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Das Präparat – Herstellung von Präparaten für das Mikroskop 05:36 min

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Transkript Das Präparat – Herstellung von Präparaten für das Mikroskop

Hallo! Dies ist ein kurzes Anschlussvideo an das Thema "Aufbau und Handhabung des Mikroskops". In diesem Video habe ich euch das Mikroskop als Werkzeug in der Biologie vorgestellt. Um auch richtig mit dem Lichtmikroskop arbeiten zu können, braucht man Präparate. Diese werden auf Objektträgern, kleinen Glasplättchen, fixiert. Meist verwendet man noch einen Wassertropfen und ein Deckblättchen, eine kleinere Glasscheibe. Um ein Objekt unter dem Lichtmikroskop untersuchen zu können, muss es für Lichtstrahlen durchlässig sein. Bei sehr dünnen, lichtdurchlässigen Objekten ist daher keine Präparation nötig. Die Objekte werden lediglich in einem Wassertropfen auf dem Objektträger angebracht und mit einem Deckgläschen versehen. So lassen sich auch lebende Zellen beobachten. Objekte, die dicker sind, müssen erst geschnitten werden. Dies geschieht meistens mit einer Rasierklinge. Die Präparate werden dabei abgetötet. Da viele biologische Objekte nicht pigmentiert sind und das Licht daher nur wenig absorbieren oder brechen, zeigen die Abbilder nur geringe Kontraste. Damit man diese zur besseren Sicht verstärken kann, nimmt man Farbstoffe, die sich an unterschiedlichen Zellstrukturen anlagern. Sie verstärken die optischen Unterschiede. Unterschiedliche Farbstoffe werden für spezifische Nachweise verwendet. Ich habe euch einmal ein paar Beispiele aufgelistet, mit welchen Farbstoffen welche Zellorgane nachgewiesen werden können: Mit dem Farbmittel Methylblau wird der Zellkern sichtbar gemacht, mit Karmin-Essigsäure die Chromosomen, mit einer Iod-Kaliumiod-Lösung werden Stärkekörner hervorgebracht, Neutralrot färbt die Vakuole ein und Chlorzinkiod die Cellulose. Nun stelle ich euch noch 7 verschiedene Präparattechniken anhand von Beispielen dar: das Erste ist das Abziehpräparat, welches sehr häufig in Schulen genommen wird, um Schülern das Mikroskopieren und Präparieren zu lehren. Hierbei wird zunächst ein Wassertropfen auf den Objektträger gegeben. Dann ritzt man von der konkaven Seite der Zwiebelschuppe ein rechteckiges Stückchen aus und legt es auf den Objektträger, dann glatt streichen und das Deckgläschen vorsichtig draufsetzen. Beim Quetschpräparat verwendet ihr zum Beispiel eine Scheibe Fruchtfleisch der Banane. Dieses positioniert ihr auf einen Objektträger und nehmt einen zweiten, um dieses Fruchtfleisch vorsichtig zu zerdrücken. Dabei werden die Zellen der Banane zerstört. Das Abstrichpräparat wird hergestellt, indem man mit einem Holzspatel beispielsweise über eine Zunge schabt. Dabei lösen sich Schleimhautzellen, die nun in einem Wassertropfen auf einem Objektträger eingebracht werden. Verseht das Präparat mit einem Deckgläschen, und nun könnt ihr es unter dem Mikroskop betrachten. Beim sogenannten Zupfpräparat wird mit einer Pinzette beispielsweise ein Blättchen, oder auch nur ein Teil davon, von einer Pflanze ausgezupft. Dieses wird nun wieder auf einen Objektträger gebracht, welcher mit einem Wassertropfen versehen ist. Zum Schutz wird ein Deckglas draufgesetzt. Wie bereits erwähnt und erklärt, gibt es auch die Dünnschnitte mit einer Rasierklinge. Hierbei wird ein Stängel durchgeschnitten, und dann werden feine Querschnitte mit der Rasierklinge angefertigt. Diese werden wieder in einem Wassertropfen auf einen Objektträger gebracht und abgedeckt. Das Ausstrichpräparat wird meistens bei Blutproben hergestellt. Man nimmt einen Tropfen Blut und positioniert ihn auf einen Objektträger. Mit einem zweiten, schräg angesetzten Objektträger verstreicht man das Blut zu einem dünnen Film und deckt es ab. Dies waren Möglichkeiten, Frischpräparate anzufertigen. Allerdings möchte man auch bestimmte Präparate, die sehr aufschlussreich geworden sind, nicht einfach so wieder entsorgen. Dann kann man Dauerpräparate herstellen. Dazu legt man sie in 80 - 95 %-igen Alkohol ein. Dabei werden die Objekte fixiert. Das Deckglas geht entweder von alleine ab oder muss vorsichtig mit einer Rasierklinge entfernt werden. Zum Entwässern wird das Objekt nun einer aufsteigenden Alkoholreihe entlanggeführt. Zum Schutz und Erhalt wird es mit Kunstharz und einem Deckgläschen versehen. Nun ist es für längere Zeit haltbar und nutzbar. Zum Schluss gebe ich euch noch eine kleine Übersicht über die verschiedenen Präpariertechniken: Es gibt die Abziehpräparate, die Quetschpräparate, Abstrichpräparate, Zupfpräparate, Dünnschnitte mit einer Rasierklinge, Ausstrichpräparate und die Dauerpräparate. Um Kontraste besser hervorzuheben, könnt ihr die Objekte mit verschiedenen Färbemitteln einfärben und so spezifische Nachweise anstellen. Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Präparieren und Mikroskopieren. Bis zum nächsten Mal, tschüss!

13 Kommentare
  1. Sehr gut :)

    Von Phillip C., vor 9 Monaten
  2. Alles verständtlich

    Von Pikachu, vor 9 Monaten
  3. Sehr gut gemacht

    Von Pikachu, vor 9 Monaten
  4. pf

    Gut?!

    M
    I
    S
    C
    H

    Von Yiren Y., vor 11 Monaten
  5. Bitte beim nächsten Video viel -langsamer- reden. Man soll ja was lernen, ist ja kein Wettbewerb im Schnellaufsagen- danke!

    Ansonsten wäre das Video toll.

    Von Juliane Viola D., vor 12 Monaten
  1. Hallo Jannitzki,
    es freut uns, dass dir das Video gefällt. Vielen Dank für deine Frage. Das ist immer abhängig vom Objekt, welches du untersuchen möchtest. Um zu wissen, wann man einen Wassertropfen verwenden sollte, empfiehlt es sich zu verstehen, wofür dieser dient.
    Bei lebenden Zellen wird durch das Wasser das Austrocknen des Präparats verhindert. Wenn du Zellen untersuchst, solltest du also immer einen Wassertropfen verwenden.
    Nicht bei jedem Präparat wird Wasser verwendet, oft verwendet man auch Öl. Die Flüssigkeiten vermindern die Licht-Brechung und es gelangen mehr Lichtstrahlen ins Objektiv. Dadurch entsteht eine höhere Auflösung, also ein besseres Bild.
    In diesem Video wurden auch Präparate genannt, in denen keine zusätzliche Flüssigkeit verwendet wurde: Das Quetschpräparat mit der Banane und das Austrichpräparat mit Blut. Fällt dir etwas auf? Beide Objekte enthalten viel Wasser, daher wird keine zusätzliche Flüssigkeit verwendet.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor etwa einem Jahr
  2. Cool :D Ich hätte bloß eine Frage. Brauch man immer ein Wassertropfen?

    Von Jannik K., vor etwa einem Jahr
  3. Ah okay, vielen Dank für die schnelle Antwort! :)

    Von Jessy ღ., vor etwa 2 Jahren
  4. Vielen Dank für die Frage. Nein, man braucht es, wenn das Objekt in ein Einschlussmittel eingebettet wird, also bei Frisch-und Dauerpräparaten, die "Durchlicht-Bilder" (von unten beleuchtet) liefern sollen. Die Präparate sind dann für höhere Vergrößerungen geeignet.

    Von Roland Hesse, vor etwa 2 Jahren
  5. Braucht man eigentlich für jedes Experiment mit dem Mikroskop ein Deckgläschen oder geht es auch ohne?

    Von Jessy ღ., vor etwa 2 Jahren
  6. gut erklärt top

    Von Frank Herrmann Berlin, vor mehr als 4 Jahren
  7. toll!

    Von Deleted User 58342, vor mehr als 6 Jahren
  8. Sehr gutes Video, bisher das beste und verstänbdlichste in Biologie. Bitte mehr davon, vielleicht auch für den Zellaufbau und den Transportmechanismus in Biomembranen. Weiter so! (:

    Von Chrischanp, vor etwa 8 Jahren
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