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Heuschnupfen – Verlauf einer allergischen Reaktion 06:19 min

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Transkript Heuschnupfen – Verlauf einer allergischen Reaktion

Heuschnupfen - Verlauf eine allergischen Reaktion

Hallo! Sicherlich hast Du schon einmal etwas von Heuschnupfen gehört und bestimmt hast Du auch schon bemerkt, dass im Frühling viele Menschen häufig niesen müssen und tränende Augen haben. Aber hast Du Dich auch mal gefragt, was bei einer solchen Allergie im Körper passiert und warum nur einige Menschen Heuschnupfen haben? Genau das zeigt Dir dieses Video.

Heuschnupfen ist eine Allergie. Von einer Allergie spricht man, wenn der Körper auf einen eigentlich ungefährlichen Reiz oder Fremdstoff eine heftige Immunreaktion zeigt. Bei der Heuschnupfenallergie sind diese Fremdstoffe Pflanzenpollen.

Das Immunsystem reagiert dann so, als ob es sich um eine gefährliche Substanz handelt, wie etwa einen Krankheitserreger. Menschen können gegen die vielfältigsten Stoffe allergisch sein. Das können zum Beispiel Blütenpollen, Tierhaare, Insektengifte, Hausstaub oder auch bestimmte Nahrungsmittel sein. Stoffe, die eine Allergie auslösen bezeichnet man als Allergene.

Aber wie kommt es, dass nicht alle Menschen allergisch auf bestimmte Dinge reagieren? Das liegt daran, dass unsere Körper beim Kontakt mit einigen Fremdstoffen unterschiedlich reagieren. Bei den meisten Menschen werden Fremdstoffe wie Pollen vom Körper akzeptiert. Manchmal reagiert der Körper auf gewisse Stoffe aber sehr empfindlich und stuft diese als gefährlich ein.

Das Immunsystem bildet dann Antikörper und Gedächtniszellen um sich vor diesen “gefährlichen” Stoffe zu schützen. Beim Erstkontakt mit dem Allergen kommt es jedoch noch nicht zu den typischen Symptomen einer Allergie.

Kommt der Mensch dann ein zweites Mal mit diesem Fremdstoff in Berührung, wird das Immunsystem aber sofort aktiv, der Mensch reagiert sozusagen überempfindlich. Dabei wird zum Beispiel Histamin ausgeschüttet, ein körpereigener Botenstoff. Die Freisetzung von Histamin im Körper führt zu den typischen Symptomen einer Allergie. Es kommt zu Schwellungen, Hautauschlägen oder auch Atemwegsbeschwerden.

Im Normalfall sind Allergien nicht sonderlich gefährlich. Anders ist es, wenn es zu einer schweren allergischen Reaktion kommt, dem so genannten allergischen Schock. Hier kann es zu Atemnot, Herzrasen, Angstgefühlen und sogar zum Kreislaufzusammenbruch kommen. Ein solcher allergischer Schock kann durchaus lebensgefährlich sein und ist deshalb immer ein Fall für den Notarzt.

In der Regel ist es am besten, wenn Allergiker den Kontakt mit Allergenen vermeiden. Das ist bei einigen Allergien relativ einfach. Liegt zum Beispiel eine Allergie gegen Tierhaare vor, dann kann man den Kontakt zu dem entsprechenden Tier vermeiden. Aber Du kannst Dir sicher gut vorstellen, dass es schwieriger ist, wenn Menschen allergisch auf Blütenpollen oder Hausstaub reagieren.

Die entsprechenden Allergene findet man nämlich nahezu überall. Hier sind dann nur Maßnahmen wie Pollenfilter für Heuschnupfenallergiker oder spezielle Bettwäsche für Hausstauballergiker möglich. Diese können zu einer Linderung der Allergiesymptome führen.

Solltest du bei dir Allergiesymptome feststellen, kannst du beim Arzt einen Allergietest machen. Dabei wird untersucht, ob tatsächlich eine Allergie vorliegt und wie schwerwiegend sie ist. Der Arzt führt zum Beispiel einen Hauttest durch, bei dem verschiedene Allergenextrakte auf deinen Unterarm getropft werden. Danach werden die Hautstellen leicht verletzt, damit die Allergene in die Haut eindringen können. Nach wenigen Minuten wird kontrolliert, ob bei bestimmten Allergenen zum Beispiel eine Hautrötung auftritt.

Aber was passiert wenn der Allergietest positiv ausfällt? Der Arzt kann durch eine Behandlung die Symptome einer Allergie mindern. Dieses Verfahren nennt man Desensibilsierung oder auch Hyposensibilisierung. Dabei wird der Patient wiederholt einem bestimmten Allergen ausgesetzt, indem es zum Beispiel unter die Haut gespritzt wird. Die Menge des Allergens wird fortlaufend erhöht. Hierbei verwendet man weitaus höhere Allergenmengen als jene, mit denen man im alltäglichen Leben konfrontiert wird.

Insgesamt kommt es durch die Desensibilisierung dazu, dass die Reaktion des Immunsystems auf ein bestimmtes Allergen ausbleibt bzw. sehr viel schwächer ausfällt. Der Mensch ist aber immer noch allergisch und nicht geheilt. Vielmehr sind nur die Symptome der Allergie abgeschwächt.

Du hast in diesem Video einiges über Allergien erfahren. Wenn Du das nächste Mal im Frühling auf einen Allergiker triffst, weißt Du, dass sein Körper auf die Blütenpollen in der Luft reagiert. Sein Körper erkennt die Blütenpollen als Fremdstoff, die Blütenpollen sind das Allergen. Das Immunsystem bekämpft dieses Allergen. Dabei treten Atemwegsbeschwerden oder auch Hautrötungen auf. Aber auch Hausstaub, Tierhaare und Insektengifte können Allergien auslösen.

Du siehst also, dass Allergene nahezu überall zu finden sind und für einen Allergiker schwerwiegende Folgen haben können. Bis zum nächsten mal. Tschüss!

4 Kommentare
  1. Richtig Cool

    Von Bcs2002, vor 6 Monaten
  2. Audio könnte besser sein

    Von Mgparker1, vor fast 2 Jahren
  3. Ihr macht das toll;-)

    Von Manuela 7, vor etwa 3 Jahren
  4. Hat mir sehr geholfen, Danke

    Von S Priem, vor mehr als 3 Jahren

Heuschnupfen – Verlauf einer allergischen Reaktion Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Heuschnupfen – Verlauf einer allergischen Reaktion kannst du es wiederholen und üben.

  • Definiere den Begriff Allergie.

    Tipps

    In der Hauptblütezeit leiden viele Menschen unter Heuschnupfen.

    Lösung

    Nimmt unser Körper über die Nahrung, die Haut oder Nase fremde Substanzen auf, prüft das Immunsystem, ob es sich um einen Krankheitserreger handelt. Liegt ein Erreger vor, wird eine komplexe Abwehrreaktion ausgelöst.

    Bei einigen Stoffen kann das Immunsystem nicht richtig entscheiden, ob nun ein gefährlicher oder ungefährlicher Stoff vorliegt. So kommt es, dass der Körper auch harmlose Substanzen wie die Pollen von Pflanzen bekämpft. Der Mensch reagiert dann allergisch auf diese Substanz.

  • Schildere den Ablauf eines Allergietests.

    Tipps

    Der Allergie liefert dem Patienten schnell Gewissheit.

    Lösung

    Der Arzt kann feststellen, ob man unter einer Allergie leidet. Dazu macht er einen sogenannten Hauttest oder Allergietest.

    Bei diesem werden verschiedene Allergieextrakte auf den Unterarm des Patienten aufgetragen. Damit die Allergene in die Haut eindringen können, wird die Haut an dieser Stelle leicht verletzt. Nach einigen Minuten kann man sehen, ob Hautrötungen auftreten.

    Zu den Allergenen werden auch eine Positivkontrolle und eine Negativkontrolle aufgetragen. Die Positivkontrolle besteht aus Histaminen, diese verursachen eine Hautreaktionen. Die Negativkontrolle enthält nur eine Kochsalzlösung, hierbei zeigt sich keine Reaktion.

    Fällt der Hauttest positiv aus, kann der Arzt eine Behandlung durchführen, um die Symptome zu mildern. Dieses Verfahren wird als Desensibilisierung oder auch Hyposensibilisierung bezeichnet.

  • Beschreibe, warum nur einige Menschen allergisch reagieren.

    Tipps

    Stoffe, die eine Allergie auslösen, werden als Allergene bezeichnet.

    Lösung

    Eine Allergie ist eine Fehlreaktion des Immunsystems. Beim ersten Kontakt mit dem Allergen bleiben Symptome aus. Das Immunsystem wird aber schon sensibilisiert und produziert Antikörper. Diese Antikörper lagern sich an spezifische Immunzellen, sogenannten Mastzellen, an. Kommt es nun erneut zum Kontakt mit dem Allergen, wird eine allergische Reaktion in Form von Schwellung und Hautausschlag ausgelöst.

    Das Allergen dockt an die Antikörper an, verbindet sich mit ihnen und zerstört die Mastzellen. So wird das Histamin freigesetzt, was die Symptome verursacht.

  • Definiere die Begriffe Gedächtniszellen und Antikörper.

    Tipps

    Das Wort Rezeptor stammt von dem lateinischen Wort recipere und bedeutet aufnehmen oder empfangen.

    Lösung

    Unser Immunsystem sorgt dafür, dass unser Körper nicht so schnell anfällig gegenüber Infektionen ist.

    Dabei hat das Immunsystem einige Helfer:

    Die Gedächtniszellen merken sich die Oberflächenstrukturen der Fremdstoffe, so können bei einem erneuten Befall schneller Antikörper gebildet werden.

    Die Antikörper haben eine ebenso wichtige Aufgaben. Sie sind Y-förmig aufgebaut, ihre beiden Rezeptoren passen genau auf ein Antigen. Dieser Antikörper-Antigen-Komplex kann dann besser von Fresszellen aufgenommen und beseitigt werden.

  • Benenne Allergien anhand der Allergene.

    Tipps

    Eine Inhalationsallergie wird durch das Einatmen der Allergene hervorgerufen.

    Viele Menschen reagieren auf Nickel allergisch.

    Lösung

    Die Inhalationsallergie wird hervorgerufen, wenn die Allergene eingeatmet werden. Hierzu zählen Pollen, Hausstaub und Tierhaare.

    Einige Menschen leiden unter einer Lebensmittelallergie, zum Beispiel gegen Nüsse oder Meeresfrüchte.

    Die Arzneimittelallergie ist eine Reaktion auf bestimmte Medikamente. Einige Menschen reagieren zum Beispiel auf Penicillin allergisch.

    Des Weiteren gibt es allergische Reaktionen auf Insektenstiche und auch auf Kosmetika oder Schmuck.

  • Erläutere, was man unter einer Pseudoallergie versteht.

    Tipps

    Histaminliberator leitet sich vom lateinischen Wort liberare ab und bedeutet befreien.

    Lösung

    Bei einer Pseudoallergie treten die gleichen Symptome auf wie bei einer echten Allergie. Auslöser können Zusatzstoffe in Lebensmitteln sein.

    Unterschied zu einer richtigen Allergie ist, dass keine Antikörper vorliegen. Auf die Mastzellen wirkt ein Histaminliberator, der die Histaminfreisetzung bewirkt. Eine immunologische Reaktion ist nicht nachweisbar.