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Mendelejews Prophezeiung

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Team Realfilm
Mendelejews Prophezeiung
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Beschreibung Mendelejews Prophezeiung

Anhand unseres Periodensystems können wir Aussagen über die Gemeinsamkeiten von Elementen einer Gruppe (eine Spalte bildet eine Gruppe) und Perioden (eine Zeile bildet eine Periode) treffen. Dies haben wir Mendelejew zu verdanken, der diese Anordnung 1869 zum ersten Mal nutzte. Das Besondere daran ist, dass es zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht so vollständig war wie heute, denn einige der Elemente waren noch nicht entdeckt.

Um so erstaunlicher, dass er anhand seiner Systematik Lücken bestimmen konnte, in die seiner Meinung nach noch Elemente gehören würden. Und nicht nur das. Er konnte anhand der Position in seinem Periodensystem sogar ziemlich genaue Aussagen über die Eigenschaften, der noch nicht entdeckten Elemente treffen.

So zum Beispiel das von ihm Eka-Aluminium genannte Element. Seiner Vermutung nach würde es sich um ein silbriges Metall mit niedrigem Schmelzpunkt, einer Dichte, die fast sechsmal größer als die von Wasser sei und einer Atommasse von ca. 68 handeln. Und tatsächlich konnte schon sechs Jahre später das Element Gallium mit einer Atommasse von 69,72 und den vorhergesagten Eigenschaften von einem französischen Forscher entdeckt werden. Mit dem Schmelzpunkt von 30 Grad Celsius ist Gallium wie vorhergesagt eines der wenigen Metalle, dass bei Zimmertemperatur flüssig ist. Heute wird es in LEDs, bei der Herstellung von Halbleitern und bei der Entwicklung von Präparaten gegen Malaria verwendet.

Die wichtigste Bedeutung von Gallium ist jedoch, dass Mendelejews Vorhersagen und damit sein erstelltes Periodensystem bestätigt wurde. So gewann sein System zunehmend an Popularität und Mendelejew stellt fest, dass seine Systematik nun nicht mehr infrage gestellt werden konnte. Schon einige Jahre später wurden Eka-Bor und Eka-Silizium entdeckt und in Scandium beziehungsweise Germanium umbenannt. Noch heute wird Mendelejews Periodensystem in der Schule, der Universität und von Wissenschaftlern genutzt und bildet damit eine bedeutende Grundlage der Chemie.

Transkript Mendelejews Prophezeiung

Als Mendelejew im Jahr 1869 zum ersten Mal sein Periodensystem ordnete, hob es sich von anderen Versuchen jener Zeit nicht dadurch ab, was es war, sondern dadurch, was es nicht war. Anders als andere Forscher, die Schwierigkeiten damit hatten, Muster zwischen den bekannten Elementen zu entdecken, ließ Mendelejew Lücken in seinem System an den Stellen, an die seiner Meinung nach Elemente gehörten, die erst noch entdeckt werden mussten. Drei dieser Elemente nannte er Eka-Aluminium, Eka-Silizium und Eka-Bor und deren Eigenschaften sagte er ziemlich präzise anhand ihrer vermuteten Position im Periodensystem voraus. Kühn verkündete Mendelejew, dass Eka-Aluminium bald entdeckt werden würde und dass es eine Atommasse von ca. 68 haben würde. Es würde ein Metall sein von silberner Färbung mit niedrigem Schmelzpunkt und einer Dichte, fast sechsmal größer als die von Wasser. Sechs Jahre später wurden seine Annahmen bestätigt. Der französische Forscher Paul Lecoq de Boisbaudran entdeckte ein silbriges Metall mit einer Atommasse von 69,72. Er benannte es nach dem lateinischen Namen für Frankreich: Gallium. Das erste von Mendelejews fehlenden Elementen war entdeckt und seine Eigenschaften deckten sich in erstaunlicher Weise mit den Vorhersagen des Forschers. Mit einem niedrigen Schmelzpunkt von 30 Grad Celsius ist Gallium eines von nur vier Metallen, die bei Zimmertemperatur flüssig vorkommen können. Gallium reagiert bei Zimmertemperatur weder mit Luft noch mit Wasser und es ist das Metall mit dem ausgedehntesten Flüssigkeitsbereich. Obwohl es viele Merkmale mit ihm teilt, ist Gallium weit weniger giftig als Quecksilber und kann deswegen gefahrlos in Thermometern eingesetzt werden. Einsatz fand es auch in LEDs, bei der Herstellung von Halbleitern und sogar bei der Entwicklung von Präparaten, mit denen Malaria bekämpft wird. Die historische Bedeutung von Gallium ist allerdings die, dass es Mendelejews Theorie bestätigt hat. Kurz nach der Entdeckung des Galliums gewann das Periodensystem zunehmend an Anerkennung und Mendelejew kam zu dem Schluss, dass sein System nicht länger infrage gestellt werden konnte. Schon bald wurden Eka-Bor und Eka-Silizium entdeckt und in Scandium beziehungsweise Germanium umbenannt, womit weitere Leerstellen von Mendelejews Meisterwerk gefüllt waren.

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