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Hauttransplantation 05:10 min

Textversion des Videos

Transkript Hauttransplantation

Hallo! Was machen eigentlich Menschen, die durch Verletzungen Teile ihrer Haut verloren und damit große Schmerzen haben? Manchmal kann ihnen durch eine Hauttransplantation geholfen werden. Wie das genau funktioniert und wie der Körper auf eine solche Hauttransplantation reagiert, möchte ich dir in diesem Video zeigen.

Haut

Zunächst wollen wir uns anschauen, welche Funktion die Haut überhaupt hat. Die Haut schützt unseren Körper beispielsweise vor Infektionen mit Bakterien und Pilzen; die können dann durch die verletzten Hautbereiche in den Körper eindringen. Zudem schützt sie vor Umwelteinflüssen wie Kälte und Wärme. Sie nimmt also Temperaturen wahr und reagiert z.B. mit Schweißproduktion bei Hitze.

Sie beherbergt außerdem den Tastsinn, so dass sie Tastreize wahrnehmen kann. Die Haut hat also wichtige Aufgaben. Wird die Haut verletzt, sorgt normalerweise die Wundheilung für eine Schließung der Lücke, so dass diese wieder ihrer Funktion nachkommen kann.

Ursachen für eine Hauttransplantation

Manchmal sind die Verletzungen der Haut aber so großflächig und schwerwiegend, dass die normale Wundheilung nicht ausreicht, um die Lücken in der Haut zu schließen; dann ist ein Hauttransplantation notwendig. Aber wie kann es überhaupt zu solchen Hautverletzungen kommen?

Oftmals sind Verbrennungen die Ursache dafür, dass Teile der Haut verschwunden sind. Aber auch Unfälle mit Chemikalien wie starken Säuren oder Laugen, die zu Verätzungen führen, können der Grund für eine großflächige Schädigung der Haut sein.

Auch große Wunden, die z.B. durch Unfälle mit Maschinen oder im Straßenverkehr entstehen können, sind die Ursache für eine notwendige Hauttransplantation.

Durchführung einer Hauttransplantation

Bei einer autogenen Hauttransplantation entnimmt der Arzt einen gesunden Hautbereich des Patienten z.B. vom Oberschenkel. Das Hautstück wird dann in die Wundränder eingenäht oder nur durch einen Verband fixiert. Zunächst ist das Hautstück nicht mit Blutgefäßen verbunden und wird daher durch Stoffe aus der Zellflüssigkeit, dem so genannten Plasma, versorgt. Schon nach zwei Tagen bilden sich die ersten kleinen Blutgefäße aus, die das verpflanzte Hautstück mit Nährstoffen versorgen.

Bei der allogenen Hauttransplantation wird ein Hautbereich eines anderen Menschen, also eines Spenders, verwendet.

Komplikationen einer Hauttransplantation

Hört sich alles ganz einfach an. Aber bei solchen Hauttransplantationen kann es auch zu Komplikationen kommen. Und was muss dabei beachtet werden?

Oft kommt es nämlich zu Infektionen mit Bakterien. Solche Infektionen verhindern, dass eine Durchblutung des verpflanzten Hautbereiches stattfindet. Der transplantierte Hautbereich wird dann vom Körper abgestoßen. Wird der transplantierte Hautbereich nicht absolut ruhig gestellt, verhindert dies ein Anwachsen der Haut und einen Anschluss an die Blutgefäße. Auch Knochen und Sehnen verhindern ein Anwachsen der transplantierten Haut.

Allogene Hauttransplantationen, also Transplantation von Hautbereichen eines Spenders, funktionieren nur, wenn vom Empfänger Medikamente eingenommen werden, die eine Abstoßung verhindern. Das Immunsystem des Empfängers erkennt die transplantierte Haut dann nämlich als „fremd“ und sein Immunsystem würde sie bekämpfen, wenn keine Medikamente zur Unterdrückung dieser Immunreaktion eingenommen würden.

Zusammenfassung

Bei Verbrennungen, Unfällen oder schlecht heilenden Wunden kann die Normale Wundheilung Lücken in der Haut nicht schließen. Eine Hauttransplantation kann notwendig sein. Du hast in diesem Video gesehen, dass im Fall der autogenen Hauttransplantation Haut des eigenen Körpers und im Fall der allogenen Hauttransplantation Haut eines Spenders entnommen wird.

Diese Hautbereiche werden dann in den Wundrändern fixiert und schon nach kurzer Zeit durch neu gebildete Blutgefäße mit Nährstoffen versorgt. Komplikationen können bei Infektionen mit Bakterien oder bei einer mangelhaften Ruhigstellung des transplantierten Hautbereichs auftreten. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

1 Kommentar
  1. GUTE

    Von Itslearning Nutzer 2535 38197, vor 11 Monaten

Hauttransplantation Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Hauttransplantation kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne Komplikationen und Gegenmaßnahmen, die bei einer Hauttransplantation auftreten können.

    Tipps

    Medikamente zur Unterdrückung der Immunabwehr nennt man Immunsuppressiva.

    Lösung

    Damit es nach einer Transplantation nicht zu einer Abstoßung des Gewebes kommt, muss man Medikamente einnehmen, sogenannte Immunsuppressiva, die die Immunabwehr unterdrücken. Der transplantierte Bereich muss auch ruhig gestellt werden, damit das Anwachsen gelingen kann. Oft verhindern Knochen und Sehnen das Anwachsen des Hautbereichs oder es kommt zu einer Infektion mit Bakterien.

  • Benenne die Funktionen der Haut.

    Tipps

    Unsere Haut gilt als Schutzschild.

    Lösung

    Unsere Haut ist das größte menschliche Organ und übernimmt wichtige Funktionen. Sie beherbergt unseren Tastsinn und nimmt Temperaturen wahr. Zudem bildet sie eine Schutzschicht gegen Bakterien, Pilze und anderer Umwelteinflüsse. Sie dient auch der Regulation unsere Körpertemperatur. Beim Schwitzen entsteht Schweiß, dieser verdunstet und kühlt unseren Körper ab.

    Bei einem erwachsenen Menschen wiegt die Haut ca. 10kg!

  • Beschreibe die Unterschiede zwischen autogener und allogener Hauttransplantation.

    Tipps

    Autogen bedeutet so viel wie selbstständig.

    Lösung

    Bei der Hauttransplantation unterscheiden wir zwischen autogener und allogener Transplantation.

    Bei der autogenen Transplantation wird ein Hautstück zum Beispiel aus dem Oberschenkel entnommen und in die Wunde eingesetzt. Nach 2 Tagen bilden sich erste kleine Blutgefäße, die dann die Versorgung übernehmen. Das bedeutet Spender und Empfänger sind dieselbe Person.

    Bei der allogenen Transplantation wird ein anderer Spender benötigt, das bedeutet die eingesetzte Haut stammt von einem anderen Menschen.

  • Erkläre den Aufbau der Haut.

    Tipps

    Die Hornhaut schützt die weiteren Hautschichten vor Umwelteinflüssen.

    Lösung

    Bei der Haut unterscheidet man die Oberhaut, die Lederhaut und Unterhaut.

    Die Oberhaut besteht von außen nach innen aus einer Hornschicht, der Hornhaut. Diese Schicht ist an einigen Körperstellen wie der Hand oder am Fuß besonders dick, damit die unterliegenden Schichten sicher gegen Reibung und Abnutzung geschützt sind.

    In der Lederhaut befinden sich die Blutgefäße, die die Haut mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgen. Ebenfalls in der Lederhaut liegen unsere Sinneszellen.

    In der Unterhaut finden wir eine stark fetthaltige Schicht, diese Schicht schützt vor Auskühlung und Stößen, zudem dient sie der Energiespeicherung.

  • Erkläre, wie die Haut unsere Körperwärme reguliert.

    Tipps

    Im Winter ist unsere Haut häufig blass und trocken.

    Lösung

    Die Haut ist eines unserer wichtigsten Organe. Sie schützt uns nicht nur vor Umwelteinflüssen, sondern kann auch die Körperwärme regulieren.

    Wenn es draußen kalt ist wie im Winter, dann verengen sich die Gefäße in der Haut. Sie wird schlechter durchblutet. Unsere Haut ist im Winter oft sehr trocken, da sie auch schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird.

    Wenn es draußen sehr heiß ist wie im Sommer, dann schwitzen wir. Es wird über Drüsen Schweiß abgegeben. Dies bedeutet auch immer einen Wasserverlust für unseren Körper, daher sollten wir im Sommer mehr trinken.

  • Erläutere den Ablauf der Blutgerinnung.

    Tipps

    Gerinnung bedeutet Festwerden des Blutes.

    Lösung

    Eine der wichtigsten Eigenschaften unseres Blutes ist, dass es gerinnen kann. Ohne diese Eigenschaft würden wir schon bei kleinen Wunden verbluten.

    Die Blutgerinnung kannst du dir wie eine Kettenreaktion vorstellen, sie besteht aus vielen einzelnen Schritten:

    Zunächst setzen die Blutplättchen Thrombin frei. Thrombin ist das entscheidende Enzym der Blutgerinnung. Im Blut befindet sich auch Fibrinogen. Kommt nun das Fibrinogen mit dem Thrombin an der Wunde zusammen, entsteht Fibrin. In dem Fibrinnetz bleiben Blutplättchen und Blutkörper hängen. Ein Blutgerinnsel entsteht und verschließt die Wunde. Wenn der Wundschorf entsteht, ist der Vorgang der Blutgerinnung abgeschlossen.