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Bewerbung – Anschreiben

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Team Digital
Bewerbung – Anschreiben
lernst du in der 8. Klasse - 9. Klasse - 10. Klasse

Grundlagen zum Thema Bewerbung – Anschreiben

Nach dem Schauen dieses Videos wirst du in der Lage sein, das Anschreiben für eine Bewerbung zu erstellen.

Zunächst lernst du, welche Elemente Teil einer schriftlichen Bewerbung sind. Anschließend zeigen wir dir, was ein Anschreiben ist. Abschließend lernst du, wie ein Anschreiben aufgebaut ist und welche Dinge du dort schreiben solltest.

Lerne, wie du ein Anschreiben erstellt, indem du zusiehst, wie Janka sich als Köchin bewirbt.

Das Video beinhaltet Schlüsselbegriffe, Bezeichnungen und Fachbegriffe wie Lebenslauf, Bewerbung, Anschreiben, Brief, bewerben, Job, Praktikum, Beruf.

Bevor du dieses Video schaust, solltest du bereits wissen, wie man den Lebenslauf einer Bewerbung verfasst.

Nach diesem Video wirst du darauf vorbereitet sein, dich auf eine Ausbildungsstelle oder ein Praktikum zu bewerben.

Transkript Bewerbung – Anschreiben

Oh! Jankas Lieblingsrestaurant bietet Ausbildungsplätze an! Das wäre doch DIE Chance für Janka, ihren Traum, Köchin zu werden, zu verwirklichen. Sie beschließt, sich auf die Ausbildungsstelle zu bewerben. Dabei lernen wir, wie man ein Bewerbungsanschreiben verfasst. Die schriftliche Bewerbung ist ein wichtiger Bestandteil des Bewerbungsverfahrens. Meist entscheidet sie darüber, ob jemand zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nicht. Aus diesem Grund sollte eine schriftliche Bewerbung einen ordentlichen Eindruck hinterlassen. Gestalte sie am besten mithilfe des Computers. Üblicherweise besteht eine schriftliche Bewerbung aus einem förmlichen Brief, dem sogenannten „Anschreiben“, einem Lebenslauf und den entsprechenden Anlagen, also Zeugnisse, Zertifikate usw. In Deutschland ist es außerdem immer noch recht üblich, ein Bewerbungsfoto mitzusenden, da dies oft erwartet wird. Dein Foto sollte seriös und nicht älter als ein Jahr sein. Der Lebenslauf wird in tabellarischer Form verfasst und sollte übersichtlich gegliedert sein. Wie du einen Lebenslauf erstellst, zeigen wir dir in einem anderen Video. Hier wollen wir uns auf das Anschreiben konzentrieren. Das Anschreiben ist ein sachlicher Brief, bestehend aus folgenden Bausteinen: Briefkopf, Betreffzeile, Anrede, der eigentliche Text, Grußformel, Unterschrift und einem Hinweis auf die Anlagen. Lass uns Jankas Anschreiben etwas genauer unter die Lupe nehmen. Im Briefkopf stehen oben rechts Ort und Datum: Kitsault, erster Januar 2021. Eine Zeile tiefer folgt am linken Rand Jankas voller Name und ihre Anschrift. Auch die Telefonnummer und E-Mailadresse kannst du hier nochmal angeben. Ebenfalls im Briefkopf und mit zwei Zeilen Abstand folgt der Name und die Adresse der Bewerbungsstelle, also Jankas Lieblingsrestaurant. Mit wieder zwei Zeilen Abstand folgt auf den Briefkopf nun die Betreffzeile. Dort formulierst du in Stichworten, worum es in deinem Anschreiben geht, also auf welche Stelle du dich konkret bewirbst. Janka hat geschrieben: Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zur Köchin. Nach der Betreffzeile setzt du KEINEN Punkt. Setze jetzt wieder zwei Zeilen Abstand und formuliere dann die Anrede. Wie bei einem förmlichen Brief schreibst du üblicherweise auch hier: Sehr geehrte Damen und Herren. Anschließend setzt du ein Komma und schreibst klein weiter. Manchmal stehen in Stellenausschreibungen auch konkrete Ansprechpartner oder Ansprechpartnerinnen, die deine Bewerbung bearbeiten werden. In diesem Fall schreibst du den Namen der Person bereits oben in die Anschrift und sprichst sie auch in der Anrede mit vollem Namen an. Jetzt folgt der wichtigste Teil des Anschreibens. Der Text, indem du beschreibst, WARUM du dich auf die Stelle bewirbst. Stelle überzeugend dar, über welche Fähigkeiten du verfügst, mit denen die Tätigkeit gut ausgeführt werden kann. Schreibe auch, was an der Stelle interessant ist und warum du dich dafür begeisterst. Du kannst auch bei einem Anschreiben mit Einleitung, Hauptteil und Schluss arbeiten. In der Einleitung kannst du schreiben, WIE du von der Stelle erfahren hast. Außerdem kannst du mitteilen, wann du die Ausbildung antreten kannst. Interessant ist auch, welche Klasse und Schule du derzeit besuchst. Mit einem persönlichen und kreativen Einstieg kann dein Anschreiben zusätzlich positiv hervorstechen. Janka hat folgende Einleitung geschrieben: „Ich esse jede Woche mindestens einmal im Svaadisht. Die liebevoll zubereiteten Gerichte sind jedes Mal aufs Neue ein Geschmackserlebnis. Als ich durch ihren Aushang am Restaurant erfahren habe, dass sie ausbilden, konnte ich mein Glück kaum glauben. Würde ich wohl bald Einsicht in die einzigartigen kulinarischen Geheimnisse der indischen Küche erlangen dürfen? Mein Name ist Janka, ich bin 17 Jahre alt und träume davon, in ihrem Betrieb zur Köchin ausgebildet zu werden. Zur Zeit besuche ich die 10. Klasse der Hazelton Highschool, die ich voraussichtlich im Juli diesen Jahres abschließen werde.“

Im Hauptteil erklärst du anschließend, welche Fähigkeiten und Erfahrungen du hast, die für die Stelle wichtig sind. Jankas Anschreiben geht so weiter: „Bei meinem Praktikum als Küchenhilfe im Kochwerk konnte ich bereits erste Erfahrungen im Kochen sammeln. Große Freude bereitet mir das Abschmecken von Gerichten und das Anrichten von Tellern. Meine Stärken sind schnelles und genaues Arbeiten und das Entwickeln von neuen Rezepten. In meiner Freizeit überlege ich mir oft eigene, abgewandelte Rezepte auf Grundlage von traditionellen Gerichten. Daher würde ich gern mehr über die indische Küche und ihre kulinarischen Besonderheiten erfahren. Zusätzlich habe ich mich ausführlich über Gewürze und natürliche Farbstoffe informiert und könnte mein Wissen während meiner Ausbildung in ihrer Küche direkt anwenden.“ Siehst du, welche Formulierungen Janka benutzt hat? Die können auch für DEIN Anschreiben nützlich sein. Generell solltest du darauf achten, sachlich und objektiv zu schreiben. Vermittle nur relevante Informationen, die auch in deinem Lebenslauf nachvollzogen werden können. Zum Schluss formulierst du den Wunsch, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden: Gern stelle ich mich Ihnen in einem persönlichen Gespräch vor. Am Ende des Anschreibens, mit etwa zwei Zeilen Abstand, folgt die Grußformel und - eine Zeile tiefer - deine Unterschrift. HIER setzt du KEIN Komma. In der letzten Zeile hinterlässt du einen Hinweis auf deine Anlagen. Es ist wichtig, dass du dein Anschreiben zum Schluss gründlich Korrektur liest und gegebenenfalls überarbeitest und formatierst! Überprüfe die Adressen und Namen. Hast du alles richtig geschrieben? Achte auf eine einheitliche Schriftgröße von ca. 11 oder 12 Punkt. Ein 1-zeiliger oder 1,5-zeiliger Zeilenabstand sorgt dafür, dass man dein Anschreiben gut lesen kann. Links und rechts sowie oben sollte ein Rand von ca. 2,5 cm vorhanden sein. Der untere Rand kann 2 cm haben.

Die Betreffzeile kannst du fett schreiben. Gut ist es, wenn du dein Anschreiben handschriftlich unterzeichnest. Heutzutage wird fast jede Bewerbung per E-Mail versendet. Achte darauf, deine Bewerbungsunterlagen möglichst in EIN PDF zusammenzufügen und als Anhang an deine E-Mail einzufügen. Jankas Bewerbung war erfolgreich! Schon heute hat sie ihren ersten Tag in der Küche. Oh nein, heute wird mit viel Knoblauch gekocht, aber Janka hat schon die perfekte Lösung!

4 Kommentare

4 Kommentare
  1. cool und sehr hilf reich

    Von Emma Sophie Borgmann, vor 9 Tagen
  2. cool

    Von Lia, vor 13 Tagen
  3. Danke, jetzt kann ich es endlich!
    Hab alles verstanden

    Von Weronika, vor etwa 2 Monaten
  4. Sehr schön erklärt !

    Von Clara, vor 2 Monaten

Bewerbung – Anschreiben Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Bewerbung – Anschreiben kannst du es wiederholen und üben.
  • Zeige den Aufbau eines Anschreibens auf.

    Tipps

    Vergiss die Betreffzeile vor der Anrede nicht.

    Der Briefkopf besteht aus deiner Adresse, der Adresse des Betriebs, bei dem du dich bewirbst, und dem Datum.

    Lösung

    Die Abfolge der einzelnen Bestandteile deines Anschreibens kennst du jetzt. Achte bei der Formatierung auf die Zeilenabstände:
    → Zwischen den einzelnen Teilen fügst du in der Regel zwei Zeilen als Abstand ein.
    Ausnahmen sind: Die Datumsangabe und deine Adresse folgen direkt nacheinander, ebenfalls die Grußformel und deine Unterschrift.

  • Erschließe Formulierungen aus Einleitung, Hauptteil und Schluss.

    Tipps

    In der Einleitung informierst du darüber, wie du die Stelle entdeckt hast und welche Klasse du besuchst.

    Im Hauptteil informierst du über deine Fähigkeiten und beschreibst, warum du dich für die Stelle interessierst.

    Zum Schluss weist du auf ein Bewerbungsgespräch hin.

    Lösung

    Wie in jeder Einleitung führst du mit wenigen Sätzen zu dem Hauptteil hin. Klasse ist es, wenn dir hier ein persönlicher und kreativer Einstieg gelingt.

    Im Hauptteil musst du die Lesenden von deinen Fähigkeiten und deiner Begeisterung für die Ausbildungsstelle überzeugen. Sei hier ebenfalls kreativ.

    • Achte jedoch auch auf eine sachliche und objektive Darstellung.
    • Und langweile nicht, füge nur relevante Informationen ein.

    Als Schlusssatz eignet sich ein Hinweis zum Bewerbungsgespräch. Dort kannst du dann persönlich weiter überzeugen.

  • Bestimme den korrekten Aufbau eines Anschreibens.

    Tipps

    Die Betreffzeile wird ähnlich wie eine Überschrift aufgebaut, quasi als Zusammenfassung des Textinhaltes.

    In der Einleitung deines Anschreibens formulierst du, wie du auf die Stelle aufmerksam geworden bist.

    Lösung

    Präge dir die Besonderheiten eines förmlichen Anschreibens ein:

    1. Ort und Datum in die rechte Ecke
    2. an erster Stelle deine Adresse mit Telefonnummer und Mailadresse
    3. Adresse des Empfangenden
    4. stichwortartige Betreffzeile zum Anliegen des Briefes
    5. Anrede mit „Sehr geehrte...“
    6. Anschreiben mit Motivation
    7. Grußformel
    8. ggf. Verweis auf Anlagen
  • Bestimme Fähigkeiten und Erfahrungen im Hauptteil des Anschreibens.

    Tipps

    In dem Bereich Erfahrungen hast du Teile des Arbeitslebens schon einmal kennengelernt und kannst deshalb davon berichten.

    Fähigkeiten sind Eigenschaften, die du gut kannst. Zeige in deinem Anschreiben auf, wo deine Stärken liegen und was das mit dem Ausbildungsberuf zu tun hat.

    Lösung

    Im Haupttext deines Anschreibens musst du die Verantwortlichen des Ausbildungsbetriebs von deinen Erfahrungen und deinen Fähigkeiten überzeugen.

    Hier siehst du deutlich, wie wichtig es ist, dass du möglichst mehrere Einblicke in das Berufsleben bei Praktika oder Ferienjobs erhältst.

    Es ist viel einfacher, sich für einen Ausbildungsberuf zu entscheiden, wenn du bereits mehrere direkte Erfahrungen gesammelt hast.

  • Definiere die drei letzten Bestandteile des Anschreibens.

    Tipps

    Das Anschreiben beendest du mit einem förmlichen Abschiedsgruß, worauf deine Unterschrift folgt.

    Dem Anschreiben sind oft mehrere Papiere beigefügt. Auf diese verweist du ganz am Ende der Seite.

    Lösung

    Auch am Ende des Anschreibens gibt es einiges zu beachten.
    Nach dem letzten Satz des Anschreibenstextes fügst du erneut zwei Leerzeilen ein.

    • 1. Daran schließt sich eine Grußformel an, wie z. B. „Mit freundlichen Grüßen“.
    • 2. Direkt darunter setzt du deine Unterschrift (handschriftlich).
    • 3. In der letzten Zeile des Papieres listest du alle deine Anlagen auf. Starte diese Zeile mit „Anlagen:“

  • Erläutere Merkmale, die deine Bewerbung besonders machen.

    Tipps

    Etwas Förmliches geht stets mit Objektivität einher.

    Drei Antworten passen nicht!

    Finde zuerst die Überschriften – sie sind fett markiert.

    Lösung

    Gestalte dein Anschreiben einzigartig.

    Oft erhalten die Ausbildungsbetriebe zahlreiche Bewerbungen. Schulabgänger*innen haben meist sehr ähnliche Qualifikationen. Wie entscheiden die Verantwortlichen dann, wer zum Bewerbungsgespräch kommen kann?

    Sei kreativ, nutze nicht nur Standardfloskeln, beschreibe etwas Persönliches, das dich ausmacht und deinen Ausbildungswunsch unterstreicht.

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