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Natürlich gegen künstlich 03:20 min

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Transkript Natürlich gegen künstlich

Sämtliche Materie besteht aus chemischen Stoffen. Vom Boden, auf dem wir laufen, über unsere Körper und die Kleidung, die wir tragen, bis hin zur Nahrung, die wir essen. Die meisten chemischen Stoffe, denen wir ausgesetzt sind, sind natürlichen Ursprungs. Sie kommen in der Erdatmosphäre vor oder in der Erdoberfläche oder werden von lebenden Organismen wie Pflanzen, Bakterien oder Tieren produziert. Ein kleiner Teil der chemischen Stoffe in unserer Umgebung ist aber künstlich hergestellt. Diese Stoffe werden Chemikalien genannt. Sie entstehen durch kontrollierte Reaktionen in Labors und Fabriken. Manchmal gibt es gar keinen Unterschied zwischen künstlichen und natürlichen chemischen Stoffen. Salz kann man zum Beispiel ganz natürlich aus Meerwasser gewinnen oder durch eine Reaktion von Natrium und Chlorid herstellen. So oder so enthält Salz die gleichen Atome, die auf die gleiche Weise angeordnet sind. Manchmal zieht man die künstliche Herstellung von chemischen Stoffen dem natürlichen Abbau vor, da es günstiger oder besser für die Umwelt ist. Chemikalien wird manchmal mit Angst begegnet, aber ob etwas künstlich oder natürlich ist, sagt nichts darüber aus, ob es gefährlich ist oder nicht. Tatsächlich sind von den sieben tödlichsten bekannten chemischen Stoffen fünf vollkommen natürlich. Nikotin ist ein weiteres Beispiel für einen vollkommen natürlichen, aber ungemein schädlichen chemischen Stoff. Und sogar ganz gewöhnliche Nahrungsmittel wie Kohl, Kartoffeln und Äpfel enthalten allesamt Stoffe, die giftig sein können, wenn man sie in zu großen Mengen zu sich nimmt. Der Vorteil, den der Verzehr dieser Nahrungsmittel mit sich bringt, überwiegt das Risiko, und das Gleiche gilt auch für viele andere chemische Stoffe. Lebensmittelzusätze sind umstritten und werden mit Künstlichkeit in Verbindung gebracht, aber viele E-Nummern kommen natürlich vor, wie zum Beispiel Vitamin C oder das Gewürz Kurkuma. Andere sind künstlich, so wie Mononatriumglutamat, müssen aber strenge Lebensmittelkontrollen bestehen. Der Begriff „chemisch“ wird heutzutage sehr oft missbraucht. Einige Produkte behaupten, „frei von Chemie“ zu sein, was aber gar nicht möglich ist. Andere sagen, sie seien „100 % natürlich“ – aber das muss nicht unbedingt eine gute Sache sein.

2 Kommentare
  1. Hallo J.-A. Lehmann,

    Autoren werden bei Internetquellen eigentlich nur genannt, wenn sie auch direkt angegeben werden. Du kannst hier gerne auf die Zitierweise im Havard-Stil verweisen, die auch bei Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten verwendet wird. Besprich das aber nochmal mit deiner Lehrerin. Hier ist eine Quelle zur Zitierweise, du findest die genaue Form unter 5.2.4:

    https://www.kuwi.europa-uni.de/de/lehrstuhl/lw/osteuropa/Medien/Harvard-Zitierweise.pdf

    Das Erscheinungsjahr ist 2019.

    Liebe Grüße aus der Redaktion.

    Von Karsten S., vor 8 Monaten
  2. Liebes "Team Realfilm",
    danke, das Video hat mir sehr geholfen! Könntet ihr mir, wenn möglich die Namen der Personen schicken, die dieses Video gemacht haben, da ich dieses Video als Quelle für meine Facharbeit nutzen will. Dazu will meine Lehrerin die Namen der Autoren. Vielen Dank im vorraus und nochmall tolles Video!
    J.-A. Lehmann

    Von David L., vor 8 Monaten