dritten Satz ist dass die redeeinleitende Konjunktion und habe steht im Konjunktiv.
    4. Im vierten Satz wird indirekt eine Frage wiedergegeben und deshalb das Wort ob verwendet. Im Konjunktiv steht dann habe.
    5. Die Konjunktion dass leitet im fünften Satz wieder die indirekte Rede ein und der Konjunktiv von verspüren, verspüre, rundet diese dann ab.
    6. Im letzten Satz werden die zwei Verben im Konjunktiv, sei und habe, von der Konjunktion dass eingeleitet.