30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Würmer als Parasiten 07:04 min

  • Ohne Druck

    Wissenslücken schließen

    videos
  • Überall

    wiederholen und üben

    tests
  • Im eigenen Tempo

    mit Arbeitsblättern lernen

    worksheets
  • Jederzeit

    Fragen stellen

    chat
Mit Spaß

Noten verbessern

30 Tage kostenlos testen

Testphase jederzeit online beenden

Textversion des Videos

Transkript Würmer als Parasiten

Würmer haben oft einen schlechten Ruf, da man sie mit Parasitismus in Verbindung bringt. Tatsächlich sind viele Würmer auch Parasiten und leben auf Kosten ihres Wirtes und schädigen ihn somit. In diesem Video möchte ich dir einen Überblick über verschiedene Wurmparasiten geben. Den Bandwurm wollen wir uns etwas genauer anschauen und den Bau und die Lebensweise des Bandwurms kennen lernen.

Madenwurm

Im Tierstamm der Rund- und Plattwürmer findest du die bekanntesten Wurmparasiten. Zu den Rundwürmern gehören die Fadenwürmer, die man auch als Nematoden bezeichnet. Viele Fadenwurmarten leben parasitisch.

Vielleicht hast du schon einmal etwas vom Madenwurm gehört. Das ist nämlich der häufigste Parasit des Menschen überhaupt. Der Madenwurm bewohnt den menschlichen Dick- und Enddarm. Bei einem Befall kann man im Stuhl die kleinen weißen Madenwürmer sehen.

Spulwürmer

Bestimmt hast du auch schon einmal von Spulwürmern gehört, die man im Darm verschiedener Säugetiere finden kann. Auch Spulwürmer gehören zu den Fadenwürmern. Spulwürmer sind wesentlich größer als Madenwürmer und können bis zu 40 cm lang werden. Sie leben im Dünndarm des Menschen oder anderer Säugetiere und verursachen dort Verdauungsstörungen.

Auch Hunde und Katzen können Spulwürmer bekommen. Sowohl der Madenwurm als auch der Spulwurm treten ohne Zwischenwirte auf.

Trichinen

Dagegen sind Trichinen parasitische Fadenwürmer mit einem Wirtswechsel. Die Larven nisten sich im Muskelfleisch ein. Beispielweise können in rohem Schweinefleische solche Muskeltrichinen vorkommen, die durch den Verzehr des rohen Fleisches auch auf den Menschen übertragen werden können. Allerdings muss Fleisch für den menschlichen Verzehr einer Trichinenuntersuchung unterzogen werden, so dass das Risiko einer Infektion verringert wird.

Pflanzliche Nematoden

Wusstest du, dass auch Pflanzen von Würmern befallen werden können? Viele Fadenwürmer sind nämlich pflanzliche Parasiten. Sie dringen in die Wurzeln von Pflanzen ein, leben und vermehren sich dort und schädigen die Pflanze damit.

Entwicklungszyklus des Bandwurms

Zu den Plattwürmern gehören alle Bandwurmarten. Als Beispiele kennst du vielleicht den Fuchs-, Rinder- oder Fischbandwurm. Bandwürmer wechseln im Laufe ihres Entwicklungszyklus in der Regel ihren Wirt; das bezeichnet man als Wirtswechsel: Die Eier werden vom Zwischenwirt aufgenommen, entwickeln sich dort zu Larven und können im Muskelgewebe des Zwischenwirtes Dauerstadien, so genannte Zysten, ausbilden.

Die Larven werden vom Endwirt aufgenommen, wo sich daraus der geschlechtsreife Bandwurm entwickelt, der wieder Eier produzieren kann. Im Falle des Fuchsbandwurms ist der Mensch allerdings ein Fehlwirt, da sich die Larven im menschlichen Körper einnisten, das menschliche Fleisch allerdings nicht von dem entsprechenden Endwirt, dem Fuchs, gefressen wird. Der Entwicklungszyklus wird daher an dieser Stelle unterbrochen. Der ursprüngliche Wirt des Fuchsbandwurms wäre die Feldmaus.

Anpassungen an das Leben als Parasit

Alle Bandwürmer sind an ihre endoparasitische Lebensweise sehr gut angepasst. Das kann man auch an ihrem Körperbau sehr gut nachvollziehen. Am Beispiel des Schweinebandwurms wollen wir uns diese Anpassungen mal genauer anschauen.

Die ausgewachsenen Würmer können sich über Saugnäpfe und einen Hakenkranz am Kopf an der Darmwand des Endwirtes anhaften. So bleiben sie im Darm des Endwirtes und werden nicht mit dem Kot ausgeschieden. Hinter dem Kopf werden fortlaufend neue Glieder, so genannte Proglottiden, abgeschnürrt. Bis zu 1000 Stück können bei einem Bandwurm hintereinander hängen.

Auch die Ernährungsweise ist gut an das parasitische Leben angepasst. Sowohl die Larven als auch die erwachsenen Würmer haben keinen eigenen Darm und ernähren sich im Wirt, indem sie Nährstoffe über die Körperoberfläche aufnehmen. Auch Gliedmaßen und Sinnensorgane fehlen völlig.

Um nicht von den Verdauungsenzymen im Darm angegriffen zu werden, werden in unmittelbarer Nähe des Bandwurms diese Enzyme gehemmt und schädigen den Bandwurm damit nicht.

Weitere Anpassungen an das Leben als Parasit findet man bei der Fortpflanzung der Bandwürmer. Oftmals sind Bandwürmer nämlich Zwitter, die sich selbst befruchten können. Dabei werden die männlichen Samenzellen in den vorderen Proglottiden produziert und befruchten die Eizellen der hinteren Proglottiden. Die jüngeren Proglottiden befruchten also die älteren. Die reifen Endglieder werden zusammen mit den befruchteten Eiern mit dem Kot nach außen befördert.

Die Eier werden freigesetzt und können von einem geeigneten Zwischenwirt aufgenommen werden. Auf diese Weise werden von einem einzigen Bandwurm eine Vielzahl von befruchteten Eiern produziert.

Zusammenfassung

In diesem Video hast du gesehen, dass es viele verschiedene Beispiele für Wurmparasiten gibt, was ihren schlechten Ruf dann rechtfertigt. Zu den Fadenwürmern gehören viele menschliche Parasiten. Als Beispiele hast du hier den Madenwürm, die Spulwürmer und die Trichinen kennen gelernt.

Bandwürmer sind parasitische Vertreter aus dem Stamm der Plattwürmer. Sie haben sich durch vielfältige Eigenschaften perfekt an das Leben als Endoparasit, als Innenparasit, angepasst und besitzen z.B. weder Verdauungs- noch Sinnesorgane. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

3 Kommentare
  1. Aber das Fleisch wird Vorher sehr gut gereinigt und außerdem ist du kein Rohes Fleisch beim Reinigen sterben die Bandwürmer

    Von Mike S., vor mehr als einem Jahr
  2. Hallo Amine,
    es ist tatsächlich so, dass rohes Schweinefleisch der Hauptüberträger auf den Menschen ist. In erster Linie werden Alles- und Fleischfresser befallen. Hierzu zählen z.B. das Schwein, der Fuchs oder der Marder. Das kommt daher, dass sich die Trichinen durch das Fressen und Gefressenwerden verbreiten. Es ist aber auch schon mal vorgekommen, dass Pferde mit Trichinen identifiziert worden sind. Die Ursache dafür konnte noch nicht restlos geklärt werden. Ich hoffe, das beantwortet deine Frage!
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 2 Jahren
  3. ist nur das Schweinefleisch von diesem Parasiten betroffen?

    Von Aminemav, vor mehr als 2 Jahren

Würmer als Parasiten Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Würmer als Parasiten kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die Ernährung von Bandwürmern.

    Tipps

    Der Bandwurm kann die Verdauungsenzyme in seiner Nähe hemmen.

    Das tun sie zum eigenen Schutz, damit sie nicht von den Verdauungssäften angegriffen werden.

    Lösung

    Die Ernährung des Bandwurms ist an seine parasitäre Lebensweise angepasst.

    Der Wurm hat sowohl im Larvenstadium als auch als erwachsenes Tier keinen eigenen Darm. Er ernährt sich im Wirt und nimmt Nährstoffe über die Körperoberfläche auf.

    Damit der Wurm nicht von den Verdauungssäften zersetzt wird, kann er die Enzyme der Sekrete in seiner Nähe hemmen.

  • Beschreibe den Körperbau des Schweinebandwurms.

    Tipps

    Mit Saugnäpfen und Hakenkranz kann sich der Bandwurm an der Darmwand des Wirts festhalten.

    Lösung

    Mit Saugnäpfen und Hakenkranz kann sich der Bandwurm an der Darmwand des Wirts festhalten, sodass er im Darm verbleibt und nicht einfach ausgeschieden wird. Hinter dem Kopf schnüren sich viele Proglottiden ab. Bis zu 1000 Stück kann ein Bandwurm besitzen.

  • Beschreibe den Lebenszyklus des Fuchsbandwurms.

    Tipps

    Die Larven des Fuchsbandwurms werden als Finnen bezeichnet.

    Mäuse können sich mit dem Fuchsbandwurm über den Kot des Fuchses infizieren.

    Lösung

    Der Fuchsbandwurm macht einen Wirtswechsel. Der Zwischenwirt ist zum Beispiel eine Maus, der Endwirt der Fuchs. Der Fuchs scheidet die Eier durch den Kot aus, so gelangen sie zu ihrem Zwischenwirt. In dem Körper der Maus entwickeln sich die Eier zu Finnen. Wenn der Fuchs nun eine solche Maus fängt und frisst, nimmt er auch die Finnen auf. Diese entwickeln sich nun im Dünndarm des Fuchses zum Bandwurm. Über den Kot werden die Eier wieder abgegeben und der Kreislauf beginnt von vorne. Nimmt der Mensch die Eier zufällig auf, zum Beispiel, indem er befallenes Obst aus dem Wald isst, spricht man von einem Fehlwirt.

  • Beschreibe die Fortpflanzung der Würmer.

    Tipps

    Auch für die Befruchtung der zwittrigen Würmer braucht man zwei Exemplare.

    Bei der Fortpflanzung legen sich zwei Würmer aneinander und tauschen Samen aus.

    Lösung

    Würmer sind zwittrige Wesen. Sie besitzen sowohl ein weibliches als auch ein männliches Geschlechtsorgan. Dennoch benötigt man zwei Exemplare des Wurms, damit es zur Befruchtung kommen kann. Die Würmer heften sich aneinander und tauschen so den Samen aus. Der Samen wird im Geschlechtsring mit den Eizellen und der Nährflüssigkeit zusammengebracht. Schließlich werden Kokons gebildet, aus denen später kleine Würmer schlüpfen.

  • Beschreibe den Verlauf einer Trichininfektion.

    Tipps

    Trichinen greifen insbesondere die Muskulatur an.

    Übelkeit und Durchfall können durch die Schädigung der Darmwand auftreten.

    Lösung

    Nimmt man Lebensmittel zu sich, auf denen sich der Trichinwurm oder dessen Larven befinden, beginnt die Infektion mit diesem Parasit. Die Larven wandern durch die Dünndarmschleimhaut und entwickeln sich dort zum erwachsenen Wurm. In dieser Phase kann es zu Durchfällen und Fieberschüben kommen. Behandelt man die Infektion in diesem Stadium mit gängigen Wurmmitteln, so ist ein Behandlungserfolg wahrscheinlich. Hat sich der Wurm erst einmal in die Muskeln eingekapselt, fängt er an, diese langsam zu zerstören. So ist der Erfolg einer Therapie fraglich.

  • Bestimme weitere tierische Parasiten.

    Tipps

    Parasiten ernähren sich von den Nährstoffen des Wirts.

    Tierische Parasiten leben auf der Haut des Wirts oder in seinem Inneren.

    Lösung

    Parasiten schädigen ihren Wirt, indem sie die Ressourcen des Wirts nutzen. Häufig dient die Körperflüssigkeit des Wirtes als Nahrung für den Parasiten.

    Zu den tierischen Parasiten zählen der Blutegel, der Spulwurm, die Zecke und die Mücke. Der Spulwurm lebt im Darm des Wirts und ist daher ein Endoparasit. Die anderen drei Parasiten sind Ektoparasiten. Sie leben außen auf dem Wirt und ernähren sich von seinem Blut.