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Die Figurenrede in epischen Texten

Epische Texte wie Romane und Novellen erschaffen nicht nur Handlungen und Figuren, sondern auch verschiedene Erzählformen, wie direkte und indirekte Rede, innerer Monolog und erlebte Rede. Erforsche die unterschiedlichen Formen der Figurenrede und wie sie den Text beeinflussen! Interessiert? Das und vieles mehr erfährst du im folgenden Text.

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Die Autor*innen
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Sarah El Zatoni
Die Figurenrede in epischen Texten
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Die Figurenrede in epischen Texten Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Figurenrede in epischen Texten kannst du es wiederholen und üben.
  • Benenne die wichtigsten Formen der Figurenrede in epischen Texten.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wie entweder die Figuren oder der Erzähler in einem epischen Text sprechen können.

    Lösung

    Die wichtigsten Formen der Figurenrede in epischen Texten sind:

    • direkte Rede zwischen zwei oder mehr Figuren,
    • indirekte Rede, die den Erzähler in den Vordergrund treten lässt,
    • innerer Monolog, der die Gedanken und Gefühle einer Figur in der Ich-Form wiedergibt, und
    • erlebte Rede, die die Gedanken und Gefühle einer Figur in Er-/Sie-Form wiedergibt.
    Dialoge und Monolage herrschen auch in der Dramatik vor. Hier gibt es statt eines Erzählers Regieanweisungen. In Gedichten hingegen spricht in der Regel ein lyrisches Ich - Figurenrede gibt es dort in dem Sinne nicht.

  • Fasse die Unterschiede zwischen direkter und indirekter Rede zusammen.

    Tipps

    Welche Aufgabe hat der Erzähler bei der direkten Rede?

    Indirekte Rede benötigt keine Anführungszeichen.

    Lösung
    1. In einem Text kommen die Figuren zu Wort und treten in einen Dialog. Spricht allerdings nur eine Person, wird das Monolog genannt. Der Unterschied zum inneren Monolog ist, dass er ausgesprochen bzw. vorgetragen wird.
    2. Ein wichtiges Merkmal der direkten Rede ist, dass sie im Text in Anführungszeichen steht. Das kann dann zum Beispiel so aussehen: Lisa sagte: „Oh nein, jetzt ist mir der Teller runtergefallen.”
    3. Gesagtes, Gefragtes oder Gedachtes wird durch indirekte Rede mit redeeinleitenden Sätzen oder dem Konjunktiv wiedergegeben. Ein Beispiel wäre Lisa sagte, dass ihr der Teller runtergefallen sei.
    4. Der Erzähler tritt bei indirekter Rede stärker in den Vordergrund als bei direkter Rede. Er schiebt sozusagen die redeeinleitenden Sätze ein oder ist derjenige, der den Konjunktiv verwendet, um die Aussagen wiederzugeben.
  • Bestimme, ob es sich um direkte oder indirekte Rede handelt.

    Tipps

    Der Konjunktiv ist ein Hinweis auf indirekte Rede.

    Lösung
    1. Hier ist am redeeinleitenden Teil dass Emily ihr gesagt hatte und am Konjunktiv solle erkennbar, dass es sich um indirekte Rede handelt.
    2. Der Teil in Anführungszeichen Das kann doch jetzt wohl nicht dein Ernst sein! kann nur direkte Rede sein. Es ist seine explizite Aussage.
    3. Auch hier ist an den Anführungszeichen bei Es ist kaum erkennbar, dass du deine Haare abgeschnitten hast. zu sehen, dass es sich um direkte Rede handelt.
    4. In diesem Abschnitt ist am redeeinleitenden Teil dass seine Mutter gesagt hatte und am Konjunktiv sei zu erkennen, dass es sich um indirekte Rede handelt.
    5. Hier ist ob die redeeinleitende Konjunktion und auch der Konjunktiv hätte verdeutlicht, dass die indirekte Rede vorliegt.
  • Zeige das redeeinleitende Wort und den Konjunktiv in den Beispielsätzen auf.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wie man Fragen indirekt wiedergibt.

    Lösung
    1. Im ersten Satz sind das Wort ob, das indirekt eine Frage wiedergibt, und das Wort hätte im Konjunktiv die Indikatoren für indirekte Rede.
    2. Die Konjunktion dass leitet im zweiten Satz die indirekte Rede ein und der Konjunktiv erwarte (vom Verb erwarten) steht dann im zweiten Teil des Satzes.
    3. Im dritten Satz ist dass die redeeinleitende Konjunktion und habe steht im Konjunktiv.
    4. Im vierten Satz wird indirekt eine Frage wiedergegeben und deshalb das Wort ob verwendet. Im Konjunktiv steht dann habe.
    5. Die Konjunktion dass leitet im fünften Satz wieder die indirekte Rede ein und der Konjunktiv verspüre (vom Verb verspüren) rundet diese dann ab.
    6. Im letzten Satz werden die zwei Verben im Konjunktiv - sei und habe - von der Konjunktion dass eingeleitet.
  • Nenne Beispiele für epische Texte.

    Tipps

    Epische Texte sind im Fließtext-Format geschrieben.

    Lösung

    Beispiele für epische Texte sind: Roman, Kurzgeschichte und Novelle. Balladen hingegen lassen sich der Gattung Lyrik zuordnen. Epische Texte sind in Form eines Fließtextes verfasst und werden auch erzählende Texte genannt. Von der Länge her können sie variieren, so ist ein Roman zum Beispiel viel länger als eine Kurzgeschichte.

    • Ein Beispiel für einen Roman wäre Die Leiden des jungen Werther von Johann Wolfgang von Goethe oder Tschick von Wolfgang Herrndorf.
    • Eine Kurzgeschichte ist zum Beispiel An diesem Dienstag von Wolfgang Borchert.
    • Eine Novelle ist zum Beispiel Der Sandmann von E.T.A. Hoffmann.
  • Bestimme die Form des Monologs.

    Tipps

    Überlege noch einmal, welche Erzählform für welche Figurenrede verwendet wird.

    Lösung

    1. In diesem Beispiel aus Arthur Schnitzlers Fräulein Else siehst du ein Beispiel des inneren Monologs. Der ganze Text ist in dieser Form verfasst.
    2. Auch in diesem Beispiel aus Arthur Schnitzlers Leutnant Gustl ist ein innerer Monolog zu erkennen.
    3. Thomas Mann verwendet in diesem Ausschnitt aus seinem Buddenbrooks die Form der erlebten Rede.
    4. Auch Gustave Flaubert hat in diesem Ausschnitt aus Frau Bovary die erlebte Rede eingesetzt.
    Grundlegend kannst du dir merken, dass der innere Monolog in der Ich-Form geschrieben ist. Die erlebte Rede hingegen wird in der Er-/Sie-Form verfasst. Beide Formen drücken die Gedanken und Gefühle einer Figur aus und sollen Einfühlung hervorrufen.

    Quellen:

    • Schnitzler, Arthur (1928): Fräulein Else. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/-5344/1
    • Schnitzler, Arthur (1901): Leutnant Gustl. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/leutnant-gustl-5342/1
    • Mann, Thomas (1901): Buddenbrooks. Fischer 2008.
    • Flaubert, Gustave (1856): Frau Bovary. URL: http://gutenberg.spiegel.de/buch/frau-bovary-2404/1