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Schlangen – Ringelnatter und Kreuzotter 05:47 min

Textversion des Videos

Transkript Schlangen – Ringelnatter und Kreuzotter

Hallo! Sie sind lang, habe keine Beine und sind dennoch ziemlich flink - Schlangen. In diesem Video stellen wir zwei heimische Schlangen vor. Eine davon ist ungiftig, die andere zählt zu den wenigen Giftschlangen Europas. Warum man sich aber dennoch nicht fürchten muss, schauen wir uns nun gemeinsam an.

Ringelnatter

Die 80-120 cm lange Ringelnatter zählt zu den am häufigsten vorkommenden Schlangen Mitteleuropas. Man erkennt sie an ihren blassgelben halbmondförmigen Flecken seitlich am Hinterkopf. Die Schuppen des Rumpfes sind graugrün gefärbt. Die Ringelnatter ist ungiftig. Sie lebt in der Nähe von Gewässern, aber auch in Steinbrüchen.

Da sie -wie alle Reptilien- wechselwarm ist, sonnt sie sich gerne, um ihren Körper auf Temperatur zu bringen. Zur Fortbewegung ziehen die Rippenmuskeln ein Rippenpaar nach dem nächsten nach vorne. Dabei werden die Bauchschuppen aufgestellt, sie verhaken sich im Untergrund. Wenn die Muskelhaut, die den ganzen Rumpf durchzieht, die Schuppen wieder anlegt, schiebt sich der Körper automatisch ein Stück vorwärts. Dieser Vorgang durchzieht den Rumpf der Schlange wellenartig.

Die Ringelnatter ist außerdem eine gute Schwimmerin und gleitet so mühelos durchs Wasser. Mit ihren kreisrunden Augen beobachtet die Ringelnatter ihre Umgebung sehr genau. Nur bewegte Objekte kann sie als Beute wahrnehmen. Zusätzlich verwendet sie ihren Geruchssinn, um Beute aufzuspüren. Dabei züngelt sie mit ihrer gespaltenen Zunge. Duftstoffe haften an ihr. Riechen kann die Schlange erst, nachdem die Zunge gegen ihren Gaumen gepresst wurde - dort liegt nämlich das Riechorgan von Schlangen.

Die Ringelnatter liebt Frösche und Kröten. Hat sie ein Beutetier gefunden schleicht sie lautlos näher. Kurz vor dem Zustoßen beschreibt ihr Körper eine S-Form. Das ermöglicht ein blitzschnelles Vorstoßen des Kopfes. Das Maul ist aufgerissen und schnappt kraftvoll zu. Die kleinen Zähnchen sind stark und erschweren durch ihre schräg nach hinten geneigte Ausrichtung jeden Fluchtversuch des Beutetiers. Im ganzen schluckt die Ringelnatter ihre Beute, indem sie die linke und rechte Hälfte ihres Unterkiefers langsam über den Körper des Beutetiers schiebt.

Ringelnattern paaren sich im Frühling. Im Juli legt das Weibchen 30 bis 80 weichschalige Eier in einem Laubhaufen ab. Es dauert zwei Monate bis die kleinen Ringelnattern schlüpfen. Sie sind zwar nur 20cm lang und vollständig entwickelt. Währende ihrer Wachstumsphase müssen sie sich mehrere Male häuten.

Kreuzotter

Die Kreuzotter ist mit maximal 70cm Körperlänge kürzer als die Ringelnatter. An ihrer Zeichnung ist sie auf den ersten Blick gut zu erkennen: Sie trägt ein dunkles X auf dem Hinterkopf - deshalb auch ihr Name: Kreuzotter. Eine dunkle Zickzacklinie zieht sich den Rücken entlang.

Die Kreuzotter lebt auf Waldlichtungen, aber auch in Mooren oder Dünenheiden. Ihre Pupillen sind nicht rund - so wie bei der Ringelnatter, sondern geschlitzt.

Die Kreuzotter ist eine der wenigen Giftschlangen Mitteleuropas. In ihrem Oberkiefer sitzen zwei lange Giftzähne. Sie sind nach hinten geklappt und werden erst beim Beuteschlag über ein Gelenk nach vorne gerichtet. Die Kreuzotter liebt Mäuse. Wenn sie eine aufgespürt hat, nähert sie sich langsam und schnappt dann blitzschnell zu. Dabei dringen ihre beiden Giftzähne tief in das Opfer ein.

Über die Giftdrüse wird Gift in den Giftkanal geleitet und weiter über eine kleine Öffnung in das Beutetier injiziert. Nach dem Biss flüchtet das Beutetier, aber das Gift wirkt schnell. Es schwächt das Tier, lähmt es und läßt schließlich das Herz stillstehen. In aller Ruhe nimmt die Kreuzotter züngelnd die Spur des Beutetiers auf, das anschließend im ganzen verschlungen wird.

Da die Kreuzotter vor Menschen flieht, werden Menschen nur selten von ihr gebissen. Außer man reizt sie. Man erkennt den Biss einer Kreuzotter an den zwei nahe beieinander liegenden Einstichen. Wenn du von einer Kreuzotter gebissen wurdes, solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen. Dort wird ein Gegengift verabreicht.

Wirklich tödlich kann das Gift einer Kreuzotter nur für kleine Kinder oder geschwächte Erwachsene wirken. Das Weibchen bringt im Spätsommer bis zu 15 fertig entwickelte Junge zur Welt - sie legt also keine Eier.

Zusammenfassung

Ringelnatter und Kreuzotter sind zwei heimische Schlagen. Die Ringelnatter ist ungiftig und zählt zu den am häufigsten vorkommenden Arten Mitteleuropas. Die Kreuzotter ist eine der wenigen Giftschlangen Europas. Man erkennt sowohl Ringelnatter als auch Kreuzotter an ihrer Zeichnung. Tschüss!

12 Kommentare
  1. WOW JOHN CENA 😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😅😅😅😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇😇

    Ps gutes video

    Von Dennis Dolan, vor 9 Monaten
  2. Ja alo ich schaue gleich diese video an ich schreib dann wenn ichs gesehen abe... Ja ich habe es gesehen und mir ist aufgefallen das video sagte das gleiche wie unsere Lehrerin😱 dessen Namen ich nicht sagen darf(glaube ich)

    EIN ZEICHEN😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵🤐😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😮😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵😵🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪🔪

    Von Dennis Dolan, vor 9 Monaten
  3. Hallo Lillyurban807,
    weibliche Ringelnattern können durchaus eine Länge von 120 cm und mehr erreichen. Die Männchen sind in der Tat etwas kleiner. Bei ihnen liegt die durchschnittliche Länge in Deutschland bei ca. 75 cm.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 10 Monaten
  4. Die Ringelnatter ist 50-60 CM lang.

    Von Lillyurban807, vor 10 Monaten
  5. Perfekt gemacht einfach nur wunderbar 👍🏻👍🏻👍🏻

    Von Helwigchristina, vor mehr als einem Jahr
  1. toll!!!!!

    Von Desireepirker, vor mehr als einem Jahr
  2. Sehr hilfreich :)toll!

    Von Besnik S, vor mehr als 2 Jahren
  3. Danke Serpil für die Antwort :)

    Von Lucie Z., vor fast 4 Jahren
  4. Hallo Lucie,
    ich konnte einmal beobachten, wie eine Schlange ihre Beute verkehrtherum gefressen hat, weil sie sie so gefangen hatte. Das war für die Schlange nicht so vorteilhaft, weil die Beine der Maus "im Weg standen". Dadurch hat es wirklich ziemlich lange gedauert, bis die Schlange die Maus komplett verschlingen konnte. Aber am Ende hat sie es geschafft. :)

    LG

    Von Serpil Kilic, vor fast 4 Jahren
  5. Eine Schlange würde ihre Beute nie verkehrt herum verschlingen!

    Von Lucie Z., vor fast 4 Jahren
  6. Ne nie so gut.....!;)(

    Von Benjaminschoene, vor mehr als 4 Jahren
  7. Ich sage nur: Wirklich hilfreich!

    Von Malumah, vor fast 5 Jahren
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Schlangen – Ringelnatter und Kreuzotter Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Schlangen – Ringelnatter und Kreuzotter kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne die Charakteristika der Ringelnatter und Kreuzotter.

    Tipps

    Die Kreuzotter besitzt Giftzähne.

    Die Ringelnatter ist etwas größer als die Kreuzotter.

    Lösung

    Die Ringelnatter ist eine der häufigsten Schlangen Mitteleuropas und wird 80 bis 120 cm lang. Du erkennst sie gut an ihren beiden blassgelben Halbmonden am Hinterkopf. Sie ist eine gute Schwimmerin. Ihr bevorzugter Lebensraum ist in Gewässernähe und Steinbrüche. Wenn du ihr in der Natur begegnest, brauchst du dich nicht zu fürchten, denn die Ringelnatter ist nicht giftig.

    Die Kreuzotter ist eine der wenigen Giftschlangen Europas. Sie ist etwas kleiner als die Ringelnatter und wird bis zu 70 cm lang. Die Kreuzotter trägt ein X auf dem Hinterkopf, so kannst du sie gut erkennen. Die Kreuzotter lebt vorwiegend auf Waldlichtungen oder Dünenheiden.

  • Bestimme die Fortpflanzungsmethode der Schlangen.

    Tipps

    Die Jungtiere, die lebend zur Welt kommen, besitzen zu diesem Zeitpunkt auch schon ihre Giftzähne.

    Lösung

    Schlangen sind eine Unterordnung der Schuppenkriechtiere (Reptilien). Sie stammen alle von den Echsen ab und legen Eier. Bei einigen Arten ist die Entwicklung der Jungen im Ei schon so weit fortgeschritten, dass diese bereits im Mutterleib die Eihülle verlassen und daher lebend geboren werden. So ist das bei der Kreuzotter. Diese Giftschlange bringt bis zu 10 Junge lebend zur Welt.

    Bei der Kornnatter ist das etwas anders, sie legt bis zu 80 Eier ab. Dafür sucht sie sich einen geschützten Ort, wie zum Beispiel einen Laubhaufen. Im Spätsommer schlüpfen daraus die Jungen, sie haben dann bereits eine Größe von bis zu 40 cm!

  • Beschreibe, wie sich Schlangen ohne Gliedmaßen fortbewegen.

    Tipps

    Man könnte sagen, die Schlangen laufen auf ihren „Rippen“.

    Lösung

    Schlagen besitzen weder Gliedmaßen (Arme und Beine) noch Schulter- oder Beckenknochen. Dennoch können sie lautlos durchs Gebüsch gleiten. Dafür sorgt ihr spezieller Körperbau.

    Ihr Rumpfskelett besteht aus zahlreichen Wirbeln mit beweglichen Rippenpaaren. An deren Spitzen liegen sehr kräftige Rippenmuskeln, die sich zusammenziehen. Dadurch werden die darunter liegenden Bauchschuppen etwas angehoben. Eine Kippbewegung entsteht. Wenn die Muskelhaut die Schuppen wieder anlegt, schiebt sich der Schlangenkörper nach vorne. Dieser Vorgang durchzieht den Rumpf wellenartig.

    Wir unterscheiden bei Schlangen vier verschiedene Bewegungstypen: gerades Vorwärtskriechen, Seitenwinden, seitliches Schlängeln sowie Ziehharmonika-Bewegungen. Je nach Untergrund bewegt sich die Schlange anders voran. Das Seitenwinden kannst du gut in der Wüste beobachten, dort wo Schlangen sich durch den Sand bewegen.

  • Erkläre die Herstellung von Gegengift.

    Tipps

    Das Prinzip ist ähnlich wie bei einer Impfung.

    Lösung

    Wenn du von einer Giftschlange gebissen wurdest, solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen. Dieser spritzt dir ein Gegengift. Doch wie wird dieses hergestellt?

    Die richtige Antwort lautet: mithilfe von Pferden! Das Ausgangsmaterial für das Gegengift ist das jeweilige Gift selbst. Die Schlangen werden „gemolken“, d.h., ihnen wird das Gift abgenommen. Das gewonnene Gift wird verdünnt und Pferden geimpft. Die großen Tiere verfügen über ein sehr aktives Immunsystem, daher kommen sie mit dem Gift gut zurecht. Ihr Körper produziert exakt auf das Gift abgestimmte Antikörper. Es ist das gleiche Prinzip wie bei einer Impfung. Danach wird den Pferden Blut abgenommen. Die Antikörper werden herausgefiltert und aufbereitet, sodass der Mensch sie gut verträgt. Fertig ist das Antiserum.

  • Erkläre die Sinnesorgane der Schlangen.

    Tipps

    Die Schlangen besitzen ein Organ, das wie eine Wärmebildkamera funktioniert.

    Lösung

    Viele Menschen fürchten sich vor dem starren Blick der Schlange, dabei ist das gar nicht nötig. Der Blick entsteht, da die Schlange keine beweglichen Augenlider besitzt. Schlangen können nur gut Dinge erkennen, die sich bewegen. Daher helfen ihnen beim Jagen andere Sinnesorgane, wie die Zunge. Mit der langen, dünnen Zunge nehmen sie Duftstoffe auf und berühren damit ihren Gaumen, wo ihr Riechorgan liegt. Die Zunge ist gespalten, so können die Schlange auch die Richtung bestimmen, aus der der Duftstoff gekommen ist.

    Ein weiteres Sinnesorgan ist das Grubenorgan. Dieses befindet sich zwischen Auge und Nasenhöhle. Mit diesem Organ können die Schlangen Wärmequellen in ihrer Umgebung wahrnehmen und somit Beute leichter aufspüren.

  • Bewerte folgende Aussagen über die Giftzähne von Schlangen.

    Tipps

    Die Giftdrüse befindet sich im Kopf der Schlange.

    Schlangen bilden Ersatzähne sogar schon auf Vorrat in ihren Schleimhäuten.

    Lösung

    Es gibt über 2500 Schlangenarten, einige von ihnen sind auch giftig. In diesem Video hast du die Kreuzotter kennen gelernt, sie gehört zu den Giftschlangen. Auch die grüne Mamba oder die Klapperschlange sind Giftschlangen.

    Ihre Giftzähne befinden sich im Oberkiefer. Sie sind innen hohl und über den Giftkanal mit der Giftdrüse verbunden. Im geschlossenen Maul liegen die Giftzähne nach hinten geklappt in einer Schleimhautfalte. Reißt die Schlange ihr Maul auf, werden die Giftzähne nach vorne geklappt. Das Gift der Schlangen lähmt ihr Opfer und tötet es.

    Die Giftzähne wachsen regelmäßig nach. Sobald die neuen Zähne wieder mit der Giftdrüse verbunden sind, fallen die alten heraus.

    Schlangen können durchaus ihre Giftmenge regulieren. Indem sie mehr oder weniger Muskeldruck auf die Giftdrüse ausüben, wird die Menge des Giftes reguliert.

    Es gibt Schlangen, die ihr Gift auch einige Meter weit spritzen können, die Speikobra zum Beispiel. Sie versucht dabei, direkt in die Augen des Angreifers zu zielen.