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Gedächtnis – Speichern von Informationen

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Die Autor/-innen
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Sabine Blumenthal
Gedächtnis – Speichern von Informationen
lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse

Beschreibung Gedächtnis – Speichern von Informationen

In diesem Video erkläre ich dir anhand eines Modells, wie aufgenommene Informationen gefiltert und in den verschiedenen Speichern unseres Gedächtnisses "abgelegt" werden. Sollten die Informationen nicht wichtig sein, wirst du sie wieder vergessen. Besonders wichtige Informationen hingegen, kannst du dir mehrer Jahre merken. Und wie das mit dem Merken und Vergessen ist, lernst du in diesem Video!

Transkript Gedächtnis – Speichern von Informationen

Hallo, da bin ich wieder. Eure Sabine Blumenthal. Du siehst hier das zweite Video zum Thema Gedächtnis. Ich erkläre dir heute an einem Modell die Funktionsweise unseres Gedächtnisses. Außerdem erfährst du, welche Aufgabe das Zwischenhirn beim Abspeichern von Informationen hat. Damit du heute alles gut verstehen kannst, solltest du dir das erste Video zu diesem Thema bereits angeschaut haben. Du weißt bereits, dass unser Gehirn ständig Informationen von den Sinnesorganen empfängt. Diese Informationen werden entweder im Kurzzeitgedächtnis oder im Langzeitgedächtnis abgespeichert. Doch wie soll man sich dieses Filtern und Abspeichern von Informationen eigentlich vorstellen? Dabei hilft uns ein Modell. Stell dir vor, unser Gedächtnis wäre eine riesengroße Kiste. Diese Kiste ist oben offen und in verschiedenen Abständen sind drei unterschiedlich große Auffangebenen eingebaut. Die oberste Ebene soll für das Kurzzeitgedächtnis stehen und die beiden unteren für den mittelfristigen und den langfristigen Speicher unseres Langzeitgedächtnisses. In die Ebenen für das Kurzzeitgedächtnis und den mittelfristigen Speicher unseres Langzeitgedächtnisses siehst du, hier in Rot dargestellt, Filter eingebaut. Die nun in die Kiste hineinfallenden bunten Schnipsel sollen die Informationen von den Sinnesorganen an unser Gehirn darstellen. Du erkennst hier, dass einige Informationen von den Sinnesorganen unser Gehirn überhaupt nicht erreichen. das sind Informationen, die wir nicht wahrnehmen. Die anderen Informationen erreichen das Kurzzeitgedächtnis. Du erinnerst dich, dass Kurzzeitgedächtnis kann nur sehr wenige Informationen speichern, deshalb ist hier im Modell die Ebene für das Kurzzeitgedächtnis auch relativ klein dargestellt. Informationen, die wir nur ein einziges Mal wahrnehmen, vergessen wir so nach kurzer Zeit. Andere Informationen haben wir mehrmals wahrgenommen und dadurch bleiben sie auf der Ebene des Kurzzeitgedächtnisses liegen. Allerdings nur für ein paar Tage. Erfolgt innerhalb dieser wenigen Tage eine erneute Wahrnehmung der Information, dann gelangt sie durch den Filter auf die Ebene des mittelfristigen Speichers im Langzeitgedächtnis. Du weißt bereits, dass dieser Speicher ein mittelfristiges Speichervermögen hat und Informationen hier mehrere Minuten bis zu einigen Tagen verbleiben können. Hier können also schon mehrere Informationen liegenbleiben. Werden die hier aufgefangenen Informationen allerdings nicht innerhalb der Speicherfrist von einigen Tagen erneut abgerufen, dann werden sie sozusagen aus der Gedächtniskiste hinausbefördert. Das heißt, wir vergessen sie. Doch nur solche, im mittelfristigen Speicher abgelegten Informationen, die wir hinreichend oft wiederholen und erneut abrufen, gelangen durch einen weiteren Filter in den langfristigen Speicher unseres Langzeitgedächtnisses. Dieser Speicher hat sehr, sehr viel Platz und hier abgelegte Informationen können über viele Jahre abrufbereit aufbewahrt werden. Allerdings sind auch Informationen, die in den langfristigen Speicher unseres Langzeitgedächtnisses gelangen, nicht absolut vor dem Vergessen geschützt. Wenn du diese Informationen über viele, viele Jahre nicht abrufst, dann kannst du auch solche Informationen vergessen. Wie du hoffentlich an meinem schematischen Modell erkennen konntest, gelangen ständig viele, viele neue Informationen von den Sinnesorganen an das Gehirn. Du kannst dir sicher denken, dass jede Sekunde viel mehr Informationen unser Gehirn erreichen, als das Kurzzeitgedächtnis überhaupt aufnehmen kann. An dieser Stelle hat unser Zwischenhirn eine wichtige Aufgabe. Im Zwischenhirn wird nämlich die Auswahl getroffen, welche der ankommenden Informationen wichtig genug sind, um von uns wahrgenommen zu werden. Diese Auswahl und der Mechanismus des Vergessens schützen unser Gehirn vor einer Überflutung mit Informationen und den Langzeitspeicher vor Überlastung. Der genaue Mechanismus, wie Informationen in unserem Gehirn gespeichert werden, ist leider noch immer weitgehend unbekannt. Jedoch ist es Wissenschaftlern mit Hilfe neuester bildgebender Verfahren gelungen, die Bereiche unseres Gehirns zu lokalisieren, die beim Erinnern aktiviert werden. Dabei kam man zu der überraschenden Erkenntnis, dass bei der Beschäftigung mit fremden Erfahrungen und mit Erlerntem, zum Beispiel dem Lernstoff der Schule, die Aktivität der linken Großhirnhälfte besonders gesteigert ist. Wenn wir uns jedoch an Begebenheiten aus unserer eigenen Vergangenheit erinnern und persönliche Erfahrungen abrufen, dann ist überwiegend die rechte Großhirnhälfte aktiv. Auch zum Ende dieses Videos gibt es wie immer eine kurze Zusammenfassung: Du kannst dir dein Gedächtnis modellhaft wie einen mehrstufigen Filter vorstellen. Du nimmst nicht alle Informationen der Sinnesorgane wahr, die dien Gehirn erreichen. Informationen, die innerhalb der Verweilzeit nicht noch einmal abgerufen werden, wirst du vergessen. Die Vorauswahl, welche der Informationen das Kurzzeitgedächtnis erreichen, wird im Zwischenhirn getroffen. So, das war es dann wieder mal von mir. Tschüss, bis zum nächsten Mal.

1 Kommentar

1 Kommentar
  1. cool danke fürs erklären

    Von Stoja Vogt, vor mehr als 5 Jahren
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