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Beobachten, vergleichen, protokollieren – Methoden 06:01 min

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Transkript Beobachten, vergleichen, protokollieren – Methoden

Methode: Beobachten, vergleichen, protokollieren

Hallo! In diesem Video stellen wir eine grundlegende Arbeitsmethode der Biologie vor: Beobachten. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Sehen und Beobachten? Was muss ich beachten, wenn ich Beobachtungen festhalten will? Gibt es auch andere Methoden zur Informationsbeschaffung und warum ist es sinnvoll mit Zeichnungen oder Protokollen zu arbeiten? In diesem Video findest du die Antworten.

Nehmen wir an, du hast einen Spaziergang gemacht. Du bist an einem Obstgarten vorbeigegangen und an einem kleinen Teich. Zuhause wirst du vielleicht sagen können, dass du Johannisbeeren gesehen hast - und eine Libelle am Teich. Beides hast du gesehen.

Wenn du nun aber die Frucht der Johannisbeere genauer beschreiben solltest, müsstest du wahrscheinlich passen. So genau hast du sie dir vielleicht nicht angesehen. Du hast den Strauch schließlich nicht beobachtet. Wenn du nun aber hingehst und dir die Frucht der Johannisbeere ganz genau ansiehst, vielleicht sogar die Blätter zwischen deine Finger nimmst und von beiden Seiten betrachtest, dann beobachtest du. Beobachten ist die älteste und grundlegendste Arbeitsmethode der Biologie. Dabei konzentriert man sich auf ein Objekt und versucht jedes Detail zu erfassen.

Dabei kann es hilfreich sein, ähnliche Objekte miteinander zu vergleichen. Ist die schwarze Johannisbeere das gleiche nur in schwarz? Oder kannst du Unterschiede beiden Blättern oder den Früchten erkennen?

Beobachten und vergleichen steht am Anfang jeder biologischen Entdeckungsreise. Dabei solltest du sowohl auf Gemeinsamkeiten, als auch auf Unterschiede achten. Bei sehr kleinen Objekten - wie z.B einer Blattlaus - kann eine Lupe zum Einsatz kommen. Bei Objekten, die scheu sind - z.B. bei Vögeln - kann ein Fernglas hilfreich sein.

Manchmal kannst du das Objekt, das du beobachten und untersuchen willst, auch mit nach Hause nehmen. So kannst du die Blätter verschiedener Sträucher sammeln und zuhause in Ruhe vergleichen.

Um den Überblick über deine Beobachtungen zu behalten, ist es sinnvoll, Protokolle zu erstellen. Schreib genau auf, was du beobachtet hast. Jedes Detail kann wichtig sein. Manchmal ist es am besten, mit kleinen Zeichnungen zu arbeiten. Auch hier ist Genauigkeit das oberste Gebot.

Denn ob ein Blatt einen gezahnten oder einen gewellten Blattrand hat, macht einen großen Unterschied. Vergiss nicht, Ort und Datum - gegebenenfalls auch die Uhrzeit - der Beobachtung zu notieren. Wenn du wissen willst, wie sich z.B. sich die Frucht der Johannisbeere über einen langen Zeitraum von der Blüte bis zum vollen Fruchtstand entwickelt, dann kannst du in deinen Protokollen immer wieder den Ort und den Zeitpunkt deiner Beobachtung finden.

Wichtig ist, dass du nur das festhältst, was du wirklich beobachtet hast. Abseits kannst du Fragen notieren, die sich aus den Beobachtungen ergeben haben, sowie mögliche Antworten - unter dem Stichwort „Vermutungen“. Wenn du das Leben am Teich beobachtest, kannst du erstmal alle Tiere notieren, die du im und am Teich siehst. Du kannst ihre Zahl festhalten und den genauen Ort, wo sie sich aufgehalten haben.

Zu einzelnen Objekten kannst du eigene Protokolle erstellen, z.B. zum Wasserläufer. Schreib auf wie groß er ungefähr ist, welche Farbe er hat, wieviele Beine du sieht und wie er sich fortbewegt. Genauigkeit ist dabei wichtig - sind alle Beine gleich lang oder ist das vordere Beinpaar kürzer?

Wie sehen die Libellen aus und welches Verhalten konntest du bei ihnen beobachten? Besonders bei dem Beobachten von Verhalten, solltest du darauf achten nur das zu schreiben was du siehst und nicht zu viel in deine Beobachtung hineinzuinterpretieren. Wenn du aufmerksam bist, dann kannst du in nur 30 Minuten eine ganze Menge Informationen sammeln. Und wenn du sie genau festhältst, dann kannst du zu einem spätere Zeitpunkt wieder darauf zurückgreifen.

Gewisse Fragen, wirst du allerdings allein durch deine Beobachtung nicht klären können. Dann können dir Nachschlagewerke in der Bibliothek weiterhelfen -man nennt das Recherchieren. Dort wirst du vielleicht die Erklärung finden, warum ein Wasserläufer auf der Wasseroberfläche gehen kann. Oder du wirst herausfinden, ob die Frucht der Vogelbeere giftig ist. Vielleicht findest du auch heraus, dass die von Menschen gezüchtete Kreuzung von Stachelbeere und Schwarzer Johannisbeere Jochelbeere heisst.

Informationen gibt es natürlich nicht nur in Büchern, sondern auch im Internet. Das Suchen von Informationen über eine Suchmaschine will geübt sein, dann für ein einzelnes Stichwort, wirft die Suchmaschine tausende Seiten aus. Da im Internet jeder alles ganz einfach veröffentlichen kann, sind nicht alle Quellen seriös. Es erfordert Übung und Erfahrung herauszufinden, welche Seiten vertrauenswürdig sind und welche nicht.

„Beobachten, vergleichen und protokollieren“ ist die älteste und wichtigste Methode in der Biologie. Je genauer du hinsiehst, desto mehr kannst du herausfinden! Probier es selber aus! Tschüss!

3 Kommentare
  1. SEHR GUTE ERFAHRUNGEN # DANKE

    Von Sahraa T., vor 9 Monaten
  2. Zweiter :)()()()

    Von Leon W., vor 12 Monaten
  3. Erster :D

    Von Rhombuslarve, vor 12 Monaten

Beobachten, vergleichen, protokollieren – Methoden Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Beobachten, vergleichen, protokollieren – Methoden kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe, welche Reihenfolge der Arbeitsmethoden sinnvoll wäre.

    Tipps

    Eine Recherche hat erst Sinn, wenn du bereits einige Informationen über dein Objekt erhalten hast.

    Nach dem Beobachten wirst du den See wahrscheinlich mit einem benachbarten See vergleichen.

    Lösung

    Selbstverständlich gibt es unterschiedliche Herangehensweisen bei der Anwendung der wissenschaftlichen Arbeitsmethoden.

    In diesem Beispiel wäre es sinnvoll, wenn du den See erst einmal gründlich beobachten würdest. So fallen dir schon einige Dinge auf. Dann könntest du diesen See zum Beispiel mit einem anderen benachbarten See vergleichen. Sind dort ähnliche Tiere zu finden? Wachsen dort die gleichen Pflanzen? Dann würde man seine Beobachtungen protokollieren und anschließend recherchieren. Wenn verschiedene Fragen aufgetaucht sind, wäre dann ein guter Anfang, diesen nachzugehen und zu versuchen, sie mithilfe von Literatur oder dem Internet zu klären.

  • Beschreibe, welche Arbeitsmethode vorliegt.

    Tipps

    Das Wort Recherche stammt aus dem Französischen und bedeutet nachforschen.

    Überlege, wie sich eine Recherche gestalten könnte. Welche Hilfsmittel könntest du für deine Recherche nutzen?

    Lösung

    Beobachten ist die älteste und grundlegendste Arbeitsmethode in der Biologie. Hierbei betrachtest du ein Objekt ganz genau und achtest auf jedes Detail.

    Beim Vergleichen ziehst du ein oder mehrere Objekte in deine Beobachtungen mit ein. Du vergleichst verschiedene Details miteinander, die dir aufgefallen sind.

    Deine Beobachtungen notierst du am besten gleich, damit du nichts vergisst. Das nennt man auch protokollieren.

    Wenn sich Fragen ergeben haben, kannst du zum Beispiel in Fachbüchern oder im Internet nach Antworten suchen. Diese Methode nennt man auch Recherche.

  • Beschreibe, welche Informationen in einem Protokoll enthalten sein müssen.

    Tipps

    Mithilfe des Protokolls sollst du dich schnell wieder erinnern können.

    Vermutungen sollten nicht im Protokoll stehen oder deutlich markiert werden.

    Lösung

    So könnte ein Protokoll aussehen. Wichtig sind zum Beispiel Zeichnungen, das Datum der Protokollerstellung sowie der Ort der Beobachtung. Auch deine Beobachtungen solltest du so genau wie möglich notieren, damit du später nichts vergisst. Wichtig ist, dass du wirklich nur das notierst, was du eindeutig beobachten konntest. Wenn du Vermutungen anstellst, sollten diese sichtbar in deinem Protokoll kenntlich gemacht werden, damit du im Nachhinein deine Beobachtungen von deinen Vermutungen unterscheiden kannst.

  • Erläutere den Aufbau eines Lichtmikroskops.

    Tipps

    Es gibt verschiedene Objektive mit unterschiedlichen Vergrößerungen.

    Der Tubus verbindet Okular und Objektiv.

    Lösung

    Hier siehst du die genaue Beschriftung eines Lichtmikroskops.

    • Die Okulare vergrößern ähnlich wie eine Lupe.
    • Der Tubus verbindet Okular mit Objektiv.
    • Die Objektive vergrößern das Objekt.
    • Der Objekttisch dient dir zum Auflegen des Objektes, welches du untersuchen möchtest.
    • Der Grob- und Feintrieb dient der Scharfeinstellung des Bildes.
    Um richtig zu mikroskopieren, musst du folgendermaßen vorgehen: Zunächst schaltest du die Beleuchtung ein und legst das Präparat auf. Anschließend stellst du die Vergrößerung ein und stellst das Bild scharf. Zum Schluss stellst du nun die Blende so ein, dass du ein gutes Bild deines Präparates siehst.

  • Erkläre die verschiedenen Beobachtungsformen.

    Tipps

    Wenn du den Sprung einer Katze beobachten willst, musst du schnell sein, denn diese Situation geht schnell vorbei.

    Für die unmittelbare Beobachtung brauchst du keine Hilfsmittel.

    Lösung

    Man unterscheidet verschiedene Beobachtungsformen.

    Die unmittelbare Beobachtung bezeichnet eine Beobachtung, die du zum Beispiel in der Natur machst und nur durch deine Sinne wahrnimmst. Alles, was du beobachten kannst, ohne eine Lupe zu benutzen, fällt darunter.

    Die mittelbare Beobachtung ist eine Beobachtungsform, bei der du ein Hilfsmittel verwendest, wie zum Beispiel eine Lupe.

    Die Kurzzeitbeobachtung bezeichnet eine Beobachtungsform über eine kurze Zeit – wie z.B. den Sprung einer Katze oder das Weglaufen einer Maus.

    Eine ** Langzeitbeobachtung** ist eine Beobachtungsform, die du über einen längeren Zeitraum immer wieder machst, zum Beispiel, wenn du den Jahreszeitenverlauf in der Natur beobachtest. Von Frühling bis Winter ist eine ganz schön lange Zeit.

  • Beschreibe verschiedene Geräte, die dir beim Beobachten helfen können.

    Tipps

    Wenn du ein 10x-Okular hast und ein 40x-Objektiv, dann beträgt die Gesamtvergrößerung 400x.

    Lösung

    Wenn man draußen etwas genauer betrachten will, ist die Lupe schnell zur Hand. Je stärker die Sammellinse gekrümmt ist, desto größer wird das Bild.

    Bei genaueren Untersuchungen reicht die Lupe oft nicht aus, daher verwendet man ein Mikroskop. Diese vergrößern dein Objekt noch viel stärker als eine Lupe, sodass du selbst kleinste Zellbestandteile erkennen kannst. Dies funktioniert bei einem Elektronenmikroskop sehr gut. Aber auch ein Lichtmikroskop hilft da schon. Hier kannst du durch unterschiedliche Vergrößerungen sehr viele Details deines Objektes erkennen.