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Der Business-Knigge 03:26 min

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Transkript Der Business-Knigge

Der „Business-Knigge” - Knigge? Hat das nicht etwas mit Benehmen und Anstand zu tun? Stimmt. Und dieser Herr ist der Namensgeber für die Knigge-Regeln: Freiherr Adolf von Knigge. Er lebte im 18. Jahrhundert und ist vor allem mit einem Buch bekannt geworden. „Über den Umgang mit Menschen”, heißt es. Tischmanieren findet man darin allerdings nicht. Knigge ging es viel mehr um einen respektvollen Umgang miteinander. Er lebte zur Zeit des Absolutismus. Die Fürsten hatten damals sehr viel Macht und unterdrückten die Bürger. Das wollte Knigge ändern. In seinem Buch gab er den Bürgern Tipps für den Umgang mit den Fürsten. Er schrieb zum Beispiel: „Wenn du willst, dass man sich für dich interessiert, dann interessiere dich auch für andere“. Knigges Ratschläge sind bereits über 200 Jahre alt, doch aktuell und brauchbar sind sie noch immer. Heutzutage gibt es zwar viel mehr Freiheiten, als früher, aber mehr Freiheiten bedeuten auch mehr Unsicherheiten, vor allem, wenn man neu im Job ist. Dafür gibt es den „Business-Knigge”, also Ratschläge, die ein angemessenes Verhalten im Beruf beschreiben. Dabei geht es nicht um den richtigen Umgang mit der Hummerzange, sondern um Spielregeln, die alle Kollegen einhalten müssen. Das Schwierige, in jedem Unternehmen gibt es unterschiedliche Regeln. Krawatte ja oder nein, sagt man „Du” oder „Sie”, wer räumt die Spülmaschine aus und wer hat das Sagen? Da kann einem als Azubi schon mal ganz schön der Kopf schwirren. Doch ohne Regeln geht es nicht. Das ist im Beruf genauso, wie auf dem Fußballplatz. Zum Beispiel Pünktlichkeit. Damit die Arbeit in einem Team funktioniert, muss sich jeder an Zeiten halten, ansonsten kann das Spiel nicht losgehen und die anderen Mitspieler werden irgendwann sauer. Wenn du öfter zu spät kommst, würde dich der Trainer vielleicht sogar aus der Mannschaft werfen. Genauso ist es mit Höflichkeit und Respekt. In der Mannschaft hat der Trainer das Sagen. Und alle Spieler haben Respekt vor ihm. Kritik wird immer ernst genommen, schließlich will jeder Spieler irgendwann aufsteigen. Auch unter den Mitspielern gibt es einen Verhaltenskodex. Man achtet auf den anderen und sollte auch von sich aus Hilfe anbieten. Bis man diese ganzen Spielregeln begriffen hat, dauert es eine Weile. Als Neuling solltest du das Spielgeschehen erst mal beobachten. Wie wird gearbeitet? Wer hat das Sagen? Und wie geht man miteinander um? Und wenn du dich bei den vielen neuen Aufgaben mal verzetteln solltest und einen Fehler machst, keine Panik! Das passiert und ist nicht tragisch. Das wichtigste ist, dass du zu deinen Fehlern stehst und dich entschuldigst. Denn so wie vor 200 Jahren gilt auch heute noch der Spruch: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“.

1 Kommentar
  1. sehr gut erklärt danke

    Von Soraya M., vor 10 Monaten