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Körpersprache und nonverbale Kommunikation

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Mtoto

Körpersprache und nonverbale Kommunikation

lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse

Beschreibung Körpersprache und nonverbale Kommunikation

In diesem Video geht es um die Geheimnisse der nonverbalen Kommunikation und im Speziellen, unserer Körpersprache. Du wirst lernen, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt, welche Signale wir bewusst, unbewusst und teilbewusst aussenden und was du tun kannst, um bei einem Vortrag selbstbewusst und sicher zu wirken.

Transkript Körpersprache und nonverbale Kommunikation

Hallo. Ein bekanntes Zitat des Kommunikationswissenschaftlers Paul Wazlawik sagt: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Und es stimmt. Ob er will oder nicht, jeder Mensch gibt ständig Information über seinen Körper weiter. Uns vertraute Tiere wie Hunde oder Katzen verstehen diese Zeichen besonders gut und merken zum Beispiel, wann wir traurig sind. In diesem Video geht es um die Geheimnisse der Körpersprache und nonverbalen Kommunikation. Du wirst lernen, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt, welche Signale man unbewusst, teilbewusst und bewusst aussendet und welche Tipps es gibt, um zum Beispiel bei Vorträgen selbstbewusst rüberzukommen. Nonverbale Kommunikation fasst die gesamte nichtsprachliche Verständigung zusammen, also jede Form der Kommunikation, die nicht als gesprochene Sprache ausgedrückt wird. Gebärdensprache und Geschriebenes zählen nicht dazu, wohl aber das Sprechverhalten, die Tonlage und selbst die Handschrift. Die Körpersprache ist ein Teil dieses Themenfeldes, der nur Gestik und Mimik, Körperhaltung und Körperbewegung einschließt. Eine Regel besagt, dass Worte nur 7% einer Botschaft ausmachen. 38% werden über den Tonfall weitergegeben und ganze 55% durch die Körpersprache. Sagst du zu einem Freund: „Du siehst aber gut aus heute“, dann ist das ein Kompliment. Veränderst du den Ton und verziehst das Gesicht: „Du siehst aber gut aus heute“ - ist die Botschaft eine andere und wird eher als Beleidigung aufgefasst werden. Die Art, wie etwas gesagt wird, verändert also unseren Eindruck von der sprechenden Person. Zum Kommunizieren benutzen wir alle Sinne: wir sehen, riechen, hören und fühlen, was in dem Anderen vorgeht. Aber können diese Signale immer kontrolliert werden? Nein, sie werden unbewusst, teilbewusst oder bewusst vermittelt. Unbewusst kommunizieren wir über Mikrosignale, die nur mit technischen Hilfsmitteln, wie Zeitlupenaufnahmen, sichtbar gemacht werden können. Gefühle wie Angst, Trauer, Überraschung, Langweilige, Spannung, Freude und Selbstbewusstsein lassen sich nicht komplett verstecken. Zum Beispiel vergrößern sich unsere Pupillen, wenn wir uns wohlfühlen und wirken daher auf andere entspannter und sympathischer. Verengen sich die Pupillen, zeugt das von Angespanntheit. Als teilbewusst werden alle Formen der Kommunikation zusammengefasst, die wir zwar spüren, aber die kaum beeinflussen können, zum Beispiel, wenn wir erröten, schwitzen, sich unser Pulsschlag erhöht oder wir bestimmte Gerüche absondern. Körperreaktionen und teilweise auch Mimik sind also nicht steuerbar. Hinzu kommt alles, was uns langfristig im Leben beeinflusst. Muskelaufbau und Haltung, der Zustand von Haut und Haaren durch Ernährung und Lachfalten und Gesichtsausdruck bilden unseren emotionalen und körperlichen Zustand ab. Auch dieser erste Eindruck wird von anderen wahrgenommen. Schließlich setzten wir auch bewusste Signale, mit denen wir eine Gruppenzugehörigkeit, Status und Lebenseinstellung zum Ausdruck bringen. Über unsere äußere Erscheinung, Kleidung, Frisur, Parfum, Schminke, Tattoos, aber auch über die Zimmergestaltung, unser Fahrrad, Bücher und ähnliches, setzen wir bewusste Signale. Mimik und Gestik werden ebenfalls gesteuert und sind teilweise erlernt. Wie der feste Blickkontakt, Nicken und Kopfschütteln, eine aufrechte Haltung oder jemanden bei der Begrüßung anzulächeln. In verschiedenen Gesellschaften kann es unterschiedliche Codes geben, unterschiedliche Regeln des Verhaltens. Auch wie nah wir unserem Gegenüber kommen, welche Distanzzone wir also einhalten, ist gesellschafts-, status-, und geschlechterrollenabhängig. Formale Beziehungen sind außerdem von Erwartungen geprägt. Du wirst dich deinen Eltern gegenüber anders verhalten, als du mit einem Freund oder einer Freundin umgehst. Wenn du einen Vortrag hältst, kannst du unter Beachtung dieser einfachen Tipps beeinflussen, wie du von anderen wahrgenommen wirst. Eine gute Vorbereitung und das Üben, vor allem von Fachbegriffen, machen dich im Vorfeld selbstbewusster. Beim Vortrag selbst ist es gut, direkten Blickkontakt zu suchen. Geht das nicht, fixiert man am besten einen festen Punkt kurz über den Köpfen des Publikums, das wirkt ruhig. Die Körperhaltung sollte aufrecht und entspannt sein. Eine ausdrucksstarke Mimik und Hände, die das Gesagte untermalen, steigern die Aufmerksamkeit der Zuhörenden. Sprich alles laut und deutlich, aber nicht zu schnell aus. Atme ruhig und versteck dich nicht hinter deinen Stichpunkten. Je weniger du auf die Notizen guckt und je sichtbarer du Raum stehst, desto selbstbewusster nehmen dich die Leute war. Ein gutes Gespür dafür, wie man auf andere wirkt, bekommt man, wenn man sich selbst beim Vortrag filmt. Fassen wir noch einmal zusammen: Nonverbale Kommunikation fasst alle Formen nichtsprachlicher Verständigung zusammen. Körpersprache bezieht sich nur auf Körperhaltung und Körperbewegung, Mimik und Gestik. Alles beeinflusst stark, wie eine Botschaft verstanden wird. Signale werden unbewusst oder teilbewusst über Körperreaktion und Mikrosignale und unseren körperlichen Zustand weitergegeben. Erröten und die Vergrößerung der Pupillen sind Beispiele. Bewusst lassen sich Signale über erlernte Mimik und Gestik, äußere Erscheinung, Zimmergestaltung und ähnliches, steuern. In unterschiedlichen Gesellschaften gibt es verschiedene formale Beziehungen, Codes und Distanzzonen. Bei Vorträgen zum Beispiel lässt sich bewusst Selbstsicherheit kommunizieren, indem man laut und deutlich spricht, gestikuliert, Blickkontakt sucht und gut sichtbar und aufrecht im Raum steht. Vielleicht hilft dir das bei der nächsten Präsentation. Tschüss.

2 Kommentare

2 Kommentare
  1. Sehr schönes Video, kurzgefasst und auf dem Punkt. Zudem sehr Übersichtlich

    Von Niklas P., vor 3 Monaten
  2. Super Video! Sehr übersichtlich und kurzweilig!

    Von Xandra Sommerfeld, vor 10 Monaten

Körpersprache und nonverbale Kommunikation Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Körpersprache und nonverbale Kommunikation kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe den Umfang der nonverbalen Kommunikation.

    Tipps

    Jede Form der Kommunikation, die nicht als gesprochene Sprache ausgedrückt wird, ist nonverbale Kommunikation.

    Lösung

    Die Nonverbale Kommunikation umfasst die nichtsprachliche Verständigung.
    Dazu zählt das Sprechverhalten, die Tonlage oder auch die Handschrift.
    Auch Teilgebiete der Körpersprache zählen zur nonverbalen Kommunikation, wie die Gestik, Mimik und die Körperhaltung.

    Beispiel: Wenn man jemanden in einer Schlange wartend vor einem Automaten stehen und ungeduldig auf die Uhr schauen sieht, hat es die Person sicherlich eilig und möchte endlich dran kommen. Die Person hat nicht gesprochen, dennoch wissen wir es aus unserer Beobachtung.

    Die Gebärdensprache und Geschriebenes zählen nicht zur nonverbalen Kommunikation.

  • Bestimme, ob unbewusste, teilbewusste oder bewusste Signale vorliegen.

    Tipps

    Schwitzen kann man nicht beeinflussen.

    Ob man Blickkontakt aufnimmt oder nicht, dass kann man steuern.

    Lösung

    Es gibt unbewusste, teilbewusste und bewusste Signale.
    Unbewusste Signale sind Mikrosignale, die kann man nur durch technische Hilfsmittel, wie der Zeitlupe, sehen. Gefühle wie Angst, Freude, Trauer oder Langeweile kann man nicht ganz verstecken. Zum Beispiel vergrößern sich unsere Pupillen, wenn wir uns Wohlfühlen oder sie verengen sich, wenn wir angespannt sind.

    Teilbewusste Signale sind Signale, die wir spüren, aber nicht beeinflussen können. Dazu zählt das Erröten und Schwitzen.

    Mit den bewussten Signalen bringen wir Gruppenzugehörigkeit und Status zum Ausdruck. Über die äußere Erscheinung, wie der Kleidung oder andere Gegenstände setzen wir Signale. Auch die Mimik und Gestik sind steuerbar und teilweise erlernt, wie zum Beispiel der Blickkontakt, das Anlächeln bei einer Begrüßung oder das Nicken mit dem Kopf.

  • Deute die abgebildeten Gesten und Mimiken.

    Tipps

    Wenn man sich am liebsten hinter etwas verstecken möchte, wirkt das sehr unsicher.

    Lösung

    Unser Körper kann sprechen, ganz ohne Worte. Über unsere Haltung signalisieren wir unbewusst, wie wir uns fühlen.

    Ist man zum Beispiel verlegen, weil einen ein Mädchen anspricht, dass man sehr gern hat, errötet man und gestikuliert mit den Händen herum.

    Verzieht man den Mund und die Augenbrauen, ist dies ein Zeichen für Skepsis.

    Oft fassen sich Leute nachdenklich ans Kinn, wenn sie überlegen.

    Ist man aufgebracht zeigt man schnell mal auf etwas und zieht dabei die Augenbrauen zusammen. Dies kann während eines Streits der Fall sein. Oft zeigt man dann wütend mit dem Finger auf jemanden.

    Man kann unsicher und schüchtern wirken, wenn man die Schultern senkt, sich kleinmacht und hinter einem Gegenstand, den man in der Hand hält, versteckt.

    Wenn man aufrecht steht oder sitzt und sich zum Beispiel durch melden aktiv beteiligt, zeigt dies Interesse.

  • Beschreibe während eines Vorstellungsgespräches positiv wirkende Körpersprache.

    Tipps

    Wenn man ängstlich ist, zieht man oft den Kopf ein und wirkt so kleiner.

    Wer mit der Hand stark zudrückt, kann dem anderen sogar wehtun.

    Lösung

    Der Blickkontakt ist bei einer Unterhaltung sehr wichtig. Man sollte seine/n Gesprächspartner*in direkt ansehen. Das wirkt selbstsicher und interessiert. Schaut man immer weg, wirkt es unsicher oder desinteressiert - also gegenteilig. Aber das Anstarren sollte man vermeiden, da es meistens unangenehm wirkt.

    Die Körperhaltung sollte aufrecht und locker sein, dass zeigt Selbstbewusstsein und Interesse. Ein gebeugter Rücken und eingezogener Kopf signalisiert Angst.

    Der Händedruck kann viel über eine Person aussagen. Ist er zu stark und zu lange deutet es auf Dominanz oder sogar Aggression hin, ist er zu schwach zeigt es Unsicherheit.

    Die Hände sollte man während einer Unterhaltung nicht zuviel bewegen, dass wirkt sonst sehr unruhig und übertrieben. Am besten ist es, wenn man Gesten mit den Händen nur sparsam gebraucht. Auch sollte man die Arme nicht verschränken oder die Hände in die Hosentaschen stecken.

    Oft hilft es einem zum Beispiel vor einem Vortrag, seinen Text Zuhause aufzusagen und sich dabei zu filmen. Anschließend kann man ganz leicht selbst beurteilen, wie die Körpersprache war und wie man auf andere wirkt.

  • Nenne hilfreiche Tipps zur Vortragsvorbereitung und Vortragsweise.

    Tipps

    Wenn man sehr schnell spricht, können einem die Zuhörenden oft nicht folgen.

    Die Gestik bezeichnet unter anderem das Untermalen des Gesagten durch Handbewegungen.

    Lösung

    Vor dem Vortrag sollte man den Text öfters Zuhause laut aufsagen, damit man lernt, frei zu sprechen. Das Ablesen der Notizen wirkt unsicher und vermittelt den Eindruck, keine Ahnung zu haben.
    Fachausdrücke sollte man solang üben, bis man sie sicher aussprechen kann.
    Man sollte natürlich nicht schreien, aber laut genug reden, damit jede*r das Gesagte gut hören kann. Außerdem wirkt es selbstbewusst, wenn man langsam und deutlich spricht.

    Der Blickkontakt ist auch sehr wichtig. Wenn man zum oder ins Publikum schaut, zeigt es, dass man sicher ist.
    Während des Vortrags kann man mit den Händen Gesagtes *untermalen* und etwas bewusst hervorheben. Man sollte aber nicht mit den Händen herum wirbeln, das wirkt unsicher und nervös.

    Am besten filmt man sich vor dem Vortrag einmal Zuhause beim Üben, dann sieht man schnell, wie man auf Zuhörende wirkt und was man vielleicht ändern sollte. Alternativ kann man Freundinnen und Freunde oder die Eltern fragen, ob sie sich einmal den Vortrag anhören und auf die Körpersprache achten.

  • Interpretiere die Mimik und Gestik, indem du sie ihrer jeweiligen Deutung zuordnest.

    Tipps

    Du kannst die beschriebenen Gesten und Mimiken nachmachen, um deren Bedeutung herauszufinden.

    Lösung

    Unsere Mimik und Gestik sind Teil der Körpersprache, die zur nonverbalen Kommunikation gehört. Auf unsere Mitmenschen wirkt diese Körpersprache und sie drückt häufig etwas bestimmtes aus.

    Wenn man sich mit dem Finger und Daumen das Kinn reibt, denkt man oftmals gerade nach.
    Wenn man mit den Fingern auf dem Tisch trommelt, zeigt es Nervösität und Desinteresse.
    Das Verschränken der Arme vor der Brust signalisiert deinem Gegenüber, dass du etwas ablehnst oder unsicher bist.
    Das Kratzen am Kopf steht meistens für Ratlosigkeit.
    Bei Langeweile oder Müdigkeit stützen wir den Kopf auf den Händen ab.

    Du hast bestimmt einiges schon einmal bei anderen gesehen oder selbst gemacht. Achte doch bei deinem nächsten Gespräch genau auf die Körpersprache der/s anderen und lerne sie zu deuten.

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